Westfälische Gelassenheit nach dem Sturm

Coesfeld, 19.01.18 (hlm). Lokale Einsätze für das Technische Hilfswerk, Ortsgruppe Coesfeld, sind selten. Der Sturm „Friederike“ am gestrigen Donnerstag forderte auch die Unterstützung von den Männern in den blauen Dienstanzügen. Mit sieben Kräften und einem Fachberater waren sie in der Stadt unterwegs (siehe Videobeitrag mit THW-Mann Tobias Pierick). Der Tag danach gehört dem Bilanzenziehen und den Aufräumarbeiten.
In Sirksfeld, auf der Straße Richtung kleine Kapelle steht eine Gruppe Landwirts aus dem Umfeld beisammen. In voller Montur macht sich einer aus der Gruppe mit der Kettensäge ans Werk. Er zerteilt einen dicken Baumstamm, der quer auf der gesperrten Straße liegt. Die übrigen tauschen sich über den Vortag aus. Dachpfannen sind von Scheunen geflogen. Einem Landwirt ist die Folie vom Maissilo hinweggefegt worden. „Der Mais liegt jetzt verstreut auf dem Acker“, bedauert einer der Landwirte seinen Nachbarn. Übel getroffen hat es den Hof von Ludger Wilde. Eine etwa 100 Jahre alte Eiche hat Friederike umgeworfen. Der Baum zerteilte den Schuppen in zwei Teile. Drinnen stehen zwei Trecker. „Da komme ich so nicht dran“, berichtet Wilde. Das überlässt er Profis. Aber erst wenn der Gutachter den Schaden aufgenommen hat. „Der Schrecken war riesig, als wir nach der Arbeit hier ankamen,“ berichtet der Landwirt im Nebenerwerb. Zum Glück ist es nur Sachschaden. Den drei Pferden auf dem Hof ist nichts passiert. „Gegen so einen Sturm kann man nichts machen, das ist höhere Gewalt“, meint Wilde in westfälischer Gelassenheit.
Am Coesfelder Berg blickt Frau Stippel auf das Dach ihres Wohnhauses. Zwei Löcher klaffen dort. „Ach, das geht ja noch“, bagatellisiert sie den Schaden. Wenige 100 Meter räumen Mitarbeiter der Stadt mit schwerem Gerät die Wege wieder frei. „Erst die Hauptwege, dann die Nebenwege“, so ein Angestellter. Bis alle Wege wieder passierbar sind, wird es noch Weile brauchen.

Dr. med. Arendt nimmt digitale Fitnesstrainer ins Visier

Coesfeld, 18.01.18 (dow). Beim ersten Coesfelder Gesundheitsforum ging es gleich kritisch zur Sache. Der Coesfelder Hausarzt ist auf Visite im WBK. Mit dabei sind rund 20 interessierte Zuhörer. Sie wollen von dem 66-jährigen Experten seine Meinung zu den digitalen Fitnesstrainern lauschen. Die Digitalisierung ist nicht nur am Handgelenk angekommen. Sie ist längst Helfer bei medizinischen Entscheidungen. Seit Jahren nehmen Netzwerkkabel und Algorithmen in den Praxen von Ärzten immer größeren Einfluss, so die Sichtweise von Dr. Arendt. Diese Technik begleitet uns überall im Alltag. Unterwegs im Auto, das Smartphone als ständiger Begleiter in Hand- oder Hosentaschen, das Tablett oder der PC. Alle diese Geräte und diverse Softwareprodukte funken fleißig Signale in die Welt. Sie werden von wenigen global agierenden Wirtschaftsunternehmen in Form von Datenprofilen gefiltert, analysiert und vermarktet. Mitunter ohne Wissen und Erlaubnis der Benutzer. Flucht und Segen zugleich. Denn wir Nutzer wissen um die Sammelleidenschaft der Wirtschaft. Aber die Produkte bieten viel Nützliches, was uns das Leben vereinfacht. Einfach Routen finden. Überall erreichbar sein. Oder bei sportlichen Aktivitäten Unterstützung finden, wie es die Fitnesstrainer tun. Letztendlich, so das Resümee von Dr. Ansgar Arendt, obliegt es unserer persönlichen Entscheidung, ob wir diese Dienste nutzen wollen oder nicht. Er stellt aber klare Forderungen auf seiner Abendvisite. Die eine: Den Begriff „Gesundzufriedenheit“ zu etablieren. Es geht dabei nicht um das Idealbild eines schlanken Menschen, der damit Fitness und körperliche Robustheit suggeriert. Ein Mensch kann auch trotz Handicap mit sich selbst psychisch in voller Zufriedenheit leben. Die weiter wesentliche Forderung übernimmt er vom österreichischen Rechtswissenschaftler Viktor Mayer-Schönberger: „Das Recht auf Vergessenwerden“ – das digitale Radiergummi, das Daten aus dem Internet unwiderruflich vernichtet, wenn das eine Person wünscht.

Eindeutige Zustimmung vom Ausschuss für den Träger der neuen KiTa

Coesfeld, 17.01.18 (dow). Die Entscheidung auf der Ausschusssitzung Jugend, Familie, Senioren und Soziales am Dienstag (16.01.18) im großen Sitzungsaal des Rathauses viel schnell und einstimmig: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird der Träger der neu zu errichtenden Kindertagesstätte (Kita) werden. Viele Wahlalternativen gab es nicht. Denn nur das DRK blieb schlussendlich als Interessent übrig. Im späteren Verlauf der Sitzung lobt CDU-Ausschussmitglied Bernhard Kestermann das Engagement des Sozialverbandes, als Träger der geplanten Einrichtung die “gesellschaftliche Verantwortung” zu übernehmen. Der Mitbewerber, die Lebenshilfe Wohnverbund NRW gGmbH, hatte Ende letzten Jahres den Rückzug aus dem Projekt mitgeteilt.

Der Standort der neuen Kita ist nicht unter Dach und Fach. Im Visier steht der Bereich Galgenhügel, der als Wohnbaugebiet entwickelt werden soll.[1] Dazu Bedarf es der Änderung der Bebauungsplan 29. Klar ist: Das Haus soll im Kindergartenjahr 2019/2020 zur Verfügung stehen. Damit hätte die Stadt Coesfeld zukünftig 75 zusätzliche Plätze im Betreuungsangebot. Neugierig stellt Nicole Dicke (Pro Coesfeld) die Frage nach der Finanzierung des Bauvorhabens. Schlagartig kommt von Ingo Ochtrup (stellv. Vorsitzender des DRK Ortsverein Coesfeld) die Antwort: „Zwei Kitas in so kurzer Zeit bauen – das schaffen wir nicht.“ Damit spielt er auf das geplante Kita-Projekt am Kalksbecker Weg an, wo alsbald der Spatenstich erfolgen wird. Auf ein Datum lässt sich der DRK-Mann nicht festnageln. Auch wenn Ausschussvorsitzender Norbert Hagemann das mit versucht.

Für das weitere Bauprojekt ist sich Ochtrup sicher, bald einen passenden Investor zu finden. Damit hätte das DRK mit seinem zertifizierten Familienzentrum im Stadtgebiet Coesfeld vier Kindergärten in seiner Obhut. Für die Leiterin des DRK-Kindergartens „Kleine bunte Welt“, Anke Gerdemann, und Christiane Schwering (Fachberatung Kindergärten / DRK-Kreisverband) ein Verbund, der sich gegenseitig stärken kann. Besonders wenn es kurzzeitig personelle Lücken zu schließen gibt.

[1] Quelle: https://www.coesfeld.de/sessionnet/sessionnetbi/vo0050.php?__kvonr=2004028379

Eröffnung Japanische Glaskunst im Glasmuseum Lette

Coesfeld, 16.01.18 (hlm). Wenn Glas mit Absicht zerspringt, hat der japanische Künstler Yoshiaki Kojiro seine Finger mit im Spiel. Seine Spezialität ist es, Glasschaum in geometrische Formen zu geben und die endgültige Formgebung dem Brennofen zu überlassen. Aus der Ferne erinnert das kubistisch anmutende Kunstwerk, das gerade mit anderen Exponaten im Glasmuseum Lette zu bewundern ist, an einen Eiswürfel. Es zieht den Betrachter in den Bann. Die Risse auf der Oberfläche, die tief reichenden Einkerbungen lassen ein Gedankenspiel entstehen. Ist es ein Gletscher oder zerbrochenes Eis?

“Breaking Composition 6” von Yoshiaki Kojiro (Foto hlm)

Mit der ersten Ausstellung im neuen Jahr über die japanische Glaskunst öffnet die Kuratorin Dr. Ulrike Hoppe-Oehl einen Betrachtungsraum in die asiatische Kunstrichtung, die bisher im europäischen Raum im verborgenen geblieben ist. Doch gerade die junge japanische Kunstszene ist experimentierfreudig und lässt die traditionellen Werte in die Werke einfließen. 18 japanische Künstler, die ihre Lebensmittelpunkte teilweise auch in Europa haben, stellen ihre Kunstwerke bis zum 2.April 2018 im Glasmuseum aus.

Glasmuseum Alter Hof Herding
Letter Berg 38
48653 Coesfeld-Lette
Tel.: 024546 / 934241

Öffnungszeiten
Mittwoch und Samstag: 14 – 17 Uhr
Sonntag: 11 bis 17 Uhr

Einzelkarte: 2,00€
Kinder und Jugendliche frei

Aftershowparty zum Abschluss

Coesfeld, 16.01.18 (PM). Zum “Live Culture”-Event, dieses Mal organisiert von Brawl Concerts e.V., präsentierte sich die Begegnungsstätte Grenzenlos am vergangenen Freitag mit Platzmangel. Jung und Alt kämpften bei der achten Auflage dieser Veranstaltung um die Plätze, um den Klängen der Coesfelder Band “Motofunk” um Sängerin Stephanie Osterholt zu lauschen. So dauerte es nicht lang, bis die ersten Gäste zu den Funk- und Rockklängen der Band tanzten. Nachdem auch mehrere Besucher und Kulturakteure zu den Instrumenten griffen, um im Rahmen der Open Stage gemeinsam zu musizieren, fand der Abend gemeinsam mit Coesfeldern, Flüchtlingen und weiteren Gästen auf der Tanzfläche zur “Aftershowparty” seinen Abschluss. (Foto Jochen Müller)

Sascha Beunings

Liebe Coesfelderinnen,

liebe Coesfelder,

den unverwechselbaren Charme unseres liebenswerten Städtchens verdanken wir in erster Linie den Menschen, die gerne hier leben und arbeiten, die sich Coesfeld verbunden fühlen, sich auf vielfältige Weise für ihre Heimat engagieren und der Stadt ein Gesicht geben – ein markantes Profil.

Mit „Ich-in-Coesfeld“ möchten wir Euch eine interaktive Plattform bieten, um Euch noch enger miteinander zu vernetzen. Wir schaffen eine einzigartige „COEmmunity“, vermitteln Ehrenämter, bewerben Veranstaltungen und veröffentlichen Eure Nachrichten unter „COEnews“. Unsere „Pinnwand“ bietet Euch als lokaler Marktplatz Kleinanzeigen aus unterschiedlichen Rubriken.

Ob Eure persönlichen Lieblingsplätze, die trendigsten Locations, ausgefallene Freizeittipps, Nachrichten aus Eurem Verein oder spannende Geschichten, die Ihr in Coesfeld erlebt habt – wir freuen uns auf Eure Beiträge und Fotos. Postet, was Euch gefällt, was Euch freut und was Euch bewegt.

Unser Veranstaltungskalender zeigt Euch jeden Tag, was alles so los ist in unserer Stadt. Ihr könnt auch ganz einfach selbst Termine in diesem Kalender posten. Oder schreibt eine kurze Mitteilung über eine Veranstaltung, ob Sport oder Kultur, und ladet diese zusammen mit den schönsten Fotos einfach hoch. So finden sich unter „COEnews“ Neuigkeiten von Coesfeldern für Coesfelder.

Mit „Ich-in-Coesfeld“ möchten wir zeigen, wie lebens- und liebenswert, aber auch wie leistungsfähig Coesfeld ist. Ein attraktiver Standort, der eine hohe Lebensqualität garantiert.

Deshalb haben auf unserer Seite auch Unternehmen, Dienstleister und Einzelhändler eine eigene Rubrik, das Branchenbuch, um sich vorzustellen.

Mit einem Blick in unser lokales Schaufenster wächst die Vorfreude auf einen gemütlichen Einkaufsbummel durch die Coesfelder Geschäfte.

Aktuelle Angebote, Tipps, Termine und vieles mehr – schaut doch einfach mal vorbei, registriert Euch als Nutzer und werdet Teil dieser tollen Gemeinschaft. Mitmachen erwünscht! Werde auch Du ein Teil von Ich-in-Coesfeld. Wir freuen uns auf Dich.

 

Viele Grüße von Eurem Ur-Coesfelder

Sascha Beunings

Meldung

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Am Dienstag (21.11.) wurde die neue Ausstellung „14/18 Mitten in Europa“ im Coesfelder Stadtmuseum „Das Tor“ eröffnet. Mit dabei waren Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen und ihre Lehrerin Stefanie Potthoff von der Liebfrauenschule. Sie arbeiten im Rahmen eines längerfristigen Projekts zum Thema „Jugend in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ und werden dabei museumspädagogisch begleitet von Kerstin Zimmermann aus dem Fachbereich Kultur und Weiterbildung. Zur Verfügung gestellt wurde die Wanderausstellung vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Daniel Gollmann, Bildungsreferent beim Volksbund, gab zur Eröffnung kleine Impulse, die direkten Bezug auf das Schulprojekt nahmen.
Die Ausstellung ist noch zu sehen bis Mitte Februar 2018.
Öffnungszeiten des Stadtmuseums „Das Tor“: samstags + sonntags von 14.00 – 17.00 Uhr und nach Voranmeldung.

Ein 32-jähriger Motorradfahrer aus Lette ist am Samstag in Goxel tödlich verunglückt. Er war auf der B525 in Richtung Coesfeld unterwegs und wollte ein vorausfahrendes Auto überholen. Er stieß dabei frontal mit dem Auto einer entgegenkommenden 47-jährigen Frau aus Stadtlohn zusammen. Der Kradfahrer aus Lette verstarb noch am Unfallort. Die Frau aus Stadtlohn wurde durch den Zusammenprall schwer verletzt.

Die St.-Antonius-Schützenbruderschaft hat einen neuen König:

Sebastian Langener hat mit dem 303. Schuss das hölzerne Federvieh am Sonntagnachmittag von der Stange geholt. Zur Königin erkor er sich Wiebke Wilde.