Neuer Caritas-Vorstand zu Besuch im Rathaus

Coesfeld, 19.11.18 (PM). Christian Germing übernahm Anfang September die Leitung des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld. Jetzt kam der 45jährige zu einem ersten Gespräch ins Coesfelder Rathaus. Bürgermeister Heinz Öhmann sagte anschließend: „Der Caritasverband übernimmt in Coesfeld unterschiedliche soziale Aufgaben. Wir freuen uns, ihn als Träger verschiedener Beratungs- und Pflegeangebote in Coesfeld zu haben.“ Christian Germing freut sich, dass die neue Schule für Pflegeberufe in der Coesfelder Innenstadt entstehen wird: „Wir sind froh, dass wir die Ausbildung für Pflegeberufe bald an einem so zentralen Standort haben.“ Bürgermeister Heinz Öhmann ergänzt: „Für uns ist positiv, dass die Innenstadt durch die neue Pflege-Schule weiter belebt wird mit jungen Menschen und dass diese Schule im früheren Postgebäude in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus und zu anderen Pflegeeinrichtungen liegt.“

Ehe-, Familien- und Lebensberatung in Coesfeld und Dülmen

Coesfeld/Dülmen (pbm/mek). Die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) in Coesfeld bietet erstmalig drei Abende für Paare an. Sie stehen unter dem Thema „Gemeinsam durch die Krise … was uns als Paar stark macht“. „Dabei haben wir vor allem Paare im Blick, die zusammen an ihrer Partnerschaft arbeiten möchten“, konkretisiert Annette Kossorz von der EFL Recklinghausen die Zielgruppe. Die Abende, die aufeinander aufbauen und an denen bis zu sechs Paare teilnehmen können, leitet sie gemeinsam mit Lars Hofmann von der EFL Coesfeld.
Jeweils dienstags von 18.30 Uhr bis 21 Uhr findet das Angebot statt. „Es wird Zeiten in der Gruppe ebenso geben wie Einzel- und Paarangebote“, erläutert Kossorz. „Wenn sich herausstellt, dass die Probleme massiver sind, gibt es später die Option, unsere Paarberatung in Anspruch zu nehmen“, fügt Hofmann hinzu. Das neue Angebot sei eine Möglichkeit, die Paare aufzufangen, und ihnen zu ermöglichen, Verbindendes zu finden. Denn Partnerschaft gelinge auf Dauer nur, wenn sie gepflegt werde. „Dazu möchten wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit unterschiedlichen Methoden anleiten. Wir informieren und geben Impulse, mit denen die Paare weiterarbeiten können“, erläutert Kossorz.
Die Abende finden am 6., 13., und 20. November von 18.30 Uhr bis 21 Uhr statt. Eine verbindliche Anmeldung für alle drei Abende ist notwendig. Sie ist bis zum 31. Oktober unter Tel. 02541/2363 oder per Mail an efl-coesfeld@bistum-muenster.de möglich. Das erste und dritte Treffen findet in der Beratungsstelle Coesfeld (Gartenstraße 12) statt. Am 13. November treffen sich die Teilnehmer in den Räumen der EFL Dülmen (Overbergplatz 4).

Coesfelder Schulen aktiv gegen Cannabis-Konsum

Kreis Coesfeld / Coesfeld, 11.10.18 (PM/kcv). Der Konsum von Cannabis an Schulen ist flächendeckend ein Thema. Das zeigt das große Interesse seitens der Schulen an einer Infoveranstaltung der trägerübergreifenden Fachgruppe des „Arbeitskreises Prävention“.

„Es handelt sich beim Konsum von Cannabis nicht um ein Thema einzelner Schulen oder Schulformen, sondern es geht um ein gesellschaftliches Problem, das alle weiterführenden Schulen betrifft“, stellte Schulleiter Marc-André Thews vom Oswald-von-Nell Breuning Berufskolleg in Coesfeld in seiner Begrüßungsrede fest. Wegschauen sei keine Lösung. Daher ergriffen Fachleute der Suchthilfe von AWO und Caritasverband zusammen mit der Polizei im Kreis Coesfeld, dem Oswald-Nell-Breuning Berufskolleg und der Schulsozialarbeit der Kreuzschule Coesfeld die Initiative luden im September zu einer weiteren Veranstaltung ein. Ziel der Veranstaltung war es, zu mehr Handlungssicherheit beim Thema Cannabisprävention an Schulen beizutragen.

„Wir hatten 30 Anmeldungen von Beratungslehrern, Schulleitungen und Schulsozialarbeit. Dass schließlich 40 Personen kamen, zeigt das aufkommende Interesse der Schulen“, so Dr. Gerhard Pohl, Leiter der Fachstelle Suchtprävention des Caritasverbandes. Zu Beginn stellte Andreas Nitz vom Kommissariat Vorbeugung die aktuelle Situation im Kreis Coesfeld aus polizeilicher Sicht vor. Lioba Krüger von der AWO Sucht und Drogenberatung und Petra Nachbar von der Caritasfachstelle Suchtprävention vervollständigten das Lagebild aus Sicht ihres direkten Kontaktes mit Jugendlichen und Konsumenten. Hier zeigte sich, dass eine hohe Dunkelziffer wahrscheinlich ist. Zudem erzeugen widersprüchliche Haltungen allgemein zum Thema Cannabis eine schwierige Situation für Schulen und erschweren so eine glaubwürdige Prävention.

Die Polizei empfiehlt den Schulen, bei Vergehen mit Cannabis zunächst mit Vertretern der Suchtberatung oder Suchtprävention abzustimmen, was zu tun sei. Die Polizei müsse laut Erlasslage nicht in jedem Fall eingeschaltet werden. Hier bieten die Suchtberatungs- und Präventionsstellen von AWO und Caritas schnelle Unterstützung, sowohl im Einzelfall als auch zur generellen Cannabisprävention. Den teilnehmenden Beratungslehrern und Schulsozialarbeitern wurden verschiedene Angebote und Maßnahmen vorgestellt, sowie der von der Arbeitsgruppe entwickelte Handlungsleitfaden erläutert und ausgehändigt.

Die Präventionskräfte kommen in die Schulen, um den Handlungsleitfaden und Aspekte der Cannabisprävention im Kollegium vorzustellen. Anfragen nimmt Petra Nachbar von der Caritasfachstelle Suchtprävention entgegen. Tel.: 02594-9504104 oder E-Mail: nachbar@caritas-coesfeld.de

Mitglieder des Arbeitskreises Prävention stellten die Drogenproblematik an Schulen dar und gaben Informationen zur Prävention: Christoph Rupprecht, Lioba Krüger-Rosenke, Dr. Gerhard Pohl, Andreas Nitz, Petra Nachbar, Marc-André Tews, (v.l.n.r.)
Foto: Christoph Rupprecht

Musikalische Lesung mit Autorin Claudia Gliemann

Coesfeld, 09.09.18 (PM). „Ganz wichtig ist es mir, Kindern deutlich zu machen, dass sie keine Schuld daran haben, wenn Papas oder Mamas Seele Schnupfen hat“, betont Buchautorin Claudia Gliemann. Auf ihrer Lesetour, unterstützt durch den Förderverein SeeGe (Verein zur Förderung der Psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld e.V.), besucht sie Schulen und soziale Einrichtungen in ganz Deutschland – im September die Schulen im Kreis Coesfeld. Mit einer musikalischen Lesung ist Gliemann am Mittwoch, 19. September 2018, 19 Uhr, im  PZ Coesfeld (Schulzentrum Holtwicker Str. 6) zu Gast.

Die Depression kommt nicht plötzlich. Langsam schleicht sie sich in das Leben der Betroffenen ein. Dort verwandelt sie Freude in Trauer, Lachen in Weinen und den Alltag in die Hölle. Kinder, deren Eltern an psychischen Erkrankungen leiden, stehen dem genau so hilflos gegenüber wie die Erwachsenen. Der Unterschied: Sie verstehen oft nicht, was vor sich geht. Und haben Angst zuzugeben, dass zuhause etwas nicht stimmt. Claudia Gliemann hat diese Hilflosigkeit in für Kinder verständliche Worte gefasst und die Geschichte „Papas Seele hat Schnupfen“ geschrieben. Darin erlebt die Hauptfigur Nele, wie ihr Vater immer trauriger wird. Sie will ihm helfen, ist aber auch wütend auf ihren Papa, der auf einmal so anders ist und für den sie sich am Ende schämt.

Was soll man machen, wenn Papas Seele Schnupfen hat? Hinter der harmlos klingenden Frage verbirgt sich die ernste Krankheit Depression. Die Karlsruher Kinderbuchautorin und Kinderliedermacherin Claudia Gliemann hat dazu ein preisgekröntes Buch geschrieben, um Kindern, Lehrern und anderen interessierten Erwachsenen mit Text, Liedern und in Gesprächen zu vermitteln, was Depressionen für ein Familien- und Kinderleben bedeuten können.

„Mit dem 2014 Buch „Papas Seele hat Schnupfen“ leistet Claudia Gliemann einen wertvollen Beitrag zur Aufklärung und Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen“, so Vorsitzender Valentin Merschhemke.: „Wir finden das Buch sehr empfehlenswert, nicht nur für Kinder, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene.“

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden 4,5 Prozent der Weltbevölkerung und 5,2 Prozent der Deutschen an Depressionen. Weitere fünf Prozent der Deutschen leben mit Angststörungen. „
„Wir wollen mit Claudia Gliemanns Lesungen nicht nur die Kinder, sondern auch die Pädagogen für das Thema sensibilisieren“, erklärt Vorsitzender Valentin Merschhemke, warum der Förderverein die Autorin eingeladen hat.

“Das Buch hätten wir mal vor 20 Jahren haben sollen – solche Kommentare höre ich immer wieder“, erzählt Claudia Gliemann. „Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einen Beitrag dazu leisten könnte, dass Menschen über „Papas Seele hat Schnupfen“ in 20 Jahren sagen: ,Wie gut, dass wir das hatten.‘“
Geeignet ist die Lesung für Kinder ab 6 Jahren. Der Eintritt ist frei. Die Buchhandlung Heuermann wird mit einem thematischen Büchertisch vertreten sein.

Terminübersicht

Papas Seele hat Schnupfen. Musikalische Lesung mit Autorin Claudia Gliemann
Alter: ab sechs Jahre
Ort: PZ (Schulzentrum, Holtwicker Straße 6, Coesfeld)
Datum: Mittwoch, 19. September 2018
Beginn: 19.00 Uhr
Eintritt frei. Mit Voranmeldung per E-Mail bis zum 14.09.2018 unter info@seege-coe.de.

CDU-Sozialausschüsse erhielten Einblick beim Sozialdienst katholischer Frauen

Coesfeld, 22.08.18 (PM). Suchen junge Frauen und Familien Hilfe, finden sie Unterstützung an der  Neustraße 8. Dort sitzt der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF). Im Rahmen ihrer Sommertour mit dem Landtagsabgeordneten Wilhelm Korth erhielten 20 Mitglieder der CDU-Sozilausschüsse (CDA) aus dem Kreisgebiet umfangreiche Einblicke in die  Hilfs- und Beratungsangebote. „Wir sind zwar der kleinste SkF-Verband im Bistum Münster, aber aktiv vor Ort für alle da – ungeachtet von Konfessionen und Weltanschauungen“, erklärte eingangs Bärbel Große-Wilde, Vorsitzende dieses Fach- und Frauenverbandes.

Hedwig Schwaaf und Angelique Hinsenhofen präsentierten eine Verdoppelung der Beratungen für Frauen im Rahmen der Schwangerschaftsberatung. Inzwischen hat sich die Zahl im letzten Jahr auf 220 herauf geschraubt. 60 Prozent der hilfesuchenden Frauen hatten einen Migrationshintergrund, vor allem aus osteuropäischen Staaten, aber auch aus dem nichteuropäischen Ausland. Trotz gestiegener Beratungszahlen würden die Beraterinnen fast am Limit arbeiten. Finanzielle Hilfen gibt es vor allem aus der Bundesstiftung sowie aus dem Bischofsfonds.

Schon viele Jahre arbeitet Anne Thier beim SkF im Bereich Betreuung. Zusammen mit ihrer Kollegin Angela Krüper führten beide aus, dass der SkF Coesfeld Träger eines Betreuungsvereins ist. Hierbei geht es um die Übernahme und Führung von rechtlichen Betreuungen und die Wahrnehmung von Querschnittsaufgaben. Ende 2017 wurden 67 Betreuungen geführt, davon sind 41 Personen Heimbewohner – 26 leben in einer eigenen Wohnung. Die Altersstruktur der Betreuten umfasst die Spanne von 18 bis 95 Jahren. Allein rund 60 ehrenamtliche Betreuer kümmern sich zusätzlich um die hilfebedürftigen Menschen.

Vorgestellt wurden auch die flexiblen Erziehungshilfen mit Familien, Eltern, Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen sowie das Angebot mit fünf interkulturellen Eltern-Kind-Spielgruppen, die von Christina Krawitz,  H. Schwaaf und A. Hinsenhofen geleitet werden. Relativ neu ist die allgemeine Sozialberatung unter Leitung von Martina Frekers, die seit 2016 insgesamt 116 Personen beraten hat.

Schon lange kümmert sich Maria Busemann-Holters ehrenamtlich mit zwei weiteren Mitstreitrinnen bei der Frühschicht an der Maria-Frieden-Schule um die Kinder berufstätiger Eltern vor Schulbeginn. Nach sechsjähriger Tätigkeit geht nun diese rein ehrenamtliche Tätigkeit in die Verantwortung des SkF über.

Erstmaliges Gruppenangebot zum Thema Achtsamkeit

Coesfeld, 22.08.18 (pbm/mek). Beziehungen können unter Stress leiden. „Das betrifft nicht nur Paare, sondern auch Beziehungen in der Familie, dem Arbeitsumfeld oder Freundschaften“, weiß Kerstin Stermann-Baasch. Die psychologische Psychotherapeutin arbeitet als Beraterin in der Ehe-, Familien- und Lebensberatungstelle (EFL) in Coesfeld. Aus dieser Erfahrung hat die 56-Jährige ein neues Angebot konzipiert. Unter dem Titel „Mit Achtsamkeit dem Stress begegnen“ lädt sie Frauen und Männer ein, sich in der Gruppe mit dem Thema intensiv zu befassen.

In ihrer Beratung geht es häufig auch um das Thema Burnout. „Viele Menschen wollen die Erwartungen erfüllen, die an sie gestellt werden. Ziel an den fünf Vormittagen ist es, den Stress wahrzunehmen, um dann zu lernen, damit besser umzugehen“, bringt Stermann-Baasch es auf den Punkt. Sie versteht das Angebot als präventive Maßnahme. „Es geht darum, was die Menschen in ihrem Alltag verändern können, damit es erst gar nicht zu stressbedingten Konflikten oder zu einem Burnout kommt“, betont die Ehe-, Familien- und Lebensberaterin.

Während der Treffen möchte sie vermitteln, wie wichtig es ist, zur Ruhe zu kommen und einfach einmal Dasein zu dürfen. „Mir tun beispielsweise Schweigeexerzitien sehr gut. Für andere kann es ein Spaziergang im Wald oder Meditation sein“, erläutert Stermann-Baasch, die seit mehr als 30 Jahren in der Beratung tätig ist. So wird sie in den Gruppenstunden beispielsweise auch Übungen zur Körperwahrnehmung anbieten, die helfen, den Alltagsstress besser zu bewältigen.
Stermann-Baasch möchte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterstützen, ihren Weg zu finden. Sie möchte sie darauf aufmerksam machen, dass sie das, was sie tun, achtsam machen und nicht als zusätzliche Übung. „Wenn ich achtsam mit mir bin, lerne ich, die anderen auch anders in den Blick zu nehmen“, ist sie überzeugt.

Um auf den Einzelnen eingehen zu können, ist das Angebot auf acht Teilnehmer beschränkt. Die Treffen finden jeweils donnerstags (27.9./4.10./18.10./8.11./22.11.) von 10 bis 12 Uhr in der EFL-Beratungsstelle in Coesfeld statt. Eine telefonische Anmeldung ist möglich montags von 14 bis 19 Uhr, mittwochs von 7 bis 15 Uhr und donnerstags von 13 bis 18 Uhr unter Telefon 02541/2363.