Erstplatzierte des Theaterpreises bekommen zweiten Preis

Coesfeld, 13.12.18 (PM). Liebevoll verpackte Geschenke, funkelnde Tannenbäumchen und leuchtende Sterne schmücken den Weihnachtsbaum im Foyer der Stadtwerke Coesfeld.

Jedes Jahr laden die Stadtwerke den 1. Sieger des Cosi-Theaterpreises in der Kategorie Kindergärten dazu ein, die Tanne im Eingangsbereich mit selbstgebastelten Anhängern zu dekorieren. Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen Laura Lasthaus, Martina Hegenberg und Brigitte Reuver hatten die Kinder der Froschgruppe des St. Marien-Kindergartens in Lette eifrig Sterne und Tannenbäume ausgeschnitten und beklebt. Jetzt brachten die fleißigen Bastler ihren kunstvollen Baumschmuck persönlich nach Coesfeld, um ihn an den Weihnachtsbaum zu hängen. „Die Kinder hatten sehr viel Spaß beim Basteln der Christbaumanhänger und fanden die Busfahrt sehr aufregend“, berichtete Laura Lasthaus, die das Siegerstück „Ein Märchenwald wird entdeckt“ mit den Kindern einstudiert hatte. Bei Saft und Plätzchen schwärmten die stolzen Gewinner immer noch von der feierlichen Gala. „Ich fand es toll bei der Cosi- Preisverleihung auf der Bühne zu stehen“, meinte Nelly Preis, „und den Goldregen am Ende fand ich auch sehr schön.“ Dass jedes Kind unabhängig davon, ob die Theatergruppe gewonnen hat oder nicht, eine Medaille erhält, sei eine besondere Wertschätzung der jungen Nachwuchstalente, lobten die Erzieherinnen das Konzept der Preisverleihung. „Wir freuen uns, dass wir den jüngsten Siegern mit dem Baumschmücken neben der Gala noch ein weiteres Highlight bieten können, das Kinderaugen zum Leuchten bringt“, so Unternehmenssprecherin Antje Evers.

Hobbyfotograf Paul Joachim Müller stellt Bilder aus

Coesfeld, 11.12.18 (PM). Neben- und übereinander platziert bilden die Impressionen vom heimischen Fluss eine Collage, die den Namen „Berkel flussabwärts durch die Stadt“ trägt. Der Ausflug beginnt an der Berkel in Lutum mit einem Panorama. Entstanden ist dieses zur Wintersonnenwende. Der Blick wandert vom aufgehenden Vollmond rechts, der Berkel in Mäandern folgend, zur untergehenden Sonne und in die blendende Ferne. So beschreibt Müller selbst seine Bildkomposition. 40 Bilder laden zu einer Entdeckungsreise im Service-Center der Stadtwerke ein. Sie führt durch wechselnde Jahreszeiten in die Stadt Coesfeld hin und endet im herbstlichen, mit Nebelschwaden verhangenen Stockum. „Anhand dieser Impressionen erleben wir Feste, Momenteindrücke, Typisches und Erinnernswertes“, erklärt der Künstler die besondere Perspektive.

„In den letzten Jahren haben wir unser Engagement im Bereich Kultur kontinuierlich ausgebaut. Seit zwei Jahren bieten wir regionalen Künstlern die Gelegenheit, ihre Werke im Service-Center zu präsentieren“, informiert Antje Evers, Unternehmenssprecherin der Stadtwerke. Sie freut sich, dass den Besuchern des Service-Centers neben Kundennähe und Beratung, gleichzeitig ein spannender Ausflug an die Berkel geboten wird.

Bis Juni 2019 können sich Interessierte die Berkel-Collage während der regulären Öffnungszeiten im Service-Center am Markt anschauen.

Die Stadtwerke stellt die Räumlichkeiten Coesfelder Künstler/-innen zur Verfügung. Interessierte können sich bei Antje Evers unter der Telefonnummer 02541 929 118.

Jetzt Karten sichern für den Karneval

Coesfeld, 10.12.18 (PM). Stadt und Die-La-Hei bereiten auch für diese Karnevals-Session wieder einen Büttnachmittag vor für Senioren und Menschen mit Behinderung. Dieser geht am Sonntag (03.02.19) ab 15.00 Uhr über die Bühne der Coesfelder Bürgerhalle. Die Jecken der Die-la-Hei zeigen ihr Können, schwingen das Tanzbein, steigen in die Bütt, singen, schunkeln und klatschen.

Eintrittskarten dazu sind ab Montag (17.12.) im Bürgerbüro des Rathauses und in der Verwaltungsnebenstelle Lette erhältlich. Für alle Karnevalsbegeisterten sicherlich auch noch eine schöne Geschenkidee zu Weihnachten. Der Eintritt beträgt 7,50 EUR, für weiter hinten angeordnete Plätze 6,50 EUR. Kaffee und ein Stück Kuchen sind inklusive. Für Rollstuhlfahrer sind einige Plätze reserviert, eine Begleitperson erhält freien Eintritt.
Der fröhlich-bunte Nachmittag wird wieder organisiert vom städtischen Fachbereich Ordnung und Soziales zusammen mit den Aktiven der Die-la-Hei. Während die Karnevalisten für das närrische Bühnenprogramm sorgen, schenken Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Familie, Senioren und Soziales Kaffee aus.

Öffnungszeiten des Bürgerbüros: montags bis freitags 8 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 12 Uhr.

Live-Konzert am Freitag (14.12.)

Coesfeld, 08.12.18 (PM). Am Freitag (14.12.) brüllt es im Jugendhaus Stellwerk am Bahnweg. Zur Adventszeit hat Patrick Januschke, Praktikant im Stellwerk-Team, ein Live-Konzert mit zwei Bands aus Coesfeld und Umgebung auf die Beine gestellt.

Den Anfang machen die „Roaring Sugarballs“. Die Schulband des Gymnasiums Nepomucenum startet das Konzert mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Rock und Pop. Mit dem Alternative/Funk Rock mischen anschließend die Billerbecker Jungs von „SEEMS LEGIT“ das Publikum auf. Das Quartett hatte seinen ersten Auftritt 2013. Beide Gruppen bringen einiges an Bühnenerfahrung mit.
Patrick Januschke: „Das ist mein erstes Konzert-Projekt und ich freue mich, dass ich dabei tatkräftig unterstützt wurde vom Verein Brawl-Concerts und meiner Kollegin Mareike Egger.“

Einlass ist um 20.00 Uhr, der Eintritt kostet jugendfreundliche 3 Euro.
Die Veranstaltung ist für Jugendliche ab 14 Jahre. Fragen beantworten Mareike Egger und Patrick Januschke im Jugendhaus Stellwerk, Tel. (02541) 9260500.

Vorverkauf für beginntKleines Nikolausgeschenk gesucht? / Jetzt Karten sichern

Coesfeld, 04.12.18 (PM). Der Vorverkauf für die nächsten drei Veranstaltungen, die im Rahmen der städtischen Kindertheater-Reihe ab Februar über die Bühne gehen, ist gestartet. Sylvia Wolter aus dem Fachbereich Kultur und Weiterbildung hat für den Frühling 2019 eine bunte Auswahl getroffen: Lustige und spannende Kindertheater-Stücke, bei denen die kleinen Besucher Bühnen-Abenteuer erleben können – tanzende Pinguine, einen ratlosen Fischer und sogar eine Ballonfahrt nach Sansibar…

Karten für die Vorstellungen gibt es im Bürgerbüro im Rathaus und in der Volkshochschule, Osterwicker Straße. Die Einzelkarten kosten 3,00 EUR; im Abo (für alle drei Vorstellungen) sind sie für 7,00 EUR zu haben und sind sicher auch noch eine schöne Geschenkidee zu Weihnachten.
Die Vorstellungen sind geeignet für Kinder ab etwa vier Jahren, sie gehen Samstagnachmittags über die Bühne, jeweils um 15.00 Uhr im Pädagogischen Zentrum an der Holtwicker Straße.
Den Beginn der Vorstellungsreihe macht am Samstag, (23.02.19) das „Theater TriTrop“ mit dem Stück „Die kleine Zoogeschichte“. „Motte will Meer“ heißt es am 23.03.19 mit der Gruppe „ach ja Theater“. Den Abschluss macht das „Musiktheater Lupe“ am 04.05.19 mit dem Stück „Sansibar“.
Die Kindertheaterreihe wird unterstützt von der Sparkasse Westmünsterland.

Die Theaterstücke und Termine im Überblick

Samstag, 23.02.2019, 15.00 Uhr

„Die kleine Zoogeschichte“ vom Theater TriTrop für Kinder ab 4 Jahren

Im Zoo ist was los. Keiner weiß das besser als Tierpfleger Giuseppe. Er ist jeden Morgen der Erste der kommt und jeden Abend der Letzte der geht. Er kennt seine Tiere ganz genau: den eitlen Pfau Don Carlos, der so gerne Flamenco tanzt oder den super gefährlichen Panther Ramires – wehe, wenn der Hunger hat! Und dann diese vielen Köttel, die man dauernd wegräumen muss… Außerdem hat Guiseppe so ein komisches Gefühl. Ist er etwa verliebt? Und wo ist Floh Fridolin?
Die Zoobesucher werden begeistert sein! Denn wer hat schon mal tanzende Pinguine gesehen oder Flöhe, die einen Salto Mortale springen? Hier ist man so nah dran, dass man den Atem des Panthers spüren kann!

Samstag, 23.03.2019, 15.00 Uhr

„Motte will Meer“ vom “ach ja Theater” für Kinder ab 4 Jahren
Motte ist ratlos. Papa hat gar keine Zeit mehr zu spielen. Ständig ist der Fischer auf dem Meer und wirft seine Netze aus. Doch was er fängt, sind keine Fische – oh nein! Plastikflaschen, Mülltüten und Gummistiefel hängen in seinem Netz und jeden Tag werden es mehr. Doch wer steckt hinter der Plastikflut? Motte beschließt, Papa zu helfen und den Übeltäter zu finden. Auf ihrer Suche trifft sie auf den verrückten Professor Fantastico, der Kindern mit seiner Wünschdirwas-Maschine jeden Wunsch der Welt erfüllt. Ob er auch Motte weiterhelfen kann, erfahrt ihr in diesem Stück voller Musik, bunter Wünsche und ökologischer Botschaft.

Samstag, 04.05.2019, 15.00 Uhr

„Sansibar“ vom „Musiktheater Lupe“ für Kinder ab 4 Jahren
Paul wohnt allein in einem Ballonkorb. Paulina ist ständig unterwegs, denn sie ist sehr abenteuerlustig. Eines Tages trifft sie Paul. Sie findet ihn total verrückt, denn er gießt seine Blumen mit der Aktentasche, steckt seine Briefe in den Toaster und er sammelt Geräusche. Zuerst will Paul nichts von Paulina wissen, denn er hat Angst vor ihr, aber dann überredet Paulina ihn, zusammen nach Sansibar zu fliegen.
Eine wunderschöne Geschichte voller Charme und Witz für Kinder ab 4 Jahren. Über eine außergewöhnliche Begegnung, die Freude über Kleinigkeiten und kleine Geschenke, die man nicht verlieren kann…

 

Teil II der Spazierfahrt mit dem Heimatverein

Coesfeld, 03.11.18 (hlm). Seit 2002 hat der Heimatverein sein Domizil im Pulverturm. Vorher trafen sich die Mitglieder Mal hier – Mal dort. Das alte Gemäuer aus dem 14. Jahrhundert ist ein Überbleibsel der alten Befestigungsanlage. Durch die Eingangstür hindurch gehend, taucht man in eine historische Welt ein. Liebevoll platziert und dekoriert finden sich alte Alltagsgegenstände. Es ist das Engagement von Eckert-Richen. Das Haus ist für sie ihre „Tankstelle für die Seele“. In ihren Händen hält sie einen alten hölzernen Griffelkasten. Der neueste Zugang im Museum, ein Flohmarktfundstück. „Auf dem wurde von den Schulkindern geschrieben, daher kommt der Spruch, der hat was auf dem Kasten“, erklärt sie. „Erst durch Altes kann Neues entstehen“, beschreibt die Vorsitzende des Heimatvereins Weiterentwicklungen. Das Historische muss für sie erhalten und weitergeben werde.

Der Bauerngarten vor dem Pulverturm Verweilort und  Treffpunkt vieler Veranstaltungen. (Foto hlm)

Den Pulverturm auf ein Museum zu reduzieren wäre zu einfach. Es ist ein Ort der Aktivitäten, um Geschichte am Leben zu erhalten und in die Öffentlichkeit zu transportieren. Regelmäßig wird an speziellen Abenden ‘platt gekürt‘. Geschichtliches aus Coesfeld wird aufgearbeitet und präsentiert. Nicht nur im Haus, sondern auch der Garten wird zur Bühne oder zum Treffpunkt vieler. Er ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Jedoch hat der Heimatverein Kameras installiert. „Im Dunkeln kamen Randalierer, störten die Nachtruhe der Anlieger und haben Unrat zurückgelassen“, begründet Eckert-Richen die Entscheidung für die Kameraüberwachung.

Kritiker von Hermann Löns hatten vor einigen Monaten deutlich ihre Spuren hinterlassen, die mittlerweile vom Heimatverein beseitigt wurden. (Foto hlm)

Identifikation mit der Heimat kann kontrovers sein. 1928 erbaute die Jagd- und Schießgesellschaft auf dem Langenberg das Hermann-Löns-Denkmal und markierte damit einen Aussichtspunkt in die Coesfelder Heide hinein. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Sandabbau in diesem Gebiet. Durch die Abgrabungen des ehemaligen Ausflugsziels entstand der „Kalki-See“. Die Bronzeplatte, die Löns als Jäger verewigt, wurde eingelagert. 1985 stellte der Heimatverein zum Gedenken an den Heidedichter und Naturschützer das Denkmal am Hünsberg wieder auf. Hinterlassenschaften wie „Denkmal-Schande“ oder „Nazi-Löns“ sind die Spuren Andersdenkender. Dem 1866 geborenen Heimatdichter und Journalist werfen Kritiker Nationalismus und Rassismus vor. Ja, seine Blut-und-Boden-Romane, wie zum Beispiel „Der Wehrwolf“, sind kritisch zu lesen. Instrumentalisiert wurden diese von den Nationalsozialisten. Der Buchautor Löns fiel 1914 im Ersten Weltkrieg.

1985 wurde das Herman-Löns-Denkmal vom Heimatverein auf dem Hünsberg wieder aufgestellt. (Foto hlm)

L 581 Richtung Coesfeld, kurz hinter der Einfahrt zur Freilichtbühne. Autos rauschen vorbei. Auf eine abseits gelegene Steinbank setzt sich Edith Eckert-Richen vor einem Steintisch, auf dem sich der Coesfelder Ossenkopp hervorhebt. Von dieser Gerichtsstätte, auch Frei- oder Femestuhl genannt, blickten Richter im Mittelalter auf Angeklagte und Kläger. Regelmäßig macht sich der Heimatverein auf den Weg dorthin und reinigt die Denkmalsstätte. Einen kurzen geschichtlichen Abriss gibt Stadtarchivar Norbert Damberg: „1632 entzog Droste zu Horstmar auf Befehl der landesfürstlichen Regierung in Münster Coesfeld das Freigericht. Heidenreich Droste und Peter Braunhagen als Amtsdrosten in Horstmar haben die Befehle aus Münster vom 03.07.1632 an die Stadt weitergegeben. Vom städtischen Sekretär solle eine Intervention erfolgen. Da mit der Kapitulation des Bistums Münster die Hessen als neue Stadtherren alle Rechte übernahmen, war das Thema 1633 ad acta zu legen. Auch hatte in den Folgejahren Bernhard von Galen kein Interesse städtische Autonomien wieder zuzulassen. Somit war das Thema durch.“
Coesfeld hat noch viele geschichtsträchtige Ort, die nicht unbedingt sofort erkennbar sind. Um sie ringen sich spannende Geschichten und Menschen, die Türöffner für das Verständnis eines Heimatgefühls sein können.

Teil I der Spazierfahrt mit dem Heimatvereine ist hier zu lesen.

Zu teuer, zu wenig Unterstützung, zu wenig inhabergeführte Geschäfte

Coesfeld, 27.10.18 (PM). 2019 wäre wieder Kulturnacht in Coesfeld. Das Organisationsteam der ‚Kulturnacht Coesfeld e.V.‘ traf sich in der vergangenen Woche in der Gaststätte Haselhoff und entschied sich einstimmig dagegen. Es werde keine weitere Kulturnacht mehr organisiert. „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, kommentierte Vorsitzender Michael Banneyer. „Die letzte Kulturnacht 2016 war noch mal eine Steigerung. Sowohl die Künstler und die Besitzer der Läden als auch die über 10.000 Besucher waren begeistert. Das war wieder eine super Nacht in Coesfeld und ein toller Lohn für den hohen Organisationsaufwand, den wir als Team gestemmt haben.“

Die viele Arbeit sei nicht der Grund für den Schlussstrich, heißt es in der Pressemitteilung des Vereins. Vielmehr gehe es um die Rahmenbedingungen, die sich verändert haben. Es gebe zum einen immer weniger Die Anzahl inhabergeführte Geschäfte in Coesfeld, die sich mit der Stadt identifizieren und ihr Ladenlokal für die Kunst zur Verfügung stellen habe nehme ab. Ein weiterer Grund seien die erheblich gestiegenen Anforderungen an Sicherheitsvorkehrungen. Die Kulturnacht war für die Besucher kostenlos und die Finanzierung des Events erfolgte komplett über Sponsoren. Da gäbe es keinen Spielraum für weitere Ausgaben. Mehr Unterstützung hatten sich die Verantwortlichen zudem von der Stadt Coesfeld erhofft.

Im Rückblick überwiegt bei den Beteiligten die Freude darüber, dass sie so viele Menschen aus Coesfeld und Umgebung zusammengebracht und für die Kunst und ihre Stadt begeistert haben. Und schließlich seien sie selbst darüber zu einem starken kreativen Team zusammengewachsen, das weiterhin kulturelle Formate entwickeln möchte.

Weiter heißt es: „Wir danken den vielen Künstlern, die ihre Kunst und ihr Können präsentiert haben, manche sogar bei allen vier Kulturnächten seit 2007. Auch danken wir den vielen Geschäftsleuten, die gerne mitgemacht und für uns ihren Laden am Kulturnacht-Samstag geöffnet haben. Der dringende Wunsch, mit besonderen Highlights die Innenstadt zu stärken, bestand bereits 2007 bei vielen Beteiligten. Auch unseren Sponsoren gebührt ein dickes Dankeschön, vor allem dem Hauptsponsor, der VR-Bank Westmünsterland. Und schließlich danken wir den vielen tausend Besuchern, die mit Begeisterung und Leidenschaft für unsere Stadt die Kulturnacht mit uns gefeiert haben.“

Eine Spazierfahrt mit dem Heimatverein

Coesfeld, 27.10.18 (hlm). Heimat? Ist das nur ein Gefühl, wie der römische Politiker und Philosoph Cicero bereits vor Christi Geburt mit dem Zitat beschreibt: „Heimat ist da, wo man sich wohlfühlt.“ Antwort müsste sich bei jenem finden lassen, der sich damit intensiv auseinandersetzt: der Heimatverein. So geht es mit den beiden Vereinsmitgliedern Edith Eckert-Richen und Aloys Lütke Sunderhaus auf Spurensuche durch Coesfelds Landschaft.

Vorsitzende des Heimatvereins Edith Eckert-Richen und Aloys Lütke Sunderhaus vom Arbeitskreis Kultur und Landschaftspflege des Heimatvereins beklagen den Unterbewuchs im Hochzeitswald, der den Panoramablick vom ehemaligen Standort aus verhindert. (Foto hlm)

In der Ferne drehen Rotoren der Windräder ihre Runden. Dahinter verschwimmen in der hügeligen Landschaft Dampfschwaden am Horizont. Bis in den Niederrhein schweift der Blick von der Südwesthanglage des Coesfelder Bergs bei gutem Wetter. Nicht mehr vom ursprünglichen Standort aus, einer Sitzbank, die auf der Ecke des Weges am oberen Rand des Hochzeitwaldes steht. Seit 2007 pflanzen frisch vermählte Paare Laubbäume auf die städtische Fläche und werden so zu Baumpaten. Die Laubwand führte zum Streit zwischen Heimatverein und Stadtverwaltung. 2015 sicherte die Stadt zu: „Wir teilen die Auffassung, dass die ursprünglich geplante Sichtachse als Diagonale unbedingt erhalten bleiben muss.“ (vgl. „Sichtachse für den Hochzeitswald“, AZ, 14.01.15). „Das Entwicklungsziel auf der ehemaligen Ackerfläche ist der Aufbau eines Waldes“, erklärt Thomas Rövekamp von der Schutzgemeinschaft Deutscherer Wald. Man einigte sich auf ein Kompromiss. Ein „Keil“ bleibt von der Bepflanzung mit Bäumen außen vor. Dazu mussten in Absprache mit Baumpaten einzelne Bäume umgesetzt werden. Der Fluchtpunkt der Sichtachse ist nun nicht mehr an der ursprünglichen Position, sondern rund 30 Meter bergabwärts, an einer anderen Sitzbank. „Wer von der Gaststätte Coesfelder Berg kommend geradeaus Richtung Stadtwaldallee wandert, hat dann auf dem ganzen Stück freie Sicht und nicht nur an einem einzelnen Punkt – etwas eingeschränkt allerdings durch die einzelnen Bäume, deren Paten einem Umpflanzen nicht zugestimmt haben“, beantwortet Stadtsprecherin Andrea Zirkel auf Anfrage.

100 Euro Kosten den Pflanzwilligen ein Baum. In der Broschüre der Stadt heißt es: „Die Kontrolle und Pflege Ihres Baumes und des entstehenden Waldes übernehmen die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und die Stadt Coesfeld. Edith Eckert-Richen, Vorsitzende des Heimatvereins, moniert: „Von Pflege kann nicht die Rede sein.“ Gäbe es einen alternativen Standort für den Heimatverein? Für Aloys Lütke Sunderhaus vom Arbeitskreis Natur- und Landschaftspflege nicht. Es sei ein viel frequentierter Weg für Naherholungssuchende und ein beliebter Ruhe- und Verweilort. Wegen der Sonnenlage und der Lage zum Coesfelder Berg mit dem Naturdenkmal „Drei Linden“.

Die drei Laubbäume sind Coesfelds markantester Punkt. Eine Anekdote hat Lütke Sunderhaus auf Lager. Der Urgroßvater seiner Ehefrau hat das Grundstück für 200 Mark (heute rund 2000 €) verkauft, damit der Forstmeister J. von Schütz im Jahr 1880 drei Linden setzen konnte. Für das Geld habe er sich einen Lodenmantel gekauft, so die überlieferte Familiengeschichte. Von West über Nord nach Ost öffnet sich ein Panorama. Weit hinten verschmilzt weißer Wasserdampf mit dem Himmel. Rauchsäulen vom Atomkraftwerk Emsland in Lingen und vom Kohlekraftwerk Ibbenbüren. Seit 2016 zeigt eine Windrose die Richtung und Entfernung von Coesfelds Nachbarstädten an. Die gegossene Orientierungshilfe ist auf Initiative des Heimatvereins entstanden. Entworfen hat sie Aloys Lütke Sunderhaus. Sein Blick richtet sich jetzt direkt in die Nähe, auf eine der drei Linden. Sie hat durch die Hitze stark gelitten. Er habe bei der Stadt darum gebeten, dass der Bauhof die Bäume mit Wasser versorge. „Sonst muss es bald ‚Zwei-Linden-Höhe‘ heißen“ bemerkt Lütke Sunderhaus sarkastisch.

Die Heimatroute führt weiter in die Sitter mit dem Quellgebiet des Hohnerbachs. „Wir sehen unsere Aufgabe in der Erhaltung von Kultur. Das schließt den Landschaftsraum mit ein,“ steckt Lütke Sunderhaus ein Themengebiet ab. Für den Mann vom Heimatverein war es ein wichtiger Schritt, den Naturraum als Relikt aus der Eiszeit zu schützen. Sich als umsichtiger Gast hier aufzuhalten, da spricht nichts gegen. Doch der Begriff Umsicht hat einen breiten Interpretationsraum. Achtlos weggeworfene Pappbecher, leere Verpackungen und weiterer Müll liegen verteilt auf dem Waldboden. Dabei steht von einer Sitzbank aus nur eine Armlänge entfernt der Mülleimer. Verständnislosigkeit bei den beiden Mitgliedern des Heimatvereins. Heimat hat auch was mit Respekt zum Umfeld zu tun.

TEIL II folgt am 03.11.2018.

Eine Erlebnisreportage im Oberbergischen mit dem Coesfelder Reinhard Elsbecker

Lette/Wildbergerhütte, 27.10.18 (hlm). Hinter den Baumgipfeln des Hügels taucht langsam die Sonne ab und färbt das Landschaftsbild goldfarben ein. Ein Konzert von Vogelstimmen verabschiedet den Tag. Neben mir sitzt der Coesfelder Jäger Reinhard Elsbecker auf dem Ansitz am Rand einer Lichtung. Um uns herum Ruhe, in die das Gezwitscher idyllisch den Ton angibt. Eine Zeit, die letzten Stunden Revue passieren zu lassen.

Auf der 160 Kilometer langen Autofahrt von Coesfeld nach Wildbergerhütte berichtet mir der gelernte Landwirt von seiner Leidenschaft. Mit der Jagd ist der, heute als landwirtschaftlicher Berater, Tätige auf dem Hof im münsterländischen Lette groß geworden. Seit fünf Jahren teilt sich Elsbecker mit zwei weiteren münsterländischen Freunden die jährliche Pacht von 3000 Euro für das rund 240 Hektar große Gebiet im oberbergischen Land. „Das hat einfache Kostengründe. Der Pachtzins ist deutlich geringer, als im heimischen Gebiet“, erklärt der passionierte Jäger. Natürlich will er für das Geld einen Gegenwert in Form von Beute aus dem vielfältigen Wildbestand bekommen. Aber alles auf die blanke Jagd zu reduzieren wäre zu einfach.

Eine Grundsatzdiskussion entbrennt im Auto über das ökologische Gleichgewicht, das die Jäger beeinflussen. Für den Ökologischen Jagdverband ist es ein wesentlicher Bestandteil seiner Aufgabe. Er vertritt den Leitsatz „Wald vor Wild“ und sieht den Forst aus der ökonomischen Perspektive. Die Jagd ist dabei das Reglement der Wildpopulation, um die Holzressourcen zu schützen. Die Selektion der Tiere nach Trophäen ist nebensächlich. Denn ein natürliches Gleichgewicht könne sich nicht einstellen, weil der Mensch direkt oder indirekt Einfluss nimmt. In Teilen folgt Elsbecker dieser These. Aber er lebt nach dem Prinzip „Wald mit Wild“ und stellt sich damit hinter die Ansicht des Deutschen Jagdverbandes. Selbstverständlich gehört der Wolf für Elsbecker zu einem vitalen Lebensraum dazu. Dort, wo er Platz hat. Als Beutekonkurrent sieht er das Raubtier nicht. Laut einer Berechnung des Wildbiologen Ulrich Wotschikowsky schlägt ein Wolfsrudel 2,2 Schalentiere auf 100 Hektar Fläche und kappt damit – gleichauf dem Jäger – die Spitzen einer Beutepopulation. Ein sich normal verhaltender Wolf würde sich als scheues Tier einer menschlichen Siedlung nicht nähern. Davon ist Elsbecker überzeugt. „Wenn doch, muss man das Tier aus dem Bestand entfernen“, rechtfertig er den vereinzelten Abschuss eines Wolfes. Verständnislosigkeit bei Elsbecker gegenüber jenen Jagdgenossen, die auf flüchtende Tiere schießen: „Das macht man nicht, außer es braucht einen Fangschuss, um das Tier vom Leid zu erlösen.“ Ebenso verursacht es bei ihm Kopfschütteln, wenn damit gedroht wird, freilaufende Hunde zu erschießen. „Kommunikation ist alles“, betont er und meint damit, mit den Hundehaltern zu reden, statt zu drohen. Dabei hat er selbst Erfahrungen in alle Richtungen gemacht. Einsicht und Verständnis, aber auch Unsachlichkeit und Beleidigungen.
Wir sind in Wildbergerhütte angekommen. Langsam fährt Elsbecker mit dem Pkw durch das Revier, dem Aubach, der sich durch Grünwiesen und kleinen Auenwäldern mäandriert, aufwärts folgend in Richtung Mähhain, Rehhecke und Landhecke. Fast an der Bergkuppe, unweit der rheinland-pfälzischen Grenzen hält der Freizeitjäger kurz an, nimmt seinen 15 Wochen jungen Dackel Alwin mit und zeigt mit dem Finger auf etwas Unscheinbares: „Dort vorne ist eine Kirrung.“ Eine Anfütterungsstelle für Schwarzwild. Versteckt unter einer schweren Holzscheibe liegen goldgelbe Maiskörner. Die beiseitezuschieben, ist für Wildschweine keine Schwierigkeit. Andere Waldtiere tun sich damit schwer. „Einen halben Liter Getreide dürfen wir je Kirrung ausbringen und pro angefangene 100 Hektar ist eine Kirrstelle erlaubt“, zitiert der Jäger das nordrhein-westfälische Jagdgesetz und fügt hinzu: „Von einer Überfütterung kann nicht gesprochen werden.“ Der Wildökologe Frank Christian Heute sieht durch die Kirrung ein zusätzliches Plus im Nahrungsangebot, das durch die milden Winter und der Überproduktion an Eichen und Buchen in Hülle und Fülle vorhanden ist. Auch schwache Tiere könnten so den Winter überstehen.

Ein prüfender Blick ins Gelände. Dort eine Spur von einem Wildschein. Niedergetretenes Gras zeugt von einem Wildwechsel. Elsbecker blickt auf die frischen Zweige der Nadelbäume. Kein Verbiss zu entdecken. „Schalenwild bevorzugt junge Birkenzweige“, meint er. Der frühere monotone Fichtenwald weicht nach und nach einem Mischwald. Der Sturm Kyrill von 2007 hat reichlich Platz geschaffen für Pionier- und Folgegehölze. Hier und da an Holzrinden finden sich kleine Abschabungen. Fegestellen von Rehböcken, die mit ihrem Gehörn an der Rinde kratzen und Duftmarken hinterlassen oder die Basthaut abstreifen, wie Elsbecker erklärt. 

Eine Mountenbikefahrerin ackert sich sportlich den Berg hinauf. „Geht es hier zu den Windmühlen?“, fragt sie etwas außer Atem geraten höflich nach. „Nein, die sind auf der andern Seite“, antwortet Elsbecker freundlich und erklärt ihr den Weg. Er kennt auch andere Erfahrungen. Von „Wildsäuen auf zwei Rädern“, die rücksichtslos durch die Wälder rasen und Passanten gefährden. Jedem sein Hobby, aber mit gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Rücksichtnahme. Das ist die Ansicht des 53-Jährigen.

Auf dem Weg Richtung Jagdhütte steuert Elsbecker einen Waldrand an. Ein kahler, auf circa 1,2 Meter abgesägter Stamm glänzt im Sonnenlicht. Oben auf thront ein Plastikzylinder. Mit schnellem Handgriff entfernt er die Hülse. „Wir haben viel zu viel Plastik“, kommentiert er und befestigt mit einem langen Nagel einen blanken Leckstein. Ein Würfel aus Salz, um dem Wild die Mineralienversorgung zu erleichtern. Regenwasser löst den Stein nach und nach auf. Das „Mineralwasser“ fließt am Stamm herunter und trocknet aus. Solche Salzlecken werden bevorzugt von Hirschen, aber auch von anderen Wildtieren aufgesucht. Der Sinn dieser zusätzlichen Mineralienversorgung wird in Internetforen von Jägern kontrovers diskutiert. Unbestritten ist die lockende Wirkung, um die Tiere im Revier zu halten.

Am Ende eines Feldweges steht die Jagdhütte. Die kleinen Terrasse öffnet den Blick ins Tal. Davor tauschen sich Elsbecker und sein Mitpächter aus Dülmen, Alexander Kerkhoff, kurz aus. Windrichtung und Jagdchancen sind das beherrschende Thema. Kerkhoff wird die Nacht auf einen der Hochsitze im Revier verbringen, obwohl die spartanisch eingerichtete Hütte mit Notbetten eingerichtet ist. 

Fünf Trophäen hängen innen an der Wand über der Tür, präpariert von einem Kürschner. Elsbecker erklärt anhand der Abnutzung der Zähne am Unterkiefer der Rehböcke das Alter. „Zu jeder Trophäe kann ich genau die Geschichte erzählen“, glänzen seine Augen für die Erinnerungsstücke. Jedes Jahr setzt sich Elsbecker mit seinen beiden Jagdkollegen zusammen und plant den Abschuss fürs kommende Jagdjahr. Die Liste muss der unteren Jagdbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden. Im letzten Jahr standen, neben anderen bejagbaren Arten, 15 Stücke Rehwild auf dem Abschussplan. Für jedes Mitglied der Pachtgemeinschaft fünf. „Für die Beseitigung von Wildschäden müssen wir aufkommen“, erklärt Elsbecker. Besonders gravierende Schäden richten die Wildschweine an, wenn diese in Rotten über eine Mähwiese pflügen. „Dann müssen wir den Boden mit Mulch wieder ausgleichen“, legt der Jäger da. Das sind Zusatzkosten, wie auch Verbissschäden, die von den Pächtern wieder gutgemacht zu machen sind. Deshalb versucht die Jagdgemeinschaft durch gezielte Bejagung, Einfluss auf die Größe des Wildbestandes zu nehmen. Gemeinsam mit der Hege ist das investierte Zeit. Von 245 Millionen Euro Wertschöpfung auf das gesamte Bundesgebiet bezogen spricht der Deutsche Jagdverband. Einige der aus der Natur entnommenen Tiere landen als Wildbret auf dem Speisetisch. Aber was macht Elbecker mit Füchsen, Dachsen und anderem Erlegtem? Die werden der Pelztierverwertung zugeführt oder für die Ausbildung von Jagdhunden verwendet. In Nordrhein-Westfalen sind im Jagdjahr 2016/2017 insgesamt 930779 Tiere erlegt worden. Im Jagdjahr 2007/2008 waren es knapp 1,6 Millionen. Eine kontinuierliche Abnahme in den vergangenen zehn Jahren. Den größten Teil der letzten Jagdstrecke machten mit 61 Prozent Vögel aus, gefolgt von Mardern (14 Prozent) und Hirsche (12 Prozent), zu denen Rot-, Dam- und Rehwild gezählt werden. Fünf Prozent Anteil an der Jagdstrecke 2016/2017 hatten invasive Neozoen. Eingewanderte Tierarten, die negativen Einfluss auf ein bestehendes Biotop ausüben.

Gute zwei Stunden sitzen wir jetzt auf dem Ansitz. Elsbeckers dreiläufige Jagdbüchse, ein Erbstück des Schwiegervaters, liegt noch immer unbenutzt auf dem Geländer. Die goldene Stunde schlägt in Dämmerung um. Aus der Ferne ist ein lautes Krächzen zu hören. „Ein aufgeschrecktes Reh“, wie Elsbecker zuordnet. Ob der Wind gedreht hat? Der Jäger prüft mit Seifenblasen die Windrichtung. Nein, wir haben das Tier nicht irritiert. Hinter uns im Rücken, auf rheinland-pfälzischer Seite, durchdringt ein heller Ruf die Stille. „Ein Kitz ruft nach der Ricke“. Dann übernimmt wieder der Vogelgesang den dominanten Teil der Geräuschkulisse. Der Waldrand hüllt sich immer mehr in Dunkelheit. Elsbecker schaut suchend durch sein Fernglas. Nichts zu erkennen. „Das war’s wohl“, flüstert er, weckt zart seinen Hund, der vor seinen Füßen liegt, und nimmt die Munition aus dem Gewehr. Dann plötzlich laute kurz abgehackte Rufe aus dem Waldrand. Es klingt wie ” ein hämisches “Hä, hä, hä!” und entfernt sich rasch in den Wald hinein. „Ich habe es gewusst. Der Bock war die ganze Zeit hier und wir haben ihn nicht gesehen“, entrüstet sich Elsbecker. Ja, es klang schon fast so, als hätte uns der Bock zum Abschied ausgelacht. Elsbecker kommentiert mit Humor: „So ist eben die Jagd!“

 

 

 

 

Quellen

Für die Recherche wurde der Jäger Reinhard Elsbecker vom Redakteur in seinem Revier begleitet.

Glossar

Fangschuss: https://de.wikipedia.org/wiki/Fangschuss_(Jagd)

Weiter Informationsquellen

Ökologischer Jagdverband:

https://www.oejv.org

https://de.wikipedia.org/wiki/Ökologischer_Jagdverband

Deutscher Jagdverband: https://www.jagdverband.de

Räuber-Beute-Verhältnis des Wolfs:

WildbiologenUlrich Wotschikowsky: https://www.jagderleben.de/praxis/woelfe-schalenwild

Einfluss der Kirrung

Frank Christian Heute (https://www.wildoekologie-heute.de/themen/schwarzwild/),

Statistik über die Jagdstrecken:

https://www.umwelt.nrw.de/naturschutz/jagd-und-fischerei/jagd/jagdstrecken-statistik/

Salzlecken:

https://forum.wildundhund.de/showthread.php?28509-Salzlecken-notwendig-oder-Luxus

https://jagderleben.landlive.de/m/boards/thread/60504/?page=1

Neozoen und invasive Arten in NRW

http://neobiota.naturschutzinformationen-nrw.de/site/nav2/Artenlisten.aspx?ART=Tiere

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine verborgene Gedenkstätte im Wald

Coesfeld, 25.10.18 (PM). Eine besondere Gedenkstätte findet man etwas außerhalb von Lette im Letter Bruch. In unmittelbarer Nähe des Barackenlagers, etwas versteckt im Wald, liegt der Heidefriedhof. Er wurde 1950 auf Initiative der Bewohner des benachbarten Barackenlagers „Heidehof“, das damals als Altenpflegeheim genutzt wurde, angelegt, um die Verstorbenen in der Nähe bestatten zu können. Die erste Beerdigung fand im August 1950 auf dem Heidefriedhof statt. Der letzte hier Beerdigte war Stanislaus Zelinski (August 1960), der unmittelbar vor Schließung des Pflegeheims verstarb.

Seit vielen Jahren wird der Heidefriedhof durch eine Arbeitsgruppe des Heimat- und Verkehrsvereins Lette gepflegt. Jährlich an Allerheiligen findet ein Gedenken an die hier Beerdigten statt. Anlässlich der 70. Wiederkehr der Ankunft der Vertriebenen in Lette gestaltete man 2016 die Gedenkstätte Heidefriedhof auch auf Initiative des Vereins „Denkmal Barackenlager Lette e. V.“ neu. So wurden zwei Gedenkstelen aufgestellt, eine aus Wünschelburger- und eine aus Baumberger Sandstein.

Über die Geschichte des Heidefriedhofs informiert ein neuer Flyer, der vom Stadtmarketing Verein in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Lette herausgegeben wurde. Der kostenlose Flyer ist im Bürgerbüro der Stadt Coesfeld und in der Zweigstelle im Heimatverein Lette erhältlich.

Weitere Details von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Einweihung des neu gestalteten Heidefriedhofs enthält die Broschüre „Erinnerungsstätte Heidefriedhof in Coesfeld-Lette“. Sie wurde vom Verein „Denkmal Barackenlager Lette e. V.“ herausgegeben. Die Broschüre ist zum Preis von 7,00 € in der Geschäftsstelle der AZ an der Rosenstraße oder beim Heimatverein Lette, Frau Elsbecker, Tel. 02546/1022 erhältlich.