App-Dienst wird zum Jahresende eingestellt

Coesfeld, 20.12.18 (PM). Die Coesfeld-App wird zum Ende des Jahres eingestellt. Darauf haben sich die Stadt Coesfeld und der Verlag Neomedia aus Lette, der die App seit Erstellung vor etwa fünf Jahren technisch betreut, verständigt. „Die technischen Schnittstellen für die App sind nicht mehr auf dem aktuellen Stand, deshalb wird der Betrieb zum 31.12.18 eingestellt“, sagte Andrea Zirkel, Pressesprecherin der Stadt Coesfeld.
Bürgermeister Heinz Öhmann: „Die Rahmenbedingungen haben sich verändert, darauf müssen wir reagieren. Wir haben unsere städtische Website www.coesfeld.de kontinuierlich verbessert. Sie läuft mittlerweile sehr gut auch auf Smartphones und anderen mobilen Endgeräten. Außerdem sind wir auf Twitter präsent. Hier kann sich jeder schnell und unkompliziert über aktuelle Veranstaltungen und Termine informieren und wissenswerte Inhalte über die Stadt Coesfeld runterladen.“ Er kündigte zudem an, dass derzeit neue digitale Angebote für die Bürger entwickelt werden, mit denen die Kommunikation zwischen Bürger und Verwaltung weiter verbessert werden soll.

Eine Spazierfahrt mit dem Heimatverein

Coesfeld, 27.10.18 (hlm). Heimat? Ist das nur ein Gefühl, wie der römische Politiker und Philosoph Cicero bereits vor Christi Geburt mit dem Zitat beschreibt: „Heimat ist da, wo man sich wohlfühlt.“ Antwort müsste sich bei jenem finden lassen, der sich damit intensiv auseinandersetzt: der Heimatverein. So geht es mit den beiden Vereinsmitgliedern Edith Eckert-Richen und Aloys Lütke Sunderhaus auf Spurensuche durch Coesfelds Landschaft.

Vorsitzende des Heimatvereins Edith Eckert-Richen und Aloys Lütke Sunderhaus vom Arbeitskreis Kultur und Landschaftspflege des Heimatvereins beklagen den Unterbewuchs im Hochzeitswald, der den Panoramablick vom ehemaligen Standort aus verhindert. (Foto hlm)

In der Ferne drehen Rotoren der Windräder ihre Runden. Dahinter verschwimmen in der hügeligen Landschaft Dampfschwaden am Horizont. Bis in den Niederrhein schweift der Blick von der Südwesthanglage des Coesfelder Bergs bei gutem Wetter. Nicht mehr vom ursprünglichen Standort aus, einer Sitzbank, die auf der Ecke des Weges am oberen Rand des Hochzeitwaldes steht. Seit 2007 pflanzen frisch vermählte Paare Laubbäume auf die städtische Fläche und werden so zu Baumpaten. Die Laubwand führte zum Streit zwischen Heimatverein und Stadtverwaltung. 2015 sicherte die Stadt zu: „Wir teilen die Auffassung, dass die ursprünglich geplante Sichtachse als Diagonale unbedingt erhalten bleiben muss.“ (vgl. „Sichtachse für den Hochzeitswald“, AZ, 14.01.15). „Das Entwicklungsziel auf der ehemaligen Ackerfläche ist der Aufbau eines Waldes“, erklärt Thomas Rövekamp von der Schutzgemeinschaft Deutscherer Wald. Man einigte sich auf ein Kompromiss. Ein „Keil“ bleibt von der Bepflanzung mit Bäumen außen vor. Dazu mussten in Absprache mit Baumpaten einzelne Bäume umgesetzt werden. Der Fluchtpunkt der Sichtachse ist nun nicht mehr an der ursprünglichen Position, sondern rund 30 Meter bergabwärts, an einer anderen Sitzbank. „Wer von der Gaststätte Coesfelder Berg kommend geradeaus Richtung Stadtwaldallee wandert, hat dann auf dem ganzen Stück freie Sicht und nicht nur an einem einzelnen Punkt – etwas eingeschränkt allerdings durch die einzelnen Bäume, deren Paten einem Umpflanzen nicht zugestimmt haben“, beantwortet Stadtsprecherin Andrea Zirkel auf Anfrage.

100 Euro Kosten den Pflanzwilligen ein Baum. In der Broschüre der Stadt heißt es: „Die Kontrolle und Pflege Ihres Baumes und des entstehenden Waldes übernehmen die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und die Stadt Coesfeld. Edith Eckert-Richen, Vorsitzende des Heimatvereins, moniert: „Von Pflege kann nicht die Rede sein.“ Gäbe es einen alternativen Standort für den Heimatverein? Für Aloys Lütke Sunderhaus vom Arbeitskreis Natur- und Landschaftspflege nicht. Es sei ein viel frequentierter Weg für Naherholungssuchende und ein beliebter Ruhe- und Verweilort. Wegen der Sonnenlage und der Lage zum Coesfelder Berg mit dem Naturdenkmal „Drei Linden“.

Die drei Laubbäume sind Coesfelds markantester Punkt. Eine Anekdote hat Lütke Sunderhaus auf Lager. Der Urgroßvater seiner Ehefrau hat das Grundstück für 200 Mark (heute rund 2000 €) verkauft, damit der Forstmeister J. von Schütz im Jahr 1880 drei Linden setzen konnte. Für das Geld habe er sich einen Lodenmantel gekauft, so die überlieferte Familiengeschichte. Von West über Nord nach Ost öffnet sich ein Panorama. Weit hinten verschmilzt weißer Wasserdampf mit dem Himmel. Rauchsäulen vom Atomkraftwerk Emsland in Lingen und vom Kohlekraftwerk Ibbenbüren. Seit 2016 zeigt eine Windrose die Richtung und Entfernung von Coesfelds Nachbarstädten an. Die gegossene Orientierungshilfe ist auf Initiative des Heimatvereins entstanden. Entworfen hat sie Aloys Lütke Sunderhaus. Sein Blick richtet sich jetzt direkt in die Nähe, auf eine der drei Linden. Sie hat durch die Hitze stark gelitten. Er habe bei der Stadt darum gebeten, dass der Bauhof die Bäume mit Wasser versorge. „Sonst muss es bald ‚Zwei-Linden-Höhe‘ heißen“ bemerkt Lütke Sunderhaus sarkastisch.

Die Heimatroute führt weiter in die Sitter mit dem Quellgebiet des Hohnerbachs. „Wir sehen unsere Aufgabe in der Erhaltung von Kultur. Das schließt den Landschaftsraum mit ein,“ steckt Lütke Sunderhaus ein Themengebiet ab. Für den Mann vom Heimatverein war es ein wichtiger Schritt, den Naturraum als Relikt aus der Eiszeit zu schützen. Sich als umsichtiger Gast hier aufzuhalten, da spricht nichts gegen. Doch der Begriff Umsicht hat einen breiten Interpretationsraum. Achtlos weggeworfene Pappbecher, leere Verpackungen und weiterer Müll liegen verteilt auf dem Waldboden. Dabei steht von einer Sitzbank aus nur eine Armlänge entfernt der Mülleimer. Verständnislosigkeit bei den beiden Mitgliedern des Heimatvereins. Heimat hat auch was mit Respekt zum Umfeld zu tun.

TEIL II folgt am 03.11.2018.

Eine verborgene Gedenkstätte im Wald

Coesfeld, 25.10.18 (PM). Eine besondere Gedenkstätte findet man etwas außerhalb von Lette im Letter Bruch. In unmittelbarer Nähe des Barackenlagers, etwas versteckt im Wald, liegt der Heidefriedhof. Er wurde 1950 auf Initiative der Bewohner des benachbarten Barackenlagers „Heidehof“, das damals als Altenpflegeheim genutzt wurde, angelegt, um die Verstorbenen in der Nähe bestatten zu können. Die erste Beerdigung fand im August 1950 auf dem Heidefriedhof statt. Der letzte hier Beerdigte war Stanislaus Zelinski (August 1960), der unmittelbar vor Schließung des Pflegeheims verstarb.

Seit vielen Jahren wird der Heidefriedhof durch eine Arbeitsgruppe des Heimat- und Verkehrsvereins Lette gepflegt. Jährlich an Allerheiligen findet ein Gedenken an die hier Beerdigten statt. Anlässlich der 70. Wiederkehr der Ankunft der Vertriebenen in Lette gestaltete man 2016 die Gedenkstätte Heidefriedhof auch auf Initiative des Vereins „Denkmal Barackenlager Lette e. V.“ neu. So wurden zwei Gedenkstelen aufgestellt, eine aus Wünschelburger- und eine aus Baumberger Sandstein.

Über die Geschichte des Heidefriedhofs informiert ein neuer Flyer, der vom Stadtmarketing Verein in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Lette herausgegeben wurde. Der kostenlose Flyer ist im Bürgerbüro der Stadt Coesfeld und in der Zweigstelle im Heimatverein Lette erhältlich.

Weitere Details von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Einweihung des neu gestalteten Heidefriedhofs enthält die Broschüre „Erinnerungsstätte Heidefriedhof in Coesfeld-Lette“. Sie wurde vom Verein „Denkmal Barackenlager Lette e. V.“ herausgegeben. Die Broschüre ist zum Preis von 7,00 € in der Geschäftsstelle der AZ an der Rosenstraße oder beim Heimatverein Lette, Frau Elsbecker, Tel. 02546/1022 erhältlich.

Vortrag am 30. Oktober 2018 in Coesfeld

Kreis Coesfeld, 22.10.18 (PM/kid). Kurz zum Shoppen in die Niederlande oder bequem über Amazon aus dem EU-Ausland bestellen – für viele sind die Europäische Union und die mit ihr verbundenen Vorteile ganz selbstverständlich. Aber seit der Finanzkrise läuft die EU im Krisenmodus. Prof. Dr. Eckart Stratenschulte, der 24 Jahre lang die Europäische Akademie Berlin leitete, wird am Dienstag, 30. Oktober 2018, um 18:00 Uhr im Trend-Center der Parador GmbH in Coesfeld einen spannenden Vortrag über die Zukunft der EU halten.

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen; ihre Meinung zur Zukunft Europas ist ebenfalls gefragt: Sie können per Mobiltelefon abstimmen oder auch direkt mit Prof. Dr. Stratenschulte diskutieren. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung wird bis zum 25. Oktober 2018 erbeten unter https://europa-im-trend.eventbrite.de oder per E-Mail an: post@eu-direct.info

Diese Veranstaltung wird vom Kreis Coesfeld in Zusammenarbeit mit dem europe direct-Büro Steinfurt sowie der wfc Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Coesfeld gmbH organisiert. Die Moderation übernimmt Kreismitarbeiterin Marina Kallerhoff.

Coesfelder Ursulawochenende vom 26. bis 28. Oktober 2018

Coesfeld, 12.10.18 (PM). Seit Jahrhunderten zieht der Ursulamarkt in Coesfeld Menschen aus der gesamten Region an. Sie nutzen die Gelegenheit, sich vor dem Winter mit Gütern und Lebensmitteln einzudecken. In der Nachkriegszeit bis weit in die neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es kostenlosen Kohl seitens der Stadt. Heute ist das Ursulawochenende, das immer Ende Oktober – nach dem Festtag der heiligen Ursula am 21. Oktober – stattfindet, ein Mix aus “Verkaufsoffenem Sonntag” und einem Fest für die gesamte Familie. Aufgrund des Lokalkolorits konnte das Wochenende zum Glück seinen ursprünglichen Charme bewahren.

Krammarkt mit zahlreichen Verkaufsständen und einem Korn aus dem Zinnlöffel

Wie jedes Jahr beginnt das Ursulawochenende mit dem Krammarkt am Freitag (26.10.). Um 10 Uhr begehen die Kiepenkerle den Markt aus alter Tradition. Ferdinand und Karsten Bröckerhoff kredenzen Korn aus dem Zinnlöffel. Aber auch dieses Jahr bleiben die Kiepenkerle nicht allein: Zu ihnen gesellen sich zehn Damen und Herren von Heimatverein und zwei Herrschaften aus der Kolpingspielschar. In Münsterländer Tracht reichen sie Korn und Ochsenblut.
Die Marktstände selbst öffnen um 8 Uhr. Anders als die übrigen Krammärkte hat der Ursulamarkt bis 17 Uhr geöffnet. Auf die Besucher warten frische Marktwaren, Blumen und Feinkost, zusätzlich auch Leder- und Dekorationsartikel, Haushaltswaren, Schmuck, Textilien, selbstgenähte Kleinkindtextilien und Korbwaren. Leckere Grillwurst, Backfisch und Pommes Frites, Waffeln und Crepes garantieren, dass die Küche daheim getrost einen Urlaubstag einlegen kann.
Wer sich mit frischem Fleisch, Geflügel oder Fisch, mit Obst, Bioprodukten, Blumen, Honig und holländischem Lakritz eindecken will, kann das am Ursulawochenende nicht nur vor- sondern auch nachmittags.

Verkaufsoffener Sonntag (28.10.18) ab 11.00 Uhr

Am Sonntag sind die geöffneten Geschäfte der Anziehungspunkt. In der Zeit von 13 bis 18 Uhr haben die Kunden Gelegenheit zum Bummeln. In den Fachmärkten und Boutiquen stellen die Einzelhändler ihre Herbstkollektionen vor. Es locken attraktive Angebote und tolle Schnäppchen. „Eine gute Gelegenheit, sich auch schon mit Geschenkideen für den Gabentisch inspirieren zu lassen“, sagt Udo Hoppe, Geschäftsführer des Stadtmarketing Verein Coesfeld & Partner e.V.
„Van Toeten noch Bloazen“ aus dem benachbarten Holland sorgt in gewohnter Manier für gelöste Stimmung – vom ersten Ton an! „Die Straßenband hat einen richtiggehenden Fanclub in Coesfeld“, sagt Katja Koch, Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle von Coesfeld & Partner e.V. Ein weiteres Highlight ist der von Kindern umschwärmte Ballonkünstler „Ballooni“.

Um 11 Uhr öffnen die Fahrgeschäfte und Buden, um 13 Uhr die Geschäfte.
Viel Lokalkolorit mit Coesfelder Betrieben und Einrichtungen wie Bauen und Leben oder den Servicewelten
Das Lokalkolorit bringen Coesfelder Betriebe und Einrichtungen ein. Sie informieren auf dem Marktplatz über ihre Produkte und Angebote. Erneut sind Wintergärten Bökenkröger und Lameko Sonnen- und Lichtschutztechnik mit Ausstellungen vertreten.
Natürlich wird auch die Kinder-Schmink-Aktion des Liebfrauen-Kindergartens wieder viele Kinder zu Elfen, Schmetterlingen und Löwen verwandeln.
Ein ganz besonderes Highlight des Ursulamarktes wird wieder der Verkauf des „Coesfelder Adventskalenders“ der Bürgerstiftung Coesfeld sein. Nach dem großen Erfolg des letzten Jahres möchte die Bürgerstiftung dort anknüpfen. Der Erlös der Aktion dient der Unterstützung verschiedener Fördermaßnahmen wie „Soziales Lernen“, „Pferdestärken“ sowie zahlreicher weiterer Projekte. Sobald die Ziehung der Gewinner Ende November beginnt, finden Sie auf der Homepage der Bürgerstiftung die Gewinnnummern und die zugehörigen, zahlreichen Gewinne. Außerdem wird die Coesfelder Allgemeine Zeitung die Gewinner täglich bekannt geben.
Wer den Garten bereits jetzt für das Frühjahr frisch machen möchte, kann sich in diesem Jahr mit reichlich Blumenzwiebeln eindecken. Die Allgemeine Zeitung und auch die IKK Classic wird über ihr Angebot informieren. Neu dabei ist in diesem Jahr die KTG Kamintechnik. Sie bieten Kamineinsätze nach Maß an, was für Altbausanierungen immer wieder ein großes Thema ist. Natürlich werden auch Bier und Säfte verköstigt sowie Waffeln, Eis, Pommes & Co., Bastel- und Dekorationsartikel angeboten. Holländischer Lakritz von Herrn Rooseboom aus Enschede darf natürlich nicht fehlen sowie Feinkost der Firma Rmadan und Reibekuchen in verschiedenen Varianten!
Und egal, ob Sie erst zum Bummeln in die Innenstadt oder zum Zuschauen der zahlreichen Attraktionen wie z.B. dem Kinderkarussel an der Lamberti-Kirche streben: Ein Ausflug vom 26. bis 28. Oktober in die Kreisstadt lohnt allemal!

Letzter gemeinsamer Arbeitskreis am Mittwoch (19.09.)

Coesfeld, 13.09.18 (PM) .Am Mittwoch (19.09.) findet um 18.30 Uhr der letzte gemeinsame Arbeitskreis in Sachen Dorfinnenentwicklungskonzept DIEK Lette statt, und zwar im Foyer der Kardinal-von-Galen-Grundschule in Lette.

Dabei werden die erstellten Projektportfolios noch einmal besprochen. Welche Priorität bekommen die einzelnen Projekte? Wie können die angestoßenen Ideen verstetigt werden? Das sind Fragen, die an diesem Abend geklärt werden sollen, bevor das Konzept zum DIEK in den Fachausschüssen und im Rat behandelt wird.

Weitere Termine

Donnerstag (04.10.) Vorberatungen im Bezirksausschuss Lette und

Mittwoch (10.10.) im Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen;

Donnerstag (08.11.) Beschluss im Rat der Stadt Coesfeld.

Alle Ergebnisse werden außerdem der Öffentlichkeit vorgestellt in einer großen Abschlusspräsentation zum Dorfinnenentwicklungskonzept DIEK am Dienstag (06.11.).

Zum Thema DIEK Dorfinnenentwicklungskonzept Lette

Insgesamt 19 konkrete Ideen sind zusammengekommen, seitdem das DIEK, das Dorfinnenentwicklungskonzept für Lette, im vergangenen Frühling angestoßen worden ist. Viele Interessierte aus ganz unterschiedlichen Bereichen haben daran mitgewirkt. Gesammelt wurden die Projektideen in drei Arbeitskreisen zu verschiedenen Themenschwerpunkten: Dorfentwicklung, Verkehr, Tourismus, Mobilität und Umwelt.

Hier eine Auswahl der Projektideen für Lette

o  Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses,
o  Aufwertung verschiedener Plätze: Alter Kirchplatz, Gemeindeplatz
o  Umgestaltung Heimathaus
o  Umgestaltung des Teiches am Philosophenweg
o  Schaffung von Wohnmobilstellplätzen
o  Verkehrssicherheit in Lette auf verschiedene Aspekte prüfen
o  Förderung des Austausches zu technischen Neuerungen
o  Naturlehrpfad

60 Jahre EUREGIO / Baustellen gibt es noch genug

Coesfeld, 06.09.18 (hlm). Vor 60 Jahren übernahm die EUREGIO mit ihrer Gründung eine Vorreiterrolle. Ihr Ziel war und ist es, die deutsch-niederländische Grenzregionen wirtschaftlich und kulturell zu verbinden. In vielen Teilen gelang es ihr auch, so ein Tenor der Rednerbeiträge bei der Festveranstaltung mit einer Podiumsdiskussion unter den Lettern “60 Jahre EUREGIO – Chancen der heimischen Wirtschaft in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit”. Bevor Rob Welten, Präsident der EUREGIO, sein Loblied auf das gemeinsame Erreichte anstimmt, heißt Christoph Almering, Geschäftsführer der Zweckgemeinschaft, als und Moderator 50 Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung im Coesfelder Rathaus willkommen. Einen Seitenhieb auf die derzeit bröckelnde Stimmung in der EU und die Isolationsbestrebungen einiger Mitgliedsstaaten verkneift sich Welten nicht: “Hier steht ein wirtschaftliches Europa mit Garant für Frieden und Sicherheit.”

Handel- und Wirtschaftsverkehr der drei wichtigsten Partner von NRW. (Grafik hlm)

Der freie Handels- und Wirtschaftstransfer funktioniert zwischen den Nachbarländern sehr gut. Verstärkt durch den Abbau der Schlagbäume in den 1970er Jahren. Zuvor pflegten beide bereits enge wirtschaftliche Kontakt. Für Nordrhein-Westfalen sind die Niederlande der größte Handelspartner, vor Frankreich und England. Aber ein langer Bauzaun steht noch an der Grenze. Allen voran Werner Schaurte-Küppers, Präsident der 1905 gegründeten deutsch-niederländischen Handelskammer, zählt die hell strahlenden Baustellenleuchten auf: Digitalisierung, Verkehrsinfrastruktur und Fachkräftemangel. Jedes Licht markiert einen eigenen Bauabschnitt, der stellenweise nach einer Dauerbaustelle klingt, wie sich aus den Statements der Teilnehmer herausfiltern lässt. Lodewijk an der Borg, als Vertreter eines grenznahen niederländischen Unternehmens, gräbt mit der Schaufel ein Bauloch ein klein wenig tiefer. Schließlich gibt es ein paar kleinere soziokulturelle Differenz und der schlipslose Geschäftsführer der Kaak Group zählt schmunzelnd auf: “Die Niederländer tragen keine Krawatten, Duzen sich sofort und haben flache Hierarchien.” Was sich witzig anhört, hat Tiefgang. Grenzübergreifende Zusammenarbeit heißt nicht, einen gesellschaftlichen Einheitsbrei zu haben, sondern seine eigene Identität zu bewahren. Es geht also um eine Mischung aus Konsens und Akzeptanz. Die Teilnehmer der Podiumsrunde blicken in eine alte Baugrube: Bis heute fehlt die gegenseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen. Schaurte-Küppers deutet an, dass eine Leiter angelegt ist, in Form einer übergreifend arbeitenden Kommission. Das wäre eine Erleichterung zur Diffusion von Fachkräften. Hilfe bietet schon jetzt der an der EUREGIO angedockte Grenzinfopunkt, der an der EUREGIO an, der als Beratungsstelle in Sachen Arbeit, Wohnen und Bildung arbeitet.

Viel bewegt sich in der EUREGIO. (Grafik hlm)

Heinz Öhmann, Coesfeld Bürgermeister und EUREGIO-Ratsmitglied, wirft in eine Baugrube eine Schüppe Kies und hebt den Fördertopf INTERREG der Europäischen Union hervor. Mit den Zuschüssen werden auch grenzübergreifende Projekte finanziert. Aufträge, die europaweit ausgeschrieben und sich aus der EU-Nachbarschaft kaum jemand bewirbt. So ist die Erfahrung von Öhmann. Da wird die sprachliche Barriere eine Rolle spielen. Die Ausschreibungsunterlagen sind in der Muttersprache bei den Vergabestellen hinterlegt. Eine Übersetzung fehlt in der Regel.

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr liefert ein passendes Abschlusswort für die Podiumsdiskussion. Coesfeld sei kein Grenzland und weit weg. Um so wichtiger ist es für ihn, die Kommunikation in den weiteren Grenzraum zu verstärken. Zusammenwachsen beginnt mit der Begegnung der Menschen und ist Basis zur Reduzierung von Ängsten.

Kreis Coesfeld vernetzt

Coesfeld, 03.09.18 (hlm). Einmal im Monat treffen sich die Verwaltungschefs der elf Kommunen und des Kreises Coesfeld zu einem Arbeitstreffen. Dieses Mal begrüßten Coesfelds Bürgermeister Heinz Öhmann und Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann ihre Amtskollegen im “Großen Sitzungssaal” des Rathauses der Kreisstadt. Die Vertreter der Presse erhielten im Anschluss auf der Pressekonferenz von den beiden Gastgebern eine Übersicht der Gesprächsergebnisse.

Besonderer Gast ist Christian Almering, der seit acht Monaten als Geschäftsführer der EUREGIO wirkt. 60 Jahre lang stärkt die Institution das Zusammenwachsen die Gemeinschaft im deutsch-niederländischen Grenzraum. Nicht ohne Sorge blicke Almering auf die aktuelle Situation Europas, resümiert Richard Borgmann auf der Pressekonferenz und zitiert ihn: “Was die Großen nicht hinbekommen, sollen die Kleinen lösen.” Das heißt, nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Visionen entwickeln. Es gibt im deutsch-niederländischen Grenzraum viel ausschöpfbares Potenzial, sowohl aus wirtschaftlicher Sicht, wie auch in der gesellschaftlichen Kohäsion. Tourismus und Bildung nennt Borgmann Beispiele. Öhmann bringt den Grenzinfopunkt in die Gesprächsrunde ein. Eine Beratungseinrichtung, die bis 2020 als “INTEREG-Projekt” gefördert wird. Sie ist die Anlaufstelle für Rechtsfragen von Menschen, die im Nachbarland leben oder Arbeiten wollen. Die Beratungsstelle in Enschede kooperiert mit der Agentur für Arbeit Coesfeld. Ganz kritiklos entlassen die Verwaltungschefs den EUREGIO-Geschäftsführer Almering nicht aus dem Arbeitskreis. Der Fokus solle nicht allein auf den Südkreis gelegt werden. Der Blick über den Rand bis ins angrenzende Ruhrgebiet ist etwas kurzsichtig. Positiv bewerten Öhmann und Borgmann die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs mit der Optimierung der Bahnlinie Enschede-Dortmund. Dabei hat zwar nicht direkt die EUREGIO ihren Anteil, aber die Schiene ist eine wichtige wirtschaftliche und gesellschaftliche Verbindung zwischen den Regionen. Geldmittel fließen von der EU-Förderstelle in Bildungseinrichtungen, wie Universitäten. Coesfelds Dependance der Fachhochschule Münster profitiert indirekt von diesen Finanzströmen.

Vom Grenzüberschreitenden richtet sich der Blick auf den Kreis Coesfeld. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr wirbt für die dritte Runde des Ökoprofits. Einige Unternehmen haben ihre Teilnahme zugesichert. Die Werbetrommel dreht sich weiter, um weitere Firmen und Einrichtungen für das Klimaschutzprojekt zu gewinnen. Für Öhmann ist es kein reines Prestige- oder Imageprojekt. Es gehe hierbei um konkret individuell ausgearbeitete Vorschläge zur Energieeinsparung, die sich ökonomisch in der Bilanz der teilnehmenden Unternehmen positiv auswirken. Mit Sarah Rensner hat der Kreis Coesfeld eine Klimaschutzmanagerin, die Aktivitäten und Projekte auf kommunaler Kreisebene koordiniert und das Klimaschutzkonzept als Handbuch hat. Wünschenswert wäre es in Augen von Öhmann, wenn sich die Arbeit nicht nur auf Koordinierung, sondern auch auf konkrete Projekte fokussieren, die messbare Ergebnisse liefern.

Auf der Agenda des Arbeitstreffens stand auch die Schaffung eines Standards für die Markierung des Radwegenetzes. “Das bisherige Wabensystem hat sich nicht bewährt”, zieht Öhmann einen Schlussstrich. Ein Neues soll her, und zwar landesweit. Am besten über eine zentrale Stelle geplant und gesteuert, damit kein bunter Mix entsteht. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Gegenwärtig stecken die Kommunen ihre Zielvorstellungen ab. Unteranderem könnte sich das in den Niederlanden verwendete Knotenpunktsystem als Blaupause eignen.

Der Kreis ist ein Umlageverband, der sich aus den finanziellen Einlagen der elf Städte und Gemeinden mitfinanziert, dessen Höhe durch den Hebesatz festgelegt ist. “Jeder dritte Euro geht an den Kreis”, rechnet Borgmann vor. Das ist von den Kommunen in der gegenwärtigen guten Wirtschaftslage mehrheitlich zu leisten. Lüdinghausens Bürgermeister will weiter nach vorne blicken und sich auf schlechtere Zeiten vorbereitet wissen. Deutlich richten die Bürgermeister ihre Forderungen in die Richtung einer mittelfristigen Finanzplanung und einer weiteren Absenkung der Hebesätze. “Damit Kommunen die Kreisumlage nicht über finanzieren müssen”, so Borgmann.

Kreisweiter Schulentwicklungsplan – da kann sich die Stadt Coesfeld mit seiner eigenen Entscheidungshoheit etwas zurücklehnen. In der Kreisstadt besteht ein breites Schulangebot. Das ist in einzelnen Nachbarkommen nicht so luxuriös. Besonders die Erreichbarkeit von Förderschulen grenzt punktuell an die Unzumutbarkeit. Das soll sich mit der Aufstellung eines Schulentwicklungsplans verbessern.

Entwurf ab dem 27. August 2018 veröffentlicht

Coesfeld, 24.08.18 (PM). Im Coesfelder Stadtgebiet gibt es ein fast 400 Kilometer langes Verbindungsnetz im Außenbereich. Mit einem neuen Wegekonzept will die Stadtverwaltung den Zustand darlegen und Zukunftsperspektiven aufzeigen.

Dazu wurde in einem ersten Schritt der Ist-Zustand bestehender Straßen und Wege kartiert und fünf Kategorien zugeordnet. Dabei wurde auch berücksichtigt, wie die zukünftige Bedeutung der Wege im gesamten Straßennetz aussehen soll. Es werden Aussagen über die zukünftige Art der Sanierung und die benötigte Straßenbreite getroffen. Des Weiteren wird die finanzielle Beteiligung der jeweiligen Grundstückseigentümer an den Erstellungskosten thematisiert, analog zum Innenstadtbereich.

Das Wegekonzept liegt in einem Entwurf vor und kann in der Zeit vom 27. August bis zum 5. Oktober 2018 eingesehen werden. Die Unterlagen sind dann auf der Website der Stadt Coesfeld unter www.coesfeld.de online und liegen zur Einsicht auch in ausgedruckter Form im Bürgerbüro zu den allgemeinen Öffnungszeiten bereit.

Fragen zum Entwurf des Wegekonzeptes beantworten Thomas Duda, Tel. (02541) 939-1265, und Uwe Dickmanns, Tel. (02541) 939-1251.

Zum Thema:

Die Wege im Außenbereich sind durch Witterungseinflüsse und zunehmenden Verkehr erheblichen Beanspruchungen ausgesetzt. Insbesondere der stetig wachsende Schwerlastverkehr mit immer höheren Achslasten bewirkt Ermüdungs- und Veränderungsprozesse in der Bausubstanz. Negativ beeinflusst wird die Lebenszeit von Wegen im Außenbereich durch die nicht nach den heutigen Erfordernissen erstellten Straßenaufbauten. Viele Wege sind nach dem Zweiten Weltkrieg hergestellt worden, mit damals vorhandenen Baumaterialien, meist Bauschutt, zum Teil in Eigenleistung von Anliegern und vielfach auf heute nicht mehr dokumentierte Art und Weise. Auf all diese Umstände ist bei der zukünftigen Planung von Sanierungsmaßnahmen Rücksicht zu nehmen.

Zu diesem Entwurf des Wegekonzeptes können Interessierte und Anlieger vom 27.08. bis 05.10.18 Anregungen, Vorschläge und Ideen an die Stadt Coesfeld herantragen. Dazu wurde auf der Internetseite ein entsprechendes Formular eingerichtet. Selbstverständlich geht dies auch auf dem Postweg.

Alle Anregungen, Vorschläge und Ideen werden in die politischen Beratungen einbezogen.

Gäste verweilen fast zwei Tage in Coesfeld

Coesfeld, 22.08.18 (hlm). Der Aufwärtstrend geht weiter. Mit einem Plus von 2,6 Prozent stieg die Belegungszahl der 382 Betten in Hotels und anderen Beherbergungsstätten von Coesfeld. 25544 Übernachtungen listet das Landesamt für Statistik von Nordrhein-Westfalen für das erste Halbjahr 2018. Ein deutlich kleinerer Anstieg als 2017 mit 8,5 Prozent.

Zwar sank die Zahl ausländischer Gäste um fast fünf Prozent auf 814. Jedoch verweilten diese Gäste länger. Im Durchschnitt blieben die Übernachtungsgäste 1,7 Tage.

Leichter Anstieg bei den Übernachtungszahlen in Coesfelds Beherbergungsstätten im ersten Halbjahr 2018. (Grafik hlm, Daten: it-NRW, Hintergrundbild David Lee/Pixabay)