Planfeststellungsbeschluss zu Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz der Berkel

Münster/Coesfeld, 19.02.19 (PM/hlm). Während des Regionale-2016-Prozesses entwickelte die Stadtverwaltung mit Bürgerbeteiligung und Wasserexperten die Umgestaltung der Berkel. Es brauchte den Spagat zwischen städtebaulichen und ökologischen Anforderungen unter Berücksichtigung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und neuen Hochwasserschutzrichtlinien. Der umsetzbare Kompromiss gliedert sich in die Projektnamen NaturBerkel und UrbaneBerkel. Ein Teil der Baumaßnahmen sind im vollen Gang, Teilbereiche gar abgeschlossen. Andere Maßnahmen sind noch immer auf dem Papier, mit zeitlichen Zielvorgaben. Bis zum 4. März 2019 hat nun die Bezirksregierung Münster den Planfeststellungsbeschluss zur Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz im Stadtgebiet von Coesfeld, Berkel mit Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Fürstenwiesen, öffentlich ausgelegt.

Mit den Baumaßnahmen soll die Renaturierung der Berkel mit einem Potential zur Entwicklung einer natürlichen Auenlandschaft sowie der Verbesserung des Hochwasserschutzes in Coesfeld weiter fortschreiten.

Der Planfeststellungsbeschluss zu dem Antrag liegt seit dem 18. Februar und bis einschließlich zum 4. März beim Abwasserwerk der Stadt Coesfeld, Dülmener Straße 80, 48563 Coesfeld, öffentlich aus und kann dort eingesehen werden. Der Beschluss kann montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12.30 Uhr eingesehen werden.

Der Beschluss ist im Auslegungszeitraum auch hier im Internet einsehbar.

Parkgebühren mit dem Mobiltelefon zahlen

Coesfeld, 18.02.19 (hlm). Einfach geht es – ohne die Suche nach dem nötigen Kleingeld: das Parken um die Innenstadt von Coesfeld. An den öffentlichen Parkplätzen Kuchenstraße, Hohe Lucht, Walkenbrückenstraße, Pfauengasse, Kellerstraße, Ritterstraße, Mittelstraße und Schützenring/Ecke Münsterstraße-Daruper Straße lässt sich die Parkgebühr mit dem Mobiltelefon bezahlen. Notwenig ist dazu das Herunterladen einer App auf das Smartphone. Die Anbieter sind:
EasyPark, Park Now, Park And Joy, Yellowbrick und moBiLET. Das Prinzip hat keine hohen Hürden und ist leicht verständlich. Nach der Einrichtung eines Benutzerkontos kann der verwendete Parkplatz unter Angabe der Zonennummer, die an den Parkautomaten zu finden sind, und des Kfz-Kennzeichens gebucht werden. Das Beenden der Parkdauer wird per App bestätigt. Es fallen die gewöhnlichen Parkgebühren zuzüglich von anbieterabhängiger Gebühr. Diese Transaktionskosten unterscheiden sich  bei den Anbieter:

Anbieter …….  Transaktionsgebühr ….. Anmeldung
EasyPark …….. nicht bekannt…………… per App oder Telefon (0221 2601888)
Park Now ……. 0,25 € pro Vorgang…… per App Kundenkonto o. Zahlung über Mobilfunkanbieter
Park And Joy . 0,19 € pro Vorgang…… per App Kundenkonto o. Zahlung über Mobilfunkanbieter
Yellowbrick …. 0,25 € pro Vorgang……per App Kundenkonto
moBiLET …….. 0,10 € pro Vorgang….. per App oder Telefon (0221 2601888), Zahlung über Guthabenkonto.

 

Bezirksregierung übergibt Zuwendungsbescheid

Münster/Coesfeld, 06.02.19 (PM). Einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 5,3 Millionen Euro hat Regierungspräsidentin Dorothee Feller heute in der Bezirksregierung dem Coesfelder Bürgermeister, Heinz Öhmann, übergeben. Damit hat die Bezirksregierung Münster das Projekt NaturBERKEL, das im Rahmen der Regionalen 2016 entwickelt wurde, in Coesfeld mit insgesamt 6,6 Millionen Euro gefördert.

Das Projekt „NaturBERKEL“ besteht aus der Berkel oberhalb der Innenstadt, der Fegetasche und der Berkel-Umflut. Dabei stehen die Ökologie und damit die Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und der Hochwasserschutz, im Vordergrund. Durch verschiedene wasserbauliche Maßnahmen wird die Gewässerdurchgängigkeit im Stadtgebiet hergestellt und die ökologische Situation der Gewässer verbessert. Gleichzeitig wird der Hochwasserschutz für die Stadt Coesfeld an neue Erkenntnisse angepasst und sichergestellt.

In einem ersten Bauabschnitt, den die Bezirksregierung Münster bereits mit 1,3 Millionen Euro gefördert hat, werden derzeit im Wesentlichen die innerstädtischen Gewässer Fegetasche und Umflut ökologisch umgestaltet und die Durchgängigkeit dieser Gewässer geschaffen.

Der jetzt geförderte zweite Bauabschnitt, die Umgestaltung des Hochwasserrückhaltebeckens Fürstenwiesen, kann als interdisziplinäres Projekt verstanden werden, mit dem der Hochwasserschutz nachhaltig gesichert wird und dies mit einer attraktiven Gestaltung des Hochwasserrückhaltebeckens und einer langfristigen ökologischen Aufwertung der Berkel und ihrer Zuflüsse verbunden wird. Die Gewässer werden dabei erlebbar und naturnah umgestaltet.

Der Fördersatz beträgt 80 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten von insgesamt 8,2 Millionen Euro.

Stadt lädt zur Bürgerversammlung ein

Coesfeld, 30.01.19 (PM). Die Stadt lädt zu einer Bürgerversammlung am Dienstag (12.02.) um 18 Uhr im ehemaligen Stadtschloss (2. OG), Bernhard-von-Galen-Straße 10, ein. Dabei geht es um die Aktualisierung der Gestaltungssatzung für die Coesfelder Innenstadt.

Die bisherige Gestaltungssatzung stammt aus dem Jahr 2006. Sie wird zurzeit aktualisiert, denn veränderte Rahmenbedingungen und erkannte Lücken erfordern eine Überarbeitung und Fortschreibung der bestehenden Gestaltungsvorgaben.

Ziel der Gestaltungssatzung ist es, das charakteristische Stadtbild der Innenstadt zu erhalten und sicherzustellen, dass sich Um- und Neubauten in das städtebauliche Umfeld einfügen. Die Gestaltungssatzung trifft u.a. Regelungen zur Gestaltung der Dächer, der Dachaufbauten, der Fassaden und Werbeanlagen.

Nähere Informationen zur aktuellen Gestaltungssatzung findest sich auf dieser Webseite der Stadt.

Bürgerinfo zum Bebauungsplan „Meddingheide II“

Coesfeld, 30.01.19 (PM). Die Stadtverwaltung informiert im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung am Montag (11.02.) über den Bebauungsplan Nr. 138 „Wohngebiet Meddingheide II“. Zu der Veranstaltung, die um 18.30 Uhr im Foyer der Kardinal-von-Galen-Schule (Am Haus Lette 5) beginnt, sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen.

Der Rat der Stadt Coesfeld hat am 08.11.2018 den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes gefasst. Mit dem geplanten Baugebiet soll für den südlichen Ortsrand von Lette eine geordnete und nachhaltige städtebauliche Entwicklung sichergestellt werden. Aufgrund der bisher unbebauten Flächen zwischen dem Wohngebiet „Meddingheide I“ im Südwesten und dem Wohngebiet „Großer Esch“ im Nordosten bietet sich die bauliche Schließung dieses Bereiches, zwischen der Coesfelder Straße und dem Peilsweg, an. Weitere Informationen bietet die Stadt hier auf der Webseite an.

KiTa, Kalki, Bahnhof und weitere Punkte auf der Agenda

Coesfeld, 17.12.18 (PM/hlm). Die letzte öffentliche Sitzung des Jahres ist im Großen Sitzungssaal des Kreishauses I an der Friedrich-Ebert-Straße. Ein ungewöhnlicher Ort für die Mitglieder des Coesfelder Stadtrates. Denn die Bauarbeiten im Sitzungssaal des Coesfelder Rathauses sind noch nicht abgeschlossen.

Die Sitzung beginnt mit dem nicht öffentlichen Teil um 16.30 Uhr. Ab ca. 17.00 Uhr haben die Zuhörer bei der Einwohnerfragestunde die Möglichkeit Angelegenheiten vorzubringen. Insgesamt im Anschluss 32 Punkte zur Abstimmung und Beratung auf dem Programm. Darunter der Bebauungsplan für die Integrative KiTa am Gerlever Weg. Mit dem Beschluss kann im nächsten Schritt die Öffentlichkeit beteiligt werden.

Auf der Tagesordnung steht ebenfalls der Neubau des Coesfelder Bahnhof, nachdem die Planer den ersten Entwurf überarbeiten haben.

Auch berät der Stadtrat über die zukünftige Entwicklung des Grundstücks, auf dem das Kalksandsteinwerk am Kalki steht. Um dort ein Solarkraftwerk zu errichten, ist die Änderung des Bebauungsplanes notwendig. Der Baggersee bleibt von den geplanten Baumaßnahmen unberührt.

Die Sitzungsunterlagen sind auf der Webseite der Stadt Coesfeld hinterlegt und können hier abgerufen werden.

Den Bahnhofscharakter bewahren

Coesfeld, 14.12.18 (PM). „Der Coesfelder Bahnhof ist Eigentum der DB AG und wie sie mit dem öffentlichen Eigentum umgeht, sieht man am Bahnhofsgebäude selbst und an dem neuen Tunnel“, so beginnt Vorsitzender Hermann-Josef Vogt die Diskussion in der SPD um den Bahnhof. Jahrelang herrschte Stillstand. Im Jahr 2014 kommt es zum Investoren- und Architektenwettbewerb um das Bahnhofsgebäude. Dabei wurde Abriss und Neubau, Erhaltung von Teilbereichen und Anbauten konzeptionell zugelassen. Zugleich wurden Ansprüche und Erwartungen an das Gebäude formuliert: eine Radstation mit Reparaturservice, Bahnhofspaten, offenes Gebäude für die Betriebszeiten, Warteraum, Toilettenanlagen, Fahrkartenverkauf und –beratung etc. Ebenso wurden auf architektonische Kreativität und Gestaltung wert gelegt.
„Seitens der SPD erfüllte der erste Preisträger all diese Erwartungen und Hoffnungen,“ so Ratsmitglied Thomas Stallmeyer. „Leider konnte sich dieses Projekt durch veränderte Rahmenbedingungen bei dem möglichen Betreiber nicht mehr verwirklichen lassen,“ erläutert Vogt. Im Wettbewerbsverfahren wurde nun auf den Zweitplatzierten zugegangen. Stallmeyer erklärt: „Über dessen Entwürfe und Konzepte werden wir in der Politik zusammen mit dem Gestaltungsbeirat und der Öffentlichkeit in den nächsten Wochen weiter diskutieren.” Erst dann sei deutlich, welche Entwicklung der Bahnhof nehmen könne.
Die Verantwortung für den Zustand des Bahnhofes sehen die Sozialdemokraten bei der Deutschen Bahn AG. “Die Stadt Coesfeld wird hoffentlich mit einem Investor den Bahnhofscharakter bewahren”, hofft die SPD in der Pressemitteilung. Sie ist sich im Klaren darüber, dass sich der Bahnhof zu einem Haltepunkt Coesfeld entwickeln kann. Dennoch wird sich die SPD für ein Gebäude mit Leben einsetzen, das von vielen Bahnfahrern gern genutzt wird.

Baustelle wandert Richtung Letter Straße

Coesfeld, 13.12.18 (PM). Die Kanalsanierung an der Hinterstraße macht weiter Fortschritte. Wurde bisher hauptsächlich im Übergang zur Kupferstraße gearbeitet, wandert die Baustelle jetzt täglich ein paar Meter weiter Richtung Letter Straße. Dort werden die Kanäle je nach Witterung ab etwa Februar nächsten Jahres erneuert: Von der Ecke Hinterstraße/Letter Straße (Modehaus Heckmann) bis zur Einmündung Pfauengasse (Kochlöffel). Die Mischwasserkanäle in der Hinterstraße und der Letter Straße stammen teilweise noch aus den 1930er bzw. 1950er Jahren. Sie werden jetzt an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Denn seither wurden nicht nur immer mehr angrenzenden Flächen versiegelt, auch die Intensität und Häufigkeit von starken Regenfällen hat deutlich zugenommen. In beiden Straßen tauscht das Bauunternehmen die alten Steinzeugrohre gegen neu Betonrohre mit größerem Durchmesser aus. „Wenn das Wetter hält und durcharbeiten werden kann, werden wir bis Ende Februar mit den Kanälen in der Hinterstraße fertig sein“, erklärt Patrick Voelker. Bis dahin bleibt die Verkehrsregelung bestehen: Die Hinterstraße und der Parkplatz Pfauengasse können derzeit über die Pfauengasse und weiter über die Davidstraße verlassen werden. Der Jakobiring ist von der Letter Straße aus in beiden Richtungen befahrbar; die Einbahnstraßenregelung ist so lange aufgehoben. Im neuen Jahr wird zunächst die Kreuzung mit der Pfauengasse voll gesperrt. Ab diesem Zeitpunkt kann der Parkplatz Pfauengasse nur noch über die Kupferstraße erreicht werden. Sobald die Fahrbahn in der Hinterstraße zwischen Pfauengasse und Jakobiring provisorisch wiederhergestellt ist, wird hier und im Jakobiring die Einbahnstraßenregelung wieder in Kraft gesetzt, so wie vor Beginn der Baumaßnahme. Der Parkplatz Pfauengasse kann dann wieder über diese Route verlassen werden. Die Kanalbaustelle an der Hinterstraße wandert dann in den Bereich zwischen Letter und Abzweig Pfauengasse. Patrick Voelker: „Das Abwasserwerk und die Baufirma versuchen, dass die Grundstücke weiterhin erreichbar bleiben, soweit das aus Sicherheitsgründen vertretbar ist. Wir bitten die Anlieger aber um Verständnis: Bei der Durchführung einer Kanalbaumaßnahme lassen sich Behinderungen für die Anwohner leider nicht vermeiden.“

Informative Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung

Coesfeld, 19.11.18 (PM). Große Augen und strahlende Gesichter gab es Mittwochabend bei den Schülerinnen und Schülern, die am Logo-Wettbewerb zum Klimaschutzkonzept der Stadt Coesfeld teilgenommen hatten und nun ausgezeichnet wurden: Gewonnen hat der Entwurf von Adrian Mulji. Sein Logo ist nun das Erkennungszeichen für das neu erarbeitete Integrierte Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept der Stadt Coesfeld.
Beides – Konzept und Logo – wurden jetzt im Rahmen einer informativen und lebendigen Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert. Etwa 60 Besucher waren dazu ins Pädagogische Zentrum gekommen. Sie erlebten zunächst einen informativen Vortrag zum Thema „Nachhaltige Mobilität“, gehalten von Prof. Prof. h.c. Dr.-Ing. Martin Robert Lühder von der FH Münster. Jenny Kamp von der Firma energielenker aus Greven informierte über die in mehreren Workshops erarbeiteten Klimaziele der Stadt Coesfeld und die im Konzept ausgearbeiteten Maßnahmen.
Guido Wallraven, Klimamanager in Saerbeck, stellte vor, wie dort das Konzept mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger umgesetzt wurde. Er erläuterte, dass Saerbeck damit weltweit Beachtung gefunden hat. Aus dem Konzept hätten sich sogar internationale Kooperationen ergeben. Dadurch wurde sehr anschaulich gezeigt, welche Möglichkeiten und Chancen sich in der Umsetzungsphase des Konzeptes für die Kommune ergeben können.
Das Coesfelder Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept ist hinterlegt auf der Website www.coesfeld.de. Ansprechpartner im Rathaus ist Wolfgang Zeisberg, Tel. (02541) 939-1250 im Fachbereich Bauen und Umwelt.

Präsentation und Preisverleihung

Coesfeld, 07.11.18 (PM). Am Mittwoch (14.11.18) wird das Integrierte Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept der Stadt Coesfeld, das in den vergangenen Monaten mit großer Beteiligung der Bürgerschaft erarbeitet worden ist, der Öffentlichkeit präsentiert. Bürgermeister Heinz Öhmann lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu ein. Die Vorstellung beginnt um 18.00 Uhr im Pädagogischen Zentrum an der Holtwicker Straße.
Nach einer kurzen Einführung beginnt der Abend mit einem Vortrag zum Thema „Nachhaltige Mobilität“, den Prof. Prof. h.c. Dr.-Ing. Martin Robert Lühder von der FH Münster halten wird. Im Anschluss geht es um die Klimaziele der Stadt Coesfeld und die im Konzept ausgearbeiteten Maßnahmen. Sie werden von Jenny Kamp (energielenker Beratungs-GmbH) vorgestellt. Welche Möglichkeiten es für eine Kommune in der Umsetzungsphase gibt, darüber berichtet der Klimamanager der Gemeinde Saerbeck, Guido Wallraven.

Zum Abschluss werden die Preise des Schülerwettbewerbs verliehen: Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen konnten Ideen für ein Coesfelder Klimaschutz-Logo erarbeiten. Insgesamt 50 Entwürfe sind eingereicht worden, fünf Entwürfe werden nun prämiert und die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler können sich über ein Preisgeld von insgesamt 550 Euro freuen.

Zum Thema: Integriertes Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept

Am 31. Januar fiel der Startschuss für die Erstellung des Integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzeptes. Etwa 50 Interessierte hatten sich dazu im Pädagogischen Zentrum eingefunden. Die Energieberatungsfirma „energielenker“ gab eine thematische Einführung und wies auf, welche Ziele und Bausteine das Integrierte Klimaschutzkonzept beinhaltet und bezog sich mit einer aktuellen Klimabilanz auf die Stadt Coesfeld. In drei Impuls-Vorträgen stellten engagierte Coesfelder ihre schon umgesetzten Projekte vor.
Im Frühling fanden dann insgesamt fünf Workshops zum Klimaschutz statt. Auch hier konnte sich die interessierte Öffentlichkeit mit Ideen und Vorschlägen einbringen.

Die Themen der Workshops

Workshop „Wohngebäude / private Haushalte“

13. März 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Vorlesungssaal der Fachhochschule Münster, Stadtschloss, 2. OG, Bernhard-von-Galen-Straße 10, Coesfeld
Der Sektor der privaten Haushalte birgt große Einsparpotenziale im Bereich des Energieverbrauchs. Ob durch suffiziente Verhaltensweisen (Energievermeidung), der Einsparung von Energie (Energieeffizienz) oder dem Ausbau erneuerbarer Energien – der Einzelne kann durch einen bewussten Umgang mit Energie erheblich zu den Klimaschutzanstrengungen der Stadt Coesfeld beitragen und selbst die eigenen Energiekosten erheblich reduzieren. Welche Potenziale hierbei bestehen, beispielsweise in den Bereichen Neubau und Sanierung von Gebäuden, Energiesparen im Haushalt oder auch Ernährung und Konsum, soll im Rahmen des Workshops mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden.

Workshop „Klimafreundliche Mobilität“

20. März 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Großer Sitzungssaal, Rathaus, Markt 8, Coesfeld
Mit einem Anteil von 23 % trägt der Sektor Verkehr erheblich zum Treibhausgasausstoß in der Stadt Coesfeld bei. Um diese Emissionen zu senken und vor allem den motorisierten Individualverkehr einzuschränken, sollen im Workshop u.a. die Potenziale des ÖPNVs/ SPNVs, Fuß- und Radverkehrs, Car- und Bike-Sharings sowie der Elektromobilität bzw. alternativen Mobilität erörtert werden.

Workshop „Öffentlichkeitsarbeit und Bildung“

10. April 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Großer Sitzungssaal, Rathaus, Markt 8, Coesfeld
Klimaschutz und Bildung hängen eng zusammen und können im Zusammenspiel eine nachhaltige Entwicklung unterstützen. Um sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Privatwirtschaft für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren und zu motivieren müssen zielgruppenspezifische Informations- und Beratungsangebote geschaffen werden. Welche Möglichkeiten hierfür in der Stadt Coesfeld für die einzelnen Akteursgruppen –wie beispielsweise Kindertagesstätten, Schulen, Vereine oder Unternehmen– existieren, wollen wir gerne gemeinsam mit Ihnen erarbeiten.

Workshop „Wirtschaft“

24. April 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Großer Sitzungssaal, Rathaus, Markt 8, Coesfeld
Neben einer optimierten Nutzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen und der energetischen Optimierung der Wärme übertragenden Gebäudehülle ist die Verbesserung der Anlagentechnik ein wesentlicher Baustein eines aktiven Klimaschutzes.
Wesentlicher Inhalt dieses Handlungsfeldes ist eine Verbesserung der Information betrieblicher Optimierungsmaßnahmen zu gewährleisten, um nachfolgend die Realisierung konkreter Maßnahmen zu forcieren.
Der Sektor Wirtschaft kann schnell positive Effekte mit minimalem Aufwand im Bereich der betrieblichen Energieeffizienz, z. B. durch Einführung eines betrieblichen Energiemanagements, Optimierung der betrieblichen Stoff- und Energieströme, verbesserte Regelung und Steuerung von technischen Anlagen sowie durch ein strukturiertes Informationsmanagement, erzielen. Durch diese Maßnahmen stellen sich in der Regel kurzfristig wirtschaftliche Vorteile ein, wobei im Regelfall nur Maßnahmen mit niedrigen Amortisationszeiten zur Umsetzung kommen.

Workshop „Klimagerechte Stadtentwicklung / Klimaanpassung“

15. Mai 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Großer Sitzungssaal, Rathaus, Markt 8, Coesfeld
Der Klimawandel erfordert in Städten die Entwicklung von Strategien zum Schutz vor dessen Auswirkungen und der Anpassung daran sowie die Abstimmung der Maßnahmen mit anderen drängenden Aufgaben der nachhaltigen Stadtentwicklung. Im Workshop sollen die Potenziale klimagerechter Stadtentwicklung der Stadt Coesfeld in Form von u.a. Leitbildern, planerischer und rechtlicher Instrumente oder auch informeller Rahmenplanungen diskutiert werden.

Mit den Ergebnissen aus den Workshops wurde dann das Klimaschutzkonzept erarbeitet. Es wurde dem Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen am 10. Oktober vorgelegt und wird am 8. November im Rat der Stadt beraten.

Informationen zum Klimaschutzkonzept gibt es auch auf der Website der Stadt.