War nix mit Kaffeekränzchen / SG Volleyballer unterliegen den Iserlohnern

Mit 1:3 ging es für die Volleyballer der SG 06 in die Umkleidekabine zurück. Dabei sollte es ein Kaffeekränzchen werden und den lettischen Panthern die Krallen gestutzt werden. Aber die Iserlohner waren nicht zu bändigen. Sie gewannen das spannende Match.

Coesfeld, 21.01.18. Farbenprächtiger Prinzenumhang, goldenes Zepter und Tollitute Eva an seiner Seite, das war ein majestätischer Auftritt für Michael Heine, der seit dem Büttabend als Prinz Michael II. das närrische Die-la-Hei Volk durch die Session 2018 führt. Weilte er zunächst noch in gewohnter Feierlaune an Tisch 16 inmitten seiner nichtsahnenden Freunde prominent am Mittelgang, so lieferte erst sein plötzliches Verschwinden Stoff für erste Spekulationen.

Bilderstrecke von der Prinzenproklamation:


Beim stimmungsvollen Einmarsch begrüßten die ausgelassenen Narren ihren neuen Prinzen – als Kassenwart der Bürger- und Junggesellenschützen kein unbekanntes Gesicht in der Szene – mit spontanen Gratulationen und Umarmungen. Unter dem Motto „Schunkeln, tanzen, fröhlich sein – Die-La-Hei lädt alle ein“ steht die Session 2018 im Zeichen des Miteinanders. In der Welt laufe einiges verkehrt, bemerkte Präsident Jochen Hunkemöller und forderte das Narrenvolk auf: „Lasst uns näher zusammenrücken und bauen intelligente Brücken, dann können wir schon bald die Früchte pflücken.“ Die närrischen Leitgedanken seien Gemeinschaft und Integration, erklärte daraufhin der Prinz: „So macht es denn auch wirklich Sinn, dass ich als Goxeler Prinz geworden bin.“

Der ansteckenden Feierlaune des neuen Stadtregenten konnte sich auch Bürgermeister Heinz Öhmann nicht entziehen, der ihm bereitwillig den Schlüssel aushändigte.

In der Bütt unternahm Aloys Lütke-Sunderhaus einen Streifzug durch die lokalen „Baustellen“ und mutmaßte, dass die für den Umbau der Bernhard-von-Galen-Straße verantwortliche Firma auch in Berlin am Flughafen beteiligt gewesen sei. Mit ihren schwungvollen Showtänzen und Gardemärschen beeindruckten die Tanzgarden, die farbenprächtig kostümiert anspruchsvolle Choreographien präsentierten. Die Stammtischgespräche der Elferratsmitglieder und Senatoren am Tresen von Wirt Michael Laukamp brachten das Publikum zum Schmunzeln. Riesenapplaus ernteten die selbstgedrehten Werbeblöcke, in denen die Aktiven mit einer individuellen Vorstellung ihrer Sponsoren beeindruckten.

Nach dem Aufruf des überglücklichen Prinzen „Gemeinschaft sei uns nicht einerlei, Heimat-Gefühl stets auch mit dabei, dass wir können feiern so, fröhlich und frei, darauf dreimal kräftig – Die-La-Hei“ ließen sich die Jecken nicht lange bitten. Ein leichtes Spiel für die „Albatrosse“, die mit „echte Kölsche Tön“ die Bürgerhalle zum Beben brachten. Nach dem offiziellen Programm hieß es dann “Tanzfläche frei” unter der musikalischen Regie von  “Just now”, die für Partystimmung  bis in die frühen Morgenstunden sorgten.

Ein grandioser Auftakt der wenn auch kurzen, aber langersehnten fünften Jahreszeit.

Michael Heine ist der neue Karnevalsprinz 2018

Coesfeld, 20.01.18. Die Köpfe recken sich, Wer wird’s? Wer wird’s? Der Micha macht’s!

Das hat die Redakation von ich-in-coefeld soeben erfahren. Der neue Karnevalsprinz kommt aus Goxel und nennet sich Michael I (Michael Heine) Wir bleiben beim “Ball”, um mehr Informationen für euch zu bekommen.

Ein paar Fotos gibt es schon vom Einmarsch:

und von der Premiere auf der Bühne:

Ehrenamtliches Engagement für den Erhalt von Tradition

Coesfeld, 19.01.18 (hlm). Was macht Karneval für Coesfeld so charakteristisch? Präsident der Die-La-Hei, Jochen Hunkemöller, hat beim Tischgespräch von ‚Ich in Coesfeld’ die Antwort sofort parat: „Wir Coesfelder haben eine individuelle Art der karnevalistischen Tradition.“ „Mit viel Handwerk und hauseigenen Künstlern“, klinkt sich Markus Eckrodt von der Karnevalsgesellschaft AnKoBlu ein. Herbert Brockmann (Nachbarschaft Wittenfeld) nickt: „Wir sind eine Familie innerhalb der Karnevalsgesellschaften.“

Karneval in Coesfeld ist die Zeit, die lokalen Ereignisse aus den vergangenen 12 Monaten für eine sofort wirkende Bauchmuskel-Massage humorvoll unter die Lupe zu nehmen. So bekommen die Büttabende stets ein Motto. Sicherlich spielt da Lokalpolitik eine Rolle. Aber nicht die Einzige. Markus Eckrodt versichert, dass es in diesem Jahr keine reinen „Fake-News“ geben wird, wenn Norbert Lütkenhaus am 03. Februar 2018 in die Bütt steigt. Ob er als Kostüm ein „Trump(el)“-Tier trägt? Wer weiß? Eines ist auf jeden Fall glasklar: Für AnKoBlu ist der Abend in bunten Kostümen das Highlight, auf dem alle konzentriert hinwirken. Den Lohn der Arbeit, als Applaus und Tuschs ausgezahlt, kassieren die Bühnendarsteller ebenfalls auf dem großen Büttabend der Die-La-Hei in der Bürgerhalle. Am Samstag, 20.01.18, sitzt, elegant gekleidet, das Publikum der Karnevalsgesellschaft auf ihren Plätzen. Sie erwarten mit Hochspannung die Prinzenproklamation. Es gibt nur diese eine in Coesfeld. Wer es wird? Die Frage braucht im Vorfeld nicht gestellt zu werden. „Zugenähte“ Münder verlauten nichts – Stillschweigen! Der Eintritt zu diesem festlichen Abend ist Mitgliedern der Die-La-Hei vorbehalten. „Wir haben ein rollierendes System“, erklärt Hunkemöller die wechselnden Platzreservierungen. So ist gewährleistet, dass jeder mal in den vorderen Reihen sitzen kann. Vereinsmitglieder dürfen Gastpaare zum Schnuppern mitbringen. Diese dürfen einmalig teilnehmen. Dann müssen sie sich für eine Mitgliedschaft entscheiden, wenn sie weiter dabei sein wollen.
Und warum gilt bei der Die-La-Hei die Garderobenordnung? Hunkemöller kennt das nicht anders. Obwohl – über eine Aufhebung der Kleiderordnung hat er schon Mal nachgedacht: „Die Frage wirft sich auf.“ Damit steht er nicht ganz alleine.
Anderes organisieren es AnKoBlu und Wittenfeld. „Bei uns sind die Büttabende für jeden offen“, versichert Eckrodt (AnKoBlu). Limitierender Faktor ist die Platzzahl. An bestimmten Tagen werden die Eintrittskarten verkauft. Dann heißt es: Wer zuerst kommt, mahlt zu erst. „Maximal 10 Karten verkaufen wir an eine einzelne Person “, schränkt Brockmann ein. Für den Büttabend in Wittenfeld gibt es ein einfaches Reglement.

Zustimmendes Kopfnicken der beiden anderen am Gesprächstisch, als Hunkemöller Kritik in Richtung Publikum ausspricht: „Die Erwartungen an die Bühnendarstellung werden immer höher geschraubt.“ Doch dem ehrenamtlichen Engagement sind Grenzen gesetzt. Dieses Verständnis komme zu kurz. „Wir sind Amateure, keine Profis“, ergänzt der Präsident.

In Wittenfeld ist der Höhepunkt der Karnevalsumzug. Entstanden aus dem Kinderkarneval und jährlich gewachsen, ist er der Magnet für Familien, Freunde und Coesfelds Nachbarschaften. Die Zeit vor dem Umzug macht den Karneval in Goxel schon aus. Über Wochen werkeln die Wagenbauer. Das ist gelebte Gemeinschaft. Wenn dann am Tulpensonntag den Straßenrand rund 3000 Menschen säumen, sind das die Lorbeeren für ihre Arbeit. Ob die dort mit oder ohne Verkleidung stehen, ist für Brockmann unerheblich: „Jeder wird so genommen, wie er kommt. Ich freue mich über jeden.“ Auch für Hunkemöller ist die Teilnahme an sich schon das positive Signal. „Manche kommen den Kindern zuliebe.“ Damit wird die Tradition in den Köpfen weiter vererbt. Eckrodt reiht sich ganz mit ein: „Hauptsache sie sind dabei und machen mit.“

Karnevalsumzug in Wittenfeld 2016

Die drei Karnevalsgesellschaften versuchen alle Generationen mit einzubinden. Für die älteren Coesfelder bieten sie eigene Sitzungen als Seniorennachmittage (AnKoBlu und Wittenfeld) oder Büttnachmittag (Die-La-Hei) an. Bei der Nachfrage gibt es differente Erfahrungen. Bei AnKoBlu sinkt sie seit Jahren. Über die weitere Zukunft des Angebotes wird nachgedacht. Wittenfeld hat stabile Teilnehmerzahlen. „Kurz vor dem Ausverkauf“, heißt es bei der Die-La-Hei für den „Ü-65- Büttnachmittag“ (Wortfindung der Redaktion).

Geht es nach Aschermittwoch in das karnevalistische Koma? Falsch gedacht. Jochen Hunkenmöller korrigiert: „Wenige Wochen später treffen wir uns zum Meckerabend.“ Die Zeit, Fazit zu ziehen und nach vorne zu blicken. „Da wird auch schon das über das Motto für die nachfolgende Session diskutiert.“ „So früh“, ist Eckrodt erstaunt. AnKoBlu beginnt mit den ersten Vorbereitungen für die neue Session in der zweiten Jahreshälfte.

Die Mottos 2018 der Coesfelder Karnevalsgesellschaften

Antonius Schützenbruderschaft – Kolping – Blaue Husaren – Gemeinschaft (AnKoBlu):
„Keine Fake-News und kein Schmuh: Alles live bei AnKoBlu!“

Die lachende Heimat (Die-La-Hei):
„Schunkeln, Tanzen, Fröhlich sein. Die-La-Hei lädt alle ein!“

Terminübersicht
20.01.18, 20:00 Uhr: Büttabend der Die-La-Hei in der Bürgerhalle
27.01.18, 14:30 Uhr: Kinderkarneval der Die-La-Hei in der Bürgerhalle
28.01.18, 11:11 Uhr: Karnevalsmesse der AnKoBlu und Wittenfeld in der Anna-Katharina-Kirche
28.01.18, 15:00 Uhr: Büttnachmittag der Die-La-Hei in der Bürgerhalle
02.02.18, 14.30 Uhr, Seniorenkarneval der Wittenfelder im Goxler Pfarrzentrum
03.02.18, 19:31 Uhr: Großer Büttabend im Kolpinghaus, Große Viehstraße 16 – 18
04.02.18, 14:31 Uhr: Seniorennachmittag im Kolpinghaus, Große Viehstraße 16 – 18
08.02.18, 15:11 Uhr: Altweiberkarneval im Kolpinghaus, Große Viehstraße 16 – 18
08.02.18, 15:11 Uhr: Kaffeetrinken zur Weiberfastnacht der Wittenfelder, Kaffeetrinken im Goxler Pfarrzentrum
08.02.18, 17:00 Uhr: Umzug zur Weiberfastnacht der Wittenfelder, Treffpunkt Franz-Rohls-Platz / Rondell in Goxel
10.02.18, 10:00 Uhr: Kinderkarneval der Wittenfelder im Goxler Festzelt
10.02.18, 18:30 Uhr: Büttabend der Wittenfelder im Goxler Festzelt
11.02.18, 14:00 Uhr: Treffen der Gruppen und Wagen für den Goxler Karnevalsumzug, Markenweg / Wenneberg
11.02.18, 15:00 Uhr: Karnevalsumzug in Goxel, Gruppen und Wagen treffen sich ab 14 Uhr a
13.02.18, 16:30 Uhr: Kehraus im Großen Ratssaal, Markt 8

Westfälische Gelassenheit nach dem Sturm

Coesfeld, 19.01.18 (hlm). Lokale Einsätze für das Technische Hilfswerk, Ortsgruppe Coesfeld, sind selten. Der Sturm „Friederike“ am gestrigen Donnerstag forderte auch die Unterstützung von den Männern in den blauen Dienstanzügen. Mit sieben Kräften und einem Fachberater waren sie in der Stadt unterwegs (siehe Videobeitrag mit THW-Mann Tobias Pierick). Der Tag danach gehört dem Bilanzenziehen und den Aufräumarbeiten.
In Sirksfeld, auf der Straße Richtung kleine Kapelle steht eine Gruppe Landwirts aus dem Umfeld beisammen. In voller Montur macht sich einer aus der Gruppe mit der Kettensäge ans Werk. Er zerteilt einen dicken Baumstamm, der quer auf der gesperrten Straße liegt. Die übrigen tauschen sich über den Vortag aus. Dachpfannen sind von Scheunen geflogen. Einem Landwirt ist die Folie vom Maissilo hinweggefegt worden. „Der Mais liegt jetzt verstreut auf dem Acker“, bedauert einer der Landwirte seinen Nachbarn. Übel getroffen hat es den Hof von Ludger Wilde. Eine etwa 100 Jahre alte Eiche hat Friederike umgeworfen. Der Baum zerteilte den Schuppen in zwei Teile. Drinnen stehen zwei Trecker. „Da komme ich so nicht dran“, berichtet Wilde. Das überlässt er Profis. Aber erst wenn der Gutachter den Schaden aufgenommen hat. „Der Schrecken war riesig, als wir nach der Arbeit hier ankamen,“ berichtet der Landwirt im Nebenerwerb. Zum Glück ist es nur Sachschaden. Den drei Pferden auf dem Hof ist nichts passiert. „Gegen so einen Sturm kann man nichts machen, das ist höhere Gewalt“, meint Wilde in westfälischer Gelassenheit.
Am Coesfelder Berg blickt Frau Stippel auf das Dach ihres Wohnhauses. Zwei Löcher klaffen dort. „Ach, das geht ja noch“, bagatellisiert sie den Schaden. Wenige 100 Meter räumen Mitarbeiter der Stadt mit schwerem Gerät die Wege wieder frei. „Erst die Hauptwege, dann die Nebenwege“, so ein Angestellter. Bis alle Wege wieder passierbar sind, wird es noch Weile brauchen.

Dr. med. Arendt nimmt digitale Fitnesstrainer ins Visier

Coesfeld, 18.01.18 (dow). Beim ersten Coesfelder Gesundheitsforum ging es gleich kritisch zur Sache. Der Coesfelder Hausarzt ist auf Visite im WBK. Mit dabei sind rund 20 interessierte Zuhörer. Sie wollen von dem 66-jährigen Experten seine Meinung zu den digitalen Fitnesstrainern lauschen. Die Digitalisierung ist nicht nur am Handgelenk angekommen. Sie ist längst Helfer bei medizinischen Entscheidungen. Seit Jahren nehmen Netzwerkkabel und Algorithmen in den Praxen von Ärzten immer größeren Einfluss, so die Sichtweise von Dr. Arendt. Diese Technik begleitet uns überall im Alltag. Unterwegs im Auto, das Smartphone als ständiger Begleiter in Hand- oder Hosentaschen, das Tablett oder der PC. Alle diese Geräte und diverse Softwareprodukte funken fleißig Signale in die Welt. Sie werden von wenigen global agierenden Wirtschaftsunternehmen in Form von Datenprofilen gefiltert, analysiert und vermarktet. Mitunter ohne Wissen und Erlaubnis der Benutzer. Flucht und Segen zugleich. Denn wir Nutzer wissen um die Sammelleidenschaft der Wirtschaft. Aber die Produkte bieten viel Nützliches, was uns das Leben vereinfacht. Einfach Routen finden. Überall erreichbar sein. Oder bei sportlichen Aktivitäten Unterstützung finden, wie es die Fitnesstrainer tun. Letztendlich, so das Resümee von Dr. Ansgar Arendt, obliegt es unserer persönlichen Entscheidung, ob wir diese Dienste nutzen wollen oder nicht. Er stellt aber klare Forderungen auf seiner Abendvisite. Die eine: Den Begriff „Gesundzufriedenheit“ zu etablieren. Es geht dabei nicht um das Idealbild eines schlanken Menschen, der damit Fitness und körperliche Robustheit suggeriert. Ein Mensch kann auch trotz Handicap mit sich selbst psychisch in voller Zufriedenheit leben. Die weiter wesentliche Forderung übernimmt er vom österreichischen Rechtswissenschaftler Viktor Mayer-Schönberger: „Das Recht auf Vergessenwerden“ – das digitale Radiergummi, das Daten aus dem Internet unwiderruflich vernichtet, wenn das eine Person wünscht.

DRK gibt 20 Tipps für richtiges Verhalten bei Unwettern

 

 Ungeschützte Orte meiden, an denen Sie von durch Hagel oder Sturm

mitgerissene Gegenstände getroffen werden können!

 

 Bei Sturm in Gebäuden Schutz suchen, bei starken Stürmen Hallen mit großen Deckenspannweiten meiden!

 

 Vorher rechtzeitig bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel, Fahrräder etc. sichern!

 

 Im Freien bei Hagel notfalls mit dem Gesicht zum Boden hinlegen, Kopf und Nacken mit Händen schützen!

 

 Bei Gewitter in Gebäuden Schutz suchen! In freiem Gelände mit eng stehenden Füßen möglichst in einer Mulde auf den Fußballen in die Hocke gehen (möglichst wenig Kontaktfläche zum Boden)!

 

 Im Haus bei Hagel und Stürmen Fenster, Roll- oder Fensterläden schließen und von ungeschützten Öffnungen fernhalten!

 

 Tief- oder innenliegende Räume aufsuchen! Autos, Wohnwagen, Zelte und leichte Gebäude sind bei Sturm nicht sicher!

 

 Bei Blitzschlag sind Sie im Auto sicher (Faradayscher Käfig). Im Fahrzeug bleiben und keine blanken Metallteile berühren! Nicht unter Bäumen parken!

 

 Offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Türme, Masten und Antennen meiden, nicht an Zäune fassen oder anlehnen!

 

 Wasserstellen (Seen, Schwimmbecken usw.) nicht mehr aufsuchen!

 

 Zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern einhalten!

 

 Metallische Gegenstände (Regenschirme, Fahrräder etc.) meiden!

 

 Bei schlechter Sicht durch Wolkenbruch rechts ran fahren und stehen bleiben! Unterführungen meiden!

 

 Empfindliche Geräte vom Stromnetz nehmen oder Überspannungsschutz verwenden (im Handel erhältlich).

 

 Verletzten Erste Hilfe leisten, notfalls den Rettungsdienst 112 rufen.

 

 Vor Betreten überfluteter Räume und Keller Strom abschalten, Lebensgefahr durch Stromschlag!

 

 Bei austretenden Schadstoffen (z.B. Heizöl) Feuerwehr rufen!

 

 Keine feucht gewordenen Elektrogeräte in Betrieb nehmen!

 

 Stark beschädigte Gebäude nicht betreten, bei stark beschädigten Dächern vom Haus wegbleiben, Feuerwehr rufen!

 

 Ruhe bewahren, Lokalradio einschalten und/oder Warn-Apps nutzen! (z. B. »Warnwetter « vom Deutschen Wetterdienst, »NINA« vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz, »Mein-DRK« für Erste-Hilfe-Tipps)

 

 Vor dem Aufräumen alle Schäden für die Versicherung dokumentieren!

Eindeutige Zustimmung vom Ausschuss für den Träger der neuen KiTa

Coesfeld, 17.01.18 (dow). Die Entscheidung auf der Ausschusssitzung Jugend, Familie, Senioren und Soziales am Dienstag (16.01.18) im großen Sitzungsaal des Rathauses viel schnell und einstimmig: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird der Träger der neu zu errichtenden Kindertagesstätte (Kita) werden. Viele Wahlalternativen gab es nicht. Denn nur das DRK blieb schlussendlich als Interessent übrig. Im späteren Verlauf der Sitzung lobt CDU-Ausschussmitglied Bernhard Kestermann das Engagement des Sozialverbandes, als Träger der geplanten Einrichtung die “gesellschaftliche Verantwortung” zu übernehmen. Der Mitbewerber, die Lebenshilfe Wohnverbund NRW gGmbH, hatte Ende letzten Jahres den Rückzug aus dem Projekt mitgeteilt.

Der Standort der neuen Kita ist nicht unter Dach und Fach. Im Visier steht der Bereich Galgenhügel, der als Wohnbaugebiet entwickelt werden soll.[1] Dazu Bedarf es der Änderung der Bebauungsplan 29. Klar ist: Das Haus soll im Kindergartenjahr 2019/2020 zur Verfügung stehen. Damit hätte die Stadt Coesfeld zukünftig 75 zusätzliche Plätze im Betreuungsangebot. Neugierig stellt Nicole Dicke (Pro Coesfeld) die Frage nach der Finanzierung des Bauvorhabens. Schlagartig kommt von Ingo Ochtrup (stellv. Vorsitzender des DRK Ortsverein Coesfeld) die Antwort: „Zwei Kitas in so kurzer Zeit bauen – das schaffen wir nicht.“ Damit spielt er auf das geplante Kita-Projekt am Kalksbecker Weg an, wo alsbald der Spatenstich erfolgen wird. Auf ein Datum lässt sich der DRK-Mann nicht festnageln. Auch wenn Ausschussvorsitzender Norbert Hagemann das mit versucht.

Für das weitere Bauprojekt ist sich Ochtrup sicher, bald einen passenden Investor zu finden. Damit hätte das DRK mit seinem zertifizierten Familienzentrum im Stadtgebiet Coesfeld vier Kindergärten in seiner Obhut. Für die Leiterin des DRK-Kindergartens „Kleine bunte Welt“, Anke Gerdemann, und Christiane Schwering (Fachberatung Kindergärten / DRK-Kreisverband) ein Verbund, der sich gegenseitig stärken kann. Besonders wenn es kurzzeitig personelle Lücken zu schließen gibt.

[1] Quelle: https://www.coesfeld.de/sessionnet/sessionnetbi/vo0050.php?__kvonr=2004028379

Personelle und inhaltliche Neuerungen geplant

Coesfeld, 17.01.18 (PM). „Ärmel aufkrempeln ist angesagt”, stellte CDU-Vorsitzender Valentin Merschhemke bei einer Sitzung der neuen Strategiekommission der Partei und der Fraktion fest. Damit zielt er direkt auf die Baustellen ‘Kommunalpolitisches Arbeitsprogramm‘ und ,Neue Wahlkampfideen‘. Das bisherige Wahlprogramm soll gemeinsam mit Mitgliedern und interessierten Bürgerinnen und Bürger weiterentwickelt werden.

Neben der Erkenntnis, dass Vieles aus dem Programm von 2014 bereits begonnen oder sogar umgesetzt wurde, stand die strategische Weiterentwicklung und Aktualisierung der Schwerpunkte auf der Tagesordnung. Auf einer Klausurtagung am 21. April. werden Fraktion und Partei und alle Vereinigungen die Inhalte vertiefen. „Auf der nächsten Vorstandssitzung des OV Lette wird die weitere Vorgehensweise vorgestellt“, unterstrich der Letteraner Ortsverbandsvorsitzende Dr. Heiner Kleinschneider. Nach den Mitgliederversammlungen sollen die Ortsverbände eigene Veranstaltungen durchführen. Danach erfolgt eine Überarbeitung in den CDU-Arbeitskreisen. Einig waren sich alle CDU-Aktiven, dass neue Kandidatinnen und Kandidaten für die Ratsarbeit ab 2020 angesprochen werden müssen. Hierfür sollen Angebote „Fit fürs Mandat“ zusammen mit der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) geschaffen werden, wie KPV-Kreisvorsitzender Gerrit Tranel anregte. Stadtverbands-Vorsitzender Merschhemke unterstrich das harmonische Miteinander von Parteivorständen und Fraktion in der Kreisstadt und stellte den politischen Fahrplan für das erste Quartal 2018 vor. Er ermutigte die Verantwortlichen mit viel Klugheit und Elan die kommenden Herausforderungen anzugehen. Ergänzend dazu nannte Fraktionsvorsitzender Richard Bolwerk Beispiele, wie bürgernah Kommunalpolitik in den letzten Jahren gestaltet wurde. In den Bereichen Kitas. Jugend, Soziales, Bildung, Schule, Umwelt und Planung habe die die CDU nicht nur Veranstaltungen und Gespräche mit den Bürgern durchgeführt, sondern auch Beschlüsse mit Augenmaß gefasst. Letzte CDU-Initiativen sind die Themen „Bezahlbarer Wohnraum“ und Kontakt zur muslimischen Gemeinde. Wenn auch die Union keine absolute Mehrheit im Rat mehr hat, so habe die Fraktion stets argumentativ ihren Standpunkt verdeutlicht und CDU-Vorstellungen großenteils durchsetzen können.

Kommunalwahlen Coesfelds

25 Jahre Fusion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN / 35 Jahre Die GRÜNEN in Coesfeld

Ein Tischgespräch mit Coesfelder Parteimitgliedern

 

Coesfeld, 17.01.18 (dow). Am 17.01.1993 schlossen sich zwei Initiativen in Hannover zu einer Gemeinschaft zusammen: das im ostdeutschen Teil vertretene BÜNDIS 90 und die im westdeutschen Teil etablierten GRÜNEN. Beide hatten große politische Schnittmengen. Ein Zusammenschluss war daher opportun. Schließlich stand ein Jahr später die Bundestagswahl an. Die Zweite nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Bei der Wahl 1990 konnten beiden Parteien getrennt nicht viele Stimmen für sich gewinnen. Sie scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde. Gemeinsam schafften sie als Bündnis den Einzug in den Bundestag 1994. Mit der Vereinigung waren nicht alle einverstanden. Einer der großen Gegner war Matthias Paltzeck, damals Mitglied von Bündnis 90, heute SPD-Mann.

Die Veränderungen durch die Fusion hatte sich auf der Bundes- und Landesebene abgespielt. Lokal war das weit weg. „Wir haben nur einen holprigen Namen bekommen“, witzelt Erich Prinz, der seit den Anfängen der GRÜNEN in Coesfeld dabei ist. „Es rücken durch die Bezeichnung der Begriff Demokratie, Freiheit und Menschenrechte in den Vordergrund“, interpretiert Norbert Vogelpohl, Ortsverbandssprecher in Coesfeld. Im Kollektiv mit der Ökologie sind es die tragenden Werte der Partei von Beginn an gewesen. Schließlich sprossten DIE GRÜNEN aus der Friedens-, Antiatomkrafts- und Frauenbewegung. Aber die Gesellschaft assoziierte mit dem Parteinamen mehr den Umweltschutz.

Als sich vor 35 Jahren der Ortsverband der GRÜNEN formierte, kolorierte sich die Parteienlandschaft in der CDU-dominierten Stadt. Vor allem wollten die Gründungsmitglieder die Jugend für sich gewinnen. “Die 1968 haben in Coesfeld ja erst in den 1980er Jahren begonnen”, frotzelt Erich Prinz über die „verspätete rebellische” Generation in der Kreisstadt. Das Rezept ging auf. Seit 1984 ist die ökologische Stimme im Stadtrat vertreten – immer zwischen sechs bis zehn Prozent Wähleranteil.

Aber es bleiben Wermutstropfen. „Bis heute treten wir bei einigen Themen, besonders bei der Landwirtschaft, auf der Stelle“, resümiert Charlotte Ahrendt-Prinz die Arbeit in der Lokalpolitik. In der ländlich geprägten Region muss der Boden für Missstände erst aufbereitet werden. Dicke Bretter bohren, wie es so schön heißt. Als Beispiel nennt die Fraktionssprecherin das Aufzeigen der illegalen Nutzung von Grünrandstreifen an den Ackerrändern, die über Jahre hinweg umgebrochen und mit bewirtschaftet wurden. Das Feld beackert seit Jahren der Leiter des Baubetriebshofs der Stadt Coesfeld, Theo Reckert. Er setzt sich für die Rückholung der Randstreifen an den Wirtschaftswegen ein.

„Ökologische landwirtschaftliche Entwicklung – Flächenverbrauch – Massentierhaltung – Klimaschutz; das sind Ziele, für die wir uns lokal weiter einsetzen werden“, spricht überzeugt Erich Prinz. Stichwort Klimaschutz. Da ist schnell der öffentliche Personennahverkehr bzw. die Mobilität Gesprächsstoff am Tisch. Norbert Vogelpohl bilanziert: „Durchschnittlich 23 Stunden pro Tag steht das Auto.“ Die Alternative: Mobilität mit Elektro-Fahrrädern weiter fördern und Autos vor oder aus der Stadt halten. Erich Prinz sieht den Parkplatz am Konzert-Theater als Beispiel: „Ungenutzter Leerstand über den Tag hinweg. Mehr Parkraum braucht es nicht, sondern kreative Lösungen für die Anbindung zur Stadt.“ Den Grünen wird der lokalpolitische Stoff so schnell nicht ausgehen. Doch braucht es auch jungen Nachwuchs. Norbert Vogelpohl lockt: „Bei uns gibt es die Möglichkeit, die Zukunft mitzugestalten.“ Charlotte Ahrendt Prinz setzt nach: „Eine Alternative in der Parteienlandschaft gibt’s nicht zu uns, um sich für den Umweltschutz politisch zu engagieren.“