Kolpingwerk in NRW beschäftigt sich mit landespolitischen Herausforderungen

Essen / Coesfeld, 11.07.18 (PM). Das Kolpingwerk NRW hielt seine diesjährige Landesversammlung. Die Delegierten aus den NRW-Diözesanverbänden (DV) Essen, Aachen, Köln, Münster und Paderborn trafen sich in Essen. Neben Regularien stand mit den Wahlen auch ein Generationswechsel in der Geschäftsführung an. Reinlinde Steinhofer (DV Paderborn) stellte sich als Landesgeschäftsführerin nicht erneut zur Wahl. Viele Jahre hatte sie im NRW-Landesvorstand des Kolpingwerkes gewirkt und wurde mit dankbarem Applaus verabschiedet.

Als neuen Landesgeschäftsführer wählten die NRW-Delegierten den Coesfelder Daniel Fissenewert. Der 33-Jährige kennt Kolping von der Pike auf, ist hauptberuflich Leiter des Kolping-Verbandssekretariates im Diözesanverband Münster und betreut seit einem Jahr im Landesvorstand den Bereich der sozialen und wirtschaftlichen Selbstverwaltung.

Neben der Wahl des Landesgeschäftsführers wurden die Vertreterinnen und Vertreter aus den fünf Diözesanverbänden, Maria Taube (Aachen), Hans-Josef Winkler (Essen), Martin Rose (Köln) und Heribert Knollmann (Münster, Wohnort Rheine) als Mitglieder des Landesvorstandes wiedergewählt. Für den Diözesanverband Paderborn schied Else Garske aus. Als ihr Nachfolger ist Wolfgang Gelhard gewählt.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Nacke (Münster) hatte vor einem Jahr das Amt des Landesvorsitzenden des Kolpingwerkes NRW übernommen. In seinem ersten Rechenschaftsbericht stellte er die vielseitige Arbeit vor. So habe sich das Kolpingwerk NRW zum Entfesselungspaket und zu den Diskussionen um die Ladenöffnungszeiten an Heilig Abend positioniert. Seit einiger Zeit gebe es seitens der Landtagsabgeordneten auch einen fraktionsübergreifenden Stammtisch von Kolpingmitgliedern, die sich im Landtag über sozial-politische Themen austauschten.

Fachtag zu landespolitischen Themen junger Menschen

Zudem befasste sich die Landesversammlung auf dem der Landesversammlung angeschlossenen Fachtag mit der Frage, welche landespolitischen Herausforderungen aus Sicht junger Menschen in NRW bestehen. Hierzu ging Sarah Primus, Vorsitzende des BDKJ NRW (Bund Deutscher Katholischer Jugend), auf vielfältige Themen ein. So sei die Kinderarmut in NRW eine besondere Herausforderung, die schnell angegangen werden müsse. Hier sei seitens der neuen Regierung im ersten Jahr noch nichts geschehen. Positiv wird die Rückkehr zu G9 gesehen, so Primus. Freiräume für Kinder und Jugendlichen seien wichtig, dürfe aber nicht nur auf das Gymnasium und die Debatte um G9 geführt werden.

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Zur Person:
Daniel Fissenewert ist in Rietberg (Kreis Gütersloh) aufgewachsen. Nach einer Ausbildung als Holzmechaniker studierte er an der Katholischen Hochschule NRW in Paderborn Soziale Arbeit mit dem Abschluss Bachelor of arts (B.A.). Nach fünfeinhalb Jahren als hauptamtlicher Jugendreferent der Kolpingjugend im DV Osnabrück wurde er im Mai 2016 Leiter des Kolping-Verbandssekretariates im Diözesanverband Münster und wohnt seitdem in Coesfeld.

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