Klinik-Umbau in Etappen bis Oktober 2020

Coesfeld, 21.02.19 (PM). „Wir streben an, den Erweiterungsbau zum Geburts- und Hebammenzentrum Coesfeld in mehreren Etappen bis Oktober 2020 zu realisieren“, das stellte der Geschäftsführer der Christophorus-Trägergesellschaft Dr. Mark Lönnies klar. Auf Einladung des CDU-Stadtverbandes und der CDA (CDU-Sozialausschüsse) informierte Lönnies vor über 30 Interessierten über die laufenden Umbaumaßnahmen, die zur Stärkung des Standortes Coesfeld beitragen.
Im letzten Jahr gab es 2.154 Geburten am Klinik-Standort Coesfeld – fast 400 mehr als im Jahr zuvor. Damit seien die räumlichen Kapazitäten jetzt schon mehr als erreicht. Geplant sind im neuen Gebäudeteil eine Normalstation, das Geburts- und Hebammenzentrum im ersten Obergeschoss (OG), darüber die Frauenklinik mit drei zusätzlichen Kreißsälen und weiteren Funktionsräumen. Im dritten und vierten OG gibt es Komfort-Stationen mit insgesamt 45 Betten. CDU-Chef Valentin Merschhemke erläuterte die vom Gesetzgeber vorgesehene Zusammenführung von Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Kinderkrankenpflege zur neuen generalistischen Ausbildung. Es gab unter den anwesenden Mitgliedern des CDU-Kreis-Arbeitskreises Pflege auch kritische Stimmen, ob dieses Vorhaben der Politik problemlos umzusetzen sei. Die bisherige Schule für Gesundheitsberufe zieht als „carecampus“ – Pflegeakademie im Kreis Coesfeld, mit einem weiteren Standort in Dülmen, gegen Ende des Jahres in das frühere Postgebäude um.
Zuvor hatte Dr. Lönnies das Thema behandelt: „Personalmangel als Zukunftsperspektive?“ Bundesweit fehlen derzeit etwa 100.000 Arbeitnehmer im Pflegebereich. Zwar habe die Politik die verschärfte Situation erkannt und Maßnahmen eingeleitet, die jedoch mangels nicht vorhandener Lehrer und Arbeitskräfte bei weitem kaum reichen werden. Dr. Lönnies stellte eine Reihe von innovativen Aktionen der Christophorus-Trägergesellschaft vor. Sie reichen von Infos für Schüler der 11. Und 12. Klassen im Praktikantenwesen über neue „Werbeformen“ bei Schulveranstaltungen (Zirkeltraining) bis hin zum Kinderferienprogramm und zum Ausbau der Kindertagespflege für unter Dreijährige. Für den Geschäftsführer sind Mitarbeiterbindung und neue Konzepte zur Identitätsstiftung der Christophorus-Einrichtungen elementar wichtig.

Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe schließen sich zusammen

Kreis Coesfeld, 20.02.19 (pbm/mek). Am 1. Januar 2020 tritt die Reform der Pflegeberufe in Kraft. Junge Menschen werden dann generalisiert zum Pflegefachpersonal ausgebildet. Um den Zukunftsschritt mitgehen zu können, legten der Caritasverband für den Kreis Coesfeld und die Christophorus-Kliniken GmbH ihre beiden Schulen für Gesundheitsberufe beziehungsweise Pflegeberufe zusammen. Gemeinsam mit acht weiteren kirchlichen Trägern und rund 50 Kooperationspartnern geht die Pflegeakademie im Kreis Coesfeld „carecampus“ mit den Standorten Coesfeld und Dülmen an den Start.

„In vielen Feldern fehlen uns heute Pflegekräfte. Es ist schwierig, geeignetes Personal zu finden. Deshalb begrüßen wir die Reform, die die Bundesregierung bereits 2017 verkündet hat“, erläutert Christian Germing, Vorstand des Caritasverbands für den Kreis Coesfeld und Geschäftsführer der Schule für Pflegeberufe in Dülmen. Große Schnittmengen und eine gemeinsame Basis verbänden ohnehin die unterschiedlichen Pflegeberufe. Egal ob im Krankenhaus, in der ambulanten oder stationären Altenpflege. „Künftig können Auszubildende im dritten Jahr den generalistischen Teil fortsetzen oder ihre Kenntnisse in der Altenpflege beziehungsweise in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen vertiefen“, informiert er weiter. Und Dr. Mark Lönnies, Geschäftsführer der Christophorus-Kliniken und Geschäftsführer der Schule für Gesundheitsberufe in Coesfeld, fügt hinzu: „Diese Veränderung ist eine Chance, den Beruf attraktiver zu gestalten. Im Verlauf des Berufslebens gibt es vielleicht auch den Wunsch, in verschiedenen Bereichen zu arbeiten. Dem wird die neue generalistische Ausbildung gerecht.“

Jährlich absolvieren an den beiden Schulen rund 100 junge Menschen einen Teil ihrer Ausbildung. „Diese hohe Zahl möchten wir im Kreis Coesfeld gern beibehalten. Natürlich konkurrieren wir auf dem Markt mit anderen Trägern“, weiß Germing. Er hofft, dass sich junge Menschen nicht von dem vermeintlich schlechten Image des Pflegeberufs wie beispielsweise der Bezahlung abschrecken lassen. „Die Ausbildungsvergütung beträgt im ersten Jahr mehr als 1000 Euro brutto monatlich und ist im Vergleich sehr hoch. Als Fachkraft liegt das Anfangsbruttogehalt bei rund 2900 Euro“, erläutert Lönnies. Wochenenddienste und Schichtarbeit gehörten allerdings zum Berufsbild. „Viele sagen aber auch, dass es für sie eine Phase ihres Lebens ist ,und sie später in Bereiche wie beispielsweise die Tagespflege wechseln möchten, in denen es andere Anforderungen gebe“, berichtet er weiter.

Auf die Zukunft gerichtet ist nicht nur der Zusammenschluss der beiden Schulen, sondern auch der Umzug der Coesfelder Schule vom Standort Goxel in die Innenstadt. Zurzeit sind die Umbauarbeiten im ersten Stock des ehemaligen Postgebäude in vollem Gang. „Im Vergleich zum alten Standort verdoppeln wir unsere Fläche auf 1700 Quadratmeter. Unser Ziel ist es, künftig auch Fort- und Weiterbildungsangebote an diesem attraktiven Standort anzubieten“, erklärt Lönnies. Und Germing fügt hinzu: „Das drückt sich auch in unserer Bezeichnung ‚Pflegeakademie‘ aus.“ Der neue Name „carecampus“ spiegele ein umfassendes Verständnis von Pflege (care) ebenso wieder wie das Thema Ausbildung (campus). Das neue Logo, das von der Coesfelder Agentur Bruderherz entwickelt wurde, ließe viel Platz für Assoziationen. „Die beiden Bögen, die den Schriftzug einfassen, könnten behütende Hände sein oder beispielsweise auf das ‚C‘ des Kreises Coesfeld hinweisen“, erläutert er weiter. Zwar müssten noch einige Eckpunkte in der Zusammenlegung der beiden Schulen geklärt werden, aber sowohl Träger als auch Kooperationspartner gingen gut gerüstet in die Zukunft.

Auch Infos zum Klinik-Standort Coesfeld / CDU lädt ein

Coesfeld, 05.02.19 (PM). In einer öffentlichen Veranstaltung geht es um die aktuellen Planungen der Christophorus-Trägergesellschaft am Standort Coesfeld und ferner um den Fachkräftemangel in der Kranken- und Altenpflege. Dazu laden CDU und CDA Coesfeld alle Interessenten ein. Es informiert in einem Vortrag Dr. Mark Lönnies, Vorsitzender der Geschäftsführung der Christophorus-Kliniken, die an den Standorten Coesfeld, Dülmen und Nottuln insgesamt über 620 Betten verfügen. Schon heute verspüren die Einrichtungen einen deutlichen Fachkräftemangel bei den ambulanten Diensten, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. Dagegen wird die Zahl der Pflegebedürftigen auch weiterhin stark steigen. Mit der steigenden Zahl pflegebedürftiger Personen geht auch ein größerer Personalbedarf im Bereich der professionellen Pflege einher. Die Veranstaltung ist am Mittwoch, 20. Februar 2019, um 18:30 Uhr, im großen Konferenzraum der Christophorus-Klinik, Zentralverwaltung, Südwall 22. Kurze Anmeldungen sind erforderlich bei Norbert Hagemann, Mail norbert_hagemann@gmx.de, Tel 980337.

Neuer Caritas-Vorstand zu Besuch im Rathaus

Coesfeld, 19.11.18 (PM). Christian Germing übernahm Anfang September die Leitung des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld. Jetzt kam der 45jährige zu einem ersten Gespräch ins Coesfelder Rathaus. Bürgermeister Heinz Öhmann sagte anschließend: „Der Caritasverband übernimmt in Coesfeld unterschiedliche soziale Aufgaben. Wir freuen uns, ihn als Träger verschiedener Beratungs- und Pflegeangebote in Coesfeld zu haben.“ Christian Germing freut sich, dass die neue Schule für Pflegeberufe in der Coesfelder Innenstadt entstehen wird: „Wir sind froh, dass wir die Ausbildung für Pflegeberufe bald an einem so zentralen Standort haben.“ Bürgermeister Heinz Öhmann ergänzt: „Für uns ist positiv, dass die Innenstadt durch die neue Pflege-Schule weiter belebt wird mit jungen Menschen und dass diese Schule im früheren Postgebäude in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus und zu anderen Pflegeeinrichtungen liegt.“

Erstmalig Verleihung des Förderpreis „Seelische Gesundheit im Kreis Coesfeld“

Coesfeld, 06.11.18 (PM) Der Vorsitzende des Fördervereins Seelische Gesundheit (SeeGe), Valentin Merschhemke ist euphorisch: „Wir freuen uns, am 27. Januar viele Gäste zum Jubiläumsfestakt, anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins, begrüßen zu können“. Erstmals wird dann der Förderpreis „Seelische Gesundheit im Kreis Coesfeld“ verliehen. Mit einem Betrag von 10000 Euro fördert der Verein so Maßnahmen und Projekte, die eine Neuerung oder Erweiterung des bisherigen Hilfeangebots für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zum Ziel haben. Es soll erkennbar sein, dass damit eine Wirkung versprechende, innovative und zukunftsgewandte Idee zur Förderung der seelischen Gesundheit im Kreis Coesfeld verfolgt wird. Gleiches gilt für präventive Aktivitäten. Weitere Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläumsjahres 2019 bereitet der Verein vor.

Das Ende des Jahres kommt langsam in den Blick und Merschemke zieht eine Bilanz: “Die Veranstaltungen im Rahmen der diesjährigen Tage der seelischen Gesundheit im Kreis Coesfeld hatten eine gute Resonanz.” `Wenn die Seele Hilfe sucht. Wege aus der Depression´, lautete das Schwerpunktthema. Ziel aller Aktivitäten war es, die Erkrankung Depressionen zu erklären und damit zunehmend mehr Akzeptanz und Verständnis in der Bevölkerung zu erreichen. „Wir hatten kreisweit hochkarätige Referierende, die diesmal das Schwerpunktthema Depressionen beleuchtet haben“, so der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. Ein „Experiment“ war in diesem Jahr die selbstironische Lesung „Morgen ist leider auch noch ein Tag“ von Tobi Katze über den „Umgang mit seiner Depression“.
„Die wichtigste Nachricht ist, dass Depressionen gut behandelbar sind, auch wenn viele Betroffene aufgrund der Hoffnungslosigkeit – einem typischen Depressionssymptom – oft nicht an die Möglichkeit einer Besserung glauben“, so Merschhemke.

Informationen zum Verein

Zu den Vereinsmitgliedern zählen Bürgerinnen und Bürger, die unter einer psychischen Erkrankung leiden, Angehörige Betroffener sind oder sich für die Belange psychisch kranker Menschen einsetzen wollen, ohne selbst betroffen zu sein. Weitere Mitglieder sind Wohlfahrtsverbände, kreisangehörige Städte und Gemeinden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus helfenden Einrichtungen und Diensten.
Der Verein wirbt um Verständnis für die Situation der Betroffenen. Er bietet Informationen über Hintergründe psychischer Erkrankungen und über Möglichkeiten der Hilfe an. Jährlich werden die Tage der seelischen Gesundheit durchgeführt. Der Verein fördert Ferienmaßnahmen, unterstützt das Betreute Wohnen, die Schaffung von Beratungsangeboten für Angehörige von Menschen mit Demenzerkrankungen und andere Projekte.
Der Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V. ist ausschließlich und unmittelbar gemeinnützig tätig. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen. Interessierte können sich an die Geschäftsführung des Vereins wenden (Tilbeck 2, 48329 Havixbeck; Tel. 02507/981-701, Internet: www.seege-coe.de. E-Mail: info@seege-coe.de). Der Mitgliedsbeitrag beträgt 10,00 Euro pro Jahr. Darüber hinaus kann freiwillig ein höherer Beitrag entrichtet werden.

Coesfelder Schulen aktiv gegen Cannabis-Konsum

Kreis Coesfeld / Coesfeld, 11.10.18 (PM/kcv). Der Konsum von Cannabis an Schulen ist flächendeckend ein Thema. Das zeigt das große Interesse seitens der Schulen an einer Infoveranstaltung der trägerübergreifenden Fachgruppe des „Arbeitskreises Prävention“.

„Es handelt sich beim Konsum von Cannabis nicht um ein Thema einzelner Schulen oder Schulformen, sondern es geht um ein gesellschaftliches Problem, das alle weiterführenden Schulen betrifft“, stellte Schulleiter Marc-André Thews vom Oswald-von-Nell Breuning Berufskolleg in Coesfeld in seiner Begrüßungsrede fest. Wegschauen sei keine Lösung. Daher ergriffen Fachleute der Suchthilfe von AWO und Caritasverband zusammen mit der Polizei im Kreis Coesfeld, dem Oswald-Nell-Breuning Berufskolleg und der Schulsozialarbeit der Kreuzschule Coesfeld die Initiative luden im September zu einer weiteren Veranstaltung ein. Ziel der Veranstaltung war es, zu mehr Handlungssicherheit beim Thema Cannabisprävention an Schulen beizutragen.

„Wir hatten 30 Anmeldungen von Beratungslehrern, Schulleitungen und Schulsozialarbeit. Dass schließlich 40 Personen kamen, zeigt das aufkommende Interesse der Schulen“, so Dr. Gerhard Pohl, Leiter der Fachstelle Suchtprävention des Caritasverbandes. Zu Beginn stellte Andreas Nitz vom Kommissariat Vorbeugung die aktuelle Situation im Kreis Coesfeld aus polizeilicher Sicht vor. Lioba Krüger von der AWO Sucht und Drogenberatung und Petra Nachbar von der Caritasfachstelle Suchtprävention vervollständigten das Lagebild aus Sicht ihres direkten Kontaktes mit Jugendlichen und Konsumenten. Hier zeigte sich, dass eine hohe Dunkelziffer wahrscheinlich ist. Zudem erzeugen widersprüchliche Haltungen allgemein zum Thema Cannabis eine schwierige Situation für Schulen und erschweren so eine glaubwürdige Prävention.

Die Polizei empfiehlt den Schulen, bei Vergehen mit Cannabis zunächst mit Vertretern der Suchtberatung oder Suchtprävention abzustimmen, was zu tun sei. Die Polizei müsse laut Erlasslage nicht in jedem Fall eingeschaltet werden. Hier bieten die Suchtberatungs- und Präventionsstellen von AWO und Caritas schnelle Unterstützung, sowohl im Einzelfall als auch zur generellen Cannabisprävention. Den teilnehmenden Beratungslehrern und Schulsozialarbeitern wurden verschiedene Angebote und Maßnahmen vorgestellt, sowie der von der Arbeitsgruppe entwickelte Handlungsleitfaden erläutert und ausgehändigt.

Die Präventionskräfte kommen in die Schulen, um den Handlungsleitfaden und Aspekte der Cannabisprävention im Kollegium vorzustellen. Anfragen nimmt Petra Nachbar von der Caritasfachstelle Suchtprävention entgegen. Tel.: 02594-9504104 oder E-Mail: nachbar@caritas-coesfeld.de

Mitglieder des Arbeitskreises Prävention stellten die Drogenproblematik an Schulen dar und gaben Informationen zur Prävention: Christoph Rupprecht, Lioba Krüger-Rosenke, Dr. Gerhard Pohl, Andreas Nitz, Petra Nachbar, Marc-André Tews, (v.l.n.r.)
Foto: Christoph Rupprecht

Projektgruppe am Berufskolleg Liebfrauenschule organisierte Hilfsaktion für Leukämiekranke

Coesfeld, 30.09.18 (PM). „Auch DU kannst Leben retten“ steht auf den Flyern, mit denen die Schüler am Berufskolleg Liebfrauenschule in Coesfeld zur Typisierung bei der Stefan-Morsch-Stiftung, Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke, aufriefen. 160 Schüler, Lehrer und Eltern haben eine Speichelprobe abgegeben, um irgendwann einem Leukämiepatienten mit einer Stammzellspende Hoffnung auf Leben geben zu können.
„Als Berufskolleg des Bistums Münster ist es uns wichtig, den Schülern soziale Kompetenzen zu vermitteln und sie dafür zu sensibilisieren, sich auch für andere Menschen zu engagieren“, erklärt Petra Gövert, Lehrerin für Gesundheit/Pflege und Biologie. „2016 haben wir bereits bei einem ähnlichen Projekt mit der Stiftung zusammengearbeitet. Da damals alles so perfekt funktioniert hat, habe ich einfach gefragt, ob sie uns wieder unterstützt.“
Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung, freut sich über das Engagement der Schüler: „Die Kooperation mit Schulen hat bei uns einen hohen Stellenwert. Hier treffen wir auf junge Menschen, die mit einer Typisierung Lebenschancen schenken. Gleichzeitig bieten wir als Unterrichtsergänzung Fachvorträge an, aber auch hauseigene Führungen und Workshops.“
Und was passiert jetzt mit den 160 Speichelproben? „Die werden im Labor der Stiftung, im rheinland-pfälzischen Birkenfeld, auf die transplantationsrelevanten HLA-Gewebemerkmale analysiert und in der Datei gespeichert“, so eine Sprecherin der Spenderdatei. Kommt man als Spender für einen Leukämiepatienten in Frage, nimmt die Stefan-Morsch-Stiftung Kontakt auf. Stammzellen spenden kann man auf zwei Arten: Bei der klassischen Methode der Knochenmarkentnahme wird durch eine Punktion des Beckenkamms das Knochenmark entnommen. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode – und die weitaus häufigste – ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt.
Auf der Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung kann man Näheres über die Leukämie- und Tumorhilfe erfahren und sich auch online als Lebensretter registrieren. Auch über die gebührenfreie Hotline 08 00 – 766 77 24 ist die Stefan-Morsch-Stiftung erreichbar, ebenso via Facebook.

Münster/Coesfeld, 25.09.18 (PM). Der Verein ServiceWelten e.V.hat einen neuen Vorsitzenden. Die Versammlung wählte mehrheitlich den Coesfelder Unternehmer Günter Büscher ins Amt. Er folgt damit Markus Massmann auf den Vorsitz. Büscher, der sich zur Kandidatur entschieden hat, steht auch dem Ortsverein in Coesfeld vor. Ihm stehen Prof. Dr. Frank Riemenschneider von der Fachhochschule Münster als 2. Vorsitzenden und Thomas Harten von der Handwerkskammer als Schatzmeister zur Seite. ServiceWelten e.V. geht auf eine Initiative der Handwerkskammer Münster zurück und soll Handwerker und Dienstleister in Netzwerken zusammen bringen. Im Kammerbezirk Münster hat der Verein derzeit 108 Mitglieder, überwiegend Unternehmen, Kreishandwerkerschaften und Verbände.

Musikalische Lesung mit Autorin Claudia Gliemann

Coesfeld, 09.09.18 (PM). „Ganz wichtig ist es mir, Kindern deutlich zu machen, dass sie keine Schuld daran haben, wenn Papas oder Mamas Seele Schnupfen hat“, betont Buchautorin Claudia Gliemann. Auf ihrer Lesetour, unterstützt durch den Förderverein SeeGe (Verein zur Förderung der Psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V.), besucht sie Schulen und soziale Einrichtungen in ganz Deutschland – im September die Schulen im Kreis Coesfeld. Mit einer musikalischen Lesung ist Gliemann am Mittwoch, 19. September 2018, 19 Uhr, im  PZ Coesfeld (Schulzentrum Holtwicker Str. 6) zu Gast.

Die Depression kommt nicht plötzlich. Langsam schleicht sie sich in das Leben der Betroffenen ein. Dort verwandelt sie Freude in Trauer, Lachen in Weinen und den Alltag in die Hölle. Kinder, deren Eltern an psychischen Erkrankungen leiden, stehen dem genau so hilflos gegenüber wie die Erwachsenen. Der Unterschied: Sie verstehen oft nicht, was vor sich geht. Und haben Angst zuzugeben, dass zuhause etwas nicht stimmt. Claudia Gliemann hat diese Hilflosigkeit in für Kinder verständliche Worte gefasst und die Geschichte „Papas Seele hat Schnupfen“ geschrieben. Darin erlebt die Hauptfigur Nele, wie ihr Vater immer trauriger wird. Sie will ihm helfen, ist aber auch wütend auf ihren Papa, der auf einmal so anders ist und für den sie sich am Ende schämt.

Was soll man machen, wenn Papas Seele Schnupfen hat? Hinter der harmlos klingenden Frage verbirgt sich die ernste Krankheit Depression. Die Karlsruher Kinderbuchautorin und Kinderliedermacherin Claudia Gliemann hat dazu ein preisgekröntes Buch geschrieben, um Kindern, Lehrern und anderen interessierten Erwachsenen mit Text, Liedern und in Gesprächen zu vermitteln, was Depressionen für ein Familien- und Kinderleben bedeuten können.

„Mit dem 2014 Buch „Papas Seele hat Schnupfen“ leistet Claudia Gliemann einen wertvollen Beitrag zur Aufklärung und Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen“, so Vorsitzender Valentin Merschhemke.: „Wir finden das Buch sehr empfehlenswert, nicht nur für Kinder, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene.“

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden 4,5 Prozent der Weltbevölkerung und 5,2 Prozent der Deutschen an Depressionen. Weitere fünf Prozent der Deutschen leben mit Angststörungen. „
„Wir wollen mit Claudia Gliemanns Lesungen nicht nur die Kinder, sondern auch die Pädagogen für das Thema sensibilisieren“, erklärt Vorsitzender Valentin Merschhemke, warum der Förderverein die Autorin eingeladen hat.

“Das Buch hätten wir mal vor 20 Jahren haben sollen – solche Kommentare höre ich immer wieder“, erzählt Claudia Gliemann. „Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einen Beitrag dazu leisten könnte, dass Menschen über „Papas Seele hat Schnupfen“ in 20 Jahren sagen: ,Wie gut, dass wir das hatten.‘“
Geeignet ist die Lesung für Kinder ab 6 Jahren. Der Eintritt ist frei. Die Buchhandlung Heuermann wird mit einem thematischen Büchertisch vertreten sein.

Terminübersicht

Papas Seele hat Schnupfen. Musikalische Lesung mit Autorin Claudia Gliemann
Alter: ab sechs Jahre
Ort: PZ (Schulzentrum, Holtwicker Straße 6, Coesfeld)
Datum: Mittwoch, 19. September 2018
Beginn: 19.00 Uhr
Eintritt frei. Mit Voranmeldung per E-Mail bis zum 14.09.2018 unter info@seege-coe.de.

Ein Haus zur Schulung und Weiterbildung

Coesfeld, 28.08.18 (PM). „Wir sind froh, dass wir nicht weiter abgewartet haben und uns für die Durchführung der Baumaßnahme entschieden haben“, erklärte der Präsident des DRK-Kreisverbandes Konrad Püning anlässlich des Richtfestes an der Bahnhofstraße in Coesfeld. Mittlerweile litten viele Bauherren unter erheblichen Kostensteigerungen. Ulrich Bock vom gleichnamigen Architekturbüro bestätigte, dass es bislang gelungen sei, die Gesamtkosten im Rahmen der geplanten Kosten zu halten. Er stellte eine Fertigstellung der neuen DRK-Büro- und Schulungsräume für Anfang Mai des kommenden Jahres in Aussicht.

DRK-Präsident Konrad Püning ist froh, mit dem Beginn der Baumaßnahmen begonnen zu haben. (Foto DRK)

Püning und der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Christoph Schlütermann bedankten sich im Rahmen einer Feierstunde bei den Nachbarn für deren Geduld und bei den Bauhandwerkern für die gute und reibungslose Arbeit. Der Erweiterungsbau trage der vom starken Wachstum geprägten Arbeit des DRK im Kreis Coesfeld Rechnung, betonte Püning. Zukünftig könnten für Ehrenamtliche und Hauptamtliche bessere Schulungs- und Ausbildungsmöglichkeiten angeboten werden. Zusammen mit seinen Ortsvereinen beschäftigt das DRK kreisweit rund 840 hauptamtliche Kräfte. Die Entwicklungen im Kita-Bereich, im Rettungsdienst und in den sozialen Diensten seien von starkem Wachstum geprägt. Mit dem Neubau werde man auch räumlich die Voraussetzungen für ein zukünftiges Wachstum schaffen, so Schlütermann.