Forderung nach Berkelport als Flughafen


Coesfeld, 08.02.18 (hlm) Die Altweiber wollen ein Berkelport als Flughafen. Bürgermeister Heinz Öhmann pfeift auf Fussball und macht sich als Archäologe in der Bernhard-von-Galen-Straße auf Spurensuche der Coesfelder Stadtgeschichte. Statt wertvolle Scherben oder anderen Fundstücken findet er ein Gebiss. Was es damit auf sich hat, erzählt er auf Plattdeutsch weiter. Es soll ja absichtlich in der Neuzeit in die Baugrube gekommen sein. Eine alteingesessene Coesfelderin wollte verhindern, dass der Ehemann zu viel vom Braten abbekommt. Solche Dönkse können nur zu Karneval erzählt werden.

Pfarreien aus dem Kreis informieren sich in Coesfeldes Kolpingbildungsstätte

Coesfeld, 08.02.18 (pbm/mek). Jede Pfarrei im Bistum Münster ist aufgerufen, ein institutionelles Schutzkonzept – kurz ISK – zu erstellen. Denn Präventionsarbeit hat im Bistum Münster hohe Priorität. Was das in der Praxis bedeutet, erfuhren 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Pfarreien des Kreisdekanats Coesfeld, die sich zu diesem Themen fortgebildet haben. Dazu hatten sie sich aus Lüdinghausen, Nordkirchen, Selm, Senden und Ascheberg auf den Weg in die Kolpingbildungsstätte nach Coesfeld gemacht. Informationen und Austausch standen im Mittelpunkt der Veranstaltung, zu der das Kreisdekanatsbüro gemeinsam mit der Fachstelle Prävention des Bistums Münster eingeladen hatte.

„Es geht in erster Linie darum, für die Themen ‚grenzverletzendes Verhalten‘ und ‚sexualisierte Gewalt‘ zu sensibilisieren“, erklärte Yvonne Rutz. Sie ist als regionale Präventionsfachkraft Ansprechpartnerin für die Pfarreien in den Kreisdekanaten Coesfeld, Recklinghausen, Borken und Steinfurt. Gemeinsam mit Ann-Kathrin Kahle von der Fachstelle Prävention informierte sie über unterschiedliche Themenfelder.

Am Anfang eines Konzeptes steht die Risiko- und Situationsanalyse. Welche Gruppen gibt es in der Pfarrei und an welche denkt man vielleicht nicht so schnell? „Das reicht von der Messdienergruppe über das Ferienlager bis hin zu den Ehrenamtlichen, die sich im Altenheim oder in der Katechese engagieren“, nannte Rutz Beispiele. Also überall dort, wo Beziehungen entstünden und wo es um Schutzbefohlene gehe – egal ob Kinder oder Erwachsene.

Die Erstellung des ISK sei ein Prozess. Im ersten Schritt sei es wichtig, eine Gruppe mit Vertretern unterschiedlicher Angebote zu bilden. „Sprechen Sie die Gruppen an und machen Sie ihr Anliegen transparent. Informieren Sie auch die ganze Gemeinde“, riet Rutz den Pfarrern, Pastoralreferentinnen und -referenten. In einem späteren Schritt sei es sinnvoll, einen Verhaltenskodex zu erarbeiten. Insgesamt ginge es bei dem ISK darum, ein praxisorientiertes, niederschwelliges und alltagstaugliches Konzept zu entwickeln, um eine Kultur der Achtsamkeit und Prävention zu fördern.

Am Ende des Tages fuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gut informiert zurück in ihre Pfarreien. Die Fortbildung und der Austausch habe geholfen, das Thema konkret zu fassen. Nun könnten sie sich in den Pfarreien an die Arbeit machen, meldeten sie in der Abschlussrunde an die beiden Präventionsfachkräfte zurück. „Es ist wichtig, ein Bewusstsein bei allen Beteiligten, egal ob Haupt- oder Ehrenamtliche, für das Thema zu bilden“, hielt Rutz fest und bot gleichzeitig die Hilfe der Präventionsfachkräfte an.

Zahlreiche Informationen zum Institutionalisierten Schutzkonzept finden sich hier im Internet.

 

Coesfeld, 08.02.18 (PM). In der Zeit vom 07.02.2018, 11:00 Uhr – 13:30 Uhr beschädigte ein bisher unbekannter Autofahrer einen geparkten schwarzen Hyundai an der Osterwicker Straße. Anschließend flüchtete der Unfallverursacher von der Unfallstelle, ohne sich um den entstandenen Sachschaden zu kümmern. Hinweise nimmt die Polizei in Coesfeld, Tel.: 02541-140, entgegen.

Dickmanns legt Sturmbilanz vor

Coesfeld, 07.02.18 (hlm). Vor knapp drei Wochen rüttelte der Sturm Friederike heftig an Bäumen und Dachpfannen in Coesfeld. Auf der Ausschusssitzung Umwelt, Planen und Bauen am heutigen Spätnachmittag bilanzierte Uwe Dickmanns von der Stadtverwaltung die Schäden. Vor allem am Coesfelder Berg und in der Sitter konnte bedingt durch die Nass noch nicht geräumt werden. Überwiegend gab es Schäden durch umgestürzte Einzelbäume, demolierte Wartehäuschen und verbogene Verkehrsschilder. Mitarbeiter des Bau- und Betriebshofs haben bis jetzt 1222 Arbeitsstunden geleistet. Darunter entfielen Arbeiten zur Beseitigung umgestürzter Bäume im wichtigen Verkehrsraum. An öffentliche Gebäude gab es insgesamt 28 Schäden mit einem Versicherungsschaden von gut rund 28 000 €. Am übelsten hat es ein Flachdach am  Schulzentrum getroffen. Auch der Schlosspark ist nicht verschont geblieben. Ausgerechnet der Trompetenbaum, der im letzten Jahr noch die Umlegung der Innenstadt-Berkel verursachte, braucht eine baumchirurgische Behandlung. Die Esche links von der Brücke am Schloss fällt der Kettensäge zu Opfer. Der Sturm hat Totalschaden verursacht und zusätzlich den Amberbaum mit geschädigt. Der vor einem Jahr gesetzte Baum wird ausgetauscht. Im Stadtpark hat der Sturm dem Unterstand den Rest gegeben. Abgängig war das Holzhäuschen schon gewesen. Jetzt wird es zügig beseitigt.

Unabhängig von den Sturmschäden sind bis Ende Februar noch Baumfällungen auf dem Kalender markiert. Denn Anfang März greift der Vogelschutz. Insgesamt 59 Bäume sollen fallen: 26 Bäume an der Coesfelder Straße, 17 an der Rekener Straße, sechs an der Bernhard-von-Galen-Straße,  einer an der Davidstraße / Berkelresidenz, zwei am Basteiring und sieben am Buchholzweg 7. Ein Teil wird durch neue Bäume ersetzt.

Bundestagsabgeordneter Friedrich Ostendorff zu Gast in Lette

Coesfeld/Lette, 07.02.18 (hlm). Es weht ein rauer Wind, seit die Alternative für Deutschland (AfD) in den Bundestag eingezogen ist. Daraus macht der Abgeordnete der Grünen, Friedrich Ostendorff, keinen Hehl: “Die AfD will provozieren und damit ihrem Klientel zeigen, dass sie sich von den etablierten Parteien distanzieren.” Als Beispiel plaudert der Grüne Bundestagsabgeordnete Sätze aus dem Hinterstübchen und zitiert den landwirtschaftspolitischen Sprecher der AfD, Stephan Protschka. Er soll gesagt haben, die AfD sorge dafür, dass die etablierte Parteienlandschaft auf den Scheißhaufen der Geschichte komme. Rüde sei der Sprachton geworden. Pöbeleien sind an der Tagesordnung. Hausordnungen werden missachtet. Geschockt sind die 15 Zuhörer im kleinen Saal von Haus Zumbült in Lette von Ostendorffs Bericht aus Berlin. Ignorieren geht nicht. Es braucht eine Strategie, wie die Demokratie damit umgeht. Walter Böcker sieht einen Lösungsweg im gemeinsamen Zusammenarbeiten der etablierten Parteien.

Ein zweiter Punkt bewegt an diesem Abend die Runde. Mehrere Letteraner Landwirte sind unter den Gästen. Mit voller Konzentration sind sie dabei, als die Haltungskennzeichnung thematisiert wird. Lidl und Aldi wollen mit einfachen Symbolen die Art der Tierhaltung von angebotenen Fleischerzeugnissen kenntlich machen. Der Grüne Bundestagsabgeordnete, selbst Biobauer, wünscht sich klare gesetzliche Regeln, die vergleichbare Standards für den Verbraucher schaffen. Es soll nicht Marketinginstrument der Lebensmittelindustrie sein. Er fragt ironisch: “Soll die Politik das an den Markt abgeben?”

“Alles gut und schön, aber es wird an der Ladentheke zum billigeren Produkt gegriffen”, kritisiert einer der Landwirte das generelle Verbraucherverhalten. Er bezweifelt, dass sich die Mehrkosten, die er für die Tierhaltung investieren muss, am Ende wirtschaftlich rechnet. “Eine Kennzeichnung ändert das nicht”, fügt er nach. Experimente sind Verlustrisiken. Mit der Standardproduktion hat er für sich und seine Familie ein sicheres Auskommen. Es kommt zu einer Annäherung. Denn für eine Zuhörerin ist es eine Generationsfrage: “Wir müssen langfristig denken.” Die Bereitschaft nicht nur auf den billigen Preis zu blicken, sondern auch auf die Herkunft und Haltung, steige bei der jüngeren Generation. Die Produktion folgt dem Markt. Damit kann sich ein weiterer Landwirt anfreunden. Friedrich Ostendorff nimmt das Zepter wieder an sich. Er sieht nicht die Konzentration zu großen landwirtschaftlichen Industriekomplexen als Zukunft: “Das Münsterland hat einen guten Namen, der nicht auf Spiel gesetzt werden soll, sondern wir sollen das tun, was der Verbraucher will.”

 

Zitat Friederich Ostendorff : “Wir Landwirte kriegen den Backstein schon in die Wiege auf die Brust gelegt, damit wir das Stöhnen lernen.”

Anwohner protestieren gegen den Architekturvorschlag

Coesfeld, 06.02.18 (hlm). 1987 trat der Bebauungsplan Nr. 29 ‘Am Galgenhügel’ in Kraft. Mehrere eingeschossige Einfamilienhäuser mit Grundstücksflächen von 900 bis 1000 Quadratmetern hätten Platz gefunden. An den Mann gebracht werden konnten sie nicht. “Die Einhaltung des Hochwasserschutzes und die Erschließungskosten waren zu hoch”, vermutet Ludger Schmitz, Planer der Stadt Coesfeld, bei der Bürgeranhörung im Schulzentrum. Jetzt 31 Jahre später, im Zuge der Umgestaltung der Berkel im Bereich der Fürstenwiese, ergibt sich ein anderes Bild der Hochwassergefährdung. Das Auslaufbauwerk des Hochwasserrückhaltebeckens (HRB) Fürstenwiese entwässert derzeit zum Galgenhügel hin. Nach der Verlegung der Berkel in einen mäandrierenden Flussverlauf wird ein Drosselbauwerk den Abfluss Richtung Innenstadt regulieren. Durch die räumliche Trennung von Brinker Bach und Berkel verändert sich die Anforderung an den Retentionsraum “Am Galgenhügel”. Eine Bebauung mit mehrgeschossigen Gebäuden wird wirtschaftlich darstellbar. Auch wenn für einige Baukörper, die auf nicht ganz solide tragendem Traguntergrund stehen, Pfahlstützen notwenig sind. Das ergab ein, vom Investor beauftragtes Gutachten. Ein solches Bauvorhaben lässt sich nur mit der Änderung des Bebauungsplanes realisieren. Das muss der Rat am Ende eines langen Verwaltungsweges  beschließen. Die Stadt Coesfeld könnte dann den lange geplanten Verbindungsweg zwischen Stadtpark und Fürstenwiese in die Tat umsetzen. Und sie kommt dem Regionalplan Münsterland entgegen, in dem die Konzentration von innerstädtischer Bebauung vorgeschlagen wird.

Ein Teil der rund 50 Interessierten sind Anlieger. Sie lauschen mit gespitzten Ohren dem Referenten, der das Bauvorhaben vorstellt. Acht Wohnwürfel mit jeweils drei Geschossen wirft Architekt Marius Puppendahl als Modellbild an die Wand. Insgesamt 40 Wohneinheiten wollen drei Investoren errichten. Zwischen den Gebäuden sind Parkräume für Fahrzeuge skizziert. Carport oder Garagen sollen nicht zulässig sein. “Der Durchblick in den Landschaftsraum zur Berkel hin soll gewährleistet bleiben”, begründet Puppendahl. Harsche Kritik flog ihm aus den Publikumsreihen entgegen. Die Baukörper, denen im Jakobi-Park gleichend,  passen nicht zum Landschaftsbild. Man solle sich an die bestehende Bebauung orientieren. Die Bewohner am Burghof fürchten gegen eine Betonwand zu blicken. Puppendahl versuchte sich strauchelnd zu rechtfertigen: “Die Traufhöhen der Gebäude liegen auf einer Linie zwischen Burghof und Billerbecker Straße.” So recht abkaufen wollen die Bürger ihm nicht, dass der Durchblick zur Berkel möglich bleibt. Die Bewohner des neuen Straßenzuges würden auf der Straße parken müssen. Die Stellplätze zwischen den Häusern reichen nicht aus. Immerhin soll entlang des Flusses ein zehn Meter breiter Gehölzsaum initiiert werden, um dem Artenschutz für Fledermäuse gerecht zu werden.

Noch etwas stößt bei Zuhörern sauer auf: Um dem Hochwasserschutz gerecht zu werden, muss für mindestens ein Gebäude das Geländeniveau erhöht werden. Ein massiver Eingriff in den Landschaftraum, der auch Klimaschutzfunktion hat – so der Tenor der Kritiker. Applaus gibt es, als der Satz fällt: “Wir wollen dort keine Bebauung!” Es zeigt sich Kompromissbereitschaft. Anwohner Martin Krass wäre bereit für einen Fuß- und Radweg ein Teil seines Anliegergrundstückes zur Verfügung zu stellen. Eine solche Verbindung zwischen Stadt und Naherholung in Randlage sei schon lange in der Planung gewesen. Diese Maßnahme unterstütze er gerne.

Dezernent Thomas Backes muss verbal immer wieder zwischen gehen, um die Wogen des Unmutes zu glätten. Am Ende der Bürgeranhörung fasst es kurz zusammen. Bis eine Änderung des Bebauungsplanes durch einen Ratsbeschluss wirksam werden kann, sind viele mittlere und obere Verwaltungsebenen und Bürgeranhörungen in den Prozess eingebunden. Nach vorsichtigen Schätzungen würde das 15 bis 17 Monate in Anspruch nehmen. Ohnehin kann diese Änderung erst dann realisiert werden, wenn das Planfeststellungsverfahren für den Umbau der Fürstenwiese abgeschlossen ist. Das ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Fahrradbesitzer gesucht
06.02.2018 – 13:50
Coesfeld (ots) – In der Zeit von Sonntag, 04.02.18, 18:30 Uhr, bis Montag, 05.02.18, 08:00 Uhr, schlichen sich unbekannte Täter in die Räumlichkeiten eines Blumengeschäftes ein. Dies gelang vermutlich durch eine unverschlossene Seiteneingangstür. Im Inneren betraten und durchsuchten der oder die Täter die Räume. Sie stahlen einen geringen Bargeldbetrag und einige Dosen Bier. In diesem Zusammenhang wird der Besitzer eines Damenrades mit einem roten Fahrradkorb am Lenker gesucht. Zeugen werden gebeten sich bei der Polizei in Coesfeld, Tel. 02541/140, zu melden.
Rückfragen bitte an:

Polizei Coesfeld
Pressestelle

Telefon: 02541-14-290 bis -292
Fax: 02541-14-195

Karneval handgemacht und präsentiert von begnadeten Talenten aus den eigenen Reihen – das war der Büttabend der AnKoBlu. Unter dem Motto “Keine Fake News und kein Schmuh – alles Live bei AnKoBlu!” führte das eingespielte Moderatoren-Duo Markus Eckrodt und Norbert Lütkenhaus augenzwinkernd durch ein buntes Showprogramm aus gewitzten Büttenreden, lustigen Sketchen, temperamentvollen Tanzdarbietungen der Tanzmariechen und der Ladybirds und mitreißenden Musikeinlagen.

“Habemus papam” konnten die Vollblut-Karnevalisten beim Einzug des Elferrats voller Stolz behaupten, denn im selbstgebauten “Grösbrink-Mobil” erteilte “Papst” Josef (Grösbrink) dem jubelnden Narrenvolk seinen feierlichen Segen. In immer wiederkehrenden Video-Einspielungen gab es die aktuellsten “Narrichten” aus der Stadt. So stieß unter anderem die Idee, den Schlosspark in Central-Park umzubenennen und Coesfeld somit in die Liste der bedeutenden Metropolen einzureihen, auf begeisterten Applaus. Einen interessanten Ausblick in 2030 lieferte das Putzfrauen-Trio Pfarr- und Kreisdechant Johannes Arntz, Daniel Gewandt und Tim Schlotmann, die gemeinsam das Lied “Dieser Weg wird kein leichter sein” anstimmten: “Dieser Arntz wird neuer Chef hier sein – dieser Arntz macht es uns schwer”.

Zum Thema Fake News ließ sich Präsident Trump gleich zweimal bitten (Riccardo Magistro, Hans Hütt) und sorgte in Begleitung seiner anmutigen Gattin Melania (Franziska Helmer) für Stimmung. So kochte der Saal längst, als Silke Eckrodt als “Katharina” mit russischem Akzent pikante Details ihrer Begegnungen mit lokalen Größen im “Liebesfrauenpark” ausplauderte. Sehr überzeugend auch der abwechselnd “Schätzelein”-säuselnde und sabbernde Horst Schlämmer alias Markus Eckrodt. Einen weiteren glanzvollen Höhepunkt boten – insbesondere der Damenwelt – die “Candy Boys”, die sich angefeuert vom weiblichen Publikum oberkörperfrei rockten. Als die “Bütt-a-Band” den feierwütigen Narren musikalisch einheizte, hielt es im Kolpinghaus niemand mehr auf den Stühlen. So schunkelten, sangen und tanzten die fantasievoll kostümierten Narren bis in die frühen Morgenstunden. Das war echter karnevalistischer Frohsinn.

Kretschmer in Vorstand gewählt/ GroKo ist das heiße Thema

Coesfeld, 04.03.18 (dow). Begeisterung bei der Coesfeld SPD. Nicht nur 13 neue Mitglieder hat der Ortsverein dazu gewonnen. Es sind vor allem junge Menschen dabei, die der Lokalpolitik frische Impulse geben könne. 95 Mitglieder stark ist die Partei jetzt in der Kreisstadt.

Eine große Mehrheit der Mitglieder, die auf der Jahreshauptversammlung am Tisch im Haselhoff sitzt, sehen in einer großen Koalition nicht die Zukunft. Parteiwerte gingen verloren, die Öffentlichkeit bekäme falsche Signale, so der Tenor. Alternativen sehen einige in einer Kooperation mit den Linken. Andere scheuen auch die Minderheitenregierung nicht. Darunter auch der stlv. Vorsitzender der Landtagsfraktion, Thomas Kutschaty: „Wir sollten nicht die Mehrheitsbeschaffer der anderen sein.“

Mit neun Prozent Stammwählerschaft der SPD lässt sich keine Wahl mehr gewinnen. Das wissen die Sozialdemokraten und suchen nach Zielgruppen. Der Gewerkschaftler und ehemalige Bundestagsabgeordnete Ulrich Hampel ermahnt, die Urwählerschaft nicht zu vergraulen und sie zu pflegen. Generelle kritische Anmerkung kommt vom Fraktionsvorsitzenden der Coesfeldes Sozis, Ralf Nielsen. Er vergleicht den Wahlkampf der SPD mit dem der FDP und kommt zu dem Schluss: “Unsere Partei verkauft sich schlecht.”

Bei den Wahlen an diesem Abend stimmte die Mehrheit der Wahlberechtigten für André Kretschmer, der von nun an  stlv. Ortsvereinsvorsitzenden ist. Aus gesundheitlichen Gründen hatte Vorgänger Maik Schmidt nicht mehr zur Verfügung gestanden. Als Jugendvertreter wurden die Neumitglieder Max Kerkhoff und Felix Seggebäing ernannt. Sie treten die Nachfolge von Simon Niewind und David Schneider an.

Open-Stage im Februar

Coesfeld, 03.02.18. Showtime hieß es am Donnerstagabend bei der Open Stage im Atelier Blaues Tor. Die Coesfelder Autorin Greta Arend kämpfte in ihrem Text mit den sprachlichen Tücken des angelsächsischen THR  bis hin zum finalen Fiasko. Pure Lebensfreude versprühte die Münsteraner Band Soulfood mit ihrer Mischung aus Soul, Blues, Jazzrock und Funk.
Die zahlreichen Besucher bekamen diesmal ein bunten Reigen aus Literatur, Zauberei und mitreißender Musik.

Nach Greta Arends Anmoderation und ihrer Kurzgeschichte, die sowohl als eine Liebeserklärung an das Atelier, als auch eine leicht gemeine Abrechnung mit der Stammbelegschaft der Open Stage, wobei sie sich selbst mit einbezog, bezeichnet werden konnte, spielte zuerst Soulfood auf, die nach drei Songs vorübergehend die Bühne räumten. Nicht ohne vorher das Versprechen ablegen zu müssen, später einige Zugaben zu geben.
Antonio Mamut verblüffte das Publikum mit seinem schon beinahe gruseligem Talent, die Gedanken seines Gegenüber zu lesen und die Anwesenden in ihrem Handeln zu manipulieren. Souverän charmant präsentierte dieser Münsteraner Zauberer überraschende Tricks – oder handelte es sich doch um wahre Zauberei? – bevor er unter tosendem Applaus die Bühne verließ.
Die vier talentierten Musikschüler Leonie, Lukas, Finn und Luca, begleitet von ihrem Lehrer an der Musikschule, Ulli Dirks, spielten sehr überzeugend das Lied „Stairway to heaven“ von Led Zeppelin.
Dann kamen erneut die fünf Musiker von Soulfood zum Einsatz, die auf Drängen des begeisterten Publikums immer weitere Zugaben geben mussten, wobei Sängerin EDDA und ihren vier Kollegen die Spielfreude anzumerken war. Das Atelier schien geradezu elektrisiert davon, wie sich Musiker und Besucher immer wieder gegenseitig anheizten.
Bernd Brüning, der dem Veranstalter der Open Stage, Kulturfeld Münsterland, immer wieder sein Atelier für dieses monatlich wiederkehrende Event zur Verfügung stellt, bedankte sich bei Soulfood mit einem ganz besonderen Geschenk. Jedem der fünf Musiker überreichte er eines seiner selbst kreierten Bilder, was hocherfreut angenommen wurde.
Der harte Kern feierte und tanzte noch bis zum späten Abend und einhellig wurde beteuert, dass es allen Anwesenden wieder einmal viel Spaß gemacht hat.
Die nächste Open Stage im Atelier Blaues Tor in Coesfeld wird am 1. März ab 19.30 Uhr stattfinden und sowohl Gastgeber Bernd Brüning, als auch die Veranstalter von Kulturfeld Münsterland freuen sich schon jetzt darauf, den Besuchern dann wieder einen vergnüglichen und kurzweiligen Abend bescheren zu dürfen.