Den Bahnhofscharakter bewahren

Coesfeld, 14.12.18 (PM). „Der Coesfelder Bahnhof ist Eigentum der DB AG und wie sie mit dem öffentlichen Eigentum umgeht, sieht man am Bahnhofsgebäude selbst und an dem neuen Tunnel“, so beginnt Vorsitzender Hermann-Josef Vogt die Diskussion in der SPD um den Bahnhof. Jahrelang herrschte Stillstand. Im Jahr 2014 kommt es zum Investoren- und Architektenwettbewerb um das Bahnhofsgebäude. Dabei wurde Abriss und Neubau, Erhaltung von Teilbereichen und Anbauten konzeptionell zugelassen. Zugleich wurden Ansprüche und Erwartungen an das Gebäude formuliert: eine Radstation mit Reparaturservice, Bahnhofspaten, offenes Gebäude für die Betriebszeiten, Warteraum, Toilettenanlagen, Fahrkartenverkauf und –beratung etc. Ebenso wurden auf architektonische Kreativität und Gestaltung wert gelegt.
„Seitens der SPD erfüllte der erste Preisträger all diese Erwartungen und Hoffnungen,“ so Ratsmitglied Thomas Stallmeyer. „Leider konnte sich dieses Projekt durch veränderte Rahmenbedingungen bei dem möglichen Betreiber nicht mehr verwirklichen lassen,“ erläutert Vogt. Im Wettbewerbsverfahren wurde nun auf den Zweitplatzierten zugegangen. Stallmeyer erklärt: „Über dessen Entwürfe und Konzepte werden wir in der Politik zusammen mit dem Gestaltungsbeirat und der Öffentlichkeit in den nächsten Wochen weiter diskutieren.” Erst dann sei deutlich, welche Entwicklung der Bahnhof nehmen könne.
Die Verantwortung für den Zustand des Bahnhofes sehen die Sozialdemokraten bei der Deutschen Bahn AG. “Die Stadt Coesfeld wird hoffentlich mit einem Investor den Bahnhofscharakter bewahren”, hofft die SPD in der Pressemitteilung. Sie ist sich im Klaren darüber, dass sich der Bahnhof zu einem Haltepunkt Coesfeld entwickeln kann. Dennoch wird sich die SPD für ein Gebäude mit Leben einsetzen, das von vielen Bahnfahrern gern genutzt wird.

Baustelle wandert Richtung Letter Straße

Coesfeld, 13.12.18 (PM). Die Kanalsanierung an der Hinterstraße macht weiter Fortschritte. Wurde bisher hauptsächlich im Übergang zur Kupferstraße gearbeitet, wandert die Baustelle jetzt täglich ein paar Meter weiter Richtung Letter Straße. Dort werden die Kanäle je nach Witterung ab etwa Februar nächsten Jahres erneuert: Von der Ecke Hinterstraße/Letter Straße (Modehaus Heckmann) bis zur Einmündung Pfauengasse (Kochlöffel). Die Mischwasserkanäle in der Hinterstraße und der Letter Straße stammen teilweise noch aus den 1930er bzw. 1950er Jahren. Sie werden jetzt an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Denn seither wurden nicht nur immer mehr angrenzenden Flächen versiegelt, auch die Intensität und Häufigkeit von starken Regenfällen hat deutlich zugenommen. In beiden Straßen tauscht das Bauunternehmen die alten Steinzeugrohre gegen neu Betonrohre mit größerem Durchmesser aus. „Wenn das Wetter hält und durcharbeiten werden kann, werden wir bis Ende Februar mit den Kanälen in der Hinterstraße fertig sein“, erklärt Patrick Voelker. Bis dahin bleibt die Verkehrsregelung bestehen: Die Hinterstraße und der Parkplatz Pfauengasse können derzeit über die Pfauengasse und weiter über die Davidstraße verlassen werden. Der Jakobiring ist von der Letter Straße aus in beiden Richtungen befahrbar; die Einbahnstraßenregelung ist so lange aufgehoben. Im neuen Jahr wird zunächst die Kreuzung mit der Pfauengasse voll gesperrt. Ab diesem Zeitpunkt kann der Parkplatz Pfauengasse nur noch über die Kupferstraße erreicht werden. Sobald die Fahrbahn in der Hinterstraße zwischen Pfauengasse und Jakobiring provisorisch wiederhergestellt ist, wird hier und im Jakobiring die Einbahnstraßenregelung wieder in Kraft gesetzt, so wie vor Beginn der Baumaßnahme. Der Parkplatz Pfauengasse kann dann wieder über diese Route verlassen werden. Die Kanalbaustelle an der Hinterstraße wandert dann in den Bereich zwischen Letter und Abzweig Pfauengasse. Patrick Voelker: „Das Abwasserwerk und die Baufirma versuchen, dass die Grundstücke weiterhin erreichbar bleiben, soweit das aus Sicherheitsgründen vertretbar ist. Wir bitten die Anlieger aber um Verständnis: Bei der Durchführung einer Kanalbaumaßnahme lassen sich Behinderungen für die Anwohner leider nicht vermeiden.“

Informative Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung

Coesfeld, 19.11.18 (PM). Große Augen und strahlende Gesichter gab es Mittwochabend bei den Schülerinnen und Schülern, die am Logo-Wettbewerb zum Klimaschutzkonzept der Stadt Coesfeld teilgenommen hatten und nun ausgezeichnet wurden: Gewonnen hat der Entwurf von Adrian Mulji. Sein Logo ist nun das Erkennungszeichen für das neu erarbeitete Integrierte Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept der Stadt Coesfeld.
Beides – Konzept und Logo – wurden jetzt im Rahmen einer informativen und lebendigen Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert. Etwa 60 Besucher waren dazu ins Pädagogische Zentrum gekommen. Sie erlebten zunächst einen informativen Vortrag zum Thema „Nachhaltige Mobilität“, gehalten von Prof. Prof. h.c. Dr.-Ing. Martin Robert Lühder von der FH Münster. Jenny Kamp von der Firma energielenker aus Greven informierte über die in mehreren Workshops erarbeiteten Klimaziele der Stadt Coesfeld und die im Konzept ausgearbeiteten Maßnahmen.
Guido Wallraven, Klimamanager in Saerbeck, stellte vor, wie dort das Konzept mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger umgesetzt wurde. Er erläuterte, dass Saerbeck damit weltweit Beachtung gefunden hat. Aus dem Konzept hätten sich sogar internationale Kooperationen ergeben. Dadurch wurde sehr anschaulich gezeigt, welche Möglichkeiten und Chancen sich in der Umsetzungsphase des Konzeptes für die Kommune ergeben können.
Das Coesfelder Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept ist hinterlegt auf der Website www.coesfeld.de. Ansprechpartner im Rathaus ist Wolfgang Zeisberg, Tel. (02541) 939-1250 im Fachbereich Bauen und Umwelt.

Präsentation und Preisverleihung

Coesfeld, 07.11.18 (PM). Am Mittwoch (14.11.18) wird das Integrierte Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept der Stadt Coesfeld, das in den vergangenen Monaten mit großer Beteiligung der Bürgerschaft erarbeitet worden ist, der Öffentlichkeit präsentiert. Bürgermeister Heinz Öhmann lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu ein. Die Vorstellung beginnt um 18.00 Uhr im Pädagogischen Zentrum an der Holtwicker Straße.
Nach einer kurzen Einführung beginnt der Abend mit einem Vortrag zum Thema „Nachhaltige Mobilität“, den Prof. Prof. h.c. Dr.-Ing. Martin Robert Lühder von der FH Münster halten wird. Im Anschluss geht es um die Klimaziele der Stadt Coesfeld und die im Konzept ausgearbeiteten Maßnahmen. Sie werden von Jenny Kamp (energielenker Beratungs-GmbH) vorgestellt. Welche Möglichkeiten es für eine Kommune in der Umsetzungsphase gibt, darüber berichtet der Klimamanager der Gemeinde Saerbeck, Guido Wallraven.

Zum Abschluss werden die Preise des Schülerwettbewerbs verliehen: Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen konnten Ideen für ein Coesfelder Klimaschutz-Logo erarbeiten. Insgesamt 50 Entwürfe sind eingereicht worden, fünf Entwürfe werden nun prämiert und die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler können sich über ein Preisgeld von insgesamt 550 Euro freuen.

Zum Thema: Integriertes Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept

Am 31. Januar fiel der Startschuss für die Erstellung des Integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzeptes. Etwa 50 Interessierte hatten sich dazu im Pädagogischen Zentrum eingefunden. Die Energieberatungsfirma „energielenker“ gab eine thematische Einführung und wies auf, welche Ziele und Bausteine das Integrierte Klimaschutzkonzept beinhaltet und bezog sich mit einer aktuellen Klimabilanz auf die Stadt Coesfeld. In drei Impuls-Vorträgen stellten engagierte Coesfelder ihre schon umgesetzten Projekte vor.
Im Frühling fanden dann insgesamt fünf Workshops zum Klimaschutz statt. Auch hier konnte sich die interessierte Öffentlichkeit mit Ideen und Vorschlägen einbringen.

Die Themen der Workshops

Workshop „Wohngebäude / private Haushalte“

13. März 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Vorlesungssaal der Fachhochschule Münster, Stadtschloss, 2. OG, Bernhard-von-Galen-Straße 10, Coesfeld
Der Sektor der privaten Haushalte birgt große Einsparpotenziale im Bereich des Energieverbrauchs. Ob durch suffiziente Verhaltensweisen (Energievermeidung), der Einsparung von Energie (Energieeffizienz) oder dem Ausbau erneuerbarer Energien – der Einzelne kann durch einen bewussten Umgang mit Energie erheblich zu den Klimaschutzanstrengungen der Stadt Coesfeld beitragen und selbst die eigenen Energiekosten erheblich reduzieren. Welche Potenziale hierbei bestehen, beispielsweise in den Bereichen Neubau und Sanierung von Gebäuden, Energiesparen im Haushalt oder auch Ernährung und Konsum, soll im Rahmen des Workshops mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden.

Workshop „Klimafreundliche Mobilität“

20. März 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Großer Sitzungssaal, Rathaus, Markt 8, Coesfeld
Mit einem Anteil von 23 % trägt der Sektor Verkehr erheblich zum Treibhausgasausstoß in der Stadt Coesfeld bei. Um diese Emissionen zu senken und vor allem den motorisierten Individualverkehr einzuschränken, sollen im Workshop u.a. die Potenziale des ÖPNVs/ SPNVs, Fuß- und Radverkehrs, Car- und Bike-Sharings sowie der Elektromobilität bzw. alternativen Mobilität erörtert werden.

Workshop „Öffentlichkeitsarbeit und Bildung“

10. April 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Großer Sitzungssaal, Rathaus, Markt 8, Coesfeld
Klimaschutz und Bildung hängen eng zusammen und können im Zusammenspiel eine nachhaltige Entwicklung unterstützen. Um sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Privatwirtschaft für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren und zu motivieren müssen zielgruppenspezifische Informations- und Beratungsangebote geschaffen werden. Welche Möglichkeiten hierfür in der Stadt Coesfeld für die einzelnen Akteursgruppen –wie beispielsweise Kindertagesstätten, Schulen, Vereine oder Unternehmen– existieren, wollen wir gerne gemeinsam mit Ihnen erarbeiten.

Workshop „Wirtschaft“

24. April 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Großer Sitzungssaal, Rathaus, Markt 8, Coesfeld
Neben einer optimierten Nutzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen und der energetischen Optimierung der Wärme übertragenden Gebäudehülle ist die Verbesserung der Anlagentechnik ein wesentlicher Baustein eines aktiven Klimaschutzes.
Wesentlicher Inhalt dieses Handlungsfeldes ist eine Verbesserung der Information betrieblicher Optimierungsmaßnahmen zu gewährleisten, um nachfolgend die Realisierung konkreter Maßnahmen zu forcieren.
Der Sektor Wirtschaft kann schnell positive Effekte mit minimalem Aufwand im Bereich der betrieblichen Energieeffizienz, z. B. durch Einführung eines betrieblichen Energiemanagements, Optimierung der betrieblichen Stoff- und Energieströme, verbesserte Regelung und Steuerung von technischen Anlagen sowie durch ein strukturiertes Informationsmanagement, erzielen. Durch diese Maßnahmen stellen sich in der Regel kurzfristig wirtschaftliche Vorteile ein, wobei im Regelfall nur Maßnahmen mit niedrigen Amortisationszeiten zur Umsetzung kommen.

Workshop „Klimagerechte Stadtentwicklung / Klimaanpassung“

15. Mai 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Großer Sitzungssaal, Rathaus, Markt 8, Coesfeld
Der Klimawandel erfordert in Städten die Entwicklung von Strategien zum Schutz vor dessen Auswirkungen und der Anpassung daran sowie die Abstimmung der Maßnahmen mit anderen drängenden Aufgaben der nachhaltigen Stadtentwicklung. Im Workshop sollen die Potenziale klimagerechter Stadtentwicklung der Stadt Coesfeld in Form von u.a. Leitbildern, planerischer und rechtlicher Instrumente oder auch informeller Rahmenplanungen diskutiert werden.

Mit den Ergebnissen aus den Workshops wurde dann das Klimaschutzkonzept erarbeitet. Es wurde dem Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen am 10. Oktober vorgelegt und wird am 8. November im Rat der Stadt beraten.

Informationen zum Klimaschutzkonzept gibt es auch auf der Website der Stadt.

Eigentümer, Stadt und Investoren mit konkreten Plänen

Coesfeld, 01.11.18 (PM). Nach intensiven mehrmonatigen Planungs- und Abstimmungsgesprächen zwischen der Stadt Coesfeld, der Bahnentwicklungsgesellschaft BEG NRW – Tochter des Landes NRW und des Eigentümers Deutsche Bahn –und den Investoren, der Fa. H+T Konzeptbau aus Vreden ist es soweit: Die Coesfelder Architekten Evers Architekten Partnerschaft EAP gestalten das neue Gesicht des Bahnhofsquartiers.
Bürgermeister Heinz Öhmann ist zuversichtlich: „Wir haben jetzt gemeinsam ein schlüssiges und tragfähiges Konzept für den Coesfelder Bahnhof gefunden und freuen uns, dass es nun endlich losgehen soll. Wichtig war uns, dass der Bahnhof selbst nun endlich aufgewertet wird: Der Durchgang für die Fahrgäste, die Sanitäranlagen und die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und PKW. Die Bahnanlagen selbst und die Flächen zum Bahnweg hin sind schon topp, jetzt müssen das Empfangsgebäude und der Vorplatz nachziehen.“
Die Stadtverwaltung unterstützt deshalb die neuen Pläne. Sie möchte den bisherigen Bahnhofsvorplatz, der auch weiterhin öffentlich genutzt werden soll, über die BEG erwerben. Öhmann: „Wir haben außerdem vereinbart, dass auch ein öffentlicher Wartebereich und eine Toilettenanlage integriert werden. Die Fläche für die neue große Fahrradabstellanlage werden wir vom Investor anmieten“.
Die Eingriffe sind nach Aussage von Architekt Johannes Evers weitreichend. Entgegen der ersten Überlegungen, Teilbereiche des alten Bahnhofs in das Konzept zu integrieren, werden die Bestandsgebäude komplett entfernt und durch Neubauten ersetzt. „Die Bestandimmobilie hat sich bei intensiven Untersuchungen als so marode herausgestellt, ein Erhalt macht keinen Sinn“ so Wolfgang Hoffschlag, einer der Investoren.
Das Konzept ist auf zwei Bauabschnitte ausgelegt: Im ersten Bauabschnitt entsteht an nahezu gleicher Stelle wie das Bestandgebäude ein dreigeschossiger Neubau. Das zusammenhängende Gebäude wird durch Glaselemente in drei Bauteile aufgeteilt. „Was uns an dem Projekt gereizt hat, war unter anderem die hervorragende Lage des Standortes“ so Hoffschlag „unmittelbare Nähe zum ÖPNV, hoch frequentiert, perfekte Nahversorgung sowie fußläufige Anbindung an die Innenstadt“.
Durch eine Mischung in den Nutzungen soll der Bereich belebt und als attraktive Adresse etabliert werden. Neben den Nutzungen durch die Bahn (Reisezentrum, Wartebereiche etc.) ist ein Fahrradparkhaus, Gastronomie, Praxen, Büros, Beratung und Wohnnutzung vorgesehen. „Wir sind in intensiven Gesprächen mit Interessenten und derzeit noch in der Lage, auf Wünsche der Mieter einzugehen“, so der Investor. „Wir sind sehr froh, mit dem Büro EAP einen professionellen Partner gefunden zu haben, der das Projekt engagiert und seriös entwickelt hat“.
Durch den Neubau wird im erste Bauabschnitt eine Fläche von rund 3.400 Quadratmeter angeboten, bei einer Baumasse von rund 15.000 Kubikmeter. Bestandteil des Konzeptes der Architekten ist bereits eine Erweiterung, die das Gesamtkonzept städtebaulich abrunden wird. „Sollte sich der erste Bauabschnitt so entwickeln, wie wir das erhoffen, wird die Erweiterung nicht lange auf sich warten lassen“ so Wolfgang Hoffschlag.
Die Pläne und Verträge werden dem Rat zur Beschlussfassung in der nächsten Ratssitzung am 08.11.2018 vorgelegt. Da alle Details verhandelt sind, kann der Vertrag Mitte November unterzeichnet werden.

Urbanes Leben im ländlichen Raum Schwerpunkt

Coesfeld/München, 21.10.18 (PM). Wie lassen sich Urbanität und Geborgenheit miteinander vereinen? Um diese Frage ging es bei der Messe Expo Real in München, bei der auch eine Coesfelder Gruppe zu Gast war. Bürgermeister Heinz Öhmann stellte dort das Projekt „Westfalia Wohnpark“ (Fritzen-Gelände) vor, mit dem eine frühere Industriebrache neu genutzt wird. Hier entstehe erschwinglicher Wohnraum für Alt und Jung. Etwa 100 Wohneinheiten für unterschiedliche Altersanforderungen einschließlich der Möglichkeit von integrativem Wohnen – ein urbanes Wohnprojekt in einem ganz neuen Quartier, gab Öhmann vor Fachpublikum in München bekannt. Er betonte im Rahmen einer Podiumsveranstaltung: „Wir haben hier mit der Firma Ecoplan einen Investor gefunden, der das Gelände seriös überplant, bei dem die Nutzung Sinn macht und dessen Partner uns als Stadt als seriös und zuverlässig bekannt sind.“

Bebauungsplan aus den 1980er Jahren soll ersetzt werden

Coesfeld, 17.10.18 (PM). Die Stadtverwaltung informiert im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung am Dienstag (23.10.) über den Bebauungsplan Nr. 150/2 „Innenstadt – Bereich Letter Straße“. Zu der Veranstaltung, die um 18.00 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses beginnt, sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen.
Der neue Plan soll die alten Bebauungspläne aus den 1980er Jahren dort ersetzen und das Plangebiet unter Berücksichtigung der heutigen Gegebenheiten und Zielvorstellungen fortentwickeln.
Weitere Informationen zum Bebauungsplan Nr. 150/2 „Innenstadt – Bereich Letter Straße“ auch online unter www.coesfeld.de/planung.

Eine Fahrbahnhälfte fertig gestellt

Coesfeld, 13.10.18 (PM). Anfang der kommenden Woche beginnt der nächste Bauabschnitt beim Umbau der Coesfelder Straße in Lette. Neben barrierefreien Querungshilfen sowie Gehwege und Parkständen wird die Straße in diesem Abschnitt eine asphaltiert.

Dazu wird die schon fertiggestellte Fahrbahnhälfte der Gaststätte Zumbült und der Kreuzung Bruchstraße für den Verkehr freigegeben, damit sich das Baufeld auf die andere Straßenseite verlagert.
Die Verkehrsregelung erfolgt weiterhin halbseitig durch eine Baustellenampel.Aus verkehrstechnischen Sicherheitsgründen werden Radfahrer nach wie vor durch eine beschilderte Umleitungsstrecke um die Baustelle geführt.

Die Sperrungen des Mühlenesch und der Bergstraße werden aufrechterhalten. Die Befahrbarkeit der Bruchstraße wird nicht eingeschränkt. Für die direkten Anlieger der Baustrecke bleibt die Befahrbarkeit der Grundstückszufahrten bestehen.

Bei günstigen Wetterverhältnissen wird für den kommenden Bauabschnitt mit einer Bauzeit von 8 Wochen bis 9 Wochen gerechnet. Abschließend wird ab Januar 2019 bis März 2019 die Umgestaltung der Kreuzung Coesfelder Straße / Bruchstraße erfolgen.

Für auftretende Behinderungen bittet die Stadtverwaltung bei allen Betroffenen um Verständnis, Fragen beantwortet im Fachbereich Bauen und Umwelt Heribert Bernemann, Tel. (02541) 939-1764.

Kanalsanierung Hinterstraße beginnt Ende Oktober

Coesfeld, 13.10.18 (PM). Im Zuge der Sanierung der Abwasserkanäle in der Letter Straße und der Hinterstraße beginnen am Dienstag (16.10.) Tiefbauarbeiten auf dem Jakobiring im Bereich der Verbindung zur Kupferstraße. Das Bistro „10 hours“ wird von der Kupferstraße aus weiterhin erreichbar sein.

Nach dem Ursula-Wochenende, ab Montag (29.10.), wird die Verbindung zwischen Hinterstraße und Jakobiring gesperrt. Die Einbahnstraßenregelungen in Jakobiring und Hinterstraße werden dann, wie bei der Baumaßnahme der Stadtwerke im September, aufgehoben.

Bei der Kanalbaumaßnahme handelt es sich um eine Wanderbaustelle. Die Arbeiten beginnen an der Hinterstraße und verlagern sich dann bis zur Kreuzung Letter Straße / Kellerstraße. Vor dort aus geht es weiter in die Fußgängerzone (Letter Straße) bis zur Einmündung Pfauengasse zwischen Ernstings‘ Family und Kochlöffel.

Dabei werden die Kanalrohre aus den 1930er und 1950er Jahren gegen neue und größere Rohre ausgetauscht. Ziel der Baumaßnahme ist die Sanierung der betroffenen Kanäle, zudem sollen die Regenüberläufe zur Berkel entlastet werden. Aus diesem Grund wird es auch auf der Kreuzung Letter Straße / Kupfergasse zu geringfügigen Tiefbauarbeiten kommen. Der genaue Zeitpunkt muss, in Abstimmung mit den angrenzenden Baumaßnahmen in Bernhard-von-Galen- und Davidstraße, noch geklärt werden.

Im Zuge der Baumaßnahme wird der Parkplatz an der Wiesenstraße (gegenüber K+K Markt) als Lagerplatz genutzt und deshalb teilweise gesperrt.

Die Straßen werden entsprechend des Bedarfes provisorisch wiederhergestellt. Einige Vorleistungen für den in 2019 geplanten Vollausbau der Hinterstraße werden dabei bereits jetzt schon ausgeführt (Wurzelschutz, Frostschutzschicht).

Die Baumaßnahme wird von den Archäologen des LWL begleitet, die sich weitere Erkenntnisse über das mittelalterliche Coesfeld erhoffen. Diese Untersuchungen laufen abschnittsweise im Vorlauf zum Kanalbau, teilweise parallel oder bei Bedarf im Nachgang zu den Kanalarbeiten.

Informationen zur Baumaßnahme gibt beim Abwasserwerk Patrick Voelker, Tel. (02541) 939-323.

Landesinitiative wählt Regionale-Projekt für Fallstudienanalyse

Coesfeld, 11.10.18 (PM). Das Regionale-Projekt BerkelSTADT ist beispielhaft für ganz NRW, dieser Meinung ist das Düsseldorfer Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Landesministerin Ina Scharrenbach hat das Coesfelder Projekt deshalb jetzt gemeinsam mit 24 anderen in eine Landesinitiative aufgenommen: Zukunft.Innenstadt.Nordrhein-Westfalen, unter diesem Motto wird die Landesinitiative aktuelle stadtentwicklungspolitische Herausforderungen in den Innenstädten in den Blick nehmen. Denn, so heißt es in einem Brief aus dem Ministerium: „Die Innenstädte sind die Herzen unserer Städte und Gemeinden – sie sind gesellschafts- und identitätsstiftend. Die Gestaltung und Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Zentren ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur durch das Zusammenwirken aller Akteure der Innenstadtentwicklung gelingen kann.“
Bürgermeister Heinz Öhmann freut sich, dass das BerkelSTADT-Projekt nun in die Analyse einfließt: „Die Attraktivität unserer Innenstadt ist eine zentrale Aufgabe hier in Coesfeld – schön, dass unsere Anstrengungen auch in Düsseldorf bemerkt und anerkannt werden.“

Zum Thema Landesinitiative Zukunft.Innenstadt.Nordrhein-Westfalen

Die Landesinitiative möchte die aktuellen stadtentwicklungspolitischen Herausforderungen in den Innenstädten in den Blick nehmen wie z. B. den Strukturwandel im Einzelhandel oder gewandelte Ansprüche an öffentliche Räume. Ziel ist es, die Kommunen künftig im Rahmen der Städtebau- und Wohnungspolitik noch besser bei der Stärkung ihrer Innenstädte zu unterstützen.
Frau Ministerin Ina Scharrenbach hat aus diesem Grund am 2. Juli 2018 die Landesinitiative Zukunft. Innenstadt. Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit folgenden Partnern offiziell verkündet:

• Städtetag Nordrhein-Westfalen
• Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen
• Bauausschuss des Deutschen Städtetags
• Handelsverband Nordrhein-Westfalen
• Industrie- und Handelskammer Nordrhein-Westfalen
• Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e. V.
• Verband der Wohnungswirtschaft
• Haus und Grund Rheinland
• Architektenkammer Nordrhein-Westfalen
• Landesinitiative Stadtbaukultur
• Netzwerk Innenstadt Nordrhein-Westfalen
• Arbeitsgemeinschaft historische Stadt- und Ortskerne Nordrhein-
Westfalen
Weiterhin wird die Landesinitiative von der in Duisburg ansässigen Fokus Development AG unterstützt. Partner in der Landesregierung sind die Ministerien für Verkehr sowie Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.
Im Schreiben des Ministeriums vom 24.09.18 an Herrn Bürgermeister Heinz Öhmann heißt es weiter:
„Es gibt in Nordrhein-Westfalen bereits viele hervorragende Projekte und Initiativen, um den Wandel in den Innenstädten aktiv zu gestalten. Aus diesen sollen im Rahmen der Landesinitiative die Handlungsansätze herausgearbeitet werden, die besonders vielversprechend und übertragbar sind.
Ihre Stadt wurde mit der BerkelSTADT als eines von 25 guten Projekten ausgewählt, um die Bedeutungszunahme ökologischer Handlungsansätze in den Innenstädten näher zu untersuchen. Ich erhoffe mir aus der Analyse Ihres Handelns vor Ort Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen für alle Kommunen in Nordrhein-Westfalen!“