Sternsinger sammelten im Kreisdekanat abermals Rekordergebnis

Kreisdekanat Coesfeld (pbm/mek). Darauf können die knapp 2800 Sternsingerinnen und Sternsinger im Kreisdekanat Coesfeld mächtig stolz sein. In diesem Jahr haben sie wieder das Vorjahresergebnis getoppt. 384.769,07 Euro landeten in ihren Spendendosen. 2018 waren es 366.574,84 Euro. So schafften die kleinen Königinnen und  Könige eine abermalige Steigerung von fünf Prozent. Dank ihres Engagements kamen im Dekanat Coesfeld 95.970,43 Euro, im Dekanat Dülmen 91.649,19 Euro, im Dekanat Lüdinghausen 118.619,39 Euro und im Dekanat Werne 78.530,06 Euro zusammen.

Rund um den 6. Januar haben sich die Mädchen und Jungen auf den Weg gemacht, um den Menschen den Segen für das neue Jahr zu bringen. Zudem sammelten sie in den 20 Pfarreien des Kreisdekanats Coesfeld von Rosendahl bis Lünen, von Dülmen bis Ascheberg für notleidende Kinder. In diesem Jahr steht die Aktion des Kindermissionswerk unter dem Motto „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“ und nimmt vor allem Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in dem südamerikanischen Land in den Blick.

Begleitet wurden die kleinen Könige von zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die Fahr- und Verpflegungsdienste übernommen hatten. „Ich bin jedes Jahr erneut sehr angerührt, wenn ich erlebe, wie begeistert die Jungen und Mädchen als Sternsinger unterwegs sind und dem Wetter trotzen. Sie wollen anderen Kindern zu helfen, denen es nicht so gut geht wie ihnen. Die weltweit größte Aktion von Kindern für Kinder! Ich freue mich über dieses tolle Ergebnis im Kreisdekanat Coesfeld und danke allen Kindern, Helferinnen und Helfern“, freut sich Kreisdechant Johannes Arntz über das Engagement.

Bischof Genn lädt zum Tag der Pfarreiräte ein

Kreis Coesfeld, 23.01.19 (pbm/gun). Das Angebot ist so vielfältig wie die Aufgaben derjenigen, für die es bestimmt ist: Münsters Bischof Dr. Felix Genn lädt am Samstag, 9. März, zu einem „Tag der Pfarreiräte“ in die Domstadt ein. Von 9 bis 17 Uhr können sich die ehrenamtlichen Mitglieder der Pfarreiräte im Bistum informieren, austauschen – sowie Ideen und Hilfen für ihr Gemeindeleben vor Ort mit nach Hause nehmen. Die Veranstaltung findet in der Halle Münsterland statt.

An diesem Tag wird es um die Entwicklung und Perspektiven der Pfarreien im Bistum Münster gehen, aber auch um aktuelle Herausforderungen. Die Ehrenamtlichen können an Workshops teilnehmen, die sich mit unterschiedlichen Themen beschäftigen: Zukunft des freiwilligen Engagements, Schöpfungsbewahrung und ökofaire Gemeinde, Umgang mit Konflikten und Spannungen, Experimente wagen, Nachrangigkeiten entwickeln sowie Pastoralplan umsetzen und weiterdenken. Den Inhalt vier weiterer Workshops legen die Teilnehmer zu Beginn des Tages selbst fest. Dabei kann auch über das Thema sexueller Missbrauch in der Kirche und die Konsequenzen daraus gesprochen und diskutiert werden.

Den ganzen Tag über ist zudem ein „Servicepoint“ als Anlaufstelle für Fragen und Anregungen der Pfarreiratsmitglieder besetzt. Ansprechpartner aus den Fachabteilungen des Bischöflichen Generalvikariates werden Auskünfte geben.
Eingerahmt wird der „Tag der Pfarreiräte“ in ein musikalisches Begleitprogramm mit spirituellen Impulsen.

Anmeldungen sind bis zum 17. Februar ausschließlich online möglich.

Schwester Josefa Maria Bergmann war bei der Generalkonferenz in Afrika

Coesfeld, 22.12.18 (pbm/mek). Das regnerische Wetter in Coesfeld hatte Schwester Josefa Maria Bergmann für fast vier Wochen hinter sich gelassen. Gemeinsam mit weiteren Provinzoberen und der Generaloberin Schwester Maria Kristin Battles der Schwestern Unserer Lieben Frau hat sie sich zur Generalkonferenz in Tansania getroffen. „Die Leitungsebene des Ordens kommt zwei Jahre nach dem letzten Generalkapitel, das in Coesfeld stattgefunden hat, und zwei Jahre vor dem nächsten Generalkapitel, das auch wieder in Coesfeld stattfinden wird, immer an einem anderen Ort zusammen. Letztes Mal haben wir uns in Indonesien getroffen, dieses Mal in Afrika, und in vier Jahren werden wir uns in Indien treffen“, berichtet die deutsche Provinzoberin. Auf der Tagesordnung der 23 Teilnehmerinnen stehen dann Berichte und Beschlüsse sowie Themen wie beispielsweise die Ausbildung, die Gerechtigkeit oder die Weiterentwicklung des Ordens. „Aber wir haben auch über das interkulturelle Zusammenleben von Schwestern gesprochen, wie wir es im Haus Emmaus in Coesfeld bereits praktizieren“, informiert Schwester Josefa Maria, die im Kloster Annenthal wohnt und im angeschlossenen Provinzialat arbeitet.

Aber die Ordensfrau hat auch die Zeit genutzt, sich verschiedene Projekte in Afrika anzuschauen. „Und ich habe Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenschule aus Coesfeld auf dem Markt in Arusha getroffen. Sie waren auf dem Weg in ein 150 Kilometer entfernt liegendes Dorf der Massai, um am Bau einer Schule mitarbeiten“, berichtet sie lachend. Das Kooperationsprojekt zwischen den Schwestern, dem Verein „Dialog hilft Kindern in der einen Welt“ und dem bischöflichen Berufskolleg Liebfrauenschule wird im nächsten abgeschlossen. „Zwei neue Gebäude sind entstanden, die nach unseren Gründerinnen benannt sind. Man merkt vor Ort, dass die Coesfelder Ordensgeschichte dort weitergeschrieben wird“, berichtet sie. In den vergangenen Jahren sind ein Kindergarten, eine Schule mit inzwischen sieben Klassenräumen sowie zwei Internatsgebäude entstanden. „Eine größere Armut kann man sich kaum vorstellen. Das Projekt gibt den Menschen Würde. Es ist sehr beeindruckend“, lobt sie das Engagement vieler.

Wie wichtig die Arbeit der Schwestern in den unterschiedlichen Projekten sei, habe sie auf der Konferenz immer wieder erfahren. Aber auch die Unterstützung der Mädchen, die ihren Weg selbst im Orden sehen, sei zur Sprache gekommen. „Denn dieser Weg ist gegen die afrikanische Kultur. Die Familien erhalten von den jungen Frauen nichts zurück. Das ist anders, wenn sie verheiratet werden“, stellt Schwester Josefa Maria den Konflikt dar.

Während eines Besuches in Uganda erfuhr die Ordensfrau, wie sich die Kirche in der Bildung der Kinder engagiere. „Das ist mit deutschen Maßstäben nicht zu vergleichen. Aber dank der Spenden aus dem Ausland sind unsere Schulen in Afrika im Vergleich zu den staatlichen Schulen sehr gut ausgestattet“, sagt sie. Die Zeit in Afrika habe sie als sehr bereichernd empfunden. „Seit 25 Jahren ist der Orden dort aktiv, und es ist toll zu sehen, was die Schwestern aufgebaut haben“, lobt sie.

Mit vielen Eindrücken ist Schwester Josefa Maria ins Kloster Annenthal zurückgekehrt. Im Gepäck hatte sie Gebetsanliegen. „Über ihr Gebet tragen unsere Schwestern die Arbeit ihrer Mitschwestern in der Welt mit und stärken auf diesem Weg die internationale Gemeinschaft“, erklärt die Provinzoberin.

Die Josefsstatue fordert Betrachter heraus

Gerleve, 20.12.18 (pbm/mek). Zu jeder Krippe gehört der heilige Josef. Eine etwas andere Darstellung des Heiligen findet sich in der Abteikirche der Benediktiner in Gerleve. Und nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr über. Denn der heilige Josef ist der Patron des Klosters.

Lebensgroß ist die Josefsstatue, die der Künstler Bruno Walpoth für die Benediktiner geschaffen hat. Sie fordert die Betrachter heraus, denn diese Figur hat sehr wenig gemeinsam mit den üblichen Darstellungen. „Normalerweise wird er als alter Mann gezeigt. Dieser Josef aber wirkt jung und empfindlich. Er trägt einen Rock und hat keine Schuhe an“, sagt Pater Marcel Albert. Auf den ersten Blick wirke er gewöhnlich, aber auch wiederum als Außenseiter. „Es ist kein Heiligenbild, vor dem man niederkniet. Man steht auf Augenhöhe mit ihm und nimmt selbst Haltung an“, führt er weiter aus.

Den Kontakt zu dem Tiroler Schnitzer vermittelte Jutta Meyer zu Riemsloh, Geschäftsführerin des Kunstvereins Münsterland. Sie hatte 2013 eine Ausstellung mit den Figuren Walpoths in den Räumen des Kunstvereins in Coesfeld organisiert. So wurden die Mönche aus Gerleve auf den Künstler aufmerksam. „Er schafft den Menschen in seiner Gesamtheit und arbeitet dabei immer mit lebendigen Modellen“, stellt Meyer zu Riemsloh eine Besonderheit des Künstlers heraus. Zudem arbeite er seine Figuren aus einem kompletten Stamm. „Die Gesichter und Hände sind besonders filigran geschnitzt und geweißt. Das verleiht den Statuen noch mehr Ausdruck“, berichtet die Kunstexpertin. Acht Figuren fertige er im Jahr und nehme normalerweise keine Aufträge an. Umso größer war die Freude in Gerleve, dass Walpoth bereit war, für die Klosterkirche eine Josefsfigur zu schaffen.

Intensiv hat sich auch Jörg Schellschmidt mit der Statue befasst. Er ist häufiger bei den Benediktinern zu Gast und hat sich mit seiner Kamera dem Josef genähert. „Diese Statue lebt. Sie stellt sich immer wieder neu dar. Je nach Lichteinfall ändert sich ihr Ausdruck – mal freundlich, mal nachdenklich oder sogar abweisend“, hat Schellschmidt beobachtet. Einkehr und Innerlichkeit seien Stimmungen, die sie widerspiegele. Und manchmal habe er den Eindruck gehabt, „dass sich der Josef gleich umdreht und mich anspricht“.

Seit dem 10. August 2016 hat die Statue ihren Platz im nördlichen Seitenschiff der Abteikirche. Die Reaktionen der Menschen, die das Gotteshaus besuchen, aber auch der Mitbrüder seien sehr kontrovers. „Das ist gut. Es ist zeitgenössische Kunst, und Walpoths Kunstwerk ist überraschend neuartig“, sagt Pater Marcel.

Gemeinsam haben Meyer zu Riemsloh, Pater Marcel und Schellschmidt nun ein kleines Buch herausgebracht, das sich auf 45 Seiten der Josefsdarstellung nähert. Unter dem Titel „Immer jung“ finden sich textliche und fotografische Annäherungen sowie ein Interview mit dem Künstler Bruno Walpoth. „Über das Heft möchten wir den Menschen diese Josefsstatue näher bringen und ihre Herzen erreichen“, hofft Pater Marcel. Das Buch ist ausschließlich in der Klosterbuchhandlung erhältlich und kostet 6,90 Euro. Einen Einblick gibt es auch auf der Internetseite.

Bildunterschrift:

Neues Angebot für Männer in Gerleve gestartet, weitere Termine in 2019

Gerleve, 20.12.18 (pbm/mek). Erfolgreich startete das Haus Ludgerirast, die Erwachsenenbildungseinrichtung des Kloster Gerleve, mit einem neuen Angebot. „Feuertaufe – Gespräche unter Männern am Herdfeuer“ nennt sich die Reihe.

Es regnete in Strömen, der Wind pfiff um die Mauern des Gründungsbauernhofes des Klosters Gerleve, als sich eine illustre Schar von Männern im Alter zwischen 50 und 72 zum Feuer drängte, um etwas Wärme zu erhaschen. „Man weiß nie, wer kommt“, sagt Joachim Bergel von der Männerseelsorge des Bischöflichen Generalvikariats. Die Treffen seien für jedermann offen, und es gebe kein vorgegebenes Thema. „Worüber man redet ist fast egal, entscheidend ist, mit wem man ins Gespräch kommt“, berichtet der Initiator des Angebots weiter.

Deshalb gibt es eine besondere Regel. In der Reihenfolge, in der die Teilnehmer ankommen, setzen sie sich an den Tisch. Damit sind die Gesprächspartner für die kommenden zwei Stunden festgelegt: nämlich der linke und rechte Tischnachbar. Dazu gibt es Finderfood und Kaltgetränk, und schnell schwirrt die Luft von unterschiedlichen Themen.

Bergel gibt zu Beginn des Abends mit dem Lied „Es ist nicht immer leicht, Ich zu sein“ einen kurzen Impuls über den man ins Gespräch kommen kann, aber nicht muss. „Hier lernen Männer sich kennen, als Mensch, so wie sie sind. Mit ihren Ideen, Bedürfnissen, Sehnsüchten und Wünschen“, erläutert er. „Es erstaunlich, wer mit wem ins Gespräch kommt und wieviel gegenseitiger Respekt allmählich erwächst“, führt er weiter aus. Und in der Wärme des Feuers gelinge so manches Gespräch.

Der gelungene Auftakt setzt sich ab Januar 2019 monatlich an folgenden Terminen fort: jeweils freitags von 19:30 bis 21.00 am 18. Januar, 15. Februar, 15. März, 12. April sowie am 17. Mai. Wer dabei sein möchte, sollte sich anmelden unter Tel. 02541/800131.

Mechthild Grösbrink ist seit 25 Jahren beim Bistum Münster beschäftigt

Coesfeld, 13.12.18 (pbm/mek). Seit 25 Jahren ist Mechthild Grösbrink beim Bistum Münster beschäftigt. Begonnen hat sie ihren Dienst im St.-Vincenz-Hospital in Coesfeld. Dort war sie vor allem für das Parkhaus zuständig. Zudem übernahm die 56-Jährige Arbeiten im benachbarten Pfarrheim der damals selbstständigen Pfarrgemeinde St. Jakobi. „Ich habe das gemacht, was gerade anfiel“, berichtet sie. Dazu gehörten leichtere Hausmeistertätigkeiten ebenso wie die regelmäßige Reinigung.

Seit 2011 ist Grösbrink als Reinigungskraft im Büro des Kreisdekanats Coesfeld tätig. „Die Arbeit macht mir viel Spaß. Sie ist abwechslungsreich, und ich habe nette Kolleginnen und Kollegen“, sagt die Mutter von vier erwachsenen Kindern, die sich auch ehrenamtlich immer schon in ihrer Gemeinde engagiert. Sie hat Spielgruppen geleitet, war in der Erstkommunion- und Firmkatechese tätig und hat im Pfarreirat mitgearbeitet.

In einer Feierstunde in Münster, in der Grösbrink gemeinsam mit weiteren Dienstjubilaren geehrt wurde, dankte Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp allen für ihr langjähriges Engagement für die Menschen im Bistum Münster.

Guido Sondermann ist neuer Vorsitzender des Kreiskomittees der Katholiken

Coesfeld, 04.12.18 (pbm/mek). Guido Sondermann ist der neue Vorsitzende des Kreiskomitees der Katholiken im Kreisdekanat Coesfeld. Der Coesfelder löst damit Gerhard Schmitz aus Nottuln ab, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr zur Wiederwahl stand. Kreisdechant Johannes Arntz dankte dem scheidenden Vorsitzenden für sein Engagement.

Zum Kreiskomitee der Katholiken gehören Vertreter der Verbände, Pfarreien und Organisationen aus dem Kreisdekanat. Es nimmt die Interessen der Katholiken in der Region wahr und ist deren Sprachrohr.

Der Wahl vorausgegangen war Ende September die konstituierende Kreisdekanatsversammlung, an der erstmals Weihbischof Dr. Stefan Zekorn teilgenommen hatte. In der gemeinsamen Sitzung wurden die Delegierten für den Diözesanrat und das Diözesankomitee sowie der Vorstand des Kreiskomitees gewählt.

Beliebtes Konzert findet erstmals in St. Johannes in Lette statt

Coesfeld-Lette, 27.11.18 (pbm/mek). Bereits dreimal begeisterte die Gruppe „Brukteria Pipes & Drums“ in den vergangenen Jahren die Zuhörer in Gerleve. Auch in diesem Advent gibt es wieder einen Nachmittag für die Freunde schottischer Musik unter dem Motto „Bagpipes and Carols – A Celtic Christmas Concert“ und zwar am zweiten Adventssonntag, 9. Dezember, um 17 Uhr. Doch nicht in der Gerlever Abteikirche, sondern in der St.-Johannes-Kirche in Coesfeld-Lette. „In jedem Jahr war der Andrang der Besucher zu groß für unsere kleine Abteikirche. Deshalb haben wir eine Alternative gesucht und gefunden“, berichtet Organisator Pater Daniel Hörnemann glücklich.

Pfarrer Stefan Wolf und Kantor Maximilian Kramer haben der Bitte des Benediktinerpaters gern entsprochen, und bieten mit dem Gotteshaus in Lette mehr Raum für das weit über das Münsterland hinaus beliebte Benefizkonzert vor Weihnachten mit „Brukteria Pipes & Drums“. Die Gruppe wurde 2011 von Freunden der schottischen Musik aus der näheren Umgebung von Coesfeld gegründet. Der unverkennbare Klang der schottischen Bagpipes findet nicht nur in deren Heimatland wachsenden Anklang, sondern weit über dessen Grenzen hinaus bis ins Münsterland.

Am zweiten Adventssonntag erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm. Der Jugendchor St. Johannes Lette unter Leitung von Maximilian Kramer singt, Rochus Schmitz aus Münster spielt an der Orgel und Lisa Juhl aus Münster-Hiltrup bringt Sologesänge zu Gehör. Pater Daniel wird humorvolle und besinnliche Texte zur Advents- und Weihnachtszeit vortragen.
Der Eintritt ist frei, es gibt im Vorfeld keine Eintrittskarten. Einlass ist ab 16 Uhr. Auch wenn die Letteraner Kirche mehr Platz bietet als die Gerlever Klosterkirche, bitten die Organisatoren um Verständnis, wenn der Zutritt von den Sicherheitskräften verwehrt bleibt, sobald die maximale Besucherzahl erreicht ist.

Am Ende des Benefizkonzerts wird um eine großzügige Spende gebeten. Sie kommt den Hospizinitiativen im Kreis Coesfeld zugute. Die Spende leistet einen wertvollen Beitrag für die ehrenamtliche Arbeit der Engagierten.

Pfarreien erarbeiten gemeinsam Institutionelles Schutzkonzept

Coesfeld, 23.11.18 (PM)(pbm/mek). Die Pfarreien Anna Katharina, St. Johannes Lette und St. Lamberti haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, um ein Institutionelles Schutzkonzept – kurz ISK – zu erarbeiten. „Es macht Sinn, dies auf Stadtebene zu tun. Zum einen können wir Synergien nutzen, zum anderen schauen wir über den eigenen Tellerrand hinaus“, sagt Matthias Bude, Schulseelsorger und Pastoralreferent in St. Lamberti. Und Johannes Hammans, Pfarrer in Anna Katharina, fügt hinzu: „Es ist sinnvoll, beim Schutzkonzept einen gemeinsamen Standard auf Stadtebene zu haben.“Unterstützung erhalten die Beteiligten von Yvonne Rutz, regionale Präventionsfachkraft des Bistums Münster. Alle Pfarreien sind aufgerufen, ein ISK zu erstellen, denn das Thema Prävention hat im Bistum Priorität – und das schon seit einigen Jahren.

Drei Mal haben sich mehr als 40 Aktive aus unterschiedlichen Gruppen im Plenum getroffen. Dazu gehören beispielsweise Haupt- und Ehrenamtliche aus den Seelsorgeteams, den Kindergärten, den Büchereien, der Flüchtlingsinitiative, der Kirchenmusik und der Kinder- und Jugendarbeit. „Über die Vertreter wird das Thema ‚grenzverletzendes Verhalten‘ in die einzelnen Gruppen getragen“, erläutert Adelheid Strukamp, die sich im Kirchenvorstand von St. Johannes engagiert. Wichtig sei es, dass die Aktiven aus den Gruppen mitarbeiten und sie nicht das Gefühl hätten, sie müssten etwas ausbaden. Es ginge um die Sache, und die sei sehr ernsthaft. „Es ist begriffen worden, wie aufmerksam wir in den unterschiedlichen Bereichen sein müssen. Wir stellen uns heute Fragen, die es früher nicht gab. Der Missbrauch durch Priester hat Auswirkungen auf die ganze Gemeinde“, sagt Hammans.
Die Mitglieder der Steuerungsgruppe tauschen sich nach den Plenumstreffen aus und arbeiten konkret weiter am Schutzkonzept. „Wir fassen das Erarbeitete zusammen, nehmen dem Plenum einige Themen ab wie beispielsweise das der Schulungen, bereiten Vorschläge für die nächsten Treffen vor“, berichtet Bude. Thematisch ginge es dabei unter anderem um eine Risikoanalyse, um Beschwerdewege, um die Erstellung eines Verhaltenskodexes, um die Aus- und Fortbildung der Haupt- und Ehrenamtlichen.

„Wichtig ist es, dass das Konzept in der Praxis funktioniert und damit gearbeitet wird“, betont Gabriele Hürländer, Verbundleiterin der Kindergärten in Anna Katharina. Ziel sei es, Haupt- und Ehrenamtliche vor Ort für die Themen „grenzverletzendes Verhalten“ und „sexualisierte Gewalt“ zu sensibilisieren. „Es ist eine Chance, der Gesellschaft zu zeigen, wie man mit dem Thema auch umgehen kann. Ich hoffe, dass sich auch andere – beispielsweise Schulen oder Sportvereine – auf den Weg machen“, wünscht sich Hammans. Doch die Mitglieder der Steuerungsgruppe sind sich einig, dass sie nicht auf andere schauen, sondern bei sich bleiben. „Aber vielleicht färbt unsere Arbeit auf andere ab“, sagt Bude.

Weihbischof Zekorn ruft zur Stimmabgabe bei Kirchenvorstandswahlen auf

Coesfeld, 07.11.18 (pbm/gun). Im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums Münster dürfen am 17./18. November knapp 1,4 Millionen Katholiken ab 18 Jahren neue Kirchenvorstände in ihren Pfarreien wählen – davon 146.671 im Kreisdekanat Coesfeld. Weihbischof Dr. Stefan Zekorn ruft die Katholiken in seiner Region auf, ihr Stimmrecht zu nutzen: „Wir brauchen kompetente und engagierte Mitglieder in den Kirchenvorständen, die etwas von der Sache verstehen und selbstbewusst agieren.“ Zekorn bedankt sich schon jetzt bei allen, die sich als Kandidaten zur Verfügung gestellt haben: „Sie tun dies in einer schwierigen Zeit für die Kirche.“

Der Weihbischof hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung: „Nur so bekommt der Kirchenvorstand eine breite Legitimation, die Rückhalt für die bevorstehenden Aufgaben und Anerkennung zugleich ist.“ Die Kirchenvorstände verwalten und vertreten das Vermögen der Kirchengemeinden. Dabei beschäftigen sich die Mitglieder unter anderem mit Personal- und Finanzfragen und entscheiden über Investitionen sowie den Unterhalt von Gebäuden.
Nach der Premiere bei den Pfarreiratswahlen im vergangenen Jahr gibt es erstmals auch bei den Kirchenvorstandswahlen die Möglichkeit der Allgemeinen Briefwahl. Bistumsweit haben sich 45 Pfarreien für das Verfahren entschieden – sechs im Kreis Coesfeld. Mit diesem Verfahren soll die Wahlbeteiligung und damit die Legitimation für das kirchliche Gremium gesteigert werden, was bei den Pfarreiratswahlen durchaus gelungen war.

Allgemeine Briefwahl bedeutet, dass jedem wahlberechtigten Mitglied der Pfarrei die Wahlunterlagen zugestellt werden. Den Wahlbrief können die Wählerinnen und Wähler später per Post senden oder persönlich in der Pfarrei, an einer der Sonderabgabestellen sowie am Wahltag im Wahlbüro abgeben.

Die Wahlbeteiligung bei den Kirchenvorstandwahlen 2015 lag je nach Gemeinde zwischen fünf und zehn Prozent.