Onlineversteigerung läuft vom 29.11.18 bis zum 09.12.18

Coesfeld, 29.11.18 (PM). Am heutigen Donnerstag beginnt die Versteigerung von Fundsachen um 20.00 Uhr. Zehn Tage, bis Sonntag (09.12.) um 20.00 Uhr, können Interessierte bei der Onlineauktion mitbieten. Mit unter dem Hammer kommen unter anderem Handys, Schmuck, Uhren und Brillen sowie Fahrräder und eine Spielekonsole. Jeder kann mitmachen; die Auktions-Gegenstände sind auf dieser Internetseite aufgelistet.

So funktioniert die Versteigerung: Nach einer kostenlosen Anmeldung kann jeder ab Donnerstagabend, 29.11.18, 20 Uhr, mitbieten. Die meisten Artikel werden nach dem „Count Down Prinzip“ versteigert, hier fallen die Preise im Angebotszeitraum in regelmäßigen Abständen in Cent-Schritten von einem hohen Startpreis bis auf einen Euro. Man kann jeweils zum aktuell angezeigten Kaufpreis zuschlagen und die Auktion damit beenden. Melanie Aleff vom Bürgerbüro erklärt: „Je länger man also wartet, desto günstiger wird der Gegenstand, desto größer ist aber auch das Risiko, dass einem der Gegenstand vor der Nase weggeschnappt wird. Der jeweils Höchstbietende erhält den Zuschlag beim Erreichen des Kaufpreises.“ Alle ersteigerten Gegenstände müssen nach Zuschlag im Bürgerbüro abgeholt werden. Ein Versand, das betont Melanie Aleff vom Bürgerbüro, ist nicht vorgesehen.

Grünabfuhr bezirksweise ab Montag (19.11.18)

Coesfeld, 19.11.18 (PM). Von Montag (19.11.) bis einschließlich Dienstag (27.11.) werden wieder Grün- und Gartenabfälle eingesammelt. Die Grünabfuhr wird im Innenbereich von Coesfeld und im Ortsteil Lette (Straßen mit den Ziffern 1 bis 9 im Straßenverzeichnis zum Abfuhrkalender) bezirksweise angeboten und startet mit Bezirk 1. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, alle Straßen werden angefahren.

In den Bauerschaften (C und L lt. Straßenverzeichnis) werden die Grünabfälle nach Voranmeldung eingesammelt, und zwar am Dienstag (27.11.). Anmeldungen bitte bis Mittwoch (21.11.) bei der Firma REMONDIS Münsterland (Tel. 0 25 41 / 94 45 -0 oder Email an dirk.hackmann@remondis.de).
Die genauen Termine je Bezirk können dem geltenden Abfuhrkalender der Stadt entnommen werden. [Anmerkung der Redaktion: Eine webbasierte Abfrage der Abfuhrtermine auf den Seiten der Stdat Coesfeld ist wegen technischer Störungen auf der Webseite derzeit nicht möglich. Der Link führt zum PDF des Abfuhrkalenders.]

„Grünabfälle sind Kleingartenabfälle, die sich nicht über die Biotonne entsorgen lassen“, erläutert Uwe Dickmanns aus dem städtischen Fachbereich Bauen und Umwelt. Strauchwerk könne mit verrottbarem Faden zu handlichen Bündeln – mit nicht mehr als 2,20 Metern Länge sowie weniger als 50 kg Gewicht – geschnürt werden. Draht oder Plastik solle als Verpackungsmaterial nicht verwandt werden. Laub und kompostierbare Kleinabfälle könnten in offenen, festen Kartons oder Kisten bereitgestellt werden. Diese Behälter würden dann nur geleert und nicht mitgenommen.
Weiter weist die Verwaltung darauf hin, dass nur haushaltsübliche Mengen bis drei Kubikmeter eingesammelt werden. „Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, ihre Grünabfälle bis 7 Uhr morgens an die Straße zu legen“, so Uwe Dickmanns. „Spezielle Papiersäcke können im Bürgerbüro oder bei der Firma REMONDIS erworben werden“. Da diese Säcke schnell durchfeuchten, sollten sie erst kurz vor dem Abfuhrtermin befüllt werden. „Diese Papiersäcke sind nur für die Grünabfuhr zugelassen, bei der regelmäßigen Bioabfuhr dürfen sie nicht eingesetzt werden.“

Fragen zur Grünabfuhr beantwortet Wolfgang Zeisberg im städtischen Fachbereich Bauen und Umwelt, Telefon: 0 25 41 / 9 39 -12 50, Email: wolfgang.zeisberg@coesfeld.de.

Übersicht zur Online-Versteigerung schon ab 1. November einsehbar

Coesfeld, 31.10.18 (PM). Die Stadt Coesfeld versteigert Fundsachen im Internet. Alles, was innerhalb eines halben Jahres nicht vom Eigentümer bzw. nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist vom Finder abgeholt wird, kommt ab Donnerstag (29.11.18) unter den Hammer.

Bereits ab Donnerstag (01.11.18) können sich Interessenten alle zu versteigernden Gegenstände im Internet ansehen.
Mit dabei sind bei dieser Auktion unter anderem Fahrräder, ein Abgas-Messgerät, Handys, eine Spielekonsole, Schmuck, Uhren und Brillen.

Und so geht es: Nach einer kurzen kostenlosen Anmeldung auf www.sonderauktionen.net kann jeder ab dem 29. November bis zum 9. Dezember mitbieten. Nach dem „Count Down Prinzip“ fallen die Preise im Angebotszeitraum in regelmäßigen Abständen in Cent-Schritten von einem hohen Startpreis bis auf einen Euro. Man kann jeweils zum aktuell angezeigten Kaufpreis zuschlagen und die Auktion damit beenden. Melanie Aleff vom Bürgerbüro erläutert: „Je länger man wartet, desto günstiger wird der Gegenstand, desto größer ist aber auch das Risiko, dass einem der Gegenstand vor der Nase weggeschnappt wird. Der jeweils Höchstbietende erhält den Zuschlag beim Erreichen des Kaufpreises.“

Alle angebotenen Gegenstände müssen nach Zuschlag abgeholt werden. Es ist kein Versand vorgesehen, denn die Auktion spricht meist nur Bieter aus der Region an. Durch die kurzen Wege entfallen Kosten für Verpackung und Versand (z.B. gerade bei Fahrrädern ein großes Problem) und die Gegenstände können entsprechend günstig angeboten und abgeholt werden. Selbstverständlich kann auch jeder weit entfernte Bieter an dieser regionalen Versteigerung teilnehmen und dabei entscheiden, ob er den Aufwand für die Abholung für den aktuellen Preis in Kauf nimmt.

Zum Thema

Wer eine Sache im Wert über 10 Euro findet, muss dies der Gemeinde des Fundortes anzeigen. Die Frist zur Aufbewahrung der Fundsache beträgt sechs Monate nach Anzeige des Fundes. Ist der Verlierer nicht bekannt geworden, erwirbt der Finder nach Ablauf dieser Frist das Eigentum an der Sache.
Gem. § 976 BGB erwirbt die Gemeinde des Fundortes das Eigentum an einer Fundsache, wenn der Finder auf das Recht zum Erwerb des Eigentums verzichtet hat oder, wenn dieser das Eigentum erworben hat, die Fundsache aber nicht innerhalb einer bestimmten Frist abholt.
Es werden nur Fundsachen versteigert, an denen die Stadt Coesfeld nach dieser Vorschrift das Eigentum erworben hat.

Eine verborgene Gedenkstätte im Wald

Coesfeld, 25.10.18 (PM). Eine besondere Gedenkstätte findet man etwas außerhalb von Lette im Letter Bruch. In unmittelbarer Nähe des Barackenlagers, etwas versteckt im Wald, liegt der Heidefriedhof. Er wurde 1950 auf Initiative der Bewohner des benachbarten Barackenlagers „Heidehof“, das damals als Altenpflegeheim genutzt wurde, angelegt, um die Verstorbenen in der Nähe bestatten zu können. Die erste Beerdigung fand im August 1950 auf dem Heidefriedhof statt. Der letzte hier Beerdigte war Stanislaus Zelinski (August 1960), der unmittelbar vor Schließung des Pflegeheims verstarb.

Seit vielen Jahren wird der Heidefriedhof durch eine Arbeitsgruppe des Heimat- und Verkehrsvereins Lette gepflegt. Jährlich an Allerheiligen findet ein Gedenken an die hier Beerdigten statt. Anlässlich der 70. Wiederkehr der Ankunft der Vertriebenen in Lette gestaltete man 2016 die Gedenkstätte Heidefriedhof auch auf Initiative des Vereins „Denkmal Barackenlager Lette e. V.“ neu. So wurden zwei Gedenkstelen aufgestellt, eine aus Wünschelburger- und eine aus Baumberger Sandstein.

Über die Geschichte des Heidefriedhofs informiert ein neuer Flyer, der vom Stadtmarketing Verein in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Lette herausgegeben wurde. Der kostenlose Flyer ist im Bürgerbüro der Stadt Coesfeld und in der Zweigstelle im Heimatverein Lette erhältlich.

Weitere Details von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Einweihung des neu gestalteten Heidefriedhofs enthält die Broschüre „Erinnerungsstätte Heidefriedhof in Coesfeld-Lette“. Sie wurde vom Verein „Denkmal Barackenlager Lette e. V.“ herausgegeben. Die Broschüre ist zum Preis von 7,00 € in der Geschäftsstelle der AZ an der Rosenstraße oder beim Heimatverein Lette, Frau Elsbecker, Tel. 02546/1022 erhältlich.

Coesfeld, 02.10.18 (PM). In der Hengtestraße konnten die blaue und die gelbe Wertstofftonne wegen der Baumaßnahme der letzten Woche nicht abgeholt werden. Die Abfuhr der Wertstoffbehälter wird am kommenden Donnerstag, 04.10. von der Fa. Remondis nachgeholt.

Montag (01.10.) keine Sprechstunde

Coesfeld, 26.09.18 (PM). Die Bürgermeistersprechstunde am kommenden Montag (01.10.) fällt aus. Die nächste Sprechstunde bei Bürgermeister Heinz Öhmann findet am Montag (15.10.) statt – ausnahmsweise trotz der Ferienzeit.
Regulär wird die Bürgermeistersprechstunde am ersten und dritten Montag im Monat außerhalb der Schulferien angeboten. Jeder kann ohne Termin von 15.30 bis 17 Uhr mit dem Bürgermeister persönliche Anliegen besprechen.
Wer kurzfristig ein Anliegen vortragen möchte, kann sich an das Sekretariat im Rathaus wenden, Sylvia Hohmann, Tel. (02541) 939-1110 oder Julia Winking, Tel. (02541) 939-1112.

Kunstprojekt im Schlosspark vom 8. bis 21. Oktober

Coesfeld, 23.09.18 (PM). Die Trittsteine, die im Schlosspark über die Berkel führen, erhalten nun ihren letzten „Schliff“: Bei einem offenen Kunstprojekt können interessierte Laien, Kinder, Jugendliche und Erwachsene vom 8. bis 21. Oktober selbst Hand anlegen und Berkelsteine gestalten, die anschließend in die Trittsteine eingelassen werden.
Larissa Bomkamp, die das Berkelprojekt in der Stadtverwaltung begleitet, sagt dazu: „Diese Kunstaktion gehört noch mit zum Regionale-Projekt UrbaneBERKEL. Wir haben ein Künstler-Atelier gefunden, das solche Aktionen auch in anderen Städten schon gemacht hat. Ab Montag (08.10.) wird dazu im Schlosspark ein Zelt aufgebaut, eine mobile und offene Werkstatt, die täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet hat.“ Interessierte können mit ihren Motivideen in den Schlosspark kommen und werden von den beiden Künstlern bei der Umsetzung unterstützt und angeleitet. Insgesamt 70 quadratische Sandsteine (20×20 cm) können von den Coesfeldern gestaltet und bearbeitet werden. Larissa Bomkamp: „Jeder kann dabei mitmachen. Das Angebot ist offen und kostenlos, die Materialien werden zur Verfügung gestellt. Wer zuerst kommt mahlt zuerst.“ Sie ergänzt: „Schön wäre es, wenn die Motive das Thema „Berkel“ oder „Wasser“ aufnehmen oder eine Verbindung zu Coesfeld herstellen.“
Und auch Zuschauer sind in der offenen Werkstatt im Schlosspark während der zweiwöchigen Aktion willkommen. Denn während dieser Kontakt-Kunst-Aktion bearbeiten zwei Bildhauer drei Steinblöcke, die einen stilisierten „Berkelzompen“ darstellen werden, den früher typischen Lastkahn auf der Berkel. Diese Skulptur soll ihren Platz an der neuen Berkelpromenade erhalten, im Bereich zwischen der Poststraße und dem Gerichtsring. Larissa Bomkamp abschließend zur Projektidee: „Die Berkelsteine tragen so zur Identifikation mit der Berkel, ihrer Geschichte und Coesfeld bei.“

Kontakt-Kunst-Aktion „Berkelsteine“ im Schlosspark
Montag (08.10.) bis Sonntag (21.10.) täglich von 9 bis 18 Uhr
offene Kunst-Werkstatt im Zelt zur Gestaltung von „Berkelsteinen“
Informationen bei Larissa Bomkamp in der Stadtverwaltung, Tel. (02541) 939-1806 oder Larissa.Bomkamp@coesfeld.de

40 Jahre Engagement im öffentlichen Dienst

Münster/Coesfeld/Rosendahl/Warendorf, 18.09.18 (PM). Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Regierungsvizepräsident Dr. Ansgar Scheipers ehrten Gilbert Ostendorf (Coesfeld), Jutta Thier (Rosendahl) und Franz Reinhard (Warendorf) für 40 Jahre im öffentlichen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen.

Während einer Feierstunde in der Bezirksregierung Münster dankten sie den Jubilaren für das jahrzehntelange dienstliche Engagement und den großen Erfahrungsschatz, den sie in die Behörde einbringen.

Der 57-jährige Gilbert Ostendorf aus Coesfeld hat am 1. August 1978 seine Ausbildung als Vermessungstechniker beim Amt für Agrarordnung in Coesfeld begonnen. Im März 1992 wechselte er dort in den EDV-Bereich. Seit der Eingliederung des Amtes für Agrarordnung in die Bezirksregierung Münster kümmert er sich als Systemverwalter um die Belange der IT am Behördenstandort Coesfeld.

Die 57-jährige Jutta Thier aus Rosendahl arbeitet seit dem 1. August 1978 für das Land Nordrhein-Westfalen. Sie machte eine Ausbildung beim ehemaligen Landesamt für Agrarordnung in Münster und wechselte 1983 zum damaligen Amt für Agrarordnung in Coesfeld. Seit der Umstrukturierung der Behörden 2007 arbeitet sie bei der Bezirksregierung Münster. Dort ist sie im Dezernat für ländliche Entwicklung, Bodenordnung im Bereich Fachliche Dienstleistungen Technik tätig.

Der 63-jährige diplomierte Bau-Ingenieur Franz Reinhard aus Warendorf hat 1979 seinen Dienst für das Land Nordrhein-Westfalen beim damaligen Staatlichen Amt für Wasser und Abfallwirtschaft Münster aufgenommen. Von 1990 bis 2000 war Franz Reinhard Personalratsvorsitzender und begleitete in dieser Funktion die Zusammenführung von Wasserwirtschaft und Immissionsschutz zum Staatlichen Umweltamt. Seit 2007 arbeitete Franz Reinhard bei der Bezirksregierung Münster zunächst für ein Jahr im Bereich Umweltüberwachung, Wasserversorgung, Grundwasser und wechselte dann in den Bereich Wasserwirtschaft, Gewässerschutz. Seine Aufgaben dort waren die Planung und Umsetzung von ökologischen Maßnahmen zur Unterhaltung der Ems und erste Baumaßnahmen zur deren Renaturierung im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie. Seit Ende 2014 befindet sich Franz Reinhard in der Freistellungsphase der Altersteilzeit.

Stadt sucht neuen Fachbereichsleiter für Wirtschaftsförderung

Coesfeld, 07.09.18 (PM). In der Stadtverwaltung kündigt sich ein Wechsel an: Fachbereichsleiter Guido Brebaum, seit Anfang 2017 zuständig für Bürgerservice, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, wird voraussichtlich zum 1. November zum Landschaftsverband (LWL) nach Münster wechseln. Dort war ihm eine Referatsleitung angeboten worden.
„Hier in Coesfeld kann man eine Menge bewegen“, betont Guido Brebaum. „Gerne hätte ich mit dem tollen Team, das wir hier haben, die begonnenen Projekte weiter vorangebracht. Aber das Angebot einer Fachbereichsleitung mit einem erheblich vergrößerten Verantwortungsbereich in Münster war am Ende so attraktiv, dass ich nicht absagen konnte.“ Die Entscheidung sei insofern für Münster gefallen, aber keinesfalls gegen die Stadt Coesfeld, der er weiterhin verbunden bleibe.
Bürgermeister Heinz Öhmann bedauert den Weggang sehr. Er teilt mit, dass die Stadt bestrebt ist, die Stelle so schnell wie möglich wieder zu besetzen. Viele interessante Wirtschaftsthemen warten auf die neue Wirtschaftsförderung: Die Ansiedlung neuer Unternehmen, die Erhaltung und Gestaltung einer attraktiven Innenstadt und der Ausbau der Digitalisierung. „Das alles sind Aufgaben, für die wir jetzt eine neue qualifizierte Fachkraft suchen werden. Wirtschafsförderung und Bürgerservice, das sind Schlüsselaufgaben in der Stadtverwaltung“, so der Bürgermeister.

Azubi zahlt jährlich fast 1500 Euro für Nahverkehrsticket

Münsterland/Coesfeld, 04.09.18 (PM). Gemeinsam weisen die Regionsgeschäftsführungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Westfalen die Verantwortlichen des WestfalenTarifs und die Politik in einem gemeinsamen Brief auf ein Handlungsdefizit hin: „Zwar gibt es von allen Seiten viel Unterstützung dafür, Auszubildende gleichzustellen mit Studierenden, die schon heute NRW-weit gültige und stark vergünstigte Semestertickets haben.” Es hake aber bei der Umsetzung und der politischen Unterstützung der Landesregierung, heißt es in der Pressemitteilung. “Der Verkehrsverbund ist der einzige in NRW, der noch keine vergünstigte Verbundlösung für Azubis eingeführt hat“, sagt der Münsterländer DGB-Regionsgeschäftsführer Winfried Lange.

Schon 2017 hatte die DGB-Jugend Vorschläge auf den Tisch gelegt, wie ein NRW-weites und preisgünstiges Azubi-Ticket umzusetzen ist. Es soll allen Auszubildenden als Monats- und Jahresticket wahlweise angeboten werden – und sich beim Preis möglichst am Semesterticket orientieren, das aktuell knapp 40 Euro monatlich kostet. Dank der politischen Unterstützung von vielen Seiten führten der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) schnell ein Azubi-Ticket ein. Jetzt ist auch der Aachener Verkehrsverbund (AVV) gefolgt. Der Monatspreis für Azubis beträgt jeweils um die 60 Euro. Gegenüber den typischen Preisen im Westfalentarif ist das ein riesiger Fortschritt: Fast 1500 Euro im Jahr zahlt aktuell ein Azubi für sein Nahverkehrsticket, der in Emsdetten wohnt und in Münster zum Betrieb muss.

„Als DGB fordern wir eine NRW-weite Lösung, um die duale Ausbildung aufzuwerten. Aber die verbundsweiten Tickets sind ein guter erster Schritt in die richtige Richtung! Da sollte der WestfalenTarif schnellstmöglich nachziehen. Insgesamt sehen wir jetzt vor allem die schwarz-gelbe Landesregierung in der Verantwortung, die Verkehrsverbünde so finanziell zu stärken, dass schon bald ein attraktives NRW-weites Angebot für Azubis möglich ist“, erläutert Winfried Lange.

Die Umsetzungsdefizite im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) führt der DGB in erster Linie zurück auf zu geringe öffentliche Investitionen in Busse und Bahnen und deren Infrastruktur: „Land und Bund haben es in den letzten Jahren versäumt, den ÖPNV zu dem modernen, klimafreundlichen Verkehrsträger der Zukunft zu machen, den wir ganz dringend brauchen. Es mangelt gerade im ländlichen Raum an guten Verbindungen und einer angemessenen Taktung. So lässt sich keine Verkehrswende gestalten. Es ist gegen die Vernunft und alle Klimaabkommen, dass bei uns der Verkehrssektor der einzige ist, in dem es bisher gar keine Kohlendioxideinsparungen gibt“, konstatiert der DGB-Regionsgeschäftsführer.