Briefwahlunterlagen auch per Internet zu beantragen

Coesfeld, 25.04.19 (PM). Im Laufe dieser Woche werden die Wahlbenachrichtigungen für die Europawahl am 26. Mai zugestellt. Wahlberechtigte, die per Briefwahl wählen möchten, können dies jetzt beantragen, wie es in der Presseinformation der Stadt Coesfeld heißt. Ein eigens hierfür eingerichtetes Briefwahlbüro ist ab heute (25.04.19) im Erdgeschoss des Rathauses eingerichtet. Ein Antrag kann auch schriftlich oder über das Internet gestellt werden.

Wahlberechtigt sind alle Deutschen und BürgerInnen der Europäischen Union (EU) ab 18 Jahren. EU-Bürger können nur dann in der Wohnsitzgemeinde wählen, sofern sie auf Antrag in das Wählerverzeichnis eingetragen worden sind. Ein Antrag kann bis zum 5. Mai (Antragseingang) bei der Stadtverwaltung gestellt werden.

Alle Wahlberechtigten erhalten im Laufe dieser Woche eine Wahlbenachrichtigungskarte. Wer bis zum kommenden Dienstag, dem 30. April, keine Benachrichtigung erhalten hat, sollte sich umgehend mit dem Wahlamt in Verbindung setzen, damit sichergestellt werden kann, dass das Wahlrecht ausgeübt werden kann.

Wahlberechtigte, die am Wahltage nicht im Wahllokal wählen können oder möchten, können per Briefwahl wählen. Dazu sind jeweils Wahlscheine erforderlich, die am einfachsten im Internet über die Adresse www.coesfeld.de/wahlschein.htmlbeantragt werden können. Dazu sollte die Wahlbenachrichtigungskarte bereitgehalten werden. Ein Antrag kann auch schriftlich, aber nicht telefonisch gestellt werden. Wähler können Ihre Briefwahlunterlagen ab heute auch persönlich im hierfür eigens eingerichteten Briefwahlbüro (Raum 25) im Erdgeschoss des Rathauses abholen. Zudem ist dort eine Wahl direkt an Ort und Stelle möglich. Sollen die Unterlagen für einen Dritten entgegengenommen werden, ist dazu eine schriftliche Vollmacht des Wahlberechtigten erforderlich.

 

70 Friedensaktivisten in Dülmen

Ein Kommentar von Hartmut Levermann

Kreis Coesfeld/Dülmen, 22.04.19. Die Melodie des Liedes gegen den Wahnsinn des Krieges vom deutschen Liedermacher Hannes Wader kreist jenen noch im Kopf, die in den 80er und 90er Jahren gegen die atomare Aufrüstung auf die Straße gegangen sind. Eine halbe Millionen Menschen bewegten sich in Bonn auf den Hofgarten zu, aus Angst vor eine Wiederholung eines Weltkrieges und gegen den NATO-Doppelbeschluss. Weltweit bildeten friedlich die Friedvollen Reihen, unabhängig ihrer Gesinnungen oder Herkunft. Es vereinte sie gegen den Wahnsinn des Kalten Krieges zu protestieren. Am Ende stand ein Abrüstungsabkommen. Für Jahrzehnte war der Frieden in Europa und zwischen den Großmächten gesichert. Der Aufrüstungswettkampf fand sein Ende. Michail Gorbatschow krempelte mit Offenheit (Glasnost) und Umgestaltung (Perestroika) den Kreml um. Siegesgewiss rollte die Friedensbewegung die blauen Fahnen mit den weißen Tauben ein. Plakate und Aufkleber, wie “Atomwaffen nein Danke” oder “Petting statt Pershing”, verschwanden vom Straßenbild. Die atomaren Mittelstreckenraketen aufseiten der USA und Russland wurden abgewrackt – verschrottet. Wir wogen uns in Sicherheit. Bis plötzlich mit der Aufkündigung des atomaren Abrüstungsvertrag INF seitens der USA im Februar 2019 für jeden die Alarmglocken zu schrillen begangen.

Die Einladung der Friedensfreunde Dülmen zum Ostermarsch 2019 kam genau treffend. Auf die Straße gehen und für Frieden und Abrüstung stehen. 70 Friedensaktive versammeln sich am Ostermontag um 11:58 Uhr vor dem Dülmener Rathaus. Auch ein Stück von Hannes Wader ist vertreten, Traum vom Frieden. Sprecher der Friedensinitiative Michael Stiels-Glenn rüttelt wach. Er sieht in der Aufkündigung des INF-Vertrages ein zusätzliches Zeichen in der Gefahrenkette eines neuen Kalten Krieges. Die Uhr eines bevorstehenden Weltuntergangs steht für ihn zwei Minuten vor zwölf. 2016 hörte er bereits die Signale, als plötzlich US-Soldaten in die ehemaligen britischen Tower Barracks zogen. Grund, 2017 den Verein Friedensfreunde Dülmen zu gründen. Für Stiels-Glenn ist heute ein Erfolgstag. So viele sind bis jetzt noch keinem Aufruf zum Friedensmarsch gefolgt. Mit dem Fahrrad machen sie sich auf den Weg zum ehemaligen Sondermunitionslager in Dülmen Visbeck. Auf dem Grundstück, das jetzt im Besitz der Stadt Dülmen ist, möchte die SPD eine Gedenkstätte für den “Wahnsinn des Kalten Krieges” schaffen. Unterstützung gibt es von der Univeristät Münster und vom Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL). Nur die Stadt Dülmen will es gerne komplett als ökologische Ausgleichsfläche für Bauprojekte verwenden und sieht nur bedingt Platz für eine museale Fläche, wie SPD-Ratsmann Heiner Kiekebusch vor dem Zaun des Munitionsdepots erläutert.

Gastredner aus Enschede, Jan Schaake, findet vor den Toren des Munitionsdepot treffende Worte. (Foto hlm)

“Die Atombomben, die hier in Visbeck gelagert waren, sind weg und unsere Gedanken an den Kalten Krieg damit auch”, formuliert treffend der niederländische Friedensaktivist Jan Schaake von der “Enschede voor vrede“. Bis 1990 lagerten auf dem Gelände die atomaren Sprengköpfe. Einen prädestinierteren Erinnerungsort für die Ostermarsch-Bewegung im Kreis Coesfeld kann es kaum geben. Hier könnten sich jedes Jahr die Friedvollen treffen, um auf die Gefahr der Wiederaufrüstung aufmerksam zu machen – nach pazifistischem Vorbild selbstverständlich. Und mit mehr Vertretern aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft. Es ist an der Zeit!

CDU lädt ins DRK-Kreisverbandsgebäude ein / Rettungsdienst ein Thema

Coesfeld, 26.03.19 (PM). Der CDU-Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper kandidiert erneut im Münsterland für das Europa-Parlament bei den Wahlen am 26. Mai. Pieper ist am Freitag, 5. April 2019, 19 Uhr, Gast beim DRK-Kreisverband in Coesfeld, Bahnhofstraße 128. Auf der öffentlichen Infoveranstaltung unter dem Motto „Zukunftsperspektive Europa“ wird auch DRK-Geschäftsführer Christoph Schlütermann die aktuellen Projekte des Verbands vorstellt. „Ein Blick in die neuen Räumlichkeiten des erweiterten Verwaltungsgebäudes ist für viele Interessierte sicherlich neu“, heißt es seitens der CDU. Insbesondere werden die unterschiedlichen Versorgungssysteme im nichtärztlichen Rettungsdienst in den EU-Ländern thematisiert. „Helfen, ohne zu fragen wem!“ Diesem Grundsatz folgend gründete der Schweizer Henry Dunant vor über 150 Jahren das Rote Kreuz. Der DRK-Kreisverband Coesfeld zählt zu den Größten in Westfalen-Lippe. Das DRK ist im Auftrag des Kreises Coesfeld für den Rettungsdienst und Krankentransport an acht Rettungswachen und drei Notarztstandorten zuständig. Ferner engagiert sich das DRK in der Flüchtlingsbetreuung.
Die CDU bittet um kurzfristige Anmeldung per Mail oder telefonisch bei Norbert Hagemann, Coesfeld (Mail: norbert_hagemann@gmx.de / Tel. 02541/ 980337)

Seminar nimmt den Glauben der Generationen in den Blick

Coesfeld (pbm/mek). Großeltern sind die größten Fans ihrer Enkelkinder. Doch bei Themen wie Religion oder Glauben sind sie häufig verschiedener Meinung. Die Unterschiede zwischen den Generationen nimmt am Freitag, 29. März, von 9.30 Uhr bis zirka 16.30 Uhr das Seminar „Enkelkinder glauben anders“ in der Kolping-Bildungsstätte in Coesfeld in den Blick. Prof. Dr. Agnes Wuckelt, Pädagogin und Theologin an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Paderborn sowie stellvertretende Bundesvorsitzender der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), blickt am Vormittag auf theologische Fragen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen.

„Geht man davon aus, dass die Großeltern in den 1940er, 1950er und 1960er Jahren in Deutschland aufgewachsen sind und in dieser Zeit religiös erzogen und sozialisiert wurden, sind sie in unterschiedlichen Kontexten aufgewachsen“, erläutert sie. Dabei reiche die Bandbreite von einer durch die Kriegs- und Nachkriegsjahre traumatisierten und kirchennahen Gesellschaft bis hin zum generellen Trend in den 1960er Jahren zur Individualisierung und neuen Möglichkeiten von Freizeit- und Konsumangeboten, die dem Katholischen entgegenstünden. Die Enkelkinder würden heute in einer Welt groß, in der die soziale Zugehörigkeit eher von Lebensstil-Gemeinsamkeiten und deren Wahrnehmung geprägt sei. „Die Konflikte mit den Großeltern und Eltern sind vorprogrammiert“, hält Wuckelt fest.

Der persönliche Glaube sei stets individuell, kulturell und biografisch. „Somit unterscheidet sich auch die religiöse Orientierung einzelner Menschen innerhalb einer Generation – und ebenso von Menschen unterschiedlicher Generationen, Schichten und Milieus“, betont die Expertin. Jede Glaubens-Biografie sei ein Einzelfall, doch das Verständnis von Religion könne zwischen Großeltern und Enkelkindern differieren und beispielsweise zu Missverständnissen und falschen Erwartungen führen.

Zwar sei letztlich jeder in den persönlichen Vorstellungen einzigartig, aber im generationenübergreifenden Austausch könne man voneinander lernen. „Wer wir sind, entdecken wir durch die Erzählungen, die wir anderen und uns selbst mitteilen. Wir sind auf identitätsstiftende Erzählungen angewiesen“, sagt Wuckelt. Erzählen fordere zu Anteilnahme und Identifikation auf, biete zugleich die Möglichkeit der Abgrenzung, des Widerspruchs und der Distanz. Das, was Menschen erzählen, stelle zugleich einen Teil der alltäglichen Erfahrungen und Lebenswirklichkeiten dar.

Im weiteren Verlauf wird Christian Wacker vom Referat religiöses Lernen und Messdienerarbeit der Abteilung Kinder, Jugendliche und Junge Erwachsene aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen berichten. Veranstalter des Seminars sind der Verbund der katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Münster in Kooperation mit dem Referat Seniorenseelsorge im Bischöflichen Generalvikariat. Der Tag richtet sich an Großeltern, aber ebenso an Multiplikatoren in der Seniorenarbeit und Mitarbeitende in kirchlichen Einrichtungen im gesamten Bistum Münster. Die Tagungsgebühr beträgt 20 Euro. Anmeldeschluss ist am 21. März.

Bisherige Vorsitzende zieht sich zurück

Coesfeld, 14.03.19 (PM). Auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwochabend verabschiedete sich die Mitbegründerin des Bürgerbusvereins Coesfeld, Sigrid Blumenthal, aus dem Vorstand. Aber nicht bevor sie stolz eine sehr positive Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres in den Räumen der Stadtwerke zog.

Seit Bestehen des Vereins im Jahr 2015 überschritt die Fahrgastzahl 2018 die 9000-Marke, ein zehn prozentiger Anstieg im Vergleich zu 2017. Gerade erst vor fünf Wochen begrüßte mit einem Blumenstrauß das Bürgerbus-Team Doris Drawert als 30000 Fahrgast seit der ersten Bustour vor vier Jahren. Einmal um die ganze Erde fuhr das Fahrerteam während dieser Zeit. Genauer gesagt 1232 Fahrten mit einer Strecke von 43839 Kilometer. Eine durchschnittliche monatliche Fahrleistung von 3658 Kilometer.

Auch finanziell steht der Verein gut da. Im Jahr 2017 verblieb nach Abzug der Betriebskosten ein Betrag in Höhe von ca. 1745 Euro zu Gunsten der Stadt Coesfeld. Für 2018 wird ein leicht verbessertes Ergebnis erwartet. Die genaue Abrechnung erfolgt von Seiten des RVM allerdings erst im Mai 2019. Die Vorsitzende dankte allen Aktiven des Fahrdienstes für ihre stets pünktliche, gewissenhafte und verantwortungsvolle ehrenamtliche Arbeit und dem gesamten Vorstand für die kollegiale Zusammenarbeit.

Ein Schwerpunkt der Versammlung war die Wahl des neuen Vorstandes. Mit einem Präsentkorb und Blumen verabschiedete die Versammlung Sigrid Blumenthal. Aus privaten Gründen tritt sie nach langjähriger erfolgreicher Vereinsarbeit nicht mehr zur Wiederwahl an. Als Nachfolger gewählt wurde der bisherige erste Stellvertreter Dietmar Hille. Sein Amt übernimmt fortan Hermann Fleige, der auch für die Fahrzeugtechnik zuständig ist. Zweiter Stellvertreter bleibt Dr. Ulrich Müller. Ebenfalls im Amt bestätigt wurde durch Wiederwahl Jürgen Rabe als Geschäftsführer.

Neben der Pflicht gibt es aber auch zahlreiche entspannende Aktionen. So finden regelmäßige
Fahrerstammtische, ein Sommerfest mit Angehörigen und eine Tagesfahrerexkursion viel Anklang. Zurzeit besteht das Fahrerteam aus 29 aktiven Fahrern. Ein großer Wunsch des Vereins: “Mehr Menschen für diese ehrenamtliche Tätigkeit begeistern.” Die notwendigen Kosten für den Fahrgastbeförderungsschein und die Gesundheitsuntersuchung übernimmt der Verein. Wer sich für diese sinnvolle ehrenamtliche Aufgabe interessiert, findet die Informationen auf der Homepage des Vereins.

Frühlings- und Osterausstellung am letzten Sonntag im März

Coesfeld, 12.03.19 (PM). Alt bekannte wie auch neue Aussteller sind mit dabei, wenn am Sonntag, dem 31. März 2019, die “Kinderhilfe Tschernobyl Coesfeld” für ihre diesjährige Frühlings- und Osterausstellung die Pforten öffnet. In der Zeit von 10.00 bis 17.30 Uhr präsentieren sie in den Räumen des Autohauses Tönnemann im Gewerbegebiet Dreischkamp in Coesfeld eine vielseitige und hochwertige Auswahl an handgearbeiteten Artikel.

Über 40 Mal stellte das Autohaus Tönnemann bisher seine Hallen für die Ausstellungen der Coesfelder Initiative zur Verfügung – und bietet auch in diesem Frühjahr wieder ein Forum für mehr als 50 Hobbykünstler aus dem ganzen Münsterland. Eine gute Gelegenheit, sich mit neuen Dekorationen für Haus und Garten einzudecken und sich schon ein wenig auf den Frühling einzustimmen. Jedoch nicht nur frühlingshafter und österlicher Schmuck wird geboten. Vielmehr ist das Angebot so zusammengestellt, das sich für jeden und jeden Geschmack etwas findet und die das ganze Jahr über gefragt sind. So umfasst die Palette zum Beispiel Dekorationen aus Glas, Holz, Keramik und Stoff, Aquarell-, Acryl- und Porzellanmalerei, Blech- und Papiergestaltung, Foto- und Grußkarten, Puppen, Filzarbeiten, ausgefallene Erwachsenen-, Kinder- und Puppenkleidung sowie Taschen und vieles mehr.

Stärken können sich Besucher und Aussteller mit Kaffee und Kuchen sowie Grillwürstchen. Verantwortlich für die Verpflegung zeichnet das Team der “Kinderhilfe Tschernobyl Coesfeld”. Der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Geträn-ken sowie die Standgebühren der Aussteller tragen zur Finanzierung der Kindererholungsfreizeit der Coesfelder Initiative im nächsten Sommer bei.

Um möglichst vielen Gästen den Besuch der Ausstellung zu ermöglichen, ist der Eintritt frei.

Professor Sternberg zu Gast beim Bildungswerk Coesfeld

Coesfeld, 11.03.19 (pbm/mek). Das katholische Bildungswerk Coesfeld lädt am Mittwoch, 20. März, um 19.30 Uhr zu seiner nächsten Veranstaltung ein. Im Pfarrheim Anna Katharina ist Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), zu Gast. Er spricht über das Frage „Wie politisch darf/muss die Kirche sein?“.

Christ zu sein beschränkt sich nicht allein auf die eigene Überzeugung und die eigene Frömmigkeit. Neben Gottesdienst und Zeugenschaft ist die Diakonie eine der Grundvollzüge des Glaubens. Nicht zuletzt die Bergpredigt zeigt auf, wie sehr Christen an der Gestaltung der Gesellschaft mitwirken sollen. Christliches Leben ist nach der Lehre und dem Leben Jesu Dienst; auch Dienst für die Welt. Heißt das auch, dass die Kirche unmittelbar in die Politik eingreifen soll, gar Parteipolitik machen soll? Über Unterschiede, Grenzen und Auftrag christlicher Weltgestaltung wird Sternberg anhand von einzelnen Themenfeldern referieren und diskutieren. „Gerade in diesen für die Kirche so stürmischen Zeiten ist es wichtig, sich als Kirche in der Gesellschaft und gegenüber der Gesellschaft zu positionieren“, betont Johannes Heling, Leiter des Kreisbildungswerks Coesfeld.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird am Ende des Vortrags und der Diskussion gebeten. Weitere Informationen gibt es unter Tel. 02541-952673 oder auf der Internetseite www.kbw-coesfeld.de.

Vorstand und Hauptausschuss trafen sich zur Klausurtagung

Kreisdekanat Coesfeld, 11.03.19 (pbm/mek). „Ich träume von einer Kirche“ – mit einem geistlichen Impuls von Dorothee Hammschmitt eröffnete Guido Sondermann, Sprecher des Kreiskomitees der Katholiken im Kreisdekanat Coesfeld, den Klausurtag. Dazu waren der Hauptausschuss und der Vorstand des Kreiskomitees in der Benediktinerabtei Gerleve zusammengekommen.
Themenschwerpunkt des Treffens war die neue Markenkampagne des Bistums „Für dein Leben gern.“ mit ihren Videos, Plakaten und Inhalten. Ziel war es, daraus einen Themenfahrplan für die kommende Wahlperiode zu entwickeln.
Auf großes Interesse stieß bei den Teilnehmern das Plakat „Leider nicht bei jeder Panne für sie da – Unsere 1.000 Seelsorgerinnen und Seelsorger“. Mit diesem Thema wird sich das Gremium schwerpunktmäßig in der nächsten Sitzung beschäftigen. Dabei wird es darum gehen, die heutige Rolle der Seelsorger in den Pfarreien zu beleuchten. Welche Aufgaben und Zuständigkeiten sind bei den leitenden Pfarrern angesiedelt und welche könnten beispielsweise auch von Laien und Ehrenamtlichen ausgeführt werden? Um diese Themen zu erörtern, hat das Gremium Karl Render, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge Personal im Bischöflichen Generalvikariat, für das nächste Treffen eingeladen.
Des Weiteren wurde die Positionierung des Kreiskomitees zu aktuellen Themen der Kirche diskutiert. Hier waren unter anderem der Missbrauchsskandal, die daraus resultierenden Kirchenaustritte und die „MHG“-Studie, die die Deutsche Bischofskonferenz in Auftrag gegeben hatte mit dem Ziel, mehr Klarheit und Transparenz zum Thema sexueller Missbrauch an Minderjährigen zu erlangen, Themen. Auch wenn in vielen Pfarreien „Institutionelle Schutzkonzepte“ erarbeitet wurden und werden, fühlen sich trotzdem viele Haupt- und Ehrenamtliche sprachlos. Das Kreiskomitee der Katholiken ermutigt die Verantwortlichen in Pfarreiräten und Kirchenvorständen dazu , über das Thema vor Ort zu sprechen.

Kein Moscheebau an der Hansestraße

Coesfeld, 11.03.19 (PM). Der Türkisch-Islamische Kulturverein teilt mit, dass die Pläne zum Bau eines neuen Gebetshauses an der Hansestraße aufgegeben werden. „Aus dem Neubau wird leider nichts“, bedauert Sener Bozdere, Vorsitzender des Vereins: „Das Objekt war zu groß geplant und damit zu teuer. Uns fehlt dazu einfach das Geld. Wir hatten bei unseren Mitgliedern Spenden gesammelt, aber das reichte letztlich nicht“, bedauert er die Finanzierungslücke. Es sei jetzt zu klären, wo der Kulturverein ein neues Domizil finden kann.
Der Gebetsraum am Katthagen steht nur noch bis Mitte des Jahres zur Verfügung. Bürgermeister Heinz Öhmann: „Wir warten dringend darauf, dass der jetzige Gebetsraum aufgegeben wird. Denn es ist geplant, auf dem Grundstück Wohnungsbau zu ermöglichen. Außerdem ist die Promenade am Wiemannweg fertigzustellen. Wir konnten bisher auf die Planungen des Kulturvereins Rücksicht nehmen“.
Beide, Bozdere und Öhmann hoffen deshalb, dass sich schnell ein neuer Raum, eine Halle mit angeschlossener Wohnung oder ein Haus findet, in dem der Türkisch-Islamische Kulturverein eine dauerhafte Bleibe findet. Bozdere: „Wir können uns ein Gebäude vorstellen, das wir entsprechend umbauen könnten. Sowohl Miete als auch Kauf kommen in Betracht.“ Wer entsprechende Räumlichkeiten kennt, kann sich gerne beim Verein oder bei der Stadt melden.
Bürgermeister Heinz Öhmann ergänzt: „Das Grundstück an der Hansestraße ist nach wie vor städtisch. Wir werden jetzt ein Konzept entwickeln, was damit geschehen soll, nachdem der Kulturverein nun kein Interesse mehr hat“. Denn das Gelände ist, so Öhmann weiter, durchaus attraktiv: In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, gut erschlossen und auch städtebaulich interessant.

SPD lehnt Tariferhöhung für Bus und Bahn ab“

Kreis Coesfeld, 08.03.19 (PM/hlm).„Das Schlichtungsergebnis mit 2,14 % statt 2,43 % ist für die SPD keine Option”, so Sprecher der Sozialdemokraten im Kreis Coesfeld, Hermann-Josef Vogt. Die zwei Schlichtungsrunden zwischen den Verkehrsunternehmen und den politischen Vertretern der Stadt Münster und der Münsterland-Kreise hat als Vorschlag eine Tariferhöhung für Bus und Bahn im Münsterland erarbeitet. „Zwar gibt es in einigen Bereichen keine Tariferhöhung, aber insgesamt ist das Ergebnis nicht ausreichend“, kritisiert der SPD-Frontmann das Verhandlungsergebnis.

Auf Antrag der SPD-Fraktion hat der Kreistag im vergangenen Jahr über Tariferhöhungen für Bus und Bahn, im Kreis ist das ein spezieller Westfalentarif, für 2019 diskutiert. Mit 41 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen hatten eine deutliche Mehrheit aller Fraktionsmitglieder beschlossen, gegen eine Erhöhung der Tarife zu werben und sich für eine Senkung der Preise einzusetzen.

Das jetzige Ergebnis überrascht Vogt und stößt auf Unverständnis. Er begründet die ablehnende Haltung der SPD: “Wir können es unseren Kunden nicht erklären, warum wir vor einigen Wochen für eine Nulllösung waren, wenn wir jetzt dem Tariftableau zustimmen.” Zwei Beschlussvorschläge will die 13-köpfige Fraktion in den Kreistag einbringen. Mit einem Vorschlag will die SPD den sogenannten „eigenwirtschaftlichen“ Verkehr abschaffen. Mit dem anderen Antrag soll die positive Mitarbeit der Verkehrsunternehmen bei Diskussionen um neue Tarifstrukturen und Tarifentgelte verbindlich fixiert werden. „Die neuen Tarife müssen für unsere Kunden deutlich einfacher und vor allem günstiger sein,“ unterstreicht der SPD-Verkehrsexperte.