Coesfelder Schulen aktiv gegen Cannabis-Konsum

Kreis Coesfeld / Coesfeld, 11.10.18 (PM/kcv). Der Konsum von Cannabis an Schulen ist flächendeckend ein Thema. Das zeigt das große Interesse seitens der Schulen an einer Infoveranstaltung der trägerübergreifenden Fachgruppe des „Arbeitskreises Prävention“.

„Es handelt sich beim Konsum von Cannabis nicht um ein Thema einzelner Schulen oder Schulformen, sondern es geht um ein gesellschaftliches Problem, das alle weiterführenden Schulen betrifft“, stellte Schulleiter Marc-André Thews vom Oswald-von-Nell Breuning Berufskolleg in Coesfeld in seiner Begrüßungsrede fest. Wegschauen sei keine Lösung. Daher ergriffen Fachleute der Suchthilfe von AWO und Caritasverband zusammen mit der Polizei im Kreis Coesfeld, dem Oswald-Nell-Breuning Berufskolleg und der Schulsozialarbeit der Kreuzschule Coesfeld die Initiative luden im September zu einer weiteren Veranstaltung ein. Ziel der Veranstaltung war es, zu mehr Handlungssicherheit beim Thema Cannabisprävention an Schulen beizutragen.

„Wir hatten 30 Anmeldungen von Beratungslehrern, Schulleitungen und Schulsozialarbeit. Dass schließlich 40 Personen kamen, zeigt das aufkommende Interesse der Schulen“, so Dr. Gerhard Pohl, Leiter der Fachstelle Suchtprävention des Caritasverbandes. Zu Beginn stellte Andreas Nitz vom Kommissariat Vorbeugung die aktuelle Situation im Kreis Coesfeld aus polizeilicher Sicht vor. Lioba Krüger von der AWO Sucht und Drogenberatung und Petra Nachbar von der Caritasfachstelle Suchtprävention vervollständigten das Lagebild aus Sicht ihres direkten Kontaktes mit Jugendlichen und Konsumenten. Hier zeigte sich, dass eine hohe Dunkelziffer wahrscheinlich ist. Zudem erzeugen widersprüchliche Haltungen allgemein zum Thema Cannabis eine schwierige Situation für Schulen und erschweren so eine glaubwürdige Prävention.

Die Polizei empfiehlt den Schulen, bei Vergehen mit Cannabis zunächst mit Vertretern der Suchtberatung oder Suchtprävention abzustimmen, was zu tun sei. Die Polizei müsse laut Erlasslage nicht in jedem Fall eingeschaltet werden. Hier bieten die Suchtberatungs- und Präventionsstellen von AWO und Caritas schnelle Unterstützung, sowohl im Einzelfall als auch zur generellen Cannabisprävention. Den teilnehmenden Beratungslehrern und Schulsozialarbeitern wurden verschiedene Angebote und Maßnahmen vorgestellt, sowie der von der Arbeitsgruppe entwickelte Handlungsleitfaden erläutert und ausgehändigt.

Die Präventionskräfte kommen in die Schulen, um den Handlungsleitfaden und Aspekte der Cannabisprävention im Kollegium vorzustellen. Anfragen nimmt Petra Nachbar von der Caritasfachstelle Suchtprävention entgegen. Tel.: 02594-9504104 oder E-Mail: nachbar@caritas-coesfeld.de

Mitglieder des Arbeitskreises Prävention stellten die Drogenproblematik an Schulen dar und gaben Informationen zur Prävention: Christoph Rupprecht, Lioba Krüger-Rosenke, Dr. Gerhard Pohl, Andreas Nitz, Petra Nachbar, Marc-André Tews, (v.l.n.r.)
Foto: Christoph Rupprecht

Projektgruppe am Berufskolleg Liebfrauenschule organisierte Hilfsaktion für Leukämiekranke

Coesfeld, 30.09.18 (PM). „Auch DU kannst Leben retten“ steht auf den Flyern, mit denen die Schüler am Berufskolleg Liebfrauenschule in Coesfeld zur Typisierung bei der Stefan-Morsch-Stiftung, Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke, aufriefen. 160 Schüler, Lehrer und Eltern haben eine Speichelprobe abgegeben, um irgendwann einem Leukämiepatienten mit einer Stammzellspende Hoffnung auf Leben geben zu können.
„Als Berufskolleg des Bistums Münster ist es uns wichtig, den Schülern soziale Kompetenzen zu vermitteln und sie dafür zu sensibilisieren, sich auch für andere Menschen zu engagieren“, erklärt Petra Gövert, Lehrerin für Gesundheit/Pflege und Biologie. „2016 haben wir bereits bei einem ähnlichen Projekt mit der Stiftung zusammengearbeitet. Da damals alles so perfekt funktioniert hat, habe ich einfach gefragt, ob sie uns wieder unterstützt.“
Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung, freut sich über das Engagement der Schüler: „Die Kooperation mit Schulen hat bei uns einen hohen Stellenwert. Hier treffen wir auf junge Menschen, die mit einer Typisierung Lebenschancen schenken. Gleichzeitig bieten wir als Unterrichtsergänzung Fachvorträge an, aber auch hauseigene Führungen und Workshops.“
Und was passiert jetzt mit den 160 Speichelproben? „Die werden im Labor der Stiftung, im rheinland-pfälzischen Birkenfeld, auf die transplantationsrelevanten HLA-Gewebemerkmale analysiert und in der Datei gespeichert“, so eine Sprecherin der Spenderdatei. Kommt man als Spender für einen Leukämiepatienten in Frage, nimmt die Stefan-Morsch-Stiftung Kontakt auf. Stammzellen spenden kann man auf zwei Arten: Bei der klassischen Methode der Knochenmarkentnahme wird durch eine Punktion des Beckenkamms das Knochenmark entnommen. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode – und die weitaus häufigste – ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt.
Auf der Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung kann man Näheres über die Leukämie- und Tumorhilfe erfahren und sich auch online als Lebensretter registrieren. Auch über die gebührenfreie Hotline 08 00 – 766 77 24 ist die Stefan-Morsch-Stiftung erreichbar, ebenso via Facebook.

Münster/Coesfeld, 25.09.18 (PM). Der Verein ServiceWelten e.V.hat einen neuen Vorsitzenden. Die Versammlung wählte mehrheitlich den Coesfelder Unternehmer Günter Büscher ins Amt. Er folgt damit Markus Massmann auf den Vorsitz. Büscher, der sich zur Kandidatur entschieden hat, steht auch dem Ortsverein in Coesfeld vor. Ihm stehen Prof. Dr. Frank Riemenschneider von der Fachhochschule Münster als 2. Vorsitzenden und Thomas Harten von der Handwerkskammer als Schatzmeister zur Seite. ServiceWelten e.V. geht auf eine Initiative der Handwerkskammer Münster zurück und soll Handwerker und Dienstleister in Netzwerken zusammen bringen. Im Kammerbezirk Münster hat der Verein derzeit 108 Mitglieder, überwiegend Unternehmen, Kreishandwerkerschaften und Verbände.

Musikalische Lesung mit Autorin Claudia Gliemann

Coesfeld, 09.09.18 (PM). „Ganz wichtig ist es mir, Kindern deutlich zu machen, dass sie keine Schuld daran haben, wenn Papas oder Mamas Seele Schnupfen hat“, betont Buchautorin Claudia Gliemann. Auf ihrer Lesetour, unterstützt durch den Förderverein SeeGe (Verein zur Förderung der Psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V.), besucht sie Schulen und soziale Einrichtungen in ganz Deutschland – im September die Schulen im Kreis Coesfeld. Mit einer musikalischen Lesung ist Gliemann am Mittwoch, 19. September 2018, 19 Uhr, im  PZ Coesfeld (Schulzentrum Holtwicker Str. 6) zu Gast.

Die Depression kommt nicht plötzlich. Langsam schleicht sie sich in das Leben der Betroffenen ein. Dort verwandelt sie Freude in Trauer, Lachen in Weinen und den Alltag in die Hölle. Kinder, deren Eltern an psychischen Erkrankungen leiden, stehen dem genau so hilflos gegenüber wie die Erwachsenen. Der Unterschied: Sie verstehen oft nicht, was vor sich geht. Und haben Angst zuzugeben, dass zuhause etwas nicht stimmt. Claudia Gliemann hat diese Hilflosigkeit in für Kinder verständliche Worte gefasst und die Geschichte „Papas Seele hat Schnupfen“ geschrieben. Darin erlebt die Hauptfigur Nele, wie ihr Vater immer trauriger wird. Sie will ihm helfen, ist aber auch wütend auf ihren Papa, der auf einmal so anders ist und für den sie sich am Ende schämt.

Was soll man machen, wenn Papas Seele Schnupfen hat? Hinter der harmlos klingenden Frage verbirgt sich die ernste Krankheit Depression. Die Karlsruher Kinderbuchautorin und Kinderliedermacherin Claudia Gliemann hat dazu ein preisgekröntes Buch geschrieben, um Kindern, Lehrern und anderen interessierten Erwachsenen mit Text, Liedern und in Gesprächen zu vermitteln, was Depressionen für ein Familien- und Kinderleben bedeuten können.

„Mit dem 2014 Buch „Papas Seele hat Schnupfen“ leistet Claudia Gliemann einen wertvollen Beitrag zur Aufklärung und Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen“, so Vorsitzender Valentin Merschhemke.: „Wir finden das Buch sehr empfehlenswert, nicht nur für Kinder, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene.“

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden 4,5 Prozent der Weltbevölkerung und 5,2 Prozent der Deutschen an Depressionen. Weitere fünf Prozent der Deutschen leben mit Angststörungen. „
„Wir wollen mit Claudia Gliemanns Lesungen nicht nur die Kinder, sondern auch die Pädagogen für das Thema sensibilisieren“, erklärt Vorsitzender Valentin Merschhemke, warum der Förderverein die Autorin eingeladen hat.

“Das Buch hätten wir mal vor 20 Jahren haben sollen – solche Kommentare höre ich immer wieder“, erzählt Claudia Gliemann. „Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einen Beitrag dazu leisten könnte, dass Menschen über „Papas Seele hat Schnupfen“ in 20 Jahren sagen: ,Wie gut, dass wir das hatten.‘“
Geeignet ist die Lesung für Kinder ab 6 Jahren. Der Eintritt ist frei. Die Buchhandlung Heuermann wird mit einem thematischen Büchertisch vertreten sein.

Terminübersicht

Papas Seele hat Schnupfen. Musikalische Lesung mit Autorin Claudia Gliemann
Alter: ab sechs Jahre
Ort: PZ (Schulzentrum, Holtwicker Straße 6, Coesfeld)
Datum: Mittwoch, 19. September 2018
Beginn: 19.00 Uhr
Eintritt frei. Mit Voranmeldung per E-Mail bis zum 14.09.2018 unter info@seege-coe.de.

Ein Haus zur Schulung und Weiterbildung

Coesfeld, 28.08.18 (PM). „Wir sind froh, dass wir nicht weiter abgewartet haben und uns für die Durchführung der Baumaßnahme entschieden haben“, erklärte der Präsident des DRK-Kreisverbandes Konrad Püning anlässlich des Richtfestes an der Bahnhofstraße in Coesfeld. Mittlerweile litten viele Bauherren unter erheblichen Kostensteigerungen. Ulrich Bock vom gleichnamigen Architekturbüro bestätigte, dass es bislang gelungen sei, die Gesamtkosten im Rahmen der geplanten Kosten zu halten. Er stellte eine Fertigstellung der neuen DRK-Büro- und Schulungsräume für Anfang Mai des kommenden Jahres in Aussicht.

DRK-Präsident Konrad Püning ist froh, mit dem Beginn der Baumaßnahmen begonnen zu haben. (Foto DRK)

Püning und der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Christoph Schlütermann bedankten sich im Rahmen einer Feierstunde bei den Nachbarn für deren Geduld und bei den Bauhandwerkern für die gute und reibungslose Arbeit. Der Erweiterungsbau trage der vom starken Wachstum geprägten Arbeit des DRK im Kreis Coesfeld Rechnung, betonte Püning. Zukünftig könnten für Ehrenamtliche und Hauptamtliche bessere Schulungs- und Ausbildungsmöglichkeiten angeboten werden. Zusammen mit seinen Ortsvereinen beschäftigt das DRK kreisweit rund 840 hauptamtliche Kräfte. Die Entwicklungen im Kita-Bereich, im Rettungsdienst und in den sozialen Diensten seien von starkem Wachstum geprägt. Mit dem Neubau werde man auch räumlich die Voraussetzungen für ein zukünftiges Wachstum schaffen, so Schlütermann.

Henrichmann besucht Caritasverband

Kreis Coesfeld, 20.08.18 (PM/kcv). Für Johannes Böcker war es der letzte Termin als Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld: Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann war zu Gast beim Caritasverband, begleitet vom CDU-Kreistagsmitglied Valentin Merschhemke. An dem Gespräch nahm auch Johannes Böckers zukünftiger Nachfolger, Christian Germing, teil.

Die Diskussion um einen Pflichtdienst, der soziale Wohnungsbau und das Aktionsprogramm Pflege waren die zentralen Themen des Austausches. Für junge Erwachsene sei es sinnvoll, soziale Aufgaben zu übernehmen, so der Tenor der Beteiligten. 900 Plätze stellt die Caritas im Bistum für Freiwilligendienste bereit. „Wir sind dankbar für die sehr motivierten jungen Leute, die zu uns kommen“, erklärte Germing. Der CDU-Politiker hielt die Diskussion um einen Pflichtdienst für wichtig. „Wir müssen Verständnis dafür wecken, dass es neben Rechten auch Pflichten gibt, der Gesellschaft etwas zurückzugeben“, betonte Henrichmann.

Drei Wohnheime für Menschen mit geistiger Behinderung betreibt die Caritas in Ascheberg, Lüdinghausen und Olfen. Der Kreis Coesfeld sei „der am besten mit stationären Plätzen versorgte Kreis in Deutschland“, betonte Germing. Vorrang genießen daher ambulante Wohnformen. „Dafür brauchen wir eine Initiative für sozialen Wohnungsbau“, meinte deshalb Böcker. So eine Initiative sei auf dem Weg, erklärte Henrichmann. Auf 3,5 Milliarden Euro habe die Bundesregierung die Mittel für den sozialen Wohnungsbau für die Jahre 2019 bis 2021 erhöht.

„Handlungsdruck“ sieht Germing in der Pflege. Hier verwies der Abgeordnete auf das Sofortprogramm des Bundesgesundheitsministeriums. Dieses sieht neben mehr Stellen auch eine höhere Vergütung vor. Wenig attraktiv seien Pflegeberufe aus Sicht der Caritas-Vertreter allerdings vor allem wegen der vielen Teilzeitstellen im ambulanten Bereich und nicht aufgrund der Vergütung. Hier zahle der Caritasverband mit seinem Tarif bereits gut.

Auch um künftige Aktivitäten der Caritas ging es in dem Gespräch. Tagespflegeangebote, die bereits in Ascheberg, Coesfeld, Havixbeck, Nottuln, Olfen und Südkirchen sehr gut angenommen werden, soll es künftig auch in Lüdinghausen und Senden geben. Senden ist auch der gewünschte Standort für einen neuen, in Gründung befindlichen Inklusionsbetrieb. Dieser wird Dienstleistungen rund um Haus und Garten anbieten.

DIEK Lette: Projektmesse beim Johannifest am 24. Juni

Coesfeld, 18.06.18 (PM). Insgesamt 28 konkrete Ideen sind zusammengekommen, seitdem das DIEK, das Dorfinnenentwicklungskonzept für Lette, im vergangenen Frühling angestoßen worden ist. Viele Interessierte aus ganz unterschiedlichen Bereichen haben daran mitgewirkt und jetzt ist es Zeit, diese Ideen der Öffentlichkeit vorzustellen: Auf einer Projektmesse, die am Sonntag (24.06.) parallel zum Johannifest auf der Lindenstraße stattfindet.
Um 11 Uhr beginnt der offizielle Rundgang zusammen mit dem Büro planinvent, welches das DIEK fachlich begleitet. Während des Rundgangs haben die Projektpaten Zeit, ihre Projektidee kurz an Stellwänden zu erläutern. Nach dem Rundgang ist Gelegenheit für alle, mit den Projektpaten ins Gespräch zu kommen und sich vertieft über die Projektidee auszutauschen. Vielleicht finden sich so auch noch weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter.
Gesammelt wurden die Projektideen in drei Arbeitskreisen zu verschiedenen Themenschwerpunkten. Sie betreffen die Bereiche Dorfentwicklung, Verkehr, Tourismus, Mobilität und Umwelt. Der letzte gemeinsame Arbeitskreis findet statt nach den Sommerferien, und zwar am Mittwoch (19.09.) um 18.30 Uhr in der Kardinal-von-Galen-Schule. Dann geht es darum, wie die Projekte dauerhaft und nachhaltig verfolgt und umgesetzt werden können. Im Herbst dann werden die Ergebnisse in den politischen Gremien, also im Bezirksausschuss, im Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen und im Rat diskutiert.

Auswahl der Projektideen für Lette:
o Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses,
o Aufwertung verschiedener Plätze: Alter Kirchplatz, Gemeindeplatz
o Umgestaltung Heimathaus
o Umgestaltung des Teiches am Philosophenweg
o Schaffung von Wohnmobilstellplätzen
o Verkehrssicherheit in Lette auf verschiedene Aspekte prüfen
o Förderung des Austausches zu technischen Neuerungen
o Naturlehrpfad

Sport im Park gestartet / 13 Wochen lang Fitnessprogramm

Coesfeld, 04.06.18 (hlm). Zum Auftakt gab es gleich was ordentliches zum Schwitzen. “Eins und zwei und drei und vier, hoch das Bein und kick und kick”, spornt Trainerin Jutta Nieseln die rund 80 Sportfans im Schlosspark an. “Wir wollen den Sport in die Öffentlichkeit bringen und die Vereine bekannter machen”, bringt Alexander Bergenthal vom Kreis Sportbund die Veranstaltung “Sport im Park” auf den Punkt. Noch 77 bunt gemischte Angebote gibt es in den kommenden 13 Wochen kostenlos für Sportbegeisterte. Immer in den frühen Abendstunden beginnend, passend zum Feierabend. Der Mix bietet für jede Altersstufe was. Mitmachen kann jeder.

Das Programm (Quelle: Kreis Sportbund Coesfeld)

Montag, 04.06 bis 27.08, 18.30 – 19.30 Uhr

Thai-Bo – DJK Eintracht Coesfeld

Thai-Bo, das energiegeladene Cardio-Workout, richtet sich an alle, die den besonderen „Kick“ suchen. Einfache Schrittkombinationen aus der Aerobic kombiniert mit Elementen aus östlichen Kampfsportarten, machen angefeuert von treibender Musik nicht nur fit, sondern
auch Spaß.

Montag, 04.06 bis 27.08, 19.30 – 20.30 Uhr

Lauftraining für Alle! – DJK Eintracht Coesfeld

Wir möchten ein Lauftraining für Jedermann anbieten. Durch gezieltes Lauf-, Stabilisations- und Koordinationstraining wie z.B. Lauf ABC oder kleinere Intervalleinheiten wird die Ausdauer verbessert und die Muskulatur gestärkt. Für den Laufanfänger sowie für geübte Läufer
bieten wir ein abwechslungsreiches Lauftraining an. Mit Blick auf den
Coesfelder Citylauf!

Dienstag, 19.06 bis 10.07., 18.30 – 19.30 Uhr

Easy Dance Fitness – Tanz-Centrum Coesfeld

Eine Stunde mit leichten Schrittkombinationen, kleinen Choreografien und leichtem Stretching zu sommerlicher Musik unter freiem Himmel! Das Angebot richtet sich an alle Altersklassen von jung bis alt und an weibliche und männliche Teilnehmer.

Dienstag, 17.07. bis 28.08, 18.30 – 19.30 Uhr

Latin Dance Workout – Tanz-Centrum Coesfeld

Latino Rhythmen und internationale Beats in Anlehnung an aktuelle Fitness Trends wie Zumba sind das zweite Angebot des Tanz Centrums Coesfeld. Lass dich von der Musik treiben und tanz dich fit! Das Angebot richtet sich an alle Altersklassen von jung bis alt und an
weibliche und männliche Teilnehmer.

Mittwoch, 06.06 bis 11.07, 18.30 – 19.30 Uhr

kick & punch für Körper & Seele – frei.raum.coesfeld und DJK Eintracht Coesfeld

Mittwochs kannst du dich beim Workout auspowern. Bei kick & punch ist der Name Programm. An Schlagpolstern kannst du an deine konditionellen Grenzen gehen, dabei super abschalten und allen Stress und Ärger vergessen. Das Training endet mit einer Ruhephase: Frei.raum für dich und deine Gedanken. Und auftanken kannst du auch: Zum Schluss gibt es noch was für deine Seele.

Mittwoch, 18.07 bis 29.08, 18.30 – 19.30 Uhr

Yoga – SG Coesfeld

Freie Weitergabe von Yogawissen und Praxis nach individuellen Bedürfnissen und Teilnehmerzahl mit der Möglichkeit zur regelmäßigen dauerhaften Praxis über das Angebot von Sport im Park hinaus. Basis des Wissens ergibt sich aus verschiedenen Zweigen des Yoga und die
Praxis basiert auf Hatha Yoga.

Donnerstag, 07.06 bis 12.07, 18.30 – 19.30 Uhr

Body Shape – SG Coesfeld

Beim Body Shape wird jede Art von Tanz und Fitnesstrends wie Zumba, Aerobic, Pilates, Funktional Fitness und vieles mehr angeboten. Isabel wird euch zum Powern bringen und ihr werdet eure Körper shapen.

Donnerstag, 19.07 bis 30.08, 18.30 – 19.30 Uhr

Energy Dance® – SG Coesfeld

Energy Dance-Fitnesstraining ist ein Konditionstraining der besonderen Art – mit Musik, bei der man sich einfach bewegen muss! Das Bewegungskonzept ist einfach, weil es ohne Choreographie und
Schrittkombinationen funktioniert. So bleibt der Kopf frei und ihr werdet nach einer Stunde körperlich gefordert und auch entstresst nach Hause gehen.

Freitag, 08.06 bis 13.07, 19.00 – 20.00 Uhr

Highland Games – Highland Clan Coesfeld>/h3>
Highland Games sind traditionelle aus Schottland stammende Sportveranstaltungen mit Volksfest Charakter, die sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreuen. Der Highland Clan Coesfeld gibt einen Einblick in dieses facettenreiche Sporterlebnis bei dem der Austausch, Musik, Tanz und Spaß natürlich auch sehr wichtig sind.

Freitag, 20.07 bis 31.08, 19.00 – 20.00 Uhr

Bootcamp – DJK Eintracht Coesfeld

Das Bootcamp Training, ursprünglich aus der USA, ist ein Military-Style – Training. Durch gezielt eingesetzte Trainingsabläufe den inneren „Schweinehund“ zu überwinden ist Ziel des Trainings. Outdoorfitness zum Auspowern mit ausgefallenen Übungen zur Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination. Neben dem Körpereigengewichtstraining kommen auch diverse Zusatzgeräte zum Einsatz.

Samstag, 23.06, 30.06, 07.07, 17.00 – 18.00 Uhr

Hip Hop für Kids – SG Coesfeld

Der ausgebildete Hip Hop Lehrer Marcel Gerbersmann bietet für Kinder im Grundschulalter ein Schnuppertraining an. Hip Hop fördert Rhythmusgefühl, Koordinationsfähigkeit, Kraft sowie Ausdauer und ruft ein gutes Körpergefühl hervor. Er geht auf eure Bedürfnisse ein. Für alle, die sich gerne auf die Hip Hop Rhythmen bewegen oder einfach mal schnuppern wollen.

– Sonderveröffentlichung zum Tag der Pflege –

Coesfeld, 12.05.18. Schlagartig änderte sich für Agnes Büscher vor 10 Jahren die alltägliche Routine. Ein Herzinfarkt beendet für sie abrupt den aufrechten Gang. Beim Leben mit dem Rollstuhl war sie fortan auf die Hilfe im Haushalt durch andere angewiesen. Anfang 2018 kommt ein komplizierter Knochenbruch hinzu. Seither ist die heute 91-Jährige bettlägerig. Den Verzicht auf ein Leben mit Bewegungsfreiheit musste die Frau zunächst für sich verarbeiten. Um so wichtiger ist es in dieser Phase, Menschen Vertrauen geben zu können. Da ist Sympathie und Antipathie ein Entscheidungskriterium. Das Pflegepersonal ist in solchen Lebensabschnitten oftmals der wichtigste, wenn nicht sogar der einzige Draht einer gesellschaftlichen Isolation vorzubeugen. Und so übernehmen die Pflegerinnen und Pfleger nicht nur die Rolle des Helfers, sondern auch des Gesprächspartners. Da ist ein Spagat für die Pflegekräfte zu leisten, die zur Verfügung gestellte Zeit zu nutzen. Morgens im Durchschnitt 30 Minuten, mittags und abends rund 15 Minuten. Die alte Dame könnte auch ins betreute Wohnen wechseln. Das will sie nicht. Sie möchte in ihren eigenen vertrauten vier Wänden bleiben. Sollte ein Notfall eintreten, kann sie sich jederzeit über einen griffbereiten Anrufknopf bemerkbar machen. In der Zentrale des Pflegedienstes macht sich dann unverzüglich ein Mitarbeiter auf den Weg zu ihr.

Für die Pflege zu Hause haben Betroffene Ansprüche auf Unterstützung. Wie hoch diese ist, ermittelt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK). Anhand von Bewertungskriterien begutachtet er nach dem Pflegestärkungsgesetz II den Bedarf. „Bis zur Entscheidung kann es vier Wochen, aber auch vier Monate dauern“, weiß Pflegedienstleiter Jan Büscher. Die finanzielle Leistung zur Pflege beinhaltet nicht den barrierefreien Ausbau einer Wohnung. Das lässt sich, je nach Pflegegrad, zum Beispiel für den Umbau eines Badezimmers bei der Pflege- oder Krankenkasse beantragen. Größere Baumaßnahmen können über verschiedene Programme des Landes gefördert werden.

„Wer mich sauber macht, ist mir eigentlich egal“, spricht die geistig vitale Frau. Ob Pfleger oder Pflegerin, Hauptsache es wird gemacht. Sie hatte auch andere Erfahrung gemacht. Neues Pflegepersonal habe sich geziert bestimmte hygienisch notwenige Arbeiten zu verrichten. „Die haben den falschen Beruf gewählt“, bewertet die pflegebedürftige Dame trocken. Drei Mal am Tag kommt eine Pflegekraft zu ihr. Im Moment ist es Sascha. „Mein Opa war pflegebedürftig und nebenbei habe ich ein Praktikum in einem Altenheim absolviert. Dabei habe ich mein Interesse und meine Begeisterung für die Altenpflege gefunden“, so der junge Pfleger. Besonders die abwechslungsreiche Arbeit für und mit anderen Menschen macht für ihn den Beruf so attraktiv. Mit Sascha kommt die 91-Jährige bestens aus. „Mit dem kann man auch mal rumflachsen“, meint sie und fügt abschließend hinzu: „Beim Besserwerden kann mir niemand helfen, aber beim Alltag bewerkstelligen.“