Vorschläge bis zum 27.01.19 einreichen

Coesfeld, 04.12.18 (PM). Sie kennen jemanden aus Ihrem Verein oder Ihrer Nachbarschaft, einen Kollegen oder Mitstreiter, der sich schon lange freiwillig und ehrenamtlich in Coesfeld oder Lette engagiert? Dann melden Sie sich doch bei der Stadt und schlagen die Person für den Ehrenamtspreis 2019 vor. Der Internationale Tag der Freiwilligen am 5. Dezember ist eine gute Gelegenheit, auf einen solchen Menschen hinzuweisen. Bürgermeister Heinz Öhmann ruft dazu auf, Kandidaten vorzuschlagen: „Wir wollen auch 2019 gerade die Personen in unserer Stadt wieder offiziell ehren, die sonst bescheiden im Hintergrund bleiben.“

Jede Form bürgerschaftlichen Engagements kann mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet werden. Entscheidend ist, dass es sich durch Freiwilligkeit, Orientierung am Gemeinwohl und fehlende persönliche materielle Gewinnabsicht auszeichnet: In den Bereichen Kultur, Soziales, Sport, Schule oder Umwelt, ob im Verein, einem Verband, der Kirche, der Nachbarschaft oder in bestimmten Aktionen. Besonders angesprochen sind auch wieder junge Menschen, die ehrenamtlich tätig werden. Für sie wird ein Jugend-Ehrenamtspreis vergeben.

Neben einer Urkunde erhalten die Preisträger eine kleine Skulptur, die Jutta Meyer zu Riemsloh, Leiterin des Kunstvereins Münsterland e.V., entworfen hat. Die Auszeichnung wird finanziell unterstützt durch die Sparkasse Westmünsterland. Überreicht werden die Preise für 2019 im Rahmen des Stadtempfangs am 18. März 2019 in der Bürgerhalle.

Vorschläge für zu ehrende Einzelpersonen können bis zum 27. Januar 2019 schriftlich und mit einer kurzen Begründung und den Personalien bei Anne Gerdemann, Tel. (02541) 939-1107 oder per E-Mail an anne.gerdemann@coesfeld.de eingereicht werden. Anonyme Vorschläge können nicht berücksichtigt werden. Außerdem besagen die Verleihungskriterien, dass Vorschläge aus dem direkten familiären Umfeld der Kandidaten keine Berücksichtigung finden sollen und das Engagement in Coesfeld bzw. im Ortsteil Lette stattfinden muss.

Bei der Entscheidung, wer den Ehrenamtspreis 2019 bzw. den Jugend-Ehrenamtspreis erhalten soll, wird der Bürgermeister von einer Jury unterstützt. Diesem Gremium gehören die Coesfelder Silke Florijn, Margret Goß, Dechant Johannes Hammans, Pfarrerin Birgit Henke-Ostermann, Norbert Klein, Josef Kortüm und Clemens Lembeck an.

Zum Thema

Seit 2006 ehrt der Bürgermeister im Rahmen des alljährlichen Stadtempfangs Ehrenamtliche, die sich in besonderer Weise verdient gemacht haben und deren bürgerschaftliches Engagement geprägt ist durch Freiwilligkeit, fehlende persönliche Gewinnabsicht und Orientierung am Gemeinwohl.

Die Viten der Preisträger von 2018 können Sie hier nachlesen.

„Geschichtenerzähler“ krankheitsbedingt ausgefallen.

Coesfeld, 22.11.18 (PM). Bald ist es wieder soweit! Der Coesfelder Weihnachtsmarkt öffnet am 06.12.2018 seine Pforten. Wie in den letzten Jahren dauert der Weihnachtsmarkt vier Tage. Leider ist in diesem Jahr der „Geschichtenerzähler“ krankheitsbedingt ausgefallen. Deshalb sucht das Organisations-Team noch jemanden, der Spaß am Vorlesen für Kinder hat. Der „Schaffensbereich“ wäre ein von Peter Weber selbst gebauter großer Holzsessel, natürlich eingemummelt in Decken und überdacht mitten im „Weihnachtswald“ auf dem Marktplatz. Geplant war die Geschichtenzeit von Donnerstag bis Sonntag in der Zeit von 15.30 – 18.30 Uhr. Wenn man sich auch nicht für jeden Tag die Zeit nehmen möchte, so kann man sich gerne auch nur für einen Tag oder ein paar Stunden melden. Die Organisatoren sind dankbar für jede Mithilfe! Anmeldungen „Vorlesen“: 0170 – 3170080.

Des Weiteren können sich nach wie vor gerne Vereine mit z. B. Tanz- oder Musikdarbietungen melden, die die Bühne vom Weihnachtsmarkt gerne nutzen möchten. Eine tolle Plattform, um sich und seine Gruppe zu präsentieren. Das Publikum ist garantiert! Anmeldungen „Weihnachtsmarktprogramm“: 0151-42454500

Förderverein Familienbildungsstätte e.V. setzt Prioritäten

Coesfeld, 20.11.18 (PM). Weiterbildung für alle, auch für Mitbürger mit niedrigem Einkommen ermöglichen, und die Kreativität von Familien mit Kindern unterstützen – diese Ziele hat sich der Förderverein Familienbildungsstätte Coesfeld e.V. schwerpunktmäßig vorgenommen. Eine positive Bilanz nach einigen Jahren der Gründung des gemeinnützigen Vereins zog auf der Mitgliederversammlung der Vorsitzende Norbert Hagemann.

Hagemann appelliert an Alleinstehende und Familien mit niedrigem Einkommen sich für Bildungsangebote anzumelden, auch wenn das Geld absolut nicht reicht. In diesen Fällen erstattet der Förderverein auf formlosen und vertraulichen Antrag die Kosten für die Veranstaltung oder den Kurs. Unter Mitwirkung von Gertrud Wältring-Müller, Anne David und Josef Degener informierte beim Erzählsalon in der FBS der Info-Stand über die Ziele des Fördervereins.

Bei den Teilwahlen zum Vorstand wurden der Geschäftsführer Norbert Brüning und stellvertretende Vorsitzende Gertrud Wältring-Müller einstimmig wiedergewählt. Hendrik Fabry bleibt weiterhin Beisitzer. Seine Mutter Annelie Fabry als Kassenprüferin sowie Maria Steinem bescheinigten nach Prüfung dem Geschäftsführer Norbert Brüning eine vorbildliche Kassenprüfung.

FBS-Leiterin Ulrike Wißmann dankte dem Förderverein für die Unterstützung und wies auf die kommenden Märchentage in der VR-Bank hin. Der Auftakt ist im März. Wißmann freut sich bereits auf die Festveranstaltung zum 50jährigen Bestehen der Fabi im September mit Gottesdienst, Empfang und Kabarett. Der Förderverein unterstützt die Bildungsstätte für ein Kreativitäts-Projekt im Jubiläumsjahr und zwar vom 11. bis 13. Oktober 2019. Es geht um den Aufbau einer Lego-Stadt: Familien mit Kindern können dabei mit Legobausteinen kreativ aktiv sein.

Teil II der Spazierfahrt mit dem Heimatverein

Coesfeld, 03.11.18 (hlm). Seit 2002 hat der Heimatverein sein Domizil im Pulverturm. Vorher trafen sich die Mitglieder Mal hier – Mal dort. Das alte Gemäuer aus dem 14. Jahrhundert ist ein Überbleibsel der alten Befestigungsanlage. Durch die Eingangstür hindurch gehend, taucht man in eine historische Welt ein. Liebevoll platziert und dekoriert finden sich alte Alltagsgegenstände. Es ist das Engagement von Eckert-Richen. Das Haus ist für sie ihre „Tankstelle für die Seele“. In ihren Händen hält sie einen alten hölzernen Griffelkasten. Der neueste Zugang im Museum, ein Flohmarktfundstück. „Auf dem wurde von den Schulkindern geschrieben, daher kommt der Spruch, der hat was auf dem Kasten“, erklärt sie. „Erst durch Altes kann Neues entstehen“, beschreibt die Vorsitzende des Heimatvereins Weiterentwicklungen. Das Historische muss für sie erhalten und weitergeben werde.

Der Bauerngarten vor dem Pulverturm Verweilort und  Treffpunkt vieler Veranstaltungen. (Foto hlm)

Den Pulverturm auf ein Museum zu reduzieren wäre zu einfach. Es ist ein Ort der Aktivitäten, um Geschichte am Leben zu erhalten und in die Öffentlichkeit zu transportieren. Regelmäßig wird an speziellen Abenden ‘platt gekürt‘. Geschichtliches aus Coesfeld wird aufgearbeitet und präsentiert. Nicht nur im Haus, sondern auch der Garten wird zur Bühne oder zum Treffpunkt vieler. Er ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Jedoch hat der Heimatverein Kameras installiert. „Im Dunkeln kamen Randalierer, störten die Nachtruhe der Anlieger und haben Unrat zurückgelassen“, begründet Eckert-Richen die Entscheidung für die Kameraüberwachung.

Kritiker von Hermann Löns hatten vor einigen Monaten deutlich ihre Spuren hinterlassen, die mittlerweile vom Heimatverein beseitigt wurden. (Foto hlm)

Identifikation mit der Heimat kann kontrovers sein. 1928 erbaute die Jagd- und Schießgesellschaft auf dem Langenberg das Hermann-Löns-Denkmal und markierte damit einen Aussichtspunkt in die Coesfelder Heide hinein. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Sandabbau in diesem Gebiet. Durch die Abgrabungen des ehemaligen Ausflugsziels entstand der „Kalki-See“. Die Bronzeplatte, die Löns als Jäger verewigt, wurde eingelagert. 1985 stellte der Heimatverein zum Gedenken an den Heidedichter und Naturschützer das Denkmal am Hünsberg wieder auf. Hinterlassenschaften wie „Denkmal-Schande“ oder „Nazi-Löns“ sind die Spuren Andersdenkender. Dem 1866 geborenen Heimatdichter und Journalist werfen Kritiker Nationalismus und Rassismus vor. Ja, seine Blut-und-Boden-Romane, wie zum Beispiel „Der Wehrwolf“, sind kritisch zu lesen. Instrumentalisiert wurden diese von den Nationalsozialisten. Der Buchautor Löns fiel 1914 im Ersten Weltkrieg.

1985 wurde das Herman-Löns-Denkmal vom Heimatverein auf dem Hünsberg wieder aufgestellt. (Foto hlm)

L 581 Richtung Coesfeld, kurz hinter der Einfahrt zur Freilichtbühne. Autos rauschen vorbei. Auf eine abseits gelegene Steinbank setzt sich Edith Eckert-Richen vor einem Steintisch, auf dem sich der Coesfelder Ossenkopp hervorhebt. Von dieser Gerichtsstätte, auch Frei- oder Femestuhl genannt, blickten Richter im Mittelalter auf Angeklagte und Kläger. Regelmäßig macht sich der Heimatverein auf den Weg dorthin und reinigt die Denkmalsstätte. Einen kurzen geschichtlichen Abriss gibt Stadtarchivar Norbert Damberg: „1632 entzog Droste zu Horstmar auf Befehl der landesfürstlichen Regierung in Münster Coesfeld das Freigericht. Heidenreich Droste und Peter Braunhagen als Amtsdrosten in Horstmar haben die Befehle aus Münster vom 03.07.1632 an die Stadt weitergegeben. Vom städtischen Sekretär solle eine Intervention erfolgen. Da mit der Kapitulation des Bistums Münster die Hessen als neue Stadtherren alle Rechte übernahmen, war das Thema 1633 ad acta zu legen. Auch hatte in den Folgejahren Bernhard von Galen kein Interesse städtische Autonomien wieder zuzulassen. Somit war das Thema durch.“
Coesfeld hat noch viele geschichtsträchtige Ort, die nicht unbedingt sofort erkennbar sind. Um sie ringen sich spannende Geschichten und Menschen, die Türöffner für das Verständnis eines Heimatgefühls sein können.

Teil I der Spazierfahrt mit dem Heimatvereine ist hier zu lesen.

Öhmann dankt Spendern und Sammlern für Rekordergebnis

Coesfeld, 31.10.18 (PM) “Das Ergebnis der Sammlung ist Rekord für Coesfeld“, freut sich Bürgermeister Heinz Öhmann zum Abschluss der Straßensammlung, die jetzt zugunsten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge durchgeführt worden ist. Soldaten des 1. Deutsch-Niederländischen Korps aus Münster waren vier Tage lang unterwegs und haben in Coesfeld insgesamt 2.003,20 Euro gesammelt. Öhmann dazu: „Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender und auch an die Soldaten des Stabsunterstützungsbataillons!“

Die Sammler wurden, so berichtet Sylvia Wolter vom Fachbereich Kultur und Weiterbildung, in der Bevölkerung meist mit offenen Armen empfangen. Viele Coesfelder hätten sie schon erwartet: „Es freut uns sehr, dass die Soldaten meist positive Erlebnisse hatten. Denn das Sammeln kann, besonders bei schlechtem Wetter, anstrengend sein.“

Im Sammelzeitraum konnte nicht in jeder Straße gesammelt werden. Wer noch spenden möchte, kann das tun: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., IBAN DE83 3604 0039 0132 5000 00, Commerzbank Essen, Verwendungszweck: Sammlung Kriegsgräberfürsorge (Coesfeld).

Die Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge dient der Pflege und Instandsetzung von Kriegsgräberstätten im Ausland. Der Volksbund unterstützt zudem Workcamps für Jugendliche und Projekte der Friedenserziehung in den Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten des Volksbundes.

Eine Spazierfahrt mit dem Heimatverein

Coesfeld, 27.10.18 (hlm). Heimat? Ist das nur ein Gefühl, wie der römische Politiker und Philosoph Cicero bereits vor Christi Geburt mit dem Zitat beschreibt: „Heimat ist da, wo man sich wohlfühlt.“ Antwort müsste sich bei jenem finden lassen, der sich damit intensiv auseinandersetzt: der Heimatverein. So geht es mit den beiden Vereinsmitgliedern Edith Eckert-Richen und Aloys Lütke Sunderhaus auf Spurensuche durch Coesfelds Landschaft.

Vorsitzende des Heimatvereins Edith Eckert-Richen und Aloys Lütke Sunderhaus vom Arbeitskreis Kultur und Landschaftspflege des Heimatvereins beklagen den Unterbewuchs im Hochzeitswald, der den Panoramablick vom ehemaligen Standort aus verhindert. (Foto hlm)

In der Ferne drehen Rotoren der Windräder ihre Runden. Dahinter verschwimmen in der hügeligen Landschaft Dampfschwaden am Horizont. Bis in den Niederrhein schweift der Blick von der Südwesthanglage des Coesfelder Bergs bei gutem Wetter. Nicht mehr vom ursprünglichen Standort aus, einer Sitzbank, die auf der Ecke des Weges am oberen Rand des Hochzeitwaldes steht. Seit 2007 pflanzen frisch vermählte Paare Laubbäume auf die städtische Fläche und werden so zu Baumpaten. Die Laubwand führte zum Streit zwischen Heimatverein und Stadtverwaltung. 2015 sicherte die Stadt zu: „Wir teilen die Auffassung, dass die ursprünglich geplante Sichtachse als Diagonale unbedingt erhalten bleiben muss.“ (vgl. „Sichtachse für den Hochzeitswald“, AZ, 14.01.15). „Das Entwicklungsziel auf der ehemaligen Ackerfläche ist der Aufbau eines Waldes“, erklärt Thomas Rövekamp von der Schutzgemeinschaft Deutscherer Wald. Man einigte sich auf ein Kompromiss. Ein „Keil“ bleibt von der Bepflanzung mit Bäumen außen vor. Dazu mussten in Absprache mit Baumpaten einzelne Bäume umgesetzt werden. Der Fluchtpunkt der Sichtachse ist nun nicht mehr an der ursprünglichen Position, sondern rund 30 Meter bergabwärts, an einer anderen Sitzbank. „Wer von der Gaststätte Coesfelder Berg kommend geradeaus Richtung Stadtwaldallee wandert, hat dann auf dem ganzen Stück freie Sicht und nicht nur an einem einzelnen Punkt – etwas eingeschränkt allerdings durch die einzelnen Bäume, deren Paten einem Umpflanzen nicht zugestimmt haben“, beantwortet Stadtsprecherin Andrea Zirkel auf Anfrage.

100 Euro Kosten den Pflanzwilligen ein Baum. In der Broschüre der Stadt heißt es: „Die Kontrolle und Pflege Ihres Baumes und des entstehenden Waldes übernehmen die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und die Stadt Coesfeld. Edith Eckert-Richen, Vorsitzende des Heimatvereins, moniert: „Von Pflege kann nicht die Rede sein.“ Gäbe es einen alternativen Standort für den Heimatverein? Für Aloys Lütke Sunderhaus vom Arbeitskreis Natur- und Landschaftspflege nicht. Es sei ein viel frequentierter Weg für Naherholungssuchende und ein beliebter Ruhe- und Verweilort. Wegen der Sonnenlage und der Lage zum Coesfelder Berg mit dem Naturdenkmal „Drei Linden“.

Die drei Laubbäume sind Coesfelds markantester Punkt. Eine Anekdote hat Lütke Sunderhaus auf Lager. Der Urgroßvater seiner Ehefrau hat das Grundstück für 200 Mark (heute rund 2000 €) verkauft, damit der Forstmeister J. von Schütz im Jahr 1880 drei Linden setzen konnte. Für das Geld habe er sich einen Lodenmantel gekauft, so die überlieferte Familiengeschichte. Von West über Nord nach Ost öffnet sich ein Panorama. Weit hinten verschmilzt weißer Wasserdampf mit dem Himmel. Rauchsäulen vom Atomkraftwerk Emsland in Lingen und vom Kohlekraftwerk Ibbenbüren. Seit 2016 zeigt eine Windrose die Richtung und Entfernung von Coesfelds Nachbarstädten an. Die gegossene Orientierungshilfe ist auf Initiative des Heimatvereins entstanden. Entworfen hat sie Aloys Lütke Sunderhaus. Sein Blick richtet sich jetzt direkt in die Nähe, auf eine der drei Linden. Sie hat durch die Hitze stark gelitten. Er habe bei der Stadt darum gebeten, dass der Bauhof die Bäume mit Wasser versorge. „Sonst muss es bald ‚Zwei-Linden-Höhe‘ heißen“ bemerkt Lütke Sunderhaus sarkastisch.

Die Heimatroute führt weiter in die Sitter mit dem Quellgebiet des Hohnerbachs. „Wir sehen unsere Aufgabe in der Erhaltung von Kultur. Das schließt den Landschaftsraum mit ein,“ steckt Lütke Sunderhaus ein Themengebiet ab. Für den Mann vom Heimatverein war es ein wichtiger Schritt, den Naturraum als Relikt aus der Eiszeit zu schützen. Sich als umsichtiger Gast hier aufzuhalten, da spricht nichts gegen. Doch der Begriff Umsicht hat einen breiten Interpretationsraum. Achtlos weggeworfene Pappbecher, leere Verpackungen und weiterer Müll liegen verteilt auf dem Waldboden. Dabei steht von einer Sitzbank aus nur eine Armlänge entfernt der Mülleimer. Verständnislosigkeit bei den beiden Mitgliedern des Heimatvereins. Heimat hat auch was mit Respekt zum Umfeld zu tun.

TEIL II folgt am 03.11.2018.

Eine Erlebnisreportage im Oberbergischen mit dem Coesfelder Reinhard Elsbecker

Lette/Wildbergerhütte, 27.10.18 (hlm). Hinter den Baumgipfeln des Hügels taucht langsam die Sonne ab und färbt das Landschaftsbild goldfarben ein. Ein Konzert von Vogelstimmen verabschiedet den Tag. Neben mir sitzt der Coesfelder Jäger Reinhard Elsbecker auf dem Ansitz am Rand einer Lichtung. Um uns herum Ruhe, in die das Gezwitscher idyllisch den Ton angibt. Eine Zeit, die letzten Stunden Revue passieren zu lassen.

Auf der 160 Kilometer langen Autofahrt von Coesfeld nach Wildbergerhütte berichtet mir der gelernte Landwirt von seiner Leidenschaft. Mit der Jagd ist der, heute als landwirtschaftlicher Berater, Tätige auf dem Hof im münsterländischen Lette groß geworden. Seit fünf Jahren teilt sich Elsbecker mit zwei weiteren münsterländischen Freunden die jährliche Pacht von 3000 Euro für das rund 240 Hektar große Gebiet im oberbergischen Land. „Das hat einfache Kostengründe. Der Pachtzins ist deutlich geringer, als im heimischen Gebiet“, erklärt der passionierte Jäger. Natürlich will er für das Geld einen Gegenwert in Form von Beute aus dem vielfältigen Wildbestand bekommen. Aber alles auf die blanke Jagd zu reduzieren wäre zu einfach.

Eine Grundsatzdiskussion entbrennt im Auto über das ökologische Gleichgewicht, das die Jäger beeinflussen. Für den Ökologischen Jagdverband ist es ein wesentlicher Bestandteil seiner Aufgabe. Er vertritt den Leitsatz „Wald vor Wild“ und sieht den Forst aus der ökonomischen Perspektive. Die Jagd ist dabei das Reglement der Wildpopulation, um die Holzressourcen zu schützen. Die Selektion der Tiere nach Trophäen ist nebensächlich. Denn ein natürliches Gleichgewicht könne sich nicht einstellen, weil der Mensch direkt oder indirekt Einfluss nimmt. In Teilen folgt Elsbecker dieser These. Aber er lebt nach dem Prinzip „Wald mit Wild“ und stellt sich damit hinter die Ansicht des Deutschen Jagdverbandes. Selbstverständlich gehört der Wolf für Elsbecker zu einem vitalen Lebensraum dazu. Dort, wo er Platz hat. Als Beutekonkurrent sieht er das Raubtier nicht. Laut einer Berechnung des Wildbiologen Ulrich Wotschikowsky schlägt ein Wolfsrudel 2,2 Schalentiere auf 100 Hektar Fläche und kappt damit – gleichauf dem Jäger – die Spitzen einer Beutepopulation. Ein sich normal verhaltender Wolf würde sich als scheues Tier einer menschlichen Siedlung nicht nähern. Davon ist Elsbecker überzeugt. „Wenn doch, muss man das Tier aus dem Bestand entfernen“, rechtfertig er den vereinzelten Abschuss eines Wolfes. Verständnislosigkeit bei Elsbecker gegenüber jenen Jagdgenossen, die auf flüchtende Tiere schießen: „Das macht man nicht, außer es braucht einen Fangschuss, um das Tier vom Leid zu erlösen.“ Ebenso verursacht es bei ihm Kopfschütteln, wenn damit gedroht wird, freilaufende Hunde zu erschießen. „Kommunikation ist alles“, betont er und meint damit, mit den Hundehaltern zu reden, statt zu drohen. Dabei hat er selbst Erfahrungen in alle Richtungen gemacht. Einsicht und Verständnis, aber auch Unsachlichkeit und Beleidigungen.
Wir sind in Wildbergerhütte angekommen. Langsam fährt Elsbecker mit dem Pkw durch das Revier, dem Aubach, der sich durch Grünwiesen und kleinen Auenwäldern mäandriert, aufwärts folgend in Richtung Mähhain, Rehhecke und Landhecke. Fast an der Bergkuppe, unweit der rheinland-pfälzischen Grenzen hält der Freizeitjäger kurz an, nimmt seinen 15 Wochen jungen Dackel Alwin mit und zeigt mit dem Finger auf etwas Unscheinbares: „Dort vorne ist eine Kirrung.“ Eine Anfütterungsstelle für Schwarzwild. Versteckt unter einer schweren Holzscheibe liegen goldgelbe Maiskörner. Die beiseitezuschieben, ist für Wildschweine keine Schwierigkeit. Andere Waldtiere tun sich damit schwer. „Einen halben Liter Getreide dürfen wir je Kirrung ausbringen und pro angefangene 100 Hektar ist eine Kirrstelle erlaubt“, zitiert der Jäger das nordrhein-westfälische Jagdgesetz und fügt hinzu: „Von einer Überfütterung kann nicht gesprochen werden.“ Der Wildökologe Frank Christian Heute sieht durch die Kirrung ein zusätzliches Plus im Nahrungsangebot, das durch die milden Winter und der Überproduktion an Eichen und Buchen in Hülle und Fülle vorhanden ist. Auch schwache Tiere könnten so den Winter überstehen.

Ein prüfender Blick ins Gelände. Dort eine Spur von einem Wildschein. Niedergetretenes Gras zeugt von einem Wildwechsel. Elsbecker blickt auf die frischen Zweige der Nadelbäume. Kein Verbiss zu entdecken. „Schalenwild bevorzugt junge Birkenzweige“, meint er. Der frühere monotone Fichtenwald weicht nach und nach einem Mischwald. Der Sturm Kyrill von 2007 hat reichlich Platz geschaffen für Pionier- und Folgegehölze. Hier und da an Holzrinden finden sich kleine Abschabungen. Fegestellen von Rehböcken, die mit ihrem Gehörn an der Rinde kratzen und Duftmarken hinterlassen oder die Basthaut abstreifen, wie Elsbecker erklärt. 

Eine Mountenbikefahrerin ackert sich sportlich den Berg hinauf. „Geht es hier zu den Windmühlen?“, fragt sie etwas außer Atem geraten höflich nach. „Nein, die sind auf der andern Seite“, antwortet Elsbecker freundlich und erklärt ihr den Weg. Er kennt auch andere Erfahrungen. Von „Wildsäuen auf zwei Rädern“, die rücksichtslos durch die Wälder rasen und Passanten gefährden. Jedem sein Hobby, aber mit gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Rücksichtnahme. Das ist die Ansicht des 53-Jährigen.

Auf dem Weg Richtung Jagdhütte steuert Elsbecker einen Waldrand an. Ein kahler, auf circa 1,2 Meter abgesägter Stamm glänzt im Sonnenlicht. Oben auf thront ein Plastikzylinder. Mit schnellem Handgriff entfernt er die Hülse. „Wir haben viel zu viel Plastik“, kommentiert er und befestigt mit einem langen Nagel einen blanken Leckstein. Ein Würfel aus Salz, um dem Wild die Mineralienversorgung zu erleichtern. Regenwasser löst den Stein nach und nach auf. Das „Mineralwasser“ fließt am Stamm herunter und trocknet aus. Solche Salzlecken werden bevorzugt von Hirschen, aber auch von anderen Wildtieren aufgesucht. Der Sinn dieser zusätzlichen Mineralienversorgung wird in Internetforen von Jägern kontrovers diskutiert. Unbestritten ist die lockende Wirkung, um die Tiere im Revier zu halten.

Am Ende eines Feldweges steht die Jagdhütte. Die kleinen Terrasse öffnet den Blick ins Tal. Davor tauschen sich Elsbecker und sein Mitpächter aus Dülmen, Alexander Kerkhoff, kurz aus. Windrichtung und Jagdchancen sind das beherrschende Thema. Kerkhoff wird die Nacht auf einen der Hochsitze im Revier verbringen, obwohl die spartanisch eingerichtete Hütte mit Notbetten eingerichtet ist. 

Fünf Trophäen hängen innen an der Wand über der Tür, präpariert von einem Kürschner. Elsbecker erklärt anhand der Abnutzung der Zähne am Unterkiefer der Rehböcke das Alter. „Zu jeder Trophäe kann ich genau die Geschichte erzählen“, glänzen seine Augen für die Erinnerungsstücke. Jedes Jahr setzt sich Elsbecker mit seinen beiden Jagdkollegen zusammen und plant den Abschuss fürs kommende Jagdjahr. Die Liste muss der unteren Jagdbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden. Im letzten Jahr standen, neben anderen bejagbaren Arten, 15 Stücke Rehwild auf dem Abschussplan. Für jedes Mitglied der Pachtgemeinschaft fünf. „Für die Beseitigung von Wildschäden müssen wir aufkommen“, erklärt Elsbecker. Besonders gravierende Schäden richten die Wildschweine an, wenn diese in Rotten über eine Mähwiese pflügen. „Dann müssen wir den Boden mit Mulch wieder ausgleichen“, legt der Jäger da. Das sind Zusatzkosten, wie auch Verbissschäden, die von den Pächtern wieder gutgemacht zu machen sind. Deshalb versucht die Jagdgemeinschaft durch gezielte Bejagung, Einfluss auf die Größe des Wildbestandes zu nehmen. Gemeinsam mit der Hege ist das investierte Zeit. Von 245 Millionen Euro Wertschöpfung auf das gesamte Bundesgebiet bezogen spricht der Deutsche Jagdverband. Einige der aus der Natur entnommenen Tiere landen als Wildbret auf dem Speisetisch. Aber was macht Elbecker mit Füchsen, Dachsen und anderem Erlegtem? Die werden der Pelztierverwertung zugeführt oder für die Ausbildung von Jagdhunden verwendet. In Nordrhein-Westfalen sind im Jagdjahr 2016/2017 insgesamt 930779 Tiere erlegt worden. Im Jagdjahr 2007/2008 waren es knapp 1,6 Millionen. Eine kontinuierliche Abnahme in den vergangenen zehn Jahren. Den größten Teil der letzten Jagdstrecke machten mit 61 Prozent Vögel aus, gefolgt von Mardern (14 Prozent) und Hirsche (12 Prozent), zu denen Rot-, Dam- und Rehwild gezählt werden. Fünf Prozent Anteil an der Jagdstrecke 2016/2017 hatten invasive Neozoen. Eingewanderte Tierarten, die negativen Einfluss auf ein bestehendes Biotop ausüben.

Gute zwei Stunden sitzen wir jetzt auf dem Ansitz. Elsbeckers dreiläufige Jagdbüchse, ein Erbstück des Schwiegervaters, liegt noch immer unbenutzt auf dem Geländer. Die goldene Stunde schlägt in Dämmerung um. Aus der Ferne ist ein lautes Krächzen zu hören. „Ein aufgeschrecktes Reh“, wie Elsbecker zuordnet. Ob der Wind gedreht hat? Der Jäger prüft mit Seifenblasen die Windrichtung. Nein, wir haben das Tier nicht irritiert. Hinter uns im Rücken, auf rheinland-pfälzischer Seite, durchdringt ein heller Ruf die Stille. „Ein Kitz ruft nach der Ricke“. Dann übernimmt wieder der Vogelgesang den dominanten Teil der Geräuschkulisse. Der Waldrand hüllt sich immer mehr in Dunkelheit. Elsbecker schaut suchend durch sein Fernglas. Nichts zu erkennen. „Das war’s wohl“, flüstert er, weckt zart seinen Hund, der vor seinen Füßen liegt, und nimmt die Munition aus dem Gewehr. Dann plötzlich laute kurz abgehackte Rufe aus dem Waldrand. Es klingt wie ” ein hämisches “Hä, hä, hä!” und entfernt sich rasch in den Wald hinein. „Ich habe es gewusst. Der Bock war die ganze Zeit hier und wir haben ihn nicht gesehen“, entrüstet sich Elsbecker. Ja, es klang schon fast so, als hätte uns der Bock zum Abschied ausgelacht. Elsbecker kommentiert mit Humor: „So ist eben die Jagd!“

 

 

 

 

Quellen

Für die Recherche wurde der Jäger Reinhard Elsbecker vom Redakteur in seinem Revier begleitet.

Glossar

Fangschuss: https://de.wikipedia.org/wiki/Fangschuss_(Jagd)

Weiter Informationsquellen

Ökologischer Jagdverband:

https://www.oejv.org

https://de.wikipedia.org/wiki/Ökologischer_Jagdverband

Deutscher Jagdverband: https://www.jagdverband.de

Räuber-Beute-Verhältnis des Wolfs:

WildbiologenUlrich Wotschikowsky: https://www.jagderleben.de/praxis/woelfe-schalenwild

Einfluss der Kirrung

Frank Christian Heute (https://www.wildoekologie-heute.de/themen/schwarzwild/),

Statistik über die Jagdstrecken:

https://www.umwelt.nrw.de/naturschutz/jagd-und-fischerei/jagd/jagdstrecken-statistik/

Salzlecken:

https://forum.wildundhund.de/showthread.php?28509-Salzlecken-notwendig-oder-Luxus

https://jagderleben.landlive.de/m/boards/thread/60504/?page=1

Neozoen und invasive Arten in NRW

http://neobiota.naturschutzinformationen-nrw.de/site/nav2/Artenlisten.aspx?ART=Tiere

 

 

 

 

 

 

 

 

Tönnemann unterstützt über 40. Mal

Coesfeld, 10.10.18 (PM). Alt bekannte wie auch neue Aussteller sind mit dabei, wenn am Sonntag, dem 4. November 2018, die “Kinderhilfe Tschernobyl Coesfeld” für ihre diesjährige Herbst- und Adventsausstellung die Pforten öffnet. In der Zeit von 10.00 bis 17.30 Uhr präsentieren sie in den Räumen des Autohauses Tönnemann im Gewerbegebiet Dreischkamp in Coesfeld eine vielseitige Auswahl an handgearbeiteten Artikel.

Über 40 Mal stellte das Autohaus Tönnemann bisher seine Hallen für die Ausstellungen der Coesfelder Initiative zur Verfügung – und bietet auch in diesem Herbst wieder ein Forum für mehr als 55 Hobbykünstler aus dem ganzen Münsterland.

Eine gute Gelegenheit neue Dekorationen für Haus und Garten zu finden und sich ein wenig auf die Vorweihnachtszeit einzustimmen.

Jedoch nicht nur herbst- und weihnachtlicher Schmuck wird geboten. Die vielseitigen Produkte aus Hobbyhand bieten für jeden Geschmack etwas, das über das Jahr gefragt ist. Die Palette umfasst zum Beispiel Dekorationen aus Glas, Holz, Keramik und Stoff, Aquarell-, Acryl- und Porzellanmalerei, Blech- und Papiergestaltung, Foto- und Grußkarten, Puppen, Filzarbeiten, ausgefallene Erwachsenen-, Kinder- und Puppenkleidung so-wie Taschen und vieles mehr.

Stärken können sich Besucher und Aussteller mit Kuchen, Kaffee, Glühwein und Grillwürstchen. Verantwortlich für die Verpflegung zeichnet das Team der “Kinderhilfe Tschernobyl”. Der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken sowie die Standgebühren der Aussteller tragen zur Finanzierung der Aktionen der Coesfelder Initiative bei.

Um möglichst vielen Gästen den Besuch der Ausstellung zu ermöglichen, ist der Eintritt frei.

Projektgruppe am Berufskolleg Liebfrauenschule organisierte Hilfsaktion für Leukämiekranke

Coesfeld, 30.09.18 (PM). „Auch DU kannst Leben retten“ steht auf den Flyern, mit denen die Schüler am Berufskolleg Liebfrauenschule in Coesfeld zur Typisierung bei der Stefan-Morsch-Stiftung, Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke, aufriefen. 160 Schüler, Lehrer und Eltern haben eine Speichelprobe abgegeben, um irgendwann einem Leukämiepatienten mit einer Stammzellspende Hoffnung auf Leben geben zu können.
„Als Berufskolleg des Bistums Münster ist es uns wichtig, den Schülern soziale Kompetenzen zu vermitteln und sie dafür zu sensibilisieren, sich auch für andere Menschen zu engagieren“, erklärt Petra Gövert, Lehrerin für Gesundheit/Pflege und Biologie. „2016 haben wir bereits bei einem ähnlichen Projekt mit der Stiftung zusammengearbeitet. Da damals alles so perfekt funktioniert hat, habe ich einfach gefragt, ob sie uns wieder unterstützt.“
Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung, freut sich über das Engagement der Schüler: „Die Kooperation mit Schulen hat bei uns einen hohen Stellenwert. Hier treffen wir auf junge Menschen, die mit einer Typisierung Lebenschancen schenken. Gleichzeitig bieten wir als Unterrichtsergänzung Fachvorträge an, aber auch hauseigene Führungen und Workshops.“
Und was passiert jetzt mit den 160 Speichelproben? „Die werden im Labor der Stiftung, im rheinland-pfälzischen Birkenfeld, auf die transplantationsrelevanten HLA-Gewebemerkmale analysiert und in der Datei gespeichert“, so eine Sprecherin der Spenderdatei. Kommt man als Spender für einen Leukämiepatienten in Frage, nimmt die Stefan-Morsch-Stiftung Kontakt auf. Stammzellen spenden kann man auf zwei Arten: Bei der klassischen Methode der Knochenmarkentnahme wird durch eine Punktion des Beckenkamms das Knochenmark entnommen. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode – und die weitaus häufigste – ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt.
Auf der Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung kann man Näheres über die Leukämie- und Tumorhilfe erfahren und sich auch online als Lebensretter registrieren. Auch über die gebührenfreie Hotline 08 00 – 766 77 24 ist die Stefan-Morsch-Stiftung erreichbar, ebenso via Facebook.

Freundschaftliche Kontakte mit dem Sozialausschuss der Stadt

Coesfeld, 26.09.18 (PM). Mitglieder des Sozialausschusses der Stadt und Vertreter des städtischen Sozialbereichs besuchten gemeinsam mit der Maria-Droste-Wohngruppe die Feuerwache am Rottkamp. Freundschaftliche Kontakte zur Wohngruppe Maria-Droste unterhält der Coesfelder Stadtrat seit 2014 – zuvor Jahrzehnte zur damaligen Josefs-Gruppe von Haus Hall. Es finden regelmäßig Treffen und Begegnungen statt: In der Wohngruppe an der Laurentiusstraße oder auf Einladung des Sozialausschusses – wie nunmehr zur Feuerwache. Leiter der Feuerwehr, Richard Schulze-Holthausen, und hauptamtlicher Feuerwehrmann Michael Peirick führten über das Gelände und erläuterten die Gerätschaften sowie die Aufgaben der Feuerwehr. In diesem Jahr musste die Wehr bereits zu 374 Einsätzen ausrücken.
Besonderes Interesse bei den Besuchern fanden die neue Drehleiter, die Rüstwagen sowie die automatische Schlauchpflege. Beim gemütlichen Beisammensein brachte Bürgermeister Heinz Öhmann gemeinschaftsbezogene Geschenke für die Wohngruppe an der Laurentiusstraße mit. Die Ratsmitglieder verzichten seit vielen Jahren auf eine Aufwandsentschädigung zugunsten des freundschaftlichen Kontakts zu den Bewohnern der Haus Hall-Gruppe.