Urbanes Leben im ländlichen Raum Schwerpunkt

Coesfeld/München, 21.10.18 (PM). Wie lassen sich Urbanität und Geborgenheit miteinander vereinen? Um diese Frage ging es bei der Messe Expo Real in München, bei der auch eine Coesfelder Gruppe zu Gast war. Bürgermeister Heinz Öhmann stellte dort das Projekt „Westfalia Wohnpark“ (Fritzen-Gelände) vor, mit dem eine frühere Industriebrache neu genutzt wird. Hier entstehe erschwinglicher Wohnraum für Alt und Jung. Etwa 100 Wohneinheiten für unterschiedliche Altersanforderungen einschließlich der Möglichkeit von integrativem Wohnen – ein urbanes Wohnprojekt in einem ganz neuen Quartier, gab Öhmann vor Fachpublikum in München bekannt. Er betonte im Rahmen einer Podiumsveranstaltung: „Wir haben hier mit der Firma Ecoplan einen Investor gefunden, der das Gelände seriös überplant, bei dem die Nutzung Sinn macht und dessen Partner uns als Stadt als seriös und zuverlässig bekannt sind.“

Bebauungsplan aus den 1980er Jahren soll ersetzt werden

Coesfeld, 17.10.18 (PM). Die Stadtverwaltung informiert im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung am Dienstag (23.10.) über den Bebauungsplan Nr. 150/2 „Innenstadt – Bereich Letter Straße“. Zu der Veranstaltung, die um 18.00 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses beginnt, sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen.
Der neue Plan soll die alten Bebauungspläne aus den 1980er Jahren dort ersetzen und das Plangebiet unter Berücksichtigung der heutigen Gegebenheiten und Zielvorstellungen fortentwickeln.
Weitere Informationen zum Bebauungsplan Nr. 150/2 „Innenstadt – Bereich Letter Straße“ auch online unter www.coesfeld.de/planung.

Eine Fahrbahnhälfte fertig gestellt

Coesfeld, 13.10.18 (PM). Anfang der kommenden Woche beginnt der nächste Bauabschnitt beim Umbau der Coesfelder Straße in Lette. Neben barrierefreien Querungshilfen sowie Gehwege und Parkständen wird die Straße in diesem Abschnitt eine asphaltiert.

Dazu wird die schon fertiggestellte Fahrbahnhälfte der Gaststätte Zumbült und der Kreuzung Bruchstraße für den Verkehr freigegeben, damit sich das Baufeld auf die andere Straßenseite verlagert.
Die Verkehrsregelung erfolgt weiterhin halbseitig durch eine Baustellenampel.Aus verkehrstechnischen Sicherheitsgründen werden Radfahrer nach wie vor durch eine beschilderte Umleitungsstrecke um die Baustelle geführt.

Die Sperrungen des Mühlenesch und der Bergstraße werden aufrechterhalten. Die Befahrbarkeit der Bruchstraße wird nicht eingeschränkt. Für die direkten Anlieger der Baustrecke bleibt die Befahrbarkeit der Grundstückszufahrten bestehen.

Bei günstigen Wetterverhältnissen wird für den kommenden Bauabschnitt mit einer Bauzeit von 8 Wochen bis 9 Wochen gerechnet. Abschließend wird ab Januar 2019 bis März 2019 die Umgestaltung der Kreuzung Coesfelder Straße / Bruchstraße erfolgen.

Für auftretende Behinderungen bittet die Stadtverwaltung bei allen Betroffenen um Verständnis, Fragen beantwortet im Fachbereich Bauen und Umwelt Heribert Bernemann, Tel. (02541) 939-1764.

Kanalsanierung Hinterstraße beginnt Ende Oktober

Coesfeld, 13.10.18 (PM). Im Zuge der Sanierung der Abwasserkanäle in der Letter Straße und der Hinterstraße beginnen am Dienstag (16.10.) Tiefbauarbeiten auf dem Jakobiring im Bereich der Verbindung zur Kupferstraße. Das Bistro „10 hours“ wird von der Kupferstraße aus weiterhin erreichbar sein.

Nach dem Ursula-Wochenende, ab Montag (29.10.), wird die Verbindung zwischen Hinterstraße und Jakobiring gesperrt. Die Einbahnstraßenregelungen in Jakobiring und Hinterstraße werden dann, wie bei der Baumaßnahme der Stadtwerke im September, aufgehoben.

Bei der Kanalbaumaßnahme handelt es sich um eine Wanderbaustelle. Die Arbeiten beginnen an der Hinterstraße und verlagern sich dann bis zur Kreuzung Letter Straße / Kellerstraße. Vor dort aus geht es weiter in die Fußgängerzone (Letter Straße) bis zur Einmündung Pfauengasse zwischen Ernstings‘ Family und Kochlöffel.

Dabei werden die Kanalrohre aus den 1930er und 1950er Jahren gegen neue und größere Rohre ausgetauscht. Ziel der Baumaßnahme ist die Sanierung der betroffenen Kanäle, zudem sollen die Regenüberläufe zur Berkel entlastet werden. Aus diesem Grund wird es auch auf der Kreuzung Letter Straße / Kupfergasse zu geringfügigen Tiefbauarbeiten kommen. Der genaue Zeitpunkt muss, in Abstimmung mit den angrenzenden Baumaßnahmen in Bernhard-von-Galen- und Davidstraße, noch geklärt werden.

Im Zuge der Baumaßnahme wird der Parkplatz an der Wiesenstraße (gegenüber K+K Markt) als Lagerplatz genutzt und deshalb teilweise gesperrt.

Die Straßen werden entsprechend des Bedarfes provisorisch wiederhergestellt. Einige Vorleistungen für den in 2019 geplanten Vollausbau der Hinterstraße werden dabei bereits jetzt schon ausgeführt (Wurzelschutz, Frostschutzschicht).

Die Baumaßnahme wird von den Archäologen des LWL begleitet, die sich weitere Erkenntnisse über das mittelalterliche Coesfeld erhoffen. Diese Untersuchungen laufen abschnittsweise im Vorlauf zum Kanalbau, teilweise parallel oder bei Bedarf im Nachgang zu den Kanalarbeiten.

Informationen zur Baumaßnahme gibt beim Abwasserwerk Patrick Voelker, Tel. (02541) 939-323.

Landesinitiative wählt Regionale-Projekt für Fallstudienanalyse

Coesfeld, 11.10.18 (PM). Das Regionale-Projekt BerkelSTADT ist beispielhaft für ganz NRW, dieser Meinung ist das Düsseldorfer Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Landesministerin Ina Scharrenbach hat das Coesfelder Projekt deshalb jetzt gemeinsam mit 24 anderen in eine Landesinitiative aufgenommen: Zukunft.Innenstadt.Nordrhein-Westfalen, unter diesem Motto wird die Landesinitiative aktuelle stadtentwicklungspolitische Herausforderungen in den Innenstädten in den Blick nehmen. Denn, so heißt es in einem Brief aus dem Ministerium: „Die Innenstädte sind die Herzen unserer Städte und Gemeinden – sie sind gesellschafts- und identitätsstiftend. Die Gestaltung und Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Zentren ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur durch das Zusammenwirken aller Akteure der Innenstadtentwicklung gelingen kann.“
Bürgermeister Heinz Öhmann freut sich, dass das BerkelSTADT-Projekt nun in die Analyse einfließt: „Die Attraktivität unserer Innenstadt ist eine zentrale Aufgabe hier in Coesfeld – schön, dass unsere Anstrengungen auch in Düsseldorf bemerkt und anerkannt werden.“

Zum Thema Landesinitiative Zukunft.Innenstadt.Nordrhein-Westfalen

Die Landesinitiative möchte die aktuellen stadtentwicklungspolitischen Herausforderungen in den Innenstädten in den Blick nehmen wie z. B. den Strukturwandel im Einzelhandel oder gewandelte Ansprüche an öffentliche Räume. Ziel ist es, die Kommunen künftig im Rahmen der Städtebau- und Wohnungspolitik noch besser bei der Stärkung ihrer Innenstädte zu unterstützen.
Frau Ministerin Ina Scharrenbach hat aus diesem Grund am 2. Juli 2018 die Landesinitiative Zukunft. Innenstadt. Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit folgenden Partnern offiziell verkündet:

• Städtetag Nordrhein-Westfalen
• Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen
• Bauausschuss des Deutschen Städtetags
• Handelsverband Nordrhein-Westfalen
• Industrie- und Handelskammer Nordrhein-Westfalen
• Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e. V.
• Verband der Wohnungswirtschaft
• Haus und Grund Rheinland
• Architektenkammer Nordrhein-Westfalen
• Landesinitiative Stadtbaukultur
• Netzwerk Innenstadt Nordrhein-Westfalen
• Arbeitsgemeinschaft historische Stadt- und Ortskerne Nordrhein-
Westfalen
Weiterhin wird die Landesinitiative von der in Duisburg ansässigen Fokus Development AG unterstützt. Partner in der Landesregierung sind die Ministerien für Verkehr sowie Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.
Im Schreiben des Ministeriums vom 24.09.18 an Herrn Bürgermeister Heinz Öhmann heißt es weiter:
„Es gibt in Nordrhein-Westfalen bereits viele hervorragende Projekte und Initiativen, um den Wandel in den Innenstädten aktiv zu gestalten. Aus diesen sollen im Rahmen der Landesinitiative die Handlungsansätze herausgearbeitet werden, die besonders vielversprechend und übertragbar sind.
Ihre Stadt wurde mit der BerkelSTADT als eines von 25 guten Projekten ausgewählt, um die Bedeutungszunahme ökologischer Handlungsansätze in den Innenstädten näher zu untersuchen. Ich erhoffe mir aus der Analyse Ihres Handelns vor Ort Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen für alle Kommunen in Nordrhein-Westfalen!“

Erreichbarkeit hat oberste Priorität

Coesfeld, 10.10.18 (PM). „Wir wollen, dass die Coesfelder City trotz der Baustellen für die Anlieger, für PKW und den Lieferverkehr jederzeit erreichbar bleibt – die Marktgarage und alternative Parkplätze müssen offen bleiben“, betont Stadtbaurat Thomas Backes bei der Vorstellung des Bauzeitenplans für die verschiedenen Maßnahmen in der Innenstadt. Er spricht auch über die Kehrseite dieser Vorgabe: „Die Arbeiten an einzelnen Abschnitten dauern dadurch etwas länger.” Die Innenstadt solle durchlässig gehalten werden.
Im Wesentlichen geht es in den kommenden Monaten an folgenden Stellen weiter:
• Bernhard-von-Galen-Straße: Straßenausbau zwischen Marktgarage und Einmündung Münsterstraße (1. Bauabschnitt) bis April 2019; bis Ende des Jahres werden die Leitungsarbeiten in der Münsterstraße abgeschlossen, dann geht es im Kreuzungsbereich Münsterstraße (2. Bauabschnitt) bis November 2019 weiter mit den Straßenbauarbeiten – Umgestaltung der Kreuzung
• Baustelle alte Post, Straßenausbau Davidstraße, Poststraße, Kupferstraße: Sanierung der Ver- und Entsorgungsleitungen, Straßenausbau, Neubau von Parkplätzen, Beginn im Februar bis Ende Oktober 2019
• Hinterstraße und Letter Straße bis Pfauengasse: Kanalbau, Leitungsbau, Straßenausbau bis Juli 2019. Baubeginn in der Letter Straße mit Rücksicht auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft erst im Februar 2019
• Naturberkel (Umflut): Wasserbau bis November 2019

Der Bauzeitenplan wurde zwischen der Stadt und dem Investor der Post-Immobilie sowie den Stadtwerken und dem Abwasserwerk abgestimmt. Thomas Backes: „Die Anlieger und Geschäftsleute können sicher sein, dass wir einen direkten Draht haben.” Alle Arbeiten seien eng getaktet. Während der Arbeiten im Kreuzungsbereich Bernhard-von-Galen-Straße/Münsterstraße wird der Verkehr weiter wie bisher aus Richtung Krankenhaus an die Marktgarage und die Kuchenstraße herangeführt. Sobald der neue Kreisverkehr fertig ist, ist die Zufahrt aus Richtung Lambertikirche möglich.
Der erste Nutzer im alten Postgebäude, die Handelskette Tedi, soll seine Räume im November einrichten können. Der Einzug von Netto ist für Ende Oktober 2019 vorgesehen. Thomas Backes: „Bis dahin haben wir den jetzigen Parkplatz an der Hansestraße komplett umgebaut und die Straße neu gestaltet.“

Arbeiten an der Bernhard-von-Galen-Straße gehen voran

Coesfeld, 23.09.18 (PM). Die Bernhard-von-Galen-Straße ist seit dem Ende der Sommerferien wieder freigegeben. Autos und Busse können die Straße einspurig befahren, die Zufahrt zur Marktgarage und der Einmündungsbereich Kuchenstraße sind wieder befahrbar. Dort war während der Sommerferien der alte Straßenaufbau abgetragen und der anstehende Boden von Archäologen untersucht worden. Anschließend mussten Hausanschluss- und Entwässerungsleitungen überprüft und zum Teil saniert oder erneuert werden. Fachbereichsleiter Uwe Dickmanns erklärt: „Wir mussten diesen Bereich erst einmal aufgraben, um festzustellen, in welchem Zustand sich die vorhandenen Leitungen befinden“. Diese Arbeiten fanden unter Zeitdruck statt, trotz des heißen Sommerwetters. Dickmanns: „Die Firma M&O hat hier täglich Überstunden geleistet, auch an Samstagen wurde gearbeitet.“ Nach dem Verlegen der Leitungen wurden Rinnen und Bordanlagen gesetzt sowie Tragschichten eingebaut. Anschließend wurden die Pflasteroberflächen in verschiedenen Steinformaten hergestellt. „In der Zufahrt zur Marktgarage und im Einmündungsbereich Kuchenstraße wurden zusätzliche Verschiebe-Anker eingebaut, damit sich das Pflaster später nicht verschieben kann“ erläutert Dickmanns. Er ergänzt: „Auch der Gehweg vor dem Stadtschloss ist inzwischen bis zum Schlosspark fertiggestellt. Fußgänger können jetzt wieder durch die Torbögen in den Park gelangen: Es geht also zügig weiter!“
Aktuell laufen die Bauarbeiten auf der südlichen Fahrbahnhälfte östlich der Torbögen. Im nächsten Schritt wird die Beachfläche vor dem Café Central und vor der Kaffeemühle zurückgebaut und der nördliche Gehweg zwischen der Zufahrt zum Rathausinnenhof und der Münsterstraße in Abschnitten aufgenommen. Danach werden wiederum Leitungen verlegt, Bordsteinen und Rinnen gesetzt sowie Tragschichten eingebaut, bevor Fahrbahn und Gehweg mitsamt der Außengastronomieflächen gepflastert werden. Parallel laufen die Arbeiten an der Münsterstraße. Dort erneuern die Stadtwerke Versorgungs- und Hausanschlussleitungen im Einmündungsbereich zur Bernhard-von-Galen-Straße.

Letzter gemeinsamer Arbeitskreis am Mittwoch (19.09.)

Coesfeld, 13.09.18 (PM) .Am Mittwoch (19.09.) findet um 18.30 Uhr der letzte gemeinsame Arbeitskreis in Sachen Dorfinnenentwicklungskonzept DIEK Lette statt, und zwar im Foyer der Kardinal-von-Galen-Grundschule in Lette.

Dabei werden die erstellten Projektportfolios noch einmal besprochen. Welche Priorität bekommen die einzelnen Projekte? Wie können die angestoßenen Ideen verstetigt werden? Das sind Fragen, die an diesem Abend geklärt werden sollen, bevor das Konzept zum DIEK in den Fachausschüssen und im Rat behandelt wird.

Weitere Termine

Donnerstag (04.10.) Vorberatungen im Bezirksausschuss Lette und

Mittwoch (10.10.) im Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen;

Donnerstag (08.11.) Beschluss im Rat der Stadt Coesfeld.

Alle Ergebnisse werden außerdem der Öffentlichkeit vorgestellt in einer großen Abschlusspräsentation zum Dorfinnenentwicklungskonzept DIEK am Dienstag (06.11.).

Zum Thema DIEK Dorfinnenentwicklungskonzept Lette

Insgesamt 19 konkrete Ideen sind zusammengekommen, seitdem das DIEK, das Dorfinnenentwicklungskonzept für Lette, im vergangenen Frühling angestoßen worden ist. Viele Interessierte aus ganz unterschiedlichen Bereichen haben daran mitgewirkt. Gesammelt wurden die Projektideen in drei Arbeitskreisen zu verschiedenen Themenschwerpunkten: Dorfentwicklung, Verkehr, Tourismus, Mobilität und Umwelt.

Hier eine Auswahl der Projektideen für Lette

o  Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses,
o  Aufwertung verschiedener Plätze: Alter Kirchplatz, Gemeindeplatz
o  Umgestaltung Heimathaus
o  Umgestaltung des Teiches am Philosophenweg
o  Schaffung von Wohnmobilstellplätzen
o  Verkehrssicherheit in Lette auf verschiedene Aspekte prüfen
o  Förderung des Austausches zu technischen Neuerungen
o  Naturlehrpfad

Kreis Coesfeld vernetzt

Coesfeld, 03.09.18 (hlm). Einmal im Monat treffen sich die Verwaltungschefs der elf Kommunen und des Kreises Coesfeld zu einem Arbeitstreffen. Dieses Mal begrüßten Coesfelds Bürgermeister Heinz Öhmann und Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann ihre Amtskollegen im “Großen Sitzungssaal” des Rathauses der Kreisstadt. Die Vertreter der Presse erhielten im Anschluss auf der Pressekonferenz von den beiden Gastgebern eine Übersicht der Gesprächsergebnisse.

Besonderer Gast ist Christian Almering, der seit acht Monaten als Geschäftsführer der EUREGIO wirkt. 60 Jahre lang stärkt die Institution das Zusammenwachsen die Gemeinschaft im deutsch-niederländischen Grenzraum. Nicht ohne Sorge blicke Almering auf die aktuelle Situation Europas, resümiert Richard Borgmann auf der Pressekonferenz und zitiert ihn: “Was die Großen nicht hinbekommen, sollen die Kleinen lösen.” Das heißt, nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Visionen entwickeln. Es gibt im deutsch-niederländischen Grenzraum viel ausschöpfbares Potenzial, sowohl aus wirtschaftlicher Sicht, wie auch in der gesellschaftlichen Kohäsion. Tourismus und Bildung nennt Borgmann Beispiele. Öhmann bringt den Grenzinfopunkt in die Gesprächsrunde ein. Eine Beratungseinrichtung, die bis 2020 als “INTEREG-Projekt” gefördert wird. Sie ist die Anlaufstelle für Rechtsfragen von Menschen, die im Nachbarland leben oder Arbeiten wollen. Die Beratungsstelle in Enschede kooperiert mit der Agentur für Arbeit Coesfeld. Ganz kritiklos entlassen die Verwaltungschefs den EUREGIO-Geschäftsführer Almering nicht aus dem Arbeitskreis. Der Fokus solle nicht allein auf den Südkreis gelegt werden. Der Blick über den Rand bis ins angrenzende Ruhrgebiet ist etwas kurzsichtig. Positiv bewerten Öhmann und Borgmann die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs mit der Optimierung der Bahnlinie Enschede-Dortmund. Dabei hat zwar nicht direkt die EUREGIO ihren Anteil, aber die Schiene ist eine wichtige wirtschaftliche und gesellschaftliche Verbindung zwischen den Regionen. Geldmittel fließen von der EU-Förderstelle in Bildungseinrichtungen, wie Universitäten. Coesfelds Dependance der Fachhochschule Münster profitiert indirekt von diesen Finanzströmen.

Vom Grenzüberschreitenden richtet sich der Blick auf den Kreis Coesfeld. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr wirbt für die dritte Runde des Ökoprofits. Einige Unternehmen haben ihre Teilnahme zugesichert. Die Werbetrommel dreht sich weiter, um weitere Firmen und Einrichtungen für das Klimaschutzprojekt zu gewinnen. Für Öhmann ist es kein reines Prestige- oder Imageprojekt. Es gehe hierbei um konkret individuell ausgearbeitete Vorschläge zur Energieeinsparung, die sich ökonomisch in der Bilanz der teilnehmenden Unternehmen positiv auswirken. Mit Sarah Rensner hat der Kreis Coesfeld eine Klimaschutzmanagerin, die Aktivitäten und Projekte auf kommunaler Kreisebene koordiniert und das Klimaschutzkonzept als Handbuch hat. Wünschenswert wäre es in Augen von Öhmann, wenn sich die Arbeit nicht nur auf Koordinierung, sondern auch auf konkrete Projekte fokussieren, die messbare Ergebnisse liefern.

Auf der Agenda des Arbeitstreffens stand auch die Schaffung eines Standards für die Markierung des Radwegenetzes. “Das bisherige Wabensystem hat sich nicht bewährt”, zieht Öhmann einen Schlussstrich. Ein Neues soll her, und zwar landesweit. Am besten über eine zentrale Stelle geplant und gesteuert, damit kein bunter Mix entsteht. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Gegenwärtig stecken die Kommunen ihre Zielvorstellungen ab. Unteranderem könnte sich das in den Niederlanden verwendete Knotenpunktsystem als Blaupause eignen.

Der Kreis ist ein Umlageverband, der sich aus den finanziellen Einlagen der elf Städte und Gemeinden mitfinanziert, dessen Höhe durch den Hebesatz festgelegt ist. “Jeder dritte Euro geht an den Kreis”, rechnet Borgmann vor. Das ist von den Kommunen in der gegenwärtigen guten Wirtschaftslage mehrheitlich zu leisten. Lüdinghausens Bürgermeister will weiter nach vorne blicken und sich auf schlechtere Zeiten vorbereitet wissen. Deutlich richten die Bürgermeister ihre Forderungen in die Richtung einer mittelfristigen Finanzplanung und einer weiteren Absenkung der Hebesätze. “Damit Kommunen die Kreisumlage nicht über finanzieren müssen”, so Borgmann.

Kreisweiter Schulentwicklungsplan – da kann sich die Stadt Coesfeld mit seiner eigenen Entscheidungshoheit etwas zurücklehnen. In der Kreisstadt besteht ein breites Schulangebot. Das ist in einzelnen Nachbarkommen nicht so luxuriös. Besonders die Erreichbarkeit von Förderschulen grenzt punktuell an die Unzumutbarkeit. Das soll sich mit der Aufstellung eines Schulentwicklungsplans verbessern.

Ein Haus zur Schulung und Weiterbildung

Coesfeld, 28.08.18 (PM). „Wir sind froh, dass wir nicht weiter abgewartet haben und uns für die Durchführung der Baumaßnahme entschieden haben“, erklärte der Präsident des DRK-Kreisverbandes Konrad Püning anlässlich des Richtfestes an der Bahnhofstraße in Coesfeld. Mittlerweile litten viele Bauherren unter erheblichen Kostensteigerungen. Ulrich Bock vom gleichnamigen Architekturbüro bestätigte, dass es bislang gelungen sei, die Gesamtkosten im Rahmen der geplanten Kosten zu halten. Er stellte eine Fertigstellung der neuen DRK-Büro- und Schulungsräume für Anfang Mai des kommenden Jahres in Aussicht.

DRK-Präsident Konrad Püning ist froh, mit dem Beginn der Baumaßnahmen begonnen zu haben. (Foto DRK)

Püning und der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Christoph Schlütermann bedankten sich im Rahmen einer Feierstunde bei den Nachbarn für deren Geduld und bei den Bauhandwerkern für die gute und reibungslose Arbeit. Der Erweiterungsbau trage der vom starken Wachstum geprägten Arbeit des DRK im Kreis Coesfeld Rechnung, betonte Püning. Zukünftig könnten für Ehrenamtliche und Hauptamtliche bessere Schulungs- und Ausbildungsmöglichkeiten angeboten werden. Zusammen mit seinen Ortsvereinen beschäftigt das DRK kreisweit rund 840 hauptamtliche Kräfte. Die Entwicklungen im Kita-Bereich, im Rettungsdienst und in den sozialen Diensten seien von starkem Wachstum geprägt. Mit dem Neubau werde man auch räumlich die Voraussetzungen für ein zukünftiges Wachstum schaffen, so Schlütermann.