Präsentation und Preisverleihung

Coesfeld, 07.11.18 (PM). Am Mittwoch (14.11.18) wird das Integrierte Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept der Stadt Coesfeld, das in den vergangenen Monaten mit großer Beteiligung der Bürgerschaft erarbeitet worden ist, der Öffentlichkeit präsentiert. Bürgermeister Heinz Öhmann lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu ein. Die Vorstellung beginnt um 18.00 Uhr im Pädagogischen Zentrum an der Holtwicker Straße.
Nach einer kurzen Einführung beginnt der Abend mit einem Vortrag zum Thema „Nachhaltige Mobilität“, den Prof. Prof. h.c. Dr.-Ing. Martin Robert Lühder von der FH Münster halten wird. Im Anschluss geht es um die Klimaziele der Stadt Coesfeld und die im Konzept ausgearbeiteten Maßnahmen. Sie werden von Jenny Kamp (energielenker Beratungs-GmbH) vorgestellt. Welche Möglichkeiten es für eine Kommune in der Umsetzungsphase gibt, darüber berichtet der Klimamanager der Gemeinde Saerbeck, Guido Wallraven.

Zum Abschluss werden die Preise des Schülerwettbewerbs verliehen: Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen konnten Ideen für ein Coesfelder Klimaschutz-Logo erarbeiten. Insgesamt 50 Entwürfe sind eingereicht worden, fünf Entwürfe werden nun prämiert und die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler können sich über ein Preisgeld von insgesamt 550 Euro freuen.

Zum Thema: Integriertes Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept

Am 31. Januar fiel der Startschuss für die Erstellung des Integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzeptes. Etwa 50 Interessierte hatten sich dazu im Pädagogischen Zentrum eingefunden. Die Energieberatungsfirma „energielenker“ gab eine thematische Einführung und wies auf, welche Ziele und Bausteine das Integrierte Klimaschutzkonzept beinhaltet und bezog sich mit einer aktuellen Klimabilanz auf die Stadt Coesfeld. In drei Impuls-Vorträgen stellten engagierte Coesfelder ihre schon umgesetzten Projekte vor.
Im Frühling fanden dann insgesamt fünf Workshops zum Klimaschutz statt. Auch hier konnte sich die interessierte Öffentlichkeit mit Ideen und Vorschlägen einbringen.

Die Themen der Workshops

Workshop „Wohngebäude / private Haushalte“

13. März 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Vorlesungssaal der Fachhochschule Münster, Stadtschloss, 2. OG, Bernhard-von-Galen-Straße 10, Coesfeld
Der Sektor der privaten Haushalte birgt große Einsparpotenziale im Bereich des Energieverbrauchs. Ob durch suffiziente Verhaltensweisen (Energievermeidung), der Einsparung von Energie (Energieeffizienz) oder dem Ausbau erneuerbarer Energien – der Einzelne kann durch einen bewussten Umgang mit Energie erheblich zu den Klimaschutzanstrengungen der Stadt Coesfeld beitragen und selbst die eigenen Energiekosten erheblich reduzieren. Welche Potenziale hierbei bestehen, beispielsweise in den Bereichen Neubau und Sanierung von Gebäuden, Energiesparen im Haushalt oder auch Ernährung und Konsum, soll im Rahmen des Workshops mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden.

Workshop „Klimafreundliche Mobilität“

20. März 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Großer Sitzungssaal, Rathaus, Markt 8, Coesfeld
Mit einem Anteil von 23 % trägt der Sektor Verkehr erheblich zum Treibhausgasausstoß in der Stadt Coesfeld bei. Um diese Emissionen zu senken und vor allem den motorisierten Individualverkehr einzuschränken, sollen im Workshop u.a. die Potenziale des ÖPNVs/ SPNVs, Fuß- und Radverkehrs, Car- und Bike-Sharings sowie der Elektromobilität bzw. alternativen Mobilität erörtert werden.

Workshop „Öffentlichkeitsarbeit und Bildung“

10. April 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Großer Sitzungssaal, Rathaus, Markt 8, Coesfeld
Klimaschutz und Bildung hängen eng zusammen und können im Zusammenspiel eine nachhaltige Entwicklung unterstützen. Um sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Privatwirtschaft für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren und zu motivieren müssen zielgruppenspezifische Informations- und Beratungsangebote geschaffen werden. Welche Möglichkeiten hierfür in der Stadt Coesfeld für die einzelnen Akteursgruppen –wie beispielsweise Kindertagesstätten, Schulen, Vereine oder Unternehmen– existieren, wollen wir gerne gemeinsam mit Ihnen erarbeiten.

Workshop „Wirtschaft“

24. April 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Großer Sitzungssaal, Rathaus, Markt 8, Coesfeld
Neben einer optimierten Nutzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen und der energetischen Optimierung der Wärme übertragenden Gebäudehülle ist die Verbesserung der Anlagentechnik ein wesentlicher Baustein eines aktiven Klimaschutzes.
Wesentlicher Inhalt dieses Handlungsfeldes ist eine Verbesserung der Information betrieblicher Optimierungsmaßnahmen zu gewährleisten, um nachfolgend die Realisierung konkreter Maßnahmen zu forcieren.
Der Sektor Wirtschaft kann schnell positive Effekte mit minimalem Aufwand im Bereich der betrieblichen Energieeffizienz, z. B. durch Einführung eines betrieblichen Energiemanagements, Optimierung der betrieblichen Stoff- und Energieströme, verbesserte Regelung und Steuerung von technischen Anlagen sowie durch ein strukturiertes Informationsmanagement, erzielen. Durch diese Maßnahmen stellen sich in der Regel kurzfristig wirtschaftliche Vorteile ein, wobei im Regelfall nur Maßnahmen mit niedrigen Amortisationszeiten zur Umsetzung kommen.

Workshop „Klimagerechte Stadtentwicklung / Klimaanpassung“

15. Mai 2018, 18.00 – 20.00 Uhr, Großer Sitzungssaal, Rathaus, Markt 8, Coesfeld
Der Klimawandel erfordert in Städten die Entwicklung von Strategien zum Schutz vor dessen Auswirkungen und der Anpassung daran sowie die Abstimmung der Maßnahmen mit anderen drängenden Aufgaben der nachhaltigen Stadtentwicklung. Im Workshop sollen die Potenziale klimagerechter Stadtentwicklung der Stadt Coesfeld in Form von u.a. Leitbildern, planerischer und rechtlicher Instrumente oder auch informeller Rahmenplanungen diskutiert werden.

Mit den Ergebnissen aus den Workshops wurde dann das Klimaschutzkonzept erarbeitet. Es wurde dem Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen am 10. Oktober vorgelegt und wird am 8. November im Rat der Stadt beraten.

Informationen zum Klimaschutzkonzept gibt es auch auf der Website der Stadt.

Vortrag am 30. Oktober 2018 in Coesfeld

Kreis Coesfeld, 22.10.18 (PM/kid). Kurz zum Shoppen in die Niederlande oder bequem über Amazon aus dem EU-Ausland bestellen – für viele sind die Europäische Union und die mit ihr verbundenen Vorteile ganz selbstverständlich. Aber seit der Finanzkrise läuft die EU im Krisenmodus. Prof. Dr. Eckart Stratenschulte, der 24 Jahre lang die Europäische Akademie Berlin leitete, wird am Dienstag, 30. Oktober 2018, um 18:00 Uhr im Trend-Center der Parador GmbH in Coesfeld einen spannenden Vortrag über die Zukunft der EU halten.

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen; ihre Meinung zur Zukunft Europas ist ebenfalls gefragt: Sie können per Mobiltelefon abstimmen oder auch direkt mit Prof. Dr. Stratenschulte diskutieren. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung wird bis zum 25. Oktober 2018 erbeten unter https://europa-im-trend.eventbrite.de oder per E-Mail an: post@eu-direct.info

Diese Veranstaltung wird vom Kreis Coesfeld in Zusammenarbeit mit dem europe direct-Büro Steinfurt sowie der wfc Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Coesfeld gmbH organisiert. Die Moderation übernimmt Kreismitarbeiterin Marina Kallerhoff.

Auch für Bio-Obst und -Gemüse neuer Händler auf dem Freitagsmarkt

Coesfeld, 11.10.18 (PM). Einen Hauch Mittelmeer ins Münsterland bringt seit Anfang Oktober „Der Olivenstand“ dienstags und freitags auf den Coesfelder Wochenmarkt: Mit eingelegten Tomaten, Schafskäse- und Pesto-Variationen aus eigener Herstellung, mit Ciabatta, kalt gepressten Olivenölen und feinen Essigsorten und natürlich auch mit Oliven. Händler Martin Winterhoff aus Münster sagt aus Überzeugung: „Über Geschmack lässt sich streiten, über Qualität nicht!“
Frische Waren aus ihrem Naturkostladen bietet seit einigen Wochen auch Christina Jansen aus Senden an: Sie bereichert den Freitagsmarkt mit einer bunten Auswahl von ausgesuchtem Bio-Obst und –Gemüse.

Sechs Coesfelder Firmen schicken Kandidaten ins Rennen

Coesfeld, 11.10.18 (PM). Vier Auszubildende der Firma Parador hatten jetzt die Nase vorn bei der Ausbildungsolympiade, die auf Initiative des Stadtmarketing Vereins Coesfeld und Partner veranstaltet wird. Auch je zwei Azubis der J.W. Ostendorf und der Stadtwerke Coesfeld GmbH und ein Azubi der Firma Hupfer-Metallwerke hatten Grund zur Freude bei der Siegerehrung im Gebäude der Stadtwerke Coesfeld: Sie gehören zu den besten Azubis ihres Ausbildungsgangs und erhielten dafür Gutscheine im Wert von 200 Euro.

Die Ausbildungsolympiade wird seit 1996 in Coesfeld veranstaltet und geht auf eine Idee aus dem Arbeitskreis Wirtschaft im Stadtmarketing Verein Coesfeld und Partner zurück. Mit dabei sind sechs Coesfelder Firmen:
• H. Klostermann GmbH & Co. KG,
• REMONDIS Münsterland GmbH & Co. KG,
• J.W. Ostendorf GmbH & Co. KG (JWO),
• Stadtwerke Coesfeld GmbH,
• Parador GmbH und
• HUPFER Metallwerke GmbH & Co. KG.

Prämiert werden die Leistungen der besten drei Auszubildenden aus jedem Ausbildungsgang, jeder Sieger erhält einen Einkaufsgutschein (Stadtmarketing u.a.). Seit 2014 hat die Ausbildungsolympiade ein eigenes Logo, entworfen von Schülern des Pictorius-Berufskollegs (LK Gestaltungstechnik). Die Preisverleihung für die Ausbildungsgänge Winter 2017 und Sommer 2018 fand jetzt in den Räumen der Stadtwerke statt.

Die Preisträger im Überblick

Winter 2017
1. Yannick Parthe von JWO
2. Frederick Kock von den Stadtwerken Coesfeld
3. Fabienne Albert von JWO, Johannes Schulenborg von Parador, Christopher Demes von Parador, Anna Wesseler von Parador (mit jeweils gleicher Punktzahl)

Sommer 2018
1. Andreas Bunge von den Stadtwerken
2. Alexander Bargen von Parador
3. Odai Al Mawarde von Hupfer

Kolping-Kreisverband Coesfeld schreibt Bundestagsabgeordneten zur Dieselproblematik

Kreis Coesfeld / Coesfeld, 11.10.18 (PM). Die Diskussion um die Zukunft der Fahrzeuge mit Dieselmotoren und dem eventuellen Fahrverbot verunsichert private Fahrzeughalter, aber auch mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe. Wenn auch zurzeit keine Fahrverbote im Kreis Coesfeld zu erwarten sind, belastet die Frage die wirtschaftliche Planung der Betriebe und deren Zukunftsperspektive.

Kaum ein Handwerksbetrieb wird in der Lage sein, seine Fahrzeugflotte aus dem Betriebsvermögen heraus auf andere Kraftstoffe (Benzin oder Gas) umzustellen. Ebenso würde der sehr aufwändige und teure Einbau von Katalysatoren die Existenz der Betriebe massiv gefährden, heißt es in der Presseinformation weiter. In einem Brief an die Abgeordneten für die Kreise Coesfeld und Unna im Deutschen Bundestag fordert der Vorsitzende des Kreisverbandes, Gerhard Schmitz (Nottuln) die gewählten Vertreter auf, sich im Bundestag und seinen Ausschüssen nachdrücklich der Sorgen der heimischen, mittelständischen Unternehmen anzunehmen, „weil sie seit vielen Jahren nachweislich der Motor der Wirtschaft und der nahezu Vollbeschäftigung im Kreis Coesfeld sind“, so Schmitz.
Der Kolping-Kreisverband ist sich natürlich der Verpflichtung zum Schutz unserer Umwelt bewusst und verkennt nicht die Notwendigkeit einer Energiewende auch im Automobilsektor. Es müssen aber grundsätzlich von der Automobilindustrie bezahlte Nachrüstungen Vorrang vor Neuanschaffungen haben, selbst wenn diese mit “Umtauschprämien” schmackhaft gemacht werden.

Der Kolping-Kreisverband Coesfeld mit seinen annähernd 7000 Mitgliedern versteht sich auch in dieser Thematik als Anwalt der mittelständischen Handwerksbetriebe. Gerhard Schmitz: „Wir erwarten von den gewählten Abgeordneten für die Kreise Coesfeld und die Kommunen des Kreises Unna, die zum Kreisverband Coesfeld gehören, eine entsprechende Positionierung und eine ebensolche Entscheidung der Bundesregierung.“

<h2>Bundesminister Carsten Linnemann zu Gast beim MIT-Kreisverband</h2>

Dülmen/Coesfeld, 01.1018 (PM). Ob das geplante Einwanderungsgesetz, Fachkräftemangel im ländlichen Raum oder die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt, derBundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT), Dr. Carsten Linnemann MdB, präsentierte auf Einladung des MIT-Kreisverbandes Coesfeld in einem pointierten politischen Rundumschlag Aktuelles aus Berlin. Im Ausstellungsraum „il bagno“ der Firma Elting in Dülmen diskutierte der promovierte Diplom-Volkswirt anschließend mit rund 50 Unternehmern und Dienstleistern, CDU-Mitgliedern und interessierten Bürgern aus dem gesamten Kreisgebiet.

„Die Wirtschaftslage ist sehr gut, aber dennoch ist die Unsicherheit in der Bevölkerung so groß wie nie zuvor“, bringt der Paderborner Bundestagsabgeordnete die aktuelle Gemütslage auf den Punkt. Die Themen Migration, Sicherheit und Kriminalität beschäftigen die Öffentlichkeit. „Die Menschen wollen keinen Rechtsruck, sondern Rechtsstaatlichkeit.“ Das setze voraus, dass sich auch der Staat an die von ihm selbst gesetzten Regeln halte. „Wir müssen das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen und ihnen Halt geben.“ Deshalb brauche die Union wieder mehr Profil und einen „politischen Kompass“, um die Zukunft der Volkspartei zu sichern. „Auch als Fraktion müssen wir uns wieder selbstbewusst und unabhängig vom Regierungshandeln präsentieren“, fordert der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Offensiv müsse sich die Union mit den Fragen der Zukunft beschäftigen: Europa und die Klärung, wofür die EU und wofür die Nationalstaaten zuständig sind, die Integration von Flüchtlingen, die Außen- und Sicherheitspolitik, die Digitalisierung und der Islam. „Der politische Islam muss von der Mitte der Gesellschaft aus bekämpft werden. Wir müssen genau zuhören, was die Imame hier predigen. Jeder, der in Deutschland predigt, sollte unsere Sprache sprechen.“ Das geplante Einwanderungsgesetz berücksichtige den steigenden Bedarf an Fachkräften und regele die Erwerbsmigration transparent. „Mit der sogenannten 3-plus-2-Regelung erlauben wir schon jetzt Flüchtlingen, die bereits eine Ausbildung in Deutschland begonnen haben, diese abzuschließen und eine Anschlussbeschäftigung auszuüben.“

Vehement setzte sich Linnemann auch für den Abbau von Bürokratie und die Vereinfachung des Steuersystems ein. Zudem kündigte er an, den Mittelstand in den Vordergrund zu stellen. „Es sind gerade die kleinen und mittleren Betriebe, die in Deutschland für Arbeits- und Ausbildungsplätze sorgen. Indem wir wieder stärker den Mittelstand und die dort Beschäftigten in den Blick nehmen, stärken wir gleichzeitig all jene, die dieses Land am Laufen halten.“ Die vielen Denkanstöße aus der lebhaften Diskussionsrunde nehme er mit nach Berlin, kündigte der MIT-Bundesvorsitzende an, um sich dort auch weiterhin für einen starken Mittelstand und den Erhalt der wirtschaftlichen Prosperität der Region einzusetzen.

Stadt sucht neuen Fachbereichsleiter für Wirtschaftsförderung

Coesfeld, 07.09.18 (PM). In der Stadtverwaltung kündigt sich ein Wechsel an: Fachbereichsleiter Guido Brebaum, seit Anfang 2017 zuständig für Bürgerservice, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, wird voraussichtlich zum 1. November zum Landschaftsverband (LWL) nach Münster wechseln. Dort war ihm eine Referatsleitung angeboten worden.
„Hier in Coesfeld kann man eine Menge bewegen“, betont Guido Brebaum. „Gerne hätte ich mit dem tollen Team, das wir hier haben, die begonnenen Projekte weiter vorangebracht. Aber das Angebot einer Fachbereichsleitung mit einem erheblich vergrößerten Verantwortungsbereich in Münster war am Ende so attraktiv, dass ich nicht absagen konnte.“ Die Entscheidung sei insofern für Münster gefallen, aber keinesfalls gegen die Stadt Coesfeld, der er weiterhin verbunden bleibe.
Bürgermeister Heinz Öhmann bedauert den Weggang sehr. Er teilt mit, dass die Stadt bestrebt ist, die Stelle so schnell wie möglich wieder zu besetzen. Viele interessante Wirtschaftsthemen warten auf die neue Wirtschaftsförderung: Die Ansiedlung neuer Unternehmen, die Erhaltung und Gestaltung einer attraktiven Innenstadt und der Ausbau der Digitalisierung. „Das alles sind Aufgaben, für die wir jetzt eine neue qualifizierte Fachkraft suchen werden. Wirtschafsförderung und Bürgerservice, das sind Schlüsselaufgaben in der Stadtverwaltung“, so der Bürgermeister.

60 Jahre EUREGIO / Baustellen gibt es noch genug

Coesfeld, 06.09.18 (hlm). Vor 60 Jahren übernahm die EUREGIO mit ihrer Gründung eine Vorreiterrolle. Ihr Ziel war und ist es, die deutsch-niederländische Grenzregionen wirtschaftlich und kulturell zu verbinden. In vielen Teilen gelang es ihr auch, so ein Tenor der Rednerbeiträge bei der Festveranstaltung mit einer Podiumsdiskussion unter den Lettern “60 Jahre EUREGIO – Chancen der heimischen Wirtschaft in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit”. Bevor Rob Welten, Präsident der EUREGIO, sein Loblied auf das gemeinsame Erreichte anstimmt, heißt Christoph Almering, Geschäftsführer der Zweckgemeinschaft, als und Moderator 50 Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung im Coesfelder Rathaus willkommen. Einen Seitenhieb auf die derzeit bröckelnde Stimmung in der EU und die Isolationsbestrebungen einiger Mitgliedsstaaten verkneift sich Welten nicht: “Hier steht ein wirtschaftliches Europa mit Garant für Frieden und Sicherheit.”

Handel- und Wirtschaftsverkehr der drei wichtigsten Partner von NRW. (Grafik hlm)

Der freie Handels- und Wirtschaftstransfer funktioniert zwischen den Nachbarländern sehr gut. Verstärkt durch den Abbau der Schlagbäume in den 1970er Jahren. Zuvor pflegten beide bereits enge wirtschaftliche Kontakt. Für Nordrhein-Westfalen sind die Niederlande der größte Handelspartner, vor Frankreich und England. Aber ein langer Bauzaun steht noch an der Grenze. Allen voran Werner Schaurte-Küppers, Präsident der 1905 gegründeten deutsch-niederländischen Handelskammer, zählt die hell strahlenden Baustellenleuchten auf: Digitalisierung, Verkehrsinfrastruktur und Fachkräftemangel. Jedes Licht markiert einen eigenen Bauabschnitt, der stellenweise nach einer Dauerbaustelle klingt, wie sich aus den Statements der Teilnehmer herausfiltern lässt. Lodewijk an der Borg, als Vertreter eines grenznahen niederländischen Unternehmens, gräbt mit der Schaufel ein Bauloch ein klein wenig tiefer. Schließlich gibt es ein paar kleinere soziokulturelle Differenz und der schlipslose Geschäftsführer der Kaak Group zählt schmunzelnd auf: “Die Niederländer tragen keine Krawatten, Duzen sich sofort und haben flache Hierarchien.” Was sich witzig anhört, hat Tiefgang. Grenzübergreifende Zusammenarbeit heißt nicht, einen gesellschaftlichen Einheitsbrei zu haben, sondern seine eigene Identität zu bewahren. Es geht also um eine Mischung aus Konsens und Akzeptanz. Die Teilnehmer der Podiumsrunde blicken in eine alte Baugrube: Bis heute fehlt die gegenseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen. Schaurte-Küppers deutet an, dass eine Leiter angelegt ist, in Form einer übergreifend arbeitenden Kommission. Das wäre eine Erleichterung zur Diffusion von Fachkräften. Hilfe bietet schon jetzt der an der EUREGIO angedockte Grenzinfopunkt, der an der EUREGIO an, der als Beratungsstelle in Sachen Arbeit, Wohnen und Bildung arbeitet.

Viel bewegt sich in der EUREGIO. (Grafik hlm)

Heinz Öhmann, Coesfeld Bürgermeister und EUREGIO-Ratsmitglied, wirft in eine Baugrube eine Schüppe Kies und hebt den Fördertopf INTERREG der Europäischen Union hervor. Mit den Zuschüssen werden auch grenzübergreifende Projekte finanziert. Aufträge, die europaweit ausgeschrieben und sich aus der EU-Nachbarschaft kaum jemand bewirbt. So ist die Erfahrung von Öhmann. Da wird die sprachliche Barriere eine Rolle spielen. Die Ausschreibungsunterlagen sind in der Muttersprache bei den Vergabestellen hinterlegt. Eine Übersetzung fehlt in der Regel.

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr liefert ein passendes Abschlusswort für die Podiumsdiskussion. Coesfeld sei kein Grenzland und weit weg. Um so wichtiger ist es für ihn, die Kommunikation in den weiteren Grenzraum zu verstärken. Zusammenwachsen beginnt mit der Begegnung der Menschen und ist Basis zur Reduzierung von Ängsten.

Kreis Coesfeld vernetzt

Coesfeld, 03.09.18 (hlm). Einmal im Monat treffen sich die Verwaltungschefs der elf Kommunen und des Kreises Coesfeld zu einem Arbeitstreffen. Dieses Mal begrüßten Coesfelds Bürgermeister Heinz Öhmann und Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann ihre Amtskollegen im “Großen Sitzungssaal” des Rathauses der Kreisstadt. Die Vertreter der Presse erhielten im Anschluss auf der Pressekonferenz von den beiden Gastgebern eine Übersicht der Gesprächsergebnisse.

Besonderer Gast ist Christian Almering, der seit acht Monaten als Geschäftsführer der EUREGIO wirkt. 60 Jahre lang stärkt die Institution das Zusammenwachsen die Gemeinschaft im deutsch-niederländischen Grenzraum. Nicht ohne Sorge blicke Almering auf die aktuelle Situation Europas, resümiert Richard Borgmann auf der Pressekonferenz und zitiert ihn: “Was die Großen nicht hinbekommen, sollen die Kleinen lösen.” Das heißt, nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Visionen entwickeln. Es gibt im deutsch-niederländischen Grenzraum viel ausschöpfbares Potenzial, sowohl aus wirtschaftlicher Sicht, wie auch in der gesellschaftlichen Kohäsion. Tourismus und Bildung nennt Borgmann Beispiele. Öhmann bringt den Grenzinfopunkt in die Gesprächsrunde ein. Eine Beratungseinrichtung, die bis 2020 als “INTEREG-Projekt” gefördert wird. Sie ist die Anlaufstelle für Rechtsfragen von Menschen, die im Nachbarland leben oder Arbeiten wollen. Die Beratungsstelle in Enschede kooperiert mit der Agentur für Arbeit Coesfeld. Ganz kritiklos entlassen die Verwaltungschefs den EUREGIO-Geschäftsführer Almering nicht aus dem Arbeitskreis. Der Fokus solle nicht allein auf den Südkreis gelegt werden. Der Blick über den Rand bis ins angrenzende Ruhrgebiet ist etwas kurzsichtig. Positiv bewerten Öhmann und Borgmann die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs mit der Optimierung der Bahnlinie Enschede-Dortmund. Dabei hat zwar nicht direkt die EUREGIO ihren Anteil, aber die Schiene ist eine wichtige wirtschaftliche und gesellschaftliche Verbindung zwischen den Regionen. Geldmittel fließen von der EU-Förderstelle in Bildungseinrichtungen, wie Universitäten. Coesfelds Dependance der Fachhochschule Münster profitiert indirekt von diesen Finanzströmen.

Vom Grenzüberschreitenden richtet sich der Blick auf den Kreis Coesfeld. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr wirbt für die dritte Runde des Ökoprofits. Einige Unternehmen haben ihre Teilnahme zugesichert. Die Werbetrommel dreht sich weiter, um weitere Firmen und Einrichtungen für das Klimaschutzprojekt zu gewinnen. Für Öhmann ist es kein reines Prestige- oder Imageprojekt. Es gehe hierbei um konkret individuell ausgearbeitete Vorschläge zur Energieeinsparung, die sich ökonomisch in der Bilanz der teilnehmenden Unternehmen positiv auswirken. Mit Sarah Rensner hat der Kreis Coesfeld eine Klimaschutzmanagerin, die Aktivitäten und Projekte auf kommunaler Kreisebene koordiniert und das Klimaschutzkonzept als Handbuch hat. Wünschenswert wäre es in Augen von Öhmann, wenn sich die Arbeit nicht nur auf Koordinierung, sondern auch auf konkrete Projekte fokussieren, die messbare Ergebnisse liefern.

Auf der Agenda des Arbeitstreffens stand auch die Schaffung eines Standards für die Markierung des Radwegenetzes. “Das bisherige Wabensystem hat sich nicht bewährt”, zieht Öhmann einen Schlussstrich. Ein Neues soll her, und zwar landesweit. Am besten über eine zentrale Stelle geplant und gesteuert, damit kein bunter Mix entsteht. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Gegenwärtig stecken die Kommunen ihre Zielvorstellungen ab. Unteranderem könnte sich das in den Niederlanden verwendete Knotenpunktsystem als Blaupause eignen.

Der Kreis ist ein Umlageverband, der sich aus den finanziellen Einlagen der elf Städte und Gemeinden mitfinanziert, dessen Höhe durch den Hebesatz festgelegt ist. “Jeder dritte Euro geht an den Kreis”, rechnet Borgmann vor. Das ist von den Kommunen in der gegenwärtigen guten Wirtschaftslage mehrheitlich zu leisten. Lüdinghausens Bürgermeister will weiter nach vorne blicken und sich auf schlechtere Zeiten vorbereitet wissen. Deutlich richten die Bürgermeister ihre Forderungen in die Richtung einer mittelfristigen Finanzplanung und einer weiteren Absenkung der Hebesätze. “Damit Kommunen die Kreisumlage nicht über finanzieren müssen”, so Borgmann.

Kreisweiter Schulentwicklungsplan – da kann sich die Stadt Coesfeld mit seiner eigenen Entscheidungshoheit etwas zurücklehnen. In der Kreisstadt besteht ein breites Schulangebot. Das ist in einzelnen Nachbarkommen nicht so luxuriös. Besonders die Erreichbarkeit von Förderschulen grenzt punktuell an die Unzumutbarkeit. Das soll sich mit der Aufstellung eines Schulentwicklungsplans verbessern.

Gäste verweilen fast zwei Tage in Coesfeld

Coesfeld, 22.08.18 (hlm). Der Aufwärtstrend geht weiter. Mit einem Plus von 2,6 Prozent stieg die Belegungszahl der 382 Betten in Hotels und anderen Beherbergungsstätten von Coesfeld. 25544 Übernachtungen listet das Landesamt für Statistik von Nordrhein-Westfalen für das erste Halbjahr 2018. Ein deutlich kleinerer Anstieg als 2017 mit 8,5 Prozent.

Zwar sank die Zahl ausländischer Gäste um fast fünf Prozent auf 814. Jedoch verweilten diese Gäste länger. Im Durchschnitt blieben die Übernachtungsgäste 1,7 Tage.

Leichter Anstieg bei den Übernachtungszahlen in Coesfelds Beherbergungsstätten im ersten Halbjahr 2018. (Grafik hlm, Daten: it-NRW, Hintergrundbild David Lee/Pixabay)