Spitzenkandidat Helmut Geuking beruft seine ersten Mitarbeiter ins Leitungsteam

Kreis Coesfeld. „Die Bürger haben ein Recht darauf vor der Wahl zu erfahren, wen sie mit Ihrer Stimme zusätzlich ins Europaparlament wählen”, so Helmut Geuking, Spitzenkandidat der Familien-Partei Deutschlands (FAMILIE). Sollte der Billerbecker Spitzenkandidat ins Europaparlament einziehen, beraten ihn der Freiburger Rechtsanwalt Johannes Denzlinger und der Studenten der Rechtswissenschaft Herrn Sebastian Henning aus Borgholzhausen bei seiner politischen Arbeit. “Das Fachwissen und die europäische Vernetzung der beiden ist eine Bereicherung, um Entscheidungen des Europaparlamentes juristisch einordnen zu können, die sehr oft auch einen direkten Einfluss auf unsere Kommunen haben”, begründet der Parteivorsitzende der Familien-Partei.

Rechtsanwalt Denzlinger studierte unter anderem an der Université de Dijon und spezialisierte sich auf internationales Wirtschaftsrecht ; er ist außerdem Fachanwalt für Familienrecht. Aufgrund seiner Schwerpunkte betätigte er sich bisher bei zahlreichen sozialen Projekten so z.B. als Rechtsberater der „EASO“ (European- Asylum-support-Office , Brüssel) , in Athen und Lesbos, Koordination des Türkei- EU-Treaty / „Little stars“ (Kinderdorf in Nepal, Koordination Deutsch-nepalesische Adoptionsverfahren) und ist Botschafter der „International justice mission“ (u.a. Verfolgung der Arbeitsversklavung von Kindern).

Sebastian Henning, der bereits als Mitglied der FAMILIE immer ein offenes Ohr für alle Mitglieder hat und dabei erhebliche Sozialkompetenz bewies, durchlief zunächst eine kaufmännische Ausbildung und steht kurz vor seinem Abschluss im Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Bielefeld. Er absolvierte den universitären Schwerpunktbereich im Familien-, Erb-, Liegenschafts-, und Zivilprozessrecht. Ehrenamtlich engagierte er sich im Vorstand der European Law Students Association Bielefeld und im Verein „Democracy without Borders“ (ehemals Komitee für eine demokratische Uno e.V.).

„Gemeinsam werden wir im Europaparlament als ein starkes Team für das Wohl der Menschen und zur Stärkung der Familien unsere bisherige Arbeit fortsetzen. Europa muss zukunftsfähig und sozialer ausgestaltet werden und wir sind bereit unseren Beitrag dazu zu leisten.“ so der Spitzenkandidat Helmut Geuking. Ganz oben auf der Agenda steht im Wahlprogramm die Umsetzung eines zusätzlichen europäischen Kindergeldes in Höhe von 50,- Euro und eines zusätzlichen europäischen Rentenfonds für Eltern. Das Team ist überzeugt, dass die Familien und Rentner/innen dringend diese Finanzspritzen benötigen und alle Bürger davon profitieren werden, da Kaufkraftstärkung für alle mit die beste Wirtschaftsförderung ist. Zur Finanzierung wird die Einführung einer Transaktionssteuer erwogen. Bei der Präsentation wurde auch betont, dass durchaus weitere Mitarbeiter für Büromanagement, Wahlkreisvertretung, PR Arbeit und Europareferenten nach erfolgreicher Wahl noch hinzukommen. Die Familien- Partei Deutschlands hat sich als oberstes Ziel gesetzt die Familien Europas zu stärken, so dass unsere Kinder und Enkelkinder in einem sozial ausgerichteten geeinten Europa in Frieden, Freiheit und Wohlstand aufwachsen.

Bei der letzten Europawahl 2014 stimmten über 200.000 Wähler für die Familien-Partei Deutschlands und war so mit Arne Gericke im Parlament vertreten. Der ehemalige Bundesvorsitzende trat 2017 aus der Partei aus. “Sollte der Einzug bei der jetzigen Wahl gelingen, haben die Wähler wieder eine Stimme für Familien im Haus Europa”, blickt Geuking zuversichtlich auf die Abstimmung am Sonntag, 26.06.19.

Stadt plant Fahrradstraße durch Wohngebiete

Coesfeld, 15.05.19 (PM). Eine Fahrradstraße ist prinzipiell eine gute Idee, die auch von den Coesfelder Nachbarschaften Meinertstraße-Eschstraße und Am Roten Baum unterstützt wird. Es dient der Steigerung der Attraktivität der Stadt und erhöht die Sicherheit der Radfahrer. Genau eine solche Straße will die Stadt Coesfeld zur Verbesserung der Mobilität vom Süden aus in Richtung Innenstadt einrichten. Sie soll parallel zur Dülmener Straße größtenteils durch Wohngebiete führen und bis nahe am Stadtzentrum reichen. Auf dieser Strecke hätten die Radfahrer Vorrang. Querungshilfen verbessern die Überquerung an den Kreuzungen Druffelsweg und Grimpingstraße. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf 30 km/h festgesetzt. Genau das sehen die beiden Nachbarschaften für ihr Wohnquartier mit großen Bedenken. Denn Am Roten Baum, Eschstraße und Meinertstraße sind verkehrsberuhigte Bereiche, in denen Schritttempo gilt. 1987 investierte die Stadt gemeinsam mit den Anwohnern in die Aufwertung dieses Wohnquartiers und schuf damit einen Leuchtturm für familienfreundliches Wohnen in Stadtnähe. Die Spielstraßen sind bis heute die Kommunikationsräume in den sich das vielfältige Nachbarschaftsleben abspielt. „Das Spielen auf der Straße wird dann für unsere rund 50 Kinder in den Nachbarschaften nicht mehr möglich sein“, argumentiert der Vorsitzende der Nachbarschaft Meinertstraße-Eschstraße, Michael Roters. Dem fügt Kathrin Gerdes, zweite Vorsitzende der Nachbarschaft Am Roten Baum, hinzu: „Nach der Verordnung für Fahrradstraßen müssen die Fußgänger Gehwege nutzen.“ Die seien zwar durch rote Pflastersteine optisch gekennzeichnet, aber teilweise zu schmal, um mit Kinderwagen problemlos durchzukommen – geschweige denn für Menschen, die auf Gehhilfen angewiesen sind. „Da sind Kratzer an parkenden Autos vorprogrammiert“, meint David Kuntjoro von der Nachbarschaft Am Roten Baum. Seit über 30 Jahre gibt es einen respektvollen und umsichtigen Umgang mit Radfahrern in den verkehrsberuhigten Bereichen. Warum eine Fahrradstraße die Qualität verbessern soll, ist den Anwohnern nicht plausibel. „Das verschlechtert eher die Situation, da Autofahrer, die bisher nur Schritt fahren durften, nun mit 30 durch die Straße donnern dürfen und den Weg als Abkürzung nutzen“, befürchtet Petra Levermann vom Am Roten Baum. Am heutigen Mittwoch ist um 18 Uhr die Bürgeranhörung der Stadt Coesfeld im Rathaus. Die Nachbarschaften werden dann ihre Positionen vorbringen.

Männerteam will in die fünfte Liga

Coesfeld, 06.05.19 (PM/jk): Die Sehnsucht nach der Landesliga wächst im Männerteam des Golf- und Landclubs Coesfeld Jahr für Jahr. Am 4. August soll diese endlich gestillt werden. Nach dem letzten Spieltag dieser Saison will die Mannschaft zum ersten Mal den Aufstieg in die fünfte Liga der Deutschen Golf Liga perfekt machen. In der vergangenen Saison scheiterte Coesfeld noch hauchdünn an diesem Ziel. Das Projekt Aufstieg beginnt am Sonntag, 12. Mai.
Im benachbarten Golfclub Uhlenberg-Reken fängt dann die neue Saison an. Eine Saison, in der Coesfelds Kapitän Christian Freckmann weiter auf junge Spieler im Club setzt und sie fördern möchte. „Diese Spieler werde ich sehr stark einbinden. Das ist für das eine oder andere Talent im Club sicher ein zusätzlicher Anreiz, noch eine Schippe draufzulegen und unser Team künftig weiter zu verstärken“, erklärt Freckmann. Für Coesfeld werden also nicht immer die nominell stärksten Spieler des Clubs am Abschlag stehen, sondern die talentiertesten. Dieses Risiko gehe er zugunsten der Nachwuchsförderung aber gerne ein, sagt Freckmann.
Einen kleinen Haken hat diese Ausrichtung jedoch: Nur sechs Spieler im aktuellen Coesfelder Kader sind unter 30 Jahre alt. Da eine Mannschaft in der Deutschen Golf Liga der Männer aus acht Spielern besteht, bindet der Kapitän, der selber nicht zum Schläger greifen wird, auch Spieler anderer Mannschaften des Clubs ein. Gregor Schlief mit einem Handicap von 6,7, Volker Stippel (8,8) und Ralf Matschke (8,6) könnten erfahrene Akteure sein, die immer wieder aushelfen.
Alessandro Polistina ist eine Stammkraft im Team und einer der Führungsspieler. Auf 5,2 hat er sein Handicap in den vergangenen Monaten heruntergespielt. Von ihm wie auch von Lukas Behnen (6,2) und Maximilian Schulte (6,2) können regelmäßig niedrige Runden erwartet werden. Carlos Ewertz und Thilo Hengst sind zwei der jungen Spieler, die dabei sind, ihr Spiel zu stabilisieren. Sie stehen kurz davor, ein einstelliges Handicap zu erreichen.
Verletzungspech zum Saisonstart, zu viele Runden in den Neunzigern und zu wenige Ergebnisse wie die 73er Runde etwa von Lukas Behnen in Telgte sorgten in der vergangenen Saison dafür, dass die Coesfelder letztlich wenige Schläge hinter Aufsteiger Greven Zweiter wurden.
„Ich bin auf die ersten zwei Spieltage in Reken und am 26. Mai bei uns zu Hause gespannt. Wir sind ambitioniert, und darum heißt das Ziel ganz klar Aufstieg“, erklärt Freckmann. Der Kapitän geht davon aus, dass seine Mannschaft stärker als im Vorjahr ist. Gerade die Entwicklung der jungen Spieler stütze ihn in seiner Einschätzung.
Aufsteigen wird am Ende dieser Saison die Mannschaft, die die meisten Punkte erzielt. Zwischen einem und fünf Zählern werden pro Spieltag verteilt. Das Team, das in der Addition seiner besten sieben Spieler, die wenigsten Schläge gemacht hat, bekommt fünf Zähler, einen gibt es noch für die schlechteste Truppe. Maximal 25 Punkte kann eine Mannschaft in der Saison also sammeln.
Vergleicht man die Ergebnisse der vergangenen Saison, geht Coesfeld als einer der Favoriten in die neue Saison. Die größte Konkurrenz ist laut Freckmann das Team aus dem Landgolfclub Schloss Moyland in Bedburg-Hau. „Die Mannschaft ist aus der Landesliga abgestiegen und hatte gute Ergebnisse vorzuweisen“, begründet Freckmann.

Der Kader

Kapitän Christian Freckmann, Alessandro Polistina, Lukas Behnen, Maximilian Schulte, Thilo Hengst, Niklas Schumacher, Carlos Ewertz, Philipp Schumacher, Thorsten Gröning, Andre Meis, Timo Ebbing, Dirk Tekath, Gregor Schlief, Volker Stippel, Ralf Matschke, Dirk Bayer-Eynck, Dirk Trimpe, Peter Sprey, Gero Hengst, Urban Demmer, Hermann-Josef Rehnen

Die Spieltage

12. Mai im Golfclub Uhlenberg-Reken
26. Mai im Golf- und Landclub Coesfeld
23. Juni im Golfclub Mühlenhof (Kalkar)
21. Juli im Landgolfclub Schloss Moyland (Bedburg-Hau)
04. August im Golfclub Borghees (Emmerich)

70 Friedensaktivisten in Dülmen

Ein Kommentar von Hartmut Levermann

Kreis Coesfeld/Dülmen, 22.04.19. Die Melodie des Liedes gegen den Wahnsinn des Krieges vom deutschen Liedermacher Hannes Wader kreist jenen noch im Kopf, die in den 80er und 90er Jahren gegen die atomare Aufrüstung auf die Straße gegangen sind. Eine halbe Millionen Menschen bewegten sich in Bonn auf den Hofgarten zu, aus Angst vor eine Wiederholung eines Weltkrieges und gegen den NATO-Doppelbeschluss. Weltweit bildeten friedlich die Friedvollen Reihen, unabhängig ihrer Gesinnungen oder Herkunft. Es vereinte sie gegen den Wahnsinn des Kalten Krieges zu protestieren. Am Ende stand ein Abrüstungsabkommen. Für Jahrzehnte war der Frieden in Europa und zwischen den Großmächten gesichert. Der Aufrüstungswettkampf fand sein Ende. Michail Gorbatschow krempelte mit Offenheit (Glasnost) und Umgestaltung (Perestroika) den Kreml um. Siegesgewiss rollte die Friedensbewegung die blauen Fahnen mit den weißen Tauben ein. Plakate und Aufkleber, wie “Atomwaffen nein Danke” oder “Petting statt Pershing”, verschwanden vom Straßenbild. Die atomaren Mittelstreckenraketen aufseiten der USA und Russland wurden abgewrackt – verschrottet. Wir wogen uns in Sicherheit. Bis plötzlich mit der Aufkündigung des atomaren Abrüstungsvertrag INF seitens der USA im Februar 2019 für jeden die Alarmglocken zu schrillen begangen.

Die Einladung der Friedensfreunde Dülmen zum Ostermarsch 2019 kam genau treffend. Auf die Straße gehen und für Frieden und Abrüstung stehen. 70 Friedensaktive versammeln sich am Ostermontag um 11:58 Uhr vor dem Dülmener Rathaus. Auch ein Stück von Hannes Wader ist vertreten, Traum vom Frieden. Sprecher der Friedensinitiative Michael Stiels-Glenn rüttelt wach. Er sieht in der Aufkündigung des INF-Vertrages ein zusätzliches Zeichen in der Gefahrenkette eines neuen Kalten Krieges. Die Uhr eines bevorstehenden Weltuntergangs steht für ihn zwei Minuten vor zwölf. 2016 hörte er bereits die Signale, als plötzlich US-Soldaten in die ehemaligen britischen Tower Barracks zogen. Grund, 2017 den Verein Friedensfreunde Dülmen zu gründen. Für Stiels-Glenn ist heute ein Erfolgstag. So viele sind bis jetzt noch keinem Aufruf zum Friedensmarsch gefolgt. Mit dem Fahrrad machen sie sich auf den Weg zum ehemaligen Sondermunitionslager in Dülmen Visbeck. Auf dem Grundstück, das jetzt im Besitz der Stadt Dülmen ist, möchte die SPD eine Gedenkstätte für den “Wahnsinn des Kalten Krieges” schaffen. Unterstützung gibt es von der Univeristät Münster und vom Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL). Nur die Stadt Dülmen will es gerne komplett als ökologische Ausgleichsfläche für Bauprojekte verwenden und sieht nur bedingt Platz für eine museale Fläche, wie SPD-Ratsmann Heiner Kiekebusch vor dem Zaun des Munitionsdepots erläutert.

Gastredner aus Enschede, Jan Schaake, findet vor den Toren des Munitionsdepot treffende Worte. (Foto hlm)

“Die Atombomben, die hier in Visbeck gelagert waren, sind weg und unsere Gedanken an den Kalten Krieg damit auch”, formuliert treffend der niederländische Friedensaktivist Jan Schaake von der “Enschede voor vrede“. Bis 1990 lagerten auf dem Gelände die atomaren Sprengköpfe. Einen prädestinierteren Erinnerungsort für die Ostermarsch-Bewegung im Kreis Coesfeld kann es kaum geben. Hier könnten sich jedes Jahr die Friedvollen treffen, um auf die Gefahr der Wiederaufrüstung aufmerksam zu machen – nach pazifistischem Vorbild selbstverständlich. Und mit mehr Vertretern aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft. Es ist an der Zeit!

Deutscher Gewerkschaftsbund besorgt wegen Aberkennung der Gemeinnützigkeit

Münsterland/NRW, 27.03.19 (PM). Die Gewerkschaften im Münsterland haben mit Bestürzung von der Androhung mehrerer Finanzämter aus NRW erfahren, dass der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – dem Bund der Antifaschisten“ (VVN-BdA) rückwirkend die Gemeinnützigkeit entzogen werden soll.

Dieses Vorgehen sei weder politisch noch rechtlich nachvollziehbar und haltbar. Die reine Erwähnung in einem Verfassungsschutzbericht in Bayern begründet nach Auffassung der Gewerkschaften noch lange keinen Entzug der Gemeinnützigkeit. Die Landesregierung in NRW beschreite mit ihrem Vorgehen einen unnötigen und nicht nachvollziehbaren Alleingang.
Die VVN-BdA NRW e.V. kann auf mehr als 70 Jahre der kontinuierlich geleisteten demokratischen Erinnerungs- und Gedenkarbeit sowie der Sozialarbeit für die Opfer des Faschismus zurückblicken. Die Vereinigung wurde 1947 von den Überlebenden der Konzentrationslager und Mitgliedern des Widerstandes gegen Faschismus und Krieg, von Verfolgten und Holocaustüberlebenden, ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern und aus der Emigration Heimgekehrten gegründet.

Wie notwendig diese Erinnerungs- und Gedenkarbeit gerade aktuell sei, zeigen die Äußerungen eines MdBs, der den Holocaust als „Vogelschiss“ in der Geschichte bezeichnet oder von anderen, die ihn gar ganz leugnen. Deshalb braucht die antifaschistische Aufklärungs- und Bildungsarbeit eher mehr Geld, als belastende finanzpolitische Maßnahmen. Ebenso nachdenklich stimmt die Gewerkschaften die weiteren Gerichtsentscheidungen des Bundesfinanzhofes gegen Attac und den Vorstößen aus der Bundesregierung der Deutschen Umwelthilfe und campact ebenfalls die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Diese Entscheidungen seien im Zusammenhang zu sehen. Sie verhindere zivilgesellschaftliches Engagement sowie demokratische Partizipationsprozesse und verhänge damit quasi einen Maulkorb für Kritik an politischen Entscheidungen.

Eine Weiterentwicklung der Gesellschaft, die den sozialen, ökologischen und ökonomischen Anforderungen unserer Zeit gewachsen ist, geht nach Auffassung der Gewerkschaften nur im kritischen Diskurs. Deshalb fordern die Gewerkschaften im Münsterland die Landesregierung auf, sich für den Erhalt der Gemeinnützigkeit des VVN-BdA einzusetzen und über den Bundesrat dahingehend zu wirken, dass auch alle anderen o.g. Verbände und Organisationen ebenfalls gemeinnützig bleiben, damit sich die Demokratie in der kritischen politischen Auseinandersetzung weiterentwickeln kann.

Grundsatzprogramm im Fokus

Coesfeld, 16.03.19 (PM). Nach der Neuwahl des Ortsverbandes Lette und der strukturellen Neuordnung des Ortsverbandes Coesfeld kommt es nun nur Neuwahl des übergreifenden CDU-Stadtverbandes Coesfeld. Nacht achtjähriger Tätigkeit als Vorsitzender des Stadtverbandes gibt Valentin Merschhemke den Stab weiter. Auch im Vorstand soll es weitere Änderungen geben. Der bisherige Ortsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Wilhelm Korth hat bereits angekündigt Verantwortung im neuen Vorstand zu übernehmen. Die Jahreshauptversammlung ist am Donnerstag, 28. März, um 19 Uhr in der Gaststätte „Zum Coesfelder Berg“. Als Gast kommt Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Marc Henrichmann. Mit dem Kreisvorsitzenden wollen die Mitglieder über das Grundsatzprogramm der Bundes-CDU ins Gespräch kommen. Ziel ist es Antwortideen zu diskutieren und vorzuschlagen. Ebenso will die CDU an diesem Abend einen Anstoß geben, auch das Coesfelder CDU-Grundsatzprogramm von 2009 zu aktualisieren. Ferner soll das Coesfelder CDU-Gesicht 2019 präsentiert werden.

Bisherige Vorsitzende zieht sich zurück

Coesfeld, 14.03.19 (PM). Auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwochabend verabschiedete sich die Mitbegründerin des Bürgerbusvereins Coesfeld, Sigrid Blumenthal, aus dem Vorstand. Aber nicht bevor sie stolz eine sehr positive Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres in den Räumen der Stadtwerke zog.

Seit Bestehen des Vereins im Jahr 2015 überschritt die Fahrgastzahl 2018 die 9000-Marke, ein zehn prozentiger Anstieg im Vergleich zu 2017. Gerade erst vor fünf Wochen begrüßte mit einem Blumenstrauß das Bürgerbus-Team Doris Drawert als 30000 Fahrgast seit der ersten Bustour vor vier Jahren. Einmal um die ganze Erde fuhr das Fahrerteam während dieser Zeit. Genauer gesagt 1232 Fahrten mit einer Strecke von 43839 Kilometer. Eine durchschnittliche monatliche Fahrleistung von 3658 Kilometer.

Auch finanziell steht der Verein gut da. Im Jahr 2017 verblieb nach Abzug der Betriebskosten ein Betrag in Höhe von ca. 1745 Euro zu Gunsten der Stadt Coesfeld. Für 2018 wird ein leicht verbessertes Ergebnis erwartet. Die genaue Abrechnung erfolgt von Seiten des RVM allerdings erst im Mai 2019. Die Vorsitzende dankte allen Aktiven des Fahrdienstes für ihre stets pünktliche, gewissenhafte und verantwortungsvolle ehrenamtliche Arbeit und dem gesamten Vorstand für die kollegiale Zusammenarbeit.

Ein Schwerpunkt der Versammlung war die Wahl des neuen Vorstandes. Mit einem Präsentkorb und Blumen verabschiedete die Versammlung Sigrid Blumenthal. Aus privaten Gründen tritt sie nach langjähriger erfolgreicher Vereinsarbeit nicht mehr zur Wiederwahl an. Als Nachfolger gewählt wurde der bisherige erste Stellvertreter Dietmar Hille. Sein Amt übernimmt fortan Hermann Fleige, der auch für die Fahrzeugtechnik zuständig ist. Zweiter Stellvertreter bleibt Dr. Ulrich Müller. Ebenfalls im Amt bestätigt wurde durch Wiederwahl Jürgen Rabe als Geschäftsführer.

Neben der Pflicht gibt es aber auch zahlreiche entspannende Aktionen. So finden regelmäßige
Fahrerstammtische, ein Sommerfest mit Angehörigen und eine Tagesfahrerexkursion viel Anklang. Zurzeit besteht das Fahrerteam aus 29 aktiven Fahrern. Ein großer Wunsch des Vereins: “Mehr Menschen für diese ehrenamtliche Tätigkeit begeistern.” Die notwendigen Kosten für den Fahrgastbeförderungsschein und die Gesundheitsuntersuchung übernimmt der Verein. Wer sich für diese sinnvolle ehrenamtliche Aufgabe interessiert, findet die Informationen auf der Homepage des Vereins.

Kein Moscheebau an der Hansestraße

Coesfeld, 11.03.19 (PM). Der Türkisch-Islamische Kulturverein teilt mit, dass die Pläne zum Bau eines neuen Gebetshauses an der Hansestraße aufgegeben werden. „Aus dem Neubau wird leider nichts“, bedauert Sener Bozdere, Vorsitzender des Vereins: „Das Objekt war zu groß geplant und damit zu teuer. Uns fehlt dazu einfach das Geld. Wir hatten bei unseren Mitgliedern Spenden gesammelt, aber das reichte letztlich nicht“, bedauert er die Finanzierungslücke. Es sei jetzt zu klären, wo der Kulturverein ein neues Domizil finden kann.
Der Gebetsraum am Katthagen steht nur noch bis Mitte des Jahres zur Verfügung. Bürgermeister Heinz Öhmann: „Wir warten dringend darauf, dass der jetzige Gebetsraum aufgegeben wird. Denn es ist geplant, auf dem Grundstück Wohnungsbau zu ermöglichen. Außerdem ist die Promenade am Wiemannweg fertigzustellen. Wir konnten bisher auf die Planungen des Kulturvereins Rücksicht nehmen“.
Beide, Bozdere und Öhmann hoffen deshalb, dass sich schnell ein neuer Raum, eine Halle mit angeschlossener Wohnung oder ein Haus findet, in dem der Türkisch-Islamische Kulturverein eine dauerhafte Bleibe findet. Bozdere: „Wir können uns ein Gebäude vorstellen, das wir entsprechend umbauen könnten. Sowohl Miete als auch Kauf kommen in Betracht.“ Wer entsprechende Räumlichkeiten kennt, kann sich gerne beim Verein oder bei der Stadt melden.
Bürgermeister Heinz Öhmann ergänzt: „Das Grundstück an der Hansestraße ist nach wie vor städtisch. Wir werden jetzt ein Konzept entwickeln, was damit geschehen soll, nachdem der Kulturverein nun kein Interesse mehr hat“. Denn das Gelände ist, so Öhmann weiter, durchaus attraktiv: In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, gut erschlossen und auch städtebaulich interessant.

Vorbereitungen zum für das Jubiläumsjahr 2019

Kreis Coesfeld, 05.03.19 (PM). Bei seiner ersten Sitzung stösst der Diözesanvorstand erstmal mit Sektgläsern auf das Jubiläumsjahr 2019 zum 160-jährigen Bestehen des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster an. In einem etwas ungewöhnlichem Umfeld. Sie stehen inmitten von 160 Paar gebrauchten Schuhen. Der Vorstand und Mitarbeitende der Geschäftsstelle sammelten diese für die bundesweite Kolping-Aktion „Mein Schuh tut gut“. Ungewöhnlich passt ebenso zum Jubiläum, denn wer feiert schon 160 Jahre anstatt das übliche Viertel-Jahrhundert?

„Die Kirche kann und darf sich von der sozialen Frage nicht zurückziehen!“ ist ein Zitat Adolph Kolpings. Es war Intention, nicht bis zum 175 Jubiläumstag zu warten. Gerade jetzt, in der Zeit vieler Umbrüchen in Familien, Kirchen, Gesellschaftsstrukturen, Wertewandel, Weltklima, Weltpolitik oder gewandelten Denkweisen mit den einher gehenden Veränderungen ehrenamtlich-sozialen Engagements, wollte der Finger gehoben werden.

Und so steht das Kolpingjahr 2019 ganz in dem Zeichen, auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse durch Bewusstseinsbildung und aktive Mitwirkung zu reagieren. „Sich einer starken Gemeinschaft wie dem Kolpingwerk zu versichern, Erlebnisse und Gespräche miteinander zu teilen und Freude am gemeinsamen Tun zu erleben, sind nicht der schlechtesten Wege, sein Umfeld lebenswert zu gestalten“, nennt Diözesanvorsitzender Harold Ries die Absichten des Vorstandes.

Doch zurück zu den Schuhen: Dies war der symbolische Start des Diözesanvorstandes für die Mitmachaktion „160 mal X – mitmachen, mitmischen, miteinander“. Hierbei sind Kolpingsfamilien aufgerufen, über’s Jubiläumsjahr soziale Aktionen mit der Jubiläumszahl 160 zu verbinden. Egal ob 160 km Sponsoren-Lauf oder radeln oder mit 160 Leuten singen, 160 Kindern vorlesen, für 160 Senioren einen Nachmittag gestalten…. der Vorstand ist sich sicher: Kolpingsfamilien hatten schon immer kreative und pfiffige Ideen, wenn es um’s „mitmachen, mitmischen, miteinander“ gehen soll. Diese über’s gesamte Jubiläumsjahr laufende „160 mal X“ – Aktion ist eine von vielen Veranstaltungen und Angeboten, mit denen der Diözesanverband Münster im vorderen Sinne sein 160-jähriges Bestehen feiert.

Infos und Termine zu den Jubiläumsveranstaltungen gibt es unter diesem Link.

Planfeststellungsbeschluss zu Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz der Berkel

Münster/Coesfeld, 19.02.19 (PM/hlm). Während des Regionale-2016-Prozesses entwickelte die Stadtverwaltung mit Bürgerbeteiligung und Wasserexperten die Umgestaltung der Berkel. Es brauchte den Spagat zwischen städtebaulichen und ökologischen Anforderungen unter Berücksichtigung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und neuen Hochwasserschutzrichtlinien. Der umsetzbare Kompromiss gliedert sich in die Projektnamen NaturBerkel und UrbaneBerkel. Ein Teil der Baumaßnahmen sind im vollen Gang, Teilbereiche gar abgeschlossen. Andere Maßnahmen sind noch immer auf dem Papier, mit zeitlichen Zielvorgaben. Bis zum 4. März 2019 hat nun die Bezirksregierung Münster den Planfeststellungsbeschluss zur Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz im Stadtgebiet von Coesfeld, Berkel mit Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Fürstenwiesen, öffentlich ausgelegt.

Mit den Baumaßnahmen soll die Renaturierung der Berkel mit einem Potential zur Entwicklung einer natürlichen Auenlandschaft sowie der Verbesserung des Hochwasserschutzes in Coesfeld weiter fortschreiten.

Der Planfeststellungsbeschluss zu dem Antrag liegt seit dem 18. Februar und bis einschließlich zum 4. März beim Abwasserwerk der Stadt Coesfeld, Dülmener Straße 80, 48563 Coesfeld, öffentlich aus und kann dort eingesehen werden. Der Beschluss kann montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12.30 Uhr eingesehen werden.

Der Beschluss ist im Auslegungszeitraum auch hier im Internet einsehbar.