Coesfelder Ursulawochenende vom 26. bis 28. Oktober 2018

Coesfeld, 12.10.18 (PM). Seit Jahrhunderten zieht der Ursulamarkt in Coesfeld Menschen aus der gesamten Region an. Sie nutzen die Gelegenheit, sich vor dem Winter mit Gütern und Lebensmitteln einzudecken. In der Nachkriegszeit bis weit in die neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es kostenlosen Kohl seitens der Stadt. Heute ist das Ursulawochenende, das immer Ende Oktober – nach dem Festtag der heiligen Ursula am 21. Oktober – stattfindet, ein Mix aus “Verkaufsoffenem Sonntag” und einem Fest für die gesamte Familie. Aufgrund des Lokalkolorits konnte das Wochenende zum Glück seinen ursprünglichen Charme bewahren.

Krammarkt mit zahlreichen Verkaufsständen und einem Korn aus dem Zinnlöffel

Wie jedes Jahr beginnt das Ursulawochenende mit dem Krammarkt am Freitag (26.10.). Um 10 Uhr begehen die Kiepenkerle den Markt aus alter Tradition. Ferdinand und Karsten Bröckerhoff kredenzen Korn aus dem Zinnlöffel. Aber auch dieses Jahr bleiben die Kiepenkerle nicht allein: Zu ihnen gesellen sich zehn Damen und Herren von Heimatverein und zwei Herrschaften aus der Kolpingspielschar. In Münsterländer Tracht reichen sie Korn und Ochsenblut.
Die Marktstände selbst öffnen um 8 Uhr. Anders als die übrigen Krammärkte hat der Ursulamarkt bis 17 Uhr geöffnet. Auf die Besucher warten frische Marktwaren, Blumen und Feinkost, zusätzlich auch Leder- und Dekorationsartikel, Haushaltswaren, Schmuck, Textilien, selbstgenähte Kleinkindtextilien und Korbwaren. Leckere Grillwurst, Backfisch und Pommes Frites, Waffeln und Crepes garantieren, dass die Küche daheim getrost einen Urlaubstag einlegen kann.
Wer sich mit frischem Fleisch, Geflügel oder Fisch, mit Obst, Bioprodukten, Blumen, Honig und holländischem Lakritz eindecken will, kann das am Ursulawochenende nicht nur vor- sondern auch nachmittags.

Verkaufsoffener Sonntag (28.10.18) ab 11.00 Uhr

Am Sonntag sind die geöffneten Geschäfte der Anziehungspunkt. In der Zeit von 13 bis 18 Uhr haben die Kunden Gelegenheit zum Bummeln. In den Fachmärkten und Boutiquen stellen die Einzelhändler ihre Herbstkollektionen vor. Es locken attraktive Angebote und tolle Schnäppchen. „Eine gute Gelegenheit, sich auch schon mit Geschenkideen für den Gabentisch inspirieren zu lassen“, sagt Udo Hoppe, Geschäftsführer des Stadtmarketing Verein Coesfeld & Partner e.V.
„Van Toeten noch Bloazen“ aus dem benachbarten Holland sorgt in gewohnter Manier für gelöste Stimmung – vom ersten Ton an! „Die Straßenband hat einen richtiggehenden Fanclub in Coesfeld“, sagt Katja Koch, Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle von Coesfeld & Partner e.V. Ein weiteres Highlight ist der von Kindern umschwärmte Ballonkünstler „Ballooni“.

Um 11 Uhr öffnen die Fahrgeschäfte und Buden, um 13 Uhr die Geschäfte.
Viel Lokalkolorit mit Coesfelder Betrieben und Einrichtungen wie Bauen und Leben oder den Servicewelten
Das Lokalkolorit bringen Coesfelder Betriebe und Einrichtungen ein. Sie informieren auf dem Marktplatz über ihre Produkte und Angebote. Erneut sind Wintergärten Bökenkröger und Lameko Sonnen- und Lichtschutztechnik mit Ausstellungen vertreten.
Natürlich wird auch die Kinder-Schmink-Aktion des Liebfrauen-Kindergartens wieder viele Kinder zu Elfen, Schmetterlingen und Löwen verwandeln.
Ein ganz besonderes Highlight des Ursulamarktes wird wieder der Verkauf des „Coesfelder Adventskalenders“ der Bürgerstiftung Coesfeld sein. Nach dem großen Erfolg des letzten Jahres möchte die Bürgerstiftung dort anknüpfen. Der Erlös der Aktion dient der Unterstützung verschiedener Fördermaßnahmen wie „Soziales Lernen“, „Pferdestärken“ sowie zahlreicher weiterer Projekte. Sobald die Ziehung der Gewinner Ende November beginnt, finden Sie auf der Homepage der Bürgerstiftung die Gewinnnummern und die zugehörigen, zahlreichen Gewinne. Außerdem wird die Coesfelder Allgemeine Zeitung die Gewinner täglich bekannt geben.
Wer den Garten bereits jetzt für das Frühjahr frisch machen möchte, kann sich in diesem Jahr mit reichlich Blumenzwiebeln eindecken. Die Allgemeine Zeitung und auch die IKK Classic wird über ihr Angebot informieren. Neu dabei ist in diesem Jahr die KTG Kamintechnik. Sie bieten Kamineinsätze nach Maß an, was für Altbausanierungen immer wieder ein großes Thema ist. Natürlich werden auch Bier und Säfte verköstigt sowie Waffeln, Eis, Pommes & Co., Bastel- und Dekorationsartikel angeboten. Holländischer Lakritz von Herrn Rooseboom aus Enschede darf natürlich nicht fehlen sowie Feinkost der Firma Rmadan und Reibekuchen in verschiedenen Varianten!
Und egal, ob Sie erst zum Bummeln in die Innenstadt oder zum Zuschauen der zahlreichen Attraktionen wie z.B. dem Kinderkarussel an der Lamberti-Kirche streben: Ein Ausflug vom 26. bis 28. Oktober in die Kreisstadt lohnt allemal!

Offener Treff in der zweiten Ferienwochen

Coesfeld, 12.10.18 (PM). Das Jugendhaus Stellwerk hat in den Herbstferien geänderte Öffnungszeiten. Der offene Treff findet dann nur in der zweiten Ferienwoche statt: Dienstag (23.10.) bis Donnerstag (25.10.) von 15 bis 20 Uhr und Freitag (26.10.) von 16 bis 22 Uhr. In der ersten Ferienwoche findet von Montag (15.10.) bis einschließlich Mittwoch (17.10.) das Sonderprojekt Street Art statt, jeweils von 10 bis 15 Uhr. Infos dazu gibt es bei Andrea Wiesner (andrea.wiesner@coesfeld.de). Von Donnerstag (18.10.) bis einschließlich Montag (22.10.) bleibt das Jugendhaus am Bahnweg geschlossen.

Tönnemann unterstützt über 40. Mal

Coesfeld, 10.10.18 (PM). Alt bekannte wie auch neue Aussteller sind mit dabei, wenn am Sonntag, dem 4. November 2018, die “Kinderhilfe Tschernobyl Coesfeld” für ihre diesjährige Herbst- und Adventsausstellung die Pforten öffnet. In der Zeit von 10.00 bis 17.30 Uhr präsentieren sie in den Räumen des Autohauses Tönnemann im Gewerbegebiet Dreischkamp in Coesfeld eine vielseitige Auswahl an handgearbeiteten Artikel.

Über 40 Mal stellte das Autohaus Tönnemann bisher seine Hallen für die Ausstellungen der Coesfelder Initiative zur Verfügung – und bietet auch in diesem Herbst wieder ein Forum für mehr als 55 Hobbykünstler aus dem ganzen Münsterland.

Eine gute Gelegenheit neue Dekorationen für Haus und Garten zu finden und sich ein wenig auf die Vorweihnachtszeit einzustimmen.

Jedoch nicht nur herbst- und weihnachtlicher Schmuck wird geboten. Die vielseitigen Produkte aus Hobbyhand bieten für jeden Geschmack etwas, das über das Jahr gefragt ist. Die Palette umfasst zum Beispiel Dekorationen aus Glas, Holz, Keramik und Stoff, Aquarell-, Acryl- und Porzellanmalerei, Blech- und Papiergestaltung, Foto- und Grußkarten, Puppen, Filzarbeiten, ausgefallene Erwachsenen-, Kinder- und Puppenkleidung so-wie Taschen und vieles mehr.

Stärken können sich Besucher und Aussteller mit Kuchen, Kaffee, Glühwein und Grillwürstchen. Verantwortlich für die Verpflegung zeichnet das Team der “Kinderhilfe Tschernobyl”. Der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken sowie die Standgebühren der Aussteller tragen zur Finanzierung der Aktionen der Coesfelder Initiative bei.

Um möglichst vielen Gästen den Besuch der Ausstellung zu ermöglichen, ist der Eintritt frei.

Start am Sonntag, 23.09.18, 15.00 Uhr, am Stadtmuseum

Coesfeld, 19.09.18 (PM). Der Stadtmarketing Verein Coesfeld und Partner bietet am Sonntag (23.09.) um 15.00 Uhr noch einmal eine öffentliche Stadtführung an. Friedhelm Becker stellt dabei – dem Anlass entsprechend gekleidet in historischer Uniform – die militärische Seite der Coesfelder Stadtgeschichte vor: Vom Mittelalter bis zum Ende der napoleonischen Ära Anfang des 19. Jahrhunderts. Was hatte es mit der Bewaffnung der Stadttore und Stellung von Stadtsoldaten durch die Gilden auf sich? Warum musste Coesfeld nach der Schlacht von Stadtlohn 800 gefangene Offiziere aufnehmen? Dies und noch viel mehr erfahren die Teilnehmer bei einem Gang vorbei an historischen Schauplätzen. Treffpunkt für diese Stadtführung ist der Eingang des Stadtmuseums am Walkenbrückentor.
Die Führung kostet drei Euro pro Person, die direkt am Treffpunkt zu zahlen sind und dauert etwa 1,5 Stunden. Auch Familien sind herzlich willkommen. Kinder unter sechs Jahren zahlen nichts. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sollte die eigene Gruppe jedoch schon 15 oder mehr Personen umfassen, bietet sich die reguläre Buchung unter Tel. 02541/ 939-1018 oder E-Mail info@coesfeld.de an.

Übersicht

Öffentliche Stadtführung mit Friedhelm Becker zu „Militär und Befestigungsanlagen in Coesfeld”
Datum: Sonntag, 23.09.18, 15.00 Uhr
Treffpunkt: Stadtmuseum
Dauer: 1,5 Std.
Kosten: 3 Euro

Neubau mit Außenanlage am Jugenhaus Stellwerk eröffnet

Coesfeld, 14.09.18 (hlm). Während die Regionalbahnen den Bahnhof in Coesfeld verlassen, springen Jugendliche mit Eleganz von Betonschwelle zu Betonschwelle, hangeln sich an Eisenstangen entlang und überwinden akrobatisch Mauern. Völlig legal, ohne mecker – auf dem Parcours am Lokschuppen.

„Wir suchten einen Schuppen für das Spielmobil des Jugendhauses Stellwerk“, blickt bei der Eröffnungsfeier Coesfelds Dezernent, Dr. Thomas Robers, auf den Ursprungsgedanken des Projekts im Jahr 2013. Auf der buckeligen Wiese, in direkter Nachbarschaft des Jugendhaus Stellwerk, steht nun der Brückenschlag zwischen einem überdachten Stellplatz und dem Angebot der pädagogischen Jugendarbeit in der Anmutung eines Lokschuppens. Während vom Bahnweg der Neubau wie eine hohe Garage wirkt, eröffnet sich auf der zweiten Ebene Spiel und Spaß für Kinder und Jugendliche. Der Architekt Lars Thier hat sich bei der Planung des Gebäudes von der Bezeichnung leiten lassen. Der Charakter eines Lokschuppens sollte sichtbar werden. Das erreicht er durch eine schlichte, unaufdringliche Architektur, die sich in das Umfeld einfügt. Eine abgewinkelte Seitenwand führt als Wegweiser zu den Plätzen ins “Amphitheater”. Von diesen kreisförmig angeordneten Sitzplätzen aus öffnet sich der Blick auf eine Aktionsfläche. Dabei dient die Holzwand, als Teil der Rückwand des Lokschuppens, als Präsentationsfläche und erinnert als Artefakt an einen Schuppen. Der Lokschuppen ist integraler Bestandteil einer Spiel- und Spaßfläche für Kinder und Jugendliche, die Grünkonzept Deppe modellierte.

Bürgermeister Heinz Öhmann betont in seiner Eröffnungsrede, dass der Lokschuppen mit dem Jugendhaus Stellwerk Treffpunkt und Anlaufstelle für Jugendliche ist, bei dem ein respektvoller Umgang miteinander hohe Priorität hat. Eine Leistung, die das Team des Jugendhauses vollbringt. Diese Grundregel findet sich in dem Projekt wieder. Bei der Planung sind Kinder und Jugendliche beteiligt gewesen. Als Vertreter sind bei der Eröffnungsfeier Dominik, Pascal und Lynn. Neben einem Minifußballfeld setzten sich Lynn als Ideengeberin für den Parcours ein, der dem Lokschuppen als Außengelände auf der dritten Ebene – auf dem Niveau der Bahngleise – folgt. So ist eine optische Achse zum Bahnhofsgelände geschaffen. Öhmann hofft, dass der Lokschuppen für andere Kommunen eine Blaupause ist.

350000 Euro investierte die Stadtverwaltung in das Projekt. Es fügt sich in das Integrierte Handlungskonzept Innenstadt und dem Regionale 2016-Projekt Bahn.Land.Lust. Damit konnte eine Förderung von 50 Prozent seitens des Landes NRW gesichert werden. Das sei gut investiertes Geld zur Steigerung der Attraktivität und der Schaffung eines einfachen Zugangs für die offene Jugendarbeit, wie Dr. Robers zusammenfasst.

Rund um die Uhr ist das Gelände nicht zu betreten. Es ist von einem hohen Zaun umgeben. Parallel zu den Öffnungszeiten des Jugendhauses ist der Zugang möglich. “Stadt und Stellwerk sind für das Gelände verantwortlich. Durch die Öffnungszeiten ist uns eine Betreuung möglich”, erklärt Michael Walter. Aufgeschlossen ist der Teamleiter des Stellwerks gegenüber Anfragen zur Nutzung durch andere Vereine.

Öffnungszeiten

Di. bis Do.: 15 bis 20 Uhr
Fr. 16 bis 20 Uhr

Letzter gemeinsamer Arbeitskreis am Mittwoch (19.09.)

Coesfeld, 13.09.18 (PM) .Am Mittwoch (19.09.) findet um 18.30 Uhr der letzte gemeinsame Arbeitskreis in Sachen Dorfinnenentwicklungskonzept DIEK Lette statt, und zwar im Foyer der Kardinal-von-Galen-Grundschule in Lette.

Dabei werden die erstellten Projektportfolios noch einmal besprochen. Welche Priorität bekommen die einzelnen Projekte? Wie können die angestoßenen Ideen verstetigt werden? Das sind Fragen, die an diesem Abend geklärt werden sollen, bevor das Konzept zum DIEK in den Fachausschüssen und im Rat behandelt wird.

Weitere Termine

Donnerstag (04.10.) Vorberatungen im Bezirksausschuss Lette und

Mittwoch (10.10.) im Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen;

Donnerstag (08.11.) Beschluss im Rat der Stadt Coesfeld.

Alle Ergebnisse werden außerdem der Öffentlichkeit vorgestellt in einer großen Abschlusspräsentation zum Dorfinnenentwicklungskonzept DIEK am Dienstag (06.11.).

Zum Thema DIEK Dorfinnenentwicklungskonzept Lette

Insgesamt 19 konkrete Ideen sind zusammengekommen, seitdem das DIEK, das Dorfinnenentwicklungskonzept für Lette, im vergangenen Frühling angestoßen worden ist. Viele Interessierte aus ganz unterschiedlichen Bereichen haben daran mitgewirkt. Gesammelt wurden die Projektideen in drei Arbeitskreisen zu verschiedenen Themenschwerpunkten: Dorfentwicklung, Verkehr, Tourismus, Mobilität und Umwelt.

Hier eine Auswahl der Projektideen für Lette

o  Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses,
o  Aufwertung verschiedener Plätze: Alter Kirchplatz, Gemeindeplatz
o  Umgestaltung Heimathaus
o  Umgestaltung des Teiches am Philosophenweg
o  Schaffung von Wohnmobilstellplätzen
o  Verkehrssicherheit in Lette auf verschiedene Aspekte prüfen
o  Förderung des Austausches zu technischen Neuerungen
o  Naturlehrpfad

60 Jahre EUREGIO / Baustellen gibt es noch genug

Coesfeld, 06.09.18 (hlm). Vor 60 Jahren übernahm die EUREGIO mit ihrer Gründung eine Vorreiterrolle. Ihr Ziel war und ist es, die deutsch-niederländische Grenzregionen wirtschaftlich und kulturell zu verbinden. In vielen Teilen gelang es ihr auch, so ein Tenor der Rednerbeiträge bei der Festveranstaltung mit einer Podiumsdiskussion unter den Lettern “60 Jahre EUREGIO – Chancen der heimischen Wirtschaft in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit”. Bevor Rob Welten, Präsident der EUREGIO, sein Loblied auf das gemeinsame Erreichte anstimmt, heißt Christoph Almering, Geschäftsführer der Zweckgemeinschaft, als und Moderator 50 Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung im Coesfelder Rathaus willkommen. Einen Seitenhieb auf die derzeit bröckelnde Stimmung in der EU und die Isolationsbestrebungen einiger Mitgliedsstaaten verkneift sich Welten nicht: “Hier steht ein wirtschaftliches Europa mit Garant für Frieden und Sicherheit.”

Handel- und Wirtschaftsverkehr der drei wichtigsten Partner von NRW. (Grafik hlm)

Der freie Handels- und Wirtschaftstransfer funktioniert zwischen den Nachbarländern sehr gut. Verstärkt durch den Abbau der Schlagbäume in den 1970er Jahren. Zuvor pflegten beide bereits enge wirtschaftliche Kontakt. Für Nordrhein-Westfalen sind die Niederlande der größte Handelspartner, vor Frankreich und England. Aber ein langer Bauzaun steht noch an der Grenze. Allen voran Werner Schaurte-Küppers, Präsident der 1905 gegründeten deutsch-niederländischen Handelskammer, zählt die hell strahlenden Baustellenleuchten auf: Digitalisierung, Verkehrsinfrastruktur und Fachkräftemangel. Jedes Licht markiert einen eigenen Bauabschnitt, der stellenweise nach einer Dauerbaustelle klingt, wie sich aus den Statements der Teilnehmer herausfiltern lässt. Lodewijk an der Borg, als Vertreter eines grenznahen niederländischen Unternehmens, gräbt mit der Schaufel ein Bauloch ein klein wenig tiefer. Schließlich gibt es ein paar kleinere soziokulturelle Differenz und der schlipslose Geschäftsführer der Kaak Group zählt schmunzelnd auf: “Die Niederländer tragen keine Krawatten, Duzen sich sofort und haben flache Hierarchien.” Was sich witzig anhört, hat Tiefgang. Grenzübergreifende Zusammenarbeit heißt nicht, einen gesellschaftlichen Einheitsbrei zu haben, sondern seine eigene Identität zu bewahren. Es geht also um eine Mischung aus Konsens und Akzeptanz. Die Teilnehmer der Podiumsrunde blicken in eine alte Baugrube: Bis heute fehlt die gegenseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen. Schaurte-Küppers deutet an, dass eine Leiter angelegt ist, in Form einer übergreifend arbeitenden Kommission. Das wäre eine Erleichterung zur Diffusion von Fachkräften. Hilfe bietet schon jetzt der an der EUREGIO angedockte Grenzinfopunkt, der an der EUREGIO an, der als Beratungsstelle in Sachen Arbeit, Wohnen und Bildung arbeitet.

Viel bewegt sich in der EUREGIO. (Grafik hlm)

Heinz Öhmann, Coesfeld Bürgermeister und EUREGIO-Ratsmitglied, wirft in eine Baugrube eine Schüppe Kies und hebt den Fördertopf INTERREG der Europäischen Union hervor. Mit den Zuschüssen werden auch grenzübergreifende Projekte finanziert. Aufträge, die europaweit ausgeschrieben und sich aus der EU-Nachbarschaft kaum jemand bewirbt. So ist die Erfahrung von Öhmann. Da wird die sprachliche Barriere eine Rolle spielen. Die Ausschreibungsunterlagen sind in der Muttersprache bei den Vergabestellen hinterlegt. Eine Übersetzung fehlt in der Regel.

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr liefert ein passendes Abschlusswort für die Podiumsdiskussion. Coesfeld sei kein Grenzland und weit weg. Um so wichtiger ist es für ihn, die Kommunikation in den weiteren Grenzraum zu verstärken. Zusammenwachsen beginnt mit der Begegnung der Menschen und ist Basis zur Reduzierung von Ängsten.

Kreis Coesfeld vernetzt

Coesfeld, 03.09.18 (hlm). Einmal im Monat treffen sich die Verwaltungschefs der elf Kommunen und des Kreises Coesfeld zu einem Arbeitstreffen. Dieses Mal begrüßten Coesfelds Bürgermeister Heinz Öhmann und Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann ihre Amtskollegen im “Großen Sitzungssaal” des Rathauses der Kreisstadt. Die Vertreter der Presse erhielten im Anschluss auf der Pressekonferenz von den beiden Gastgebern eine Übersicht der Gesprächsergebnisse.

Besonderer Gast ist Christian Almering, der seit acht Monaten als Geschäftsführer der EUREGIO wirkt. 60 Jahre lang stärkt die Institution das Zusammenwachsen die Gemeinschaft im deutsch-niederländischen Grenzraum. Nicht ohne Sorge blicke Almering auf die aktuelle Situation Europas, resümiert Richard Borgmann auf der Pressekonferenz und zitiert ihn: “Was die Großen nicht hinbekommen, sollen die Kleinen lösen.” Das heißt, nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Visionen entwickeln. Es gibt im deutsch-niederländischen Grenzraum viel ausschöpfbares Potenzial, sowohl aus wirtschaftlicher Sicht, wie auch in der gesellschaftlichen Kohäsion. Tourismus und Bildung nennt Borgmann Beispiele. Öhmann bringt den Grenzinfopunkt in die Gesprächsrunde ein. Eine Beratungseinrichtung, die bis 2020 als “INTEREG-Projekt” gefördert wird. Sie ist die Anlaufstelle für Rechtsfragen von Menschen, die im Nachbarland leben oder Arbeiten wollen. Die Beratungsstelle in Enschede kooperiert mit der Agentur für Arbeit Coesfeld. Ganz kritiklos entlassen die Verwaltungschefs den EUREGIO-Geschäftsführer Almering nicht aus dem Arbeitskreis. Der Fokus solle nicht allein auf den Südkreis gelegt werden. Der Blick über den Rand bis ins angrenzende Ruhrgebiet ist etwas kurzsichtig. Positiv bewerten Öhmann und Borgmann die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs mit der Optimierung der Bahnlinie Enschede-Dortmund. Dabei hat zwar nicht direkt die EUREGIO ihren Anteil, aber die Schiene ist eine wichtige wirtschaftliche und gesellschaftliche Verbindung zwischen den Regionen. Geldmittel fließen von der EU-Förderstelle in Bildungseinrichtungen, wie Universitäten. Coesfelds Dependance der Fachhochschule Münster profitiert indirekt von diesen Finanzströmen.

Vom Grenzüberschreitenden richtet sich der Blick auf den Kreis Coesfeld. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr wirbt für die dritte Runde des Ökoprofits. Einige Unternehmen haben ihre Teilnahme zugesichert. Die Werbetrommel dreht sich weiter, um weitere Firmen und Einrichtungen für das Klimaschutzprojekt zu gewinnen. Für Öhmann ist es kein reines Prestige- oder Imageprojekt. Es gehe hierbei um konkret individuell ausgearbeitete Vorschläge zur Energieeinsparung, die sich ökonomisch in der Bilanz der teilnehmenden Unternehmen positiv auswirken. Mit Sarah Rensner hat der Kreis Coesfeld eine Klimaschutzmanagerin, die Aktivitäten und Projekte auf kommunaler Kreisebene koordiniert und das Klimaschutzkonzept als Handbuch hat. Wünschenswert wäre es in Augen von Öhmann, wenn sich die Arbeit nicht nur auf Koordinierung, sondern auch auf konkrete Projekte fokussieren, die messbare Ergebnisse liefern.

Auf der Agenda des Arbeitstreffens stand auch die Schaffung eines Standards für die Markierung des Radwegenetzes. “Das bisherige Wabensystem hat sich nicht bewährt”, zieht Öhmann einen Schlussstrich. Ein Neues soll her, und zwar landesweit. Am besten über eine zentrale Stelle geplant und gesteuert, damit kein bunter Mix entsteht. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Gegenwärtig stecken die Kommunen ihre Zielvorstellungen ab. Unteranderem könnte sich das in den Niederlanden verwendete Knotenpunktsystem als Blaupause eignen.

Der Kreis ist ein Umlageverband, der sich aus den finanziellen Einlagen der elf Städte und Gemeinden mitfinanziert, dessen Höhe durch den Hebesatz festgelegt ist. “Jeder dritte Euro geht an den Kreis”, rechnet Borgmann vor. Das ist von den Kommunen in der gegenwärtigen guten Wirtschaftslage mehrheitlich zu leisten. Lüdinghausens Bürgermeister will weiter nach vorne blicken und sich auf schlechtere Zeiten vorbereitet wissen. Deutlich richten die Bürgermeister ihre Forderungen in die Richtung einer mittelfristigen Finanzplanung und einer weiteren Absenkung der Hebesätze. “Damit Kommunen die Kreisumlage nicht über finanzieren müssen”, so Borgmann.

Kreisweiter Schulentwicklungsplan – da kann sich die Stadt Coesfeld mit seiner eigenen Entscheidungshoheit etwas zurücklehnen. In der Kreisstadt besteht ein breites Schulangebot. Das ist in einzelnen Nachbarkommen nicht so luxuriös. Besonders die Erreichbarkeit von Förderschulen grenzt punktuell an die Unzumutbarkeit. Das soll sich mit der Aufstellung eines Schulentwicklungsplans verbessern.

Geschenkidee zum Schulstart

Coesfeld, 28.08.18 (PM). Kleine und große Theaterfans freuen sich über Eintrittskarten für die Kindertheater-Reihe der Stadt: Zum Schulanfang, zum Geburtstag oder einfach mal so. Für die Theaterreihe im Herbst gibt es noch Tickets im Bürgerbüro und in der VHS. Der Eintritt beträgt 3,00 Euro als Einzelkarte oder 7,00 Euro im Abo (für alle drei Veranstaltungen). Tickets gibt es im Bürgerbüro und bei der VHS.

Die erste Aufführung geht am Samstag (06.10.) um 15.00 Uhr über die Bühne im PZ an der Holtwicker Straße. Den Auftakt übernimmt das Kindertheater „Die Clownixen“ mit dem Stück „Grimmassel“.
Weiter geht es am Samstag (03.11.) mit dem „Kindertheater Mika & Rino“ und dem Stück „Der zerbrochene Zauberspiegel“. Vorweihnachtlich wird dann der Abschluss am Samstag (01.12.), wenn das „Kindertheater Brille“ zeigt „Wie Engel fliegen lernen“.
Die Vorstellungen sind geeignet für Kinder ab etwa vier Jahren. Die Kindertheaterreihe wird unterstützt von der Sparkasse Westmünsterland.

Weitere Informationen im Fachbereich unter der Rufnummer: 02541-9481-24 und im Internet unter: kultur.coesfeld.de.

Theaterstücke und Termine im Überblick

„Grimmassel“ mit dem Kindertheater „Die Clownixen“
für Kinder ab 4 Jahren
Samstag, 06.10.2018, 15.00 Uhr
Zwischen Spielzeug, vergessenen Kuscheltieren, dreckigen Unterhosen und Einzelsocken findet Wilma ein Märchenbuch der Gebrüder Grimm.
In ihrer wohlverdienten Arbeitspause versucht Wilma, ihrer Kollegin Jalila, das Leben im Märchen schmackhaft zu machen. Ach wäre es schön, Wolle zu Gold spinnen zu können oder so tapfer wie das Schneiderlein und so schön wie Schneewittchen zu sein.
Aber ist ein Leben im Märchen wirklich so schön? Wie war das noch mit Schneewittchen bei den sieben Zwergen? Wie sieht das Leben von einem Wolf im Märchen aus? Und einen Frosch heiraten? Was für ein Schlamassel oder besser gesagt: Grimmassel!

Der zerbrochene Zauberspiegel“, „Kindertheater Mika & Rino“
für Kinder ab 4 Jahren
Samstag, 03.11.2018, 15.00 Uhr
Rino, der Zauberlehrling hat viele Jahre des Lernens verbracht und ist nun bereit für seine große Zauberprüfung. Sein Meister will ihn nicht ziehen lassen und hat ihm besonders schwere Aufgaben gestellt. Mit viel Geschick und der Hilfe seines Freundes, der Eule, kann er die ersten Aufgaben lösen, bis der wertvolle Zauberspiegel zerbricht. Alles scheint verloren. Der Meister ist wütend. Aber Rino wäre nicht so weit gekommen, wenn ihm seine lustigen Ideen nicht auch jetzt aus der Patsche helfen würden.
Eine atemberaubende, witzige und hintergründige Geschichte mit viel Musik.

„Wie Engel fliegen lernen“, „Kindertheater Brille“
für Kinder ab 4 Jahren
Samstag, 01.12.2018, 15.00 Uhr
Ein Engel sucht den wahren Grund von Weihnachten. Auf der Erde geschehen auf einmal seltsame Dinge: Die Menschen hängen überall Schnüre mit kleinen Lämpchen auf, essen Süßigkeiten, bis ihnen schlecht wird und packen lauter Sachen in buntes Papier ein. Der Engel Bauz versteht das alles nicht und fragt Gott: „Die Menschen feiern Weihnachten.“ Aha, aber was ist das? Da Bauz ein Jungengel ist und noch nicht fliegen kann, verspricht Gott ihm Flügel, wenn er das Rätsel löst. Auf der Suche nach einer Antwort „plumpst“ Bauz an verschiedene Orte und nimmt jedes Mal eine Antwort mit zurück in den Himmel. Doch leider liegt er damit meist nicht ganz richtig.
Der Eintritt beträgt 3,00 Euro als Einzelkarte.

Extratour für Jedermann beim Münsterland-Giro

Münsterland, 27.08.18 (PM). Erstmalig in diesem Jahr gibt es beim Sparkassen Münsterland Giro einen Fun-Block. Der richtet sich an alle Radsportfreunde, die begleitet und stressfrei ins Ziel kommen und dabei entspannt die wunderschöne Landschaft des Münsterlandes genießen möchten. Der Fun-Block ist Teil des Cups der Sparkasse Münsterland Ost über 65 Kilometer. Von Münster führt die Route über Schapdetten, Billerbeck, Darfeld, Temming und Nienberge zurück und wird vom Ex-Radsportprofi Hanka Kupfernagel, der achtfachen Weltmeisterin und Olympia Silbermedaillen-Gewinnerin, begleitet. Ob mit Mountainbike, Renn- oder Tourenrad, mitfahren können alle, die die Mindestgeschwindigkeit von 26 km/h einhalten können und Spaß am gemeinsamen Radfahren haben. Gestartet wird im letzten Block des Rennens und das Team Rose Münsterland wird für zusätzlichen Begleitservice sorgen.
Eine Intention dabei ist, Radsport-Einsteiger sicher ins Ziel zu bringen und sie so behutsam an ein Jedermannrennen heranzuführen. Nach dem Sicherheits-Workshop im Frühjahr ist der Fun-Block ein weiterer Schritt, potentiellen Teilnehmern den Start beim Sparkassen Münsterland Giro zu ermöglichen. Aber auch „alte Hasen“ können sich für diesen Startblock anmelden. Wer nicht auf der Jagd nach seiner persönlichen Bestzeit ist und ganz oben auf dem Treppchen stehen will, ist hier genau richtig: Denn getreu dem Motto “Just for fun” bringt Hanka Kupfernagel alle besonders stressfrei ins Ziel. Weiterhin besteht für Radsportfreunde, denen 65 Kilometer zu wenig sind, die Möglichkeit sich für den Cup der Westfälischen Provinzial Versicherung über 95 Kilometer oder für den Cup der LBS über 125 Kilometer anzumelden. Neu in diesem Jahr ist, dass alle Jedermannrennen separat unterwegs sind, sich so die Teilnehmerfelder nicht mischen können und die Rennen getrennt voneinander im Ziel eintreffen werden.

Informationen zu Münsterland-Giro

www.muensterland-giro.de

Übersicht der Route

https://www.muensterland-giro.de/dateien/2018/GIRO_DINA4_65.pdf

Anmeldungen

Ab sofort online möglich unter: https://portal.mikatiming.de/event/muensterland-giro/2018/de/