Vortrag am 30. Oktober 2018 in Coesfeld

Kreis Coesfeld, 22.10.18 (PM/kid). Kurz zum Shoppen in die Niederlande oder bequem über Amazon aus dem EU-Ausland bestellen – für viele sind die Europäische Union und die mit ihr verbundenen Vorteile ganz selbstverständlich. Aber seit der Finanzkrise läuft die EU im Krisenmodus. Prof. Dr. Eckart Stratenschulte, der 24 Jahre lang die Europäische Akademie Berlin leitete, wird am Dienstag, 30. Oktober 2018, um 18:00 Uhr im Trend-Center der Parador GmbH in Coesfeld einen spannenden Vortrag über die Zukunft der EU halten.

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen; ihre Meinung zur Zukunft Europas ist ebenfalls gefragt: Sie können per Mobiltelefon abstimmen oder auch direkt mit Prof. Dr. Stratenschulte diskutieren. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung wird bis zum 25. Oktober 2018 erbeten unter https://europa-im-trend.eventbrite.de oder per E-Mail an: post@eu-direct.info

Diese Veranstaltung wird vom Kreis Coesfeld in Zusammenarbeit mit dem europe direct-Büro Steinfurt sowie der wfc Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Coesfeld gmbH organisiert. Die Moderation übernimmt Kreismitarbeiterin Marina Kallerhoff.

Kolping-Kreisverband Coesfeld schreibt Bundestagsabgeordneten zur Dieselproblematik

Kreis Coesfeld / Coesfeld, 11.10.18 (PM). Die Diskussion um die Zukunft der Fahrzeuge mit Dieselmotoren und dem eventuellen Fahrverbot verunsichert private Fahrzeughalter, aber auch mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe. Wenn auch zurzeit keine Fahrverbote im Kreis Coesfeld zu erwarten sind, belastet die Frage die wirtschaftliche Planung der Betriebe und deren Zukunftsperspektive.

Kaum ein Handwerksbetrieb wird in der Lage sein, seine Fahrzeugflotte aus dem Betriebsvermögen heraus auf andere Kraftstoffe (Benzin oder Gas) umzustellen. Ebenso würde der sehr aufwändige und teure Einbau von Katalysatoren die Existenz der Betriebe massiv gefährden, heißt es in der Presseinformation weiter. In einem Brief an die Abgeordneten für die Kreise Coesfeld und Unna im Deutschen Bundestag fordert der Vorsitzende des Kreisverbandes, Gerhard Schmitz (Nottuln) die gewählten Vertreter auf, sich im Bundestag und seinen Ausschüssen nachdrücklich der Sorgen der heimischen, mittelständischen Unternehmen anzunehmen, „weil sie seit vielen Jahren nachweislich der Motor der Wirtschaft und der nahezu Vollbeschäftigung im Kreis Coesfeld sind“, so Schmitz.
Der Kolping-Kreisverband ist sich natürlich der Verpflichtung zum Schutz unserer Umwelt bewusst und verkennt nicht die Notwendigkeit einer Energiewende auch im Automobilsektor. Es müssen aber grundsätzlich von der Automobilindustrie bezahlte Nachrüstungen Vorrang vor Neuanschaffungen haben, selbst wenn diese mit “Umtauschprämien” schmackhaft gemacht werden.

Der Kolping-Kreisverband Coesfeld mit seinen annähernd 7000 Mitgliedern versteht sich auch in dieser Thematik als Anwalt der mittelständischen Handwerksbetriebe. Gerhard Schmitz: „Wir erwarten von den gewählten Abgeordneten für die Kreise Coesfeld und die Kommunen des Kreises Unna, die zum Kreisverband Coesfeld gehören, eine entsprechende Positionierung und eine ebensolche Entscheidung der Bundesregierung.“

CDU-Veranstaltung mit Bestseller-Autor Ahmad Mansour in Coesfeld

Coesfeld, 01.10.18 (PM). Weltweite Flüchtlingsströme, verursacht durch kriegerische Konflikte und Naturkatastrophen, stellen Europa und Deutschland vor große Aufgaben. Deshalb sucht die CDU auch von den Bürgern Antworten auf die Frage: „Integration und Einwanderung – in welcher Gesellschaft wollen wir leben?“. Unter diesem Motto werden am Freitag, 5. Oktober, um 19.30 Uhr im „WBK – Wissen, Kultur, Bildung“ in Coesfeld der Islam-Experte und Bestseller-Autor Ahmad Mansour (Bild) sowie Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen erwartet. Auch der CDU-Stadtverband Coesfeld freut sich auf interessierte Bürger, die mit ihren Meinungen und Erfahrungen an diesem Abend zu Wort kommen sollen. Der deutsch-israelische Psychologe Mansour ist aktuell dank seines neuen Buches „Klartext zur Integration“ ein gefragter Gesprächspartner. Kufen war vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister im Jahr 2015 als Landtagsabgeordneter migrationspolitischer Sprecher der CDU Landtagsfraktion NRW. Angesichts der beherrschenden Bilder aus Chemnitz und dem auch darüber hinaus zunehmenden Rechtspopulismus möchte die CDU wieder mehr in den Blick rücken, wie viele Menschen sich ganz praktisch mit Integration beschäftigen und sich aktiv um diejenigen kümmern, die in Deutschland eine neue Heimat finden wollen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich für die Veranstaltung im WBK Coesfeld, Osterwicker Straße 29, in der CDU- Kreisgeschäftsstelle (Mail: info@cdu-coe.de oder Telefon: 02541 9377 174) noch anmelden.

Letzter gemeinsamer Arbeitskreis am Mittwoch (19.09.)

Coesfeld, 13.09.18 (PM) .Am Mittwoch (19.09.) findet um 18.30 Uhr der letzte gemeinsame Arbeitskreis in Sachen Dorfinnenentwicklungskonzept DIEK Lette statt, und zwar im Foyer der Kardinal-von-Galen-Grundschule in Lette.

Dabei werden die erstellten Projektportfolios noch einmal besprochen. Welche Priorität bekommen die einzelnen Projekte? Wie können die angestoßenen Ideen verstetigt werden? Das sind Fragen, die an diesem Abend geklärt werden sollen, bevor das Konzept zum DIEK in den Fachausschüssen und im Rat behandelt wird.

Weitere Termine

Donnerstag (04.10.) Vorberatungen im Bezirksausschuss Lette und

Mittwoch (10.10.) im Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen;

Donnerstag (08.11.) Beschluss im Rat der Stadt Coesfeld.

Alle Ergebnisse werden außerdem der Öffentlichkeit vorgestellt in einer großen Abschlusspräsentation zum Dorfinnenentwicklungskonzept DIEK am Dienstag (06.11.).

Zum Thema DIEK Dorfinnenentwicklungskonzept Lette

Insgesamt 19 konkrete Ideen sind zusammengekommen, seitdem das DIEK, das Dorfinnenentwicklungskonzept für Lette, im vergangenen Frühling angestoßen worden ist. Viele Interessierte aus ganz unterschiedlichen Bereichen haben daran mitgewirkt. Gesammelt wurden die Projektideen in drei Arbeitskreisen zu verschiedenen Themenschwerpunkten: Dorfentwicklung, Verkehr, Tourismus, Mobilität und Umwelt.

Hier eine Auswahl der Projektideen für Lette

o  Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses,
o  Aufwertung verschiedener Plätze: Alter Kirchplatz, Gemeindeplatz
o  Umgestaltung Heimathaus
o  Umgestaltung des Teiches am Philosophenweg
o  Schaffung von Wohnmobilstellplätzen
o  Verkehrssicherheit in Lette auf verschiedene Aspekte prüfen
o  Förderung des Austausches zu technischen Neuerungen
o  Naturlehrpfad

CDU bei Schauplätzen der Hexenverfolgung in Coesfeld

Coesfeld, 11.09.18 (PM). Zahlreiche CDU-Aktive aus der Baumberge-Region waren der Einladung der Coesfelder Parteifreunde zur „Hexentour“ gefolgt. Die Christdemokraten und weitere interessierte Coesfelder erhielten Einblick in ein dunkles Kapitel der Ortsgeschichte. Stadtführerin Ruth Rüther führte die Gruppe an die verschiedenen Schauplätze der Hexenverfolgung in der Stadt, erläuterte anhand der Örtlichkeiten und Gebäude Ursachen, Abläufe und Hintergründe dieser Sondergerichtsverfahren, denen am Ende bis zu 26 Menschen zum Opfer fielen. Einig waren sich die Teilnehmer, dass die Führung auch der kritischen Auseinandersetzung der zeitlosen Diskriminierung von Menschen und der Ausübung inhumaner Gewalt in Vergangenheit und Gegenwart diente. Am Pulverturm trafen sich die CDU-Aktiven zu einem geselligen Abschluss, um die gute Kooperation über die Ortsgrenzen hinaus zu pflegen. Eine weitere Gelegenheit dazu besteht am 24. September um 19 Uhr im WBK bei der Regionalkonferenz „Münsterland on tour“. Bei der Veranstaltung mit Landrat Dr. Schulze Pellengahr und dem Landtagsabgeordneten Wilhelm Korth soll insbesondere diskutiert werden, welche Rolle die Marke Münsterland auf lokaler Ebene spielen kann. Möglichst viele Akteure und Multiplikatoren sollen vor Ort informiert und mitgenommen werden.

60 Jahre EUREGIO / Baustellen gibt es noch genug

Coesfeld, 06.09.18 (hlm). Vor 60 Jahren übernahm die EUREGIO mit ihrer Gründung eine Vorreiterrolle. Ihr Ziel war und ist es, die deutsch-niederländische Grenzregionen wirtschaftlich und kulturell zu verbinden. In vielen Teilen gelang es ihr auch, so ein Tenor der Rednerbeiträge bei der Festveranstaltung mit einer Podiumsdiskussion unter den Lettern “60 Jahre EUREGIO – Chancen der heimischen Wirtschaft in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit”. Bevor Rob Welten, Präsident der EUREGIO, sein Loblied auf das gemeinsame Erreichte anstimmt, heißt Christoph Almering, Geschäftsführer der Zweckgemeinschaft, als und Moderator 50 Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung im Coesfelder Rathaus willkommen. Einen Seitenhieb auf die derzeit bröckelnde Stimmung in der EU und die Isolationsbestrebungen einiger Mitgliedsstaaten verkneift sich Welten nicht: “Hier steht ein wirtschaftliches Europa mit Garant für Frieden und Sicherheit.”

Handel- und Wirtschaftsverkehr der drei wichtigsten Partner von NRW. (Grafik hlm)

Der freie Handels- und Wirtschaftstransfer funktioniert zwischen den Nachbarländern sehr gut. Verstärkt durch den Abbau der Schlagbäume in den 1970er Jahren. Zuvor pflegten beide bereits enge wirtschaftliche Kontakt. Für Nordrhein-Westfalen sind die Niederlande der größte Handelspartner, vor Frankreich und England. Aber ein langer Bauzaun steht noch an der Grenze. Allen voran Werner Schaurte-Küppers, Präsident der 1905 gegründeten deutsch-niederländischen Handelskammer, zählt die hell strahlenden Baustellenleuchten auf: Digitalisierung, Verkehrsinfrastruktur und Fachkräftemangel. Jedes Licht markiert einen eigenen Bauabschnitt, der stellenweise nach einer Dauerbaustelle klingt, wie sich aus den Statements der Teilnehmer herausfiltern lässt. Lodewijk an der Borg, als Vertreter eines grenznahen niederländischen Unternehmens, gräbt mit der Schaufel ein Bauloch ein klein wenig tiefer. Schließlich gibt es ein paar kleinere soziokulturelle Differenz und der schlipslose Geschäftsführer der Kaak Group zählt schmunzelnd auf: “Die Niederländer tragen keine Krawatten, Duzen sich sofort und haben flache Hierarchien.” Was sich witzig anhört, hat Tiefgang. Grenzübergreifende Zusammenarbeit heißt nicht, einen gesellschaftlichen Einheitsbrei zu haben, sondern seine eigene Identität zu bewahren. Es geht also um eine Mischung aus Konsens und Akzeptanz. Die Teilnehmer der Podiumsrunde blicken in eine alte Baugrube: Bis heute fehlt die gegenseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen. Schaurte-Küppers deutet an, dass eine Leiter angelegt ist, in Form einer übergreifend arbeitenden Kommission. Das wäre eine Erleichterung zur Diffusion von Fachkräften. Hilfe bietet schon jetzt der an der EUREGIO angedockte Grenzinfopunkt, der an der EUREGIO an, der als Beratungsstelle in Sachen Arbeit, Wohnen und Bildung arbeitet.

Viel bewegt sich in der EUREGIO. (Grafik hlm)

Heinz Öhmann, Coesfeld Bürgermeister und EUREGIO-Ratsmitglied, wirft in eine Baugrube eine Schüppe Kies und hebt den Fördertopf INTERREG der Europäischen Union hervor. Mit den Zuschüssen werden auch grenzübergreifende Projekte finanziert. Aufträge, die europaweit ausgeschrieben und sich aus der EU-Nachbarschaft kaum jemand bewirbt. So ist die Erfahrung von Öhmann. Da wird die sprachliche Barriere eine Rolle spielen. Die Ausschreibungsunterlagen sind in der Muttersprache bei den Vergabestellen hinterlegt. Eine Übersetzung fehlt in der Regel.

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr liefert ein passendes Abschlusswort für die Podiumsdiskussion. Coesfeld sei kein Grenzland und weit weg. Um so wichtiger ist es für ihn, die Kommunikation in den weiteren Grenzraum zu verstärken. Zusammenwachsen beginnt mit der Begegnung der Menschen und ist Basis zur Reduzierung von Ängsten.

Kreis Coesfeld vernetzt

Coesfeld, 03.09.18 (hlm). Einmal im Monat treffen sich die Verwaltungschefs der elf Kommunen und des Kreises Coesfeld zu einem Arbeitstreffen. Dieses Mal begrüßten Coesfelds Bürgermeister Heinz Öhmann und Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann ihre Amtskollegen im “Großen Sitzungssaal” des Rathauses der Kreisstadt. Die Vertreter der Presse erhielten im Anschluss auf der Pressekonferenz von den beiden Gastgebern eine Übersicht der Gesprächsergebnisse.

Besonderer Gast ist Christian Almering, der seit acht Monaten als Geschäftsführer der EUREGIO wirkt. 60 Jahre lang stärkt die Institution das Zusammenwachsen die Gemeinschaft im deutsch-niederländischen Grenzraum. Nicht ohne Sorge blicke Almering auf die aktuelle Situation Europas, resümiert Richard Borgmann auf der Pressekonferenz und zitiert ihn: “Was die Großen nicht hinbekommen, sollen die Kleinen lösen.” Das heißt, nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Visionen entwickeln. Es gibt im deutsch-niederländischen Grenzraum viel ausschöpfbares Potenzial, sowohl aus wirtschaftlicher Sicht, wie auch in der gesellschaftlichen Kohäsion. Tourismus und Bildung nennt Borgmann Beispiele. Öhmann bringt den Grenzinfopunkt in die Gesprächsrunde ein. Eine Beratungseinrichtung, die bis 2020 als “INTEREG-Projekt” gefördert wird. Sie ist die Anlaufstelle für Rechtsfragen von Menschen, die im Nachbarland leben oder Arbeiten wollen. Die Beratungsstelle in Enschede kooperiert mit der Agentur für Arbeit Coesfeld. Ganz kritiklos entlassen die Verwaltungschefs den EUREGIO-Geschäftsführer Almering nicht aus dem Arbeitskreis. Der Fokus solle nicht allein auf den Südkreis gelegt werden. Der Blick über den Rand bis ins angrenzende Ruhrgebiet ist etwas kurzsichtig. Positiv bewerten Öhmann und Borgmann die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs mit der Optimierung der Bahnlinie Enschede-Dortmund. Dabei hat zwar nicht direkt die EUREGIO ihren Anteil, aber die Schiene ist eine wichtige wirtschaftliche und gesellschaftliche Verbindung zwischen den Regionen. Geldmittel fließen von der EU-Förderstelle in Bildungseinrichtungen, wie Universitäten. Coesfelds Dependance der Fachhochschule Münster profitiert indirekt von diesen Finanzströmen.

Vom Grenzüberschreitenden richtet sich der Blick auf den Kreis Coesfeld. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr wirbt für die dritte Runde des Ökoprofits. Einige Unternehmen haben ihre Teilnahme zugesichert. Die Werbetrommel dreht sich weiter, um weitere Firmen und Einrichtungen für das Klimaschutzprojekt zu gewinnen. Für Öhmann ist es kein reines Prestige- oder Imageprojekt. Es gehe hierbei um konkret individuell ausgearbeitete Vorschläge zur Energieeinsparung, die sich ökonomisch in der Bilanz der teilnehmenden Unternehmen positiv auswirken. Mit Sarah Rensner hat der Kreis Coesfeld eine Klimaschutzmanagerin, die Aktivitäten und Projekte auf kommunaler Kreisebene koordiniert und das Klimaschutzkonzept als Handbuch hat. Wünschenswert wäre es in Augen von Öhmann, wenn sich die Arbeit nicht nur auf Koordinierung, sondern auch auf konkrete Projekte fokussieren, die messbare Ergebnisse liefern.

Auf der Agenda des Arbeitstreffens stand auch die Schaffung eines Standards für die Markierung des Radwegenetzes. “Das bisherige Wabensystem hat sich nicht bewährt”, zieht Öhmann einen Schlussstrich. Ein Neues soll her, und zwar landesweit. Am besten über eine zentrale Stelle geplant und gesteuert, damit kein bunter Mix entsteht. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Gegenwärtig stecken die Kommunen ihre Zielvorstellungen ab. Unteranderem könnte sich das in den Niederlanden verwendete Knotenpunktsystem als Blaupause eignen.

Der Kreis ist ein Umlageverband, der sich aus den finanziellen Einlagen der elf Städte und Gemeinden mitfinanziert, dessen Höhe durch den Hebesatz festgelegt ist. “Jeder dritte Euro geht an den Kreis”, rechnet Borgmann vor. Das ist von den Kommunen in der gegenwärtigen guten Wirtschaftslage mehrheitlich zu leisten. Lüdinghausens Bürgermeister will weiter nach vorne blicken und sich auf schlechtere Zeiten vorbereitet wissen. Deutlich richten die Bürgermeister ihre Forderungen in die Richtung einer mittelfristigen Finanzplanung und einer weiteren Absenkung der Hebesätze. “Damit Kommunen die Kreisumlage nicht über finanzieren müssen”, so Borgmann.

Kreisweiter Schulentwicklungsplan – da kann sich die Stadt Coesfeld mit seiner eigenen Entscheidungshoheit etwas zurücklehnen. In der Kreisstadt besteht ein breites Schulangebot. Das ist in einzelnen Nachbarkommen nicht so luxuriös. Besonders die Erreichbarkeit von Förderschulen grenzt punktuell an die Unzumutbarkeit. Das soll sich mit der Aufstellung eines Schulentwicklungsplans verbessern.

Informationsveranstaltung zum Bebauungsplan „SO-Gebiet Biomassekraftwerk Brink“

Coesfeld, 14.08.18 (PM/hlm). Auf dem Grund der ehemaligen Ziegelei Kuhfuß am Brink, nahe der Wertstoffanlage von Remondis, soll ein Biomassekraftwerk errichtet werden. Dazu hatte der Rat der Stadt Coesfeld am 17.05.2018 die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 149 „SO-Gebiet Biomassekraftwerk Brink“ beschlossen.

Bereits vor 14 Jahren plante die NaWaRoS Engineering GmbH den Bau einer Biogasanlage, die durch mikrobielle Zersetzung von Getreide Energie gewinnen sollte. Die Abkürzung NaWaRo steht dabei für nachwachsende Rohstoffe. 2010 kam das wirtschaftliche Aus des Projektes. Der bereits installierte Fermenter (Gärbehälter) ging nie in Betrieb. Dieser soll nun mit dem neuen Betreiber, der baden-württembergischen BioMasseKraftwerk Coesfeld GmbH reaktiviert und erweitert werden.

Über die Pläne informiert die Stadt Coesfeld im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und lädt zu einer Veranstaltung im großen Sitzungssaal des Rathauses Markt 8 am 27.08.2018, 18 Uhr ein. Anwohner und interessierte Bürgerinnen und Bürger können und sich den vorläufigen Bebauungsplan erläutern lassen. Informationen über den aktuellen Planungsstand gibt es im Internet hier.

SPD fordert Entlastung der Familien mit geringerem Einkommen

Coesfeld, 09.08.18 (PM). Auf ihrer Sommersitzung haben sich SPD-Fraktion und Vorstand nochmals mit der Gebührenstaffelung für die Kindertagesstätten (Kita) und den offenen Ganztag in Grundschulen (OGS) befasst. Die Sozialdemokraten waren sich einig, dass jetzt die Zeit ist für einen kleinen Einstieg in die Gebührenfreiheit von Bildung. Hermann-Josef Vogt, Sprecher im Schulausschuss, meint in der Presseinformation: „Wir wollen die Gebühren für die OGS und für die Kitas bis zu einem jährlichen Einkommen von 24.000 Euro in einem ersten Schritt auf null reduzieren.“ Die Verwaltung wird aufgefordert für die einzelnen Bereiche und Einkommensabschnitte die Anzahl der betroffenen Familien zu ermitteln und auch die tatsächlichen Kosten darzustellen. „Wir werden mit unseren Genossinnen und Genossen sowohl auf Kreisebene als auch in der Stadt Dülmen sprechen, um den Weg möglichst einheitlich zu gehen,“ so Vogt.

Attraktivität der Stadt steigern/ Mehr Sicherheit für Radfahrer

Coesfeld, 08.08.18 (PM). Der zweite Teil der diesjährigen Sommerradtour der SPD führte in den Nordwesten der Stadt. Mit Thomas Stallmeyer, Sprecher im Planungsausschuss, wurde an der De-Bilt-Allee das freie Grundstück an der Kita Arche besichtigt und über die verschiedenen Ideen der Entwicklung gesprochen, die bisher nicht realisiert werden konnten.

Die Fahrt durch die Loburger Straße vom Ring bis zur Borkener Straße machte deutlich wie geeignet diese Strecke für die Einrichtung einer Fahrradstraße ist.

„Durch die Bevorrechtigung des Fahrradverkehrs in diesem Abschnitt würde die Verkehrssicherheit für alle  gesteigert,“ so Thomas Stallmeyer. Die Schüler der Ludgerischule würden profitieren, aber auch die Fahrrad-Pendler von Nordwest bis zur Innenstadt. Der Radverkehr habe in Coesfeld eine große Bedeutung, so Hermann-Josef Vogt. Der Vorsitzender der SPD Coesfeld argumentiert: “Wir wollen seine Attraktivität stetig steigern und den Nutzern das Leben so leicht und so sicher machen wie  möglich“. Das ermögliche eine Fahrradstraße.