EhrenamtInformationen

1. Ehrenamtskarte

Was ist die Ehrenamtskarte?

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat zur Anerkennung von bürgerschaftlichem Engagement zusammen mit Städten, Kreisen und Gemeinden des Landes eine landesweit gültige Ehrenamtskarte eingeführt. Die Ehrenamtskarte ist Ausdruck der Wertschätzung für den großen ehrenamtlichen Einsatz der Bürgerinnen und Bürger und verbindet diese Würdigung mit einem praktischen Nutzen. Menschen, die sich in besonderem zeitlichem Umfang für das Gemeinwohl engagieren, können mit der Karte in allen teilnehmenden Kommunen zahlreiche attraktive Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Dazu gehören reduzierte Eintrittspreise für Museen, Schwimmbäder und andere öffentliche Freizeiteinrichtungen sowie Vergünstigungen bei Volkshochschulkursen, in Kinos, in Theatern usw.

Wo gibt es die Ehrenamtskarte?

Im Kreis Coesfeld gibt es die Ehrenamtskarte bislang nur in Lüdinghausen.

2. Versicherungsschutz

Ehrenamtlich Engagierte verdienen nicht nur Anerkennung und Respekt, sie benötigen auch Sicherheit. Deshalb sorgt das Land NRW in bestimmten Sparten zusätzlich für Versicherungsschutz im Bereich Haftpflicht und Unfall.

Haftpflichtversicherung

Ehrenamtlich Engagierte  sollten in der Haftpflichtversicherung ihres Trägers (z.B. Vereine, Verbände, Stiftungen und andere rechtlich selbständige Organisationen) versichert sein. Den Trägern wird daher dringend empfohlen, den Versicherungsschutz ihrer Engagierten über eine eigene Haftpflichtversicherung sicherzustellen.

Haftpflicht-Sammelversicherung des Landes NRW

Viele ehrenamtlich und freiwillig Engagierte üben ihre Tätigkeit außerhalb von rechtlich selbstständigen Organisationen aus, beispielsweise in Initiativen oder Selbsthilfegruppen ohne Vereinsstatus. Für diese Engagierten hat das Land eine Haftpflicht-Sammelversicherung abgeschlossen. Die Versicherung gilt auch für die ehrenamtliche Tätigkeit, die von hier ausgehend in einem anderen Bundesland oder im Ausland ausgeübt wird, z.B. bei Freizeit- oder Hilfsmaßnahmen.  Der Versicherungsschutz besteht, auch wenn für das Ehrenamt eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird. Nicht versichert ist die Organisation oder Gemeinschaft, für die das Ehrenamt erbracht wird, sowie Betreute oder Teilnehmende an Veranstaltungen, die selbst nicht ehrenamtlich tätig sind.

Gesetzliche Unfallversicherung

Eine gesetzliche Unfallversicherung, die für Vereine oder Organisationen gilt, schützt viele Ehrenamtliche. Der Versicherungsschutz besteht automatisch, wenn die vom Gesetz genannten Kriterien (freiwillig, unentgeltlich, gemeinwohlorientiert) in der Person und hinsichtlich der Tätigkeit erfüllt sind. Es bedarf also keiner Anmeldung bei der Unfallkasse NRW.
Detaillierte Informationen zum Versicherungsschutz für Ehrenamtliche geben die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, die Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege sowie die Unfallkasse NRW.

Unfall-Sammelversicherung des Landes NRW

Die Landesversicherung schützt alle ehrenamtlich freiwillig tätigen Menschen in Nordrhein-Westfalen, aber auch die ehrenamtliche Tätigkeit, die von hier ausgehend in einem anderen Bundesland oder im Ausland ausgeübt wird. Der Schutz umfasst auch die direkten Wege von und zu den Einsätzen.

Wenn Engagierte gesetzlich unfallversichert oder über ihre Trägerorganisation abgesichert sind, besteht dieser Versicherungsschutz vorrangig gegenüber der Landesversicherung. Fällt die Leistung der Unfallversicherung eines Trägers jedoch geringer aus als die der Landesversicherung, wird der Unterschiedsbetrag ausgeglichen. Die Leistungen der Landesversicherung werden zusätzlich zu denen einer privaten Unfallversicherung eines Engagierten erbracht.

Sportversicherung hilft im Ernstfall

Einen Versicherungsschutz für alle sportlich Engagierten bietet die Sportversicherung. Diese wird von der Sporthilfe, dem Sozialwerk des Landessportbundes NRW, zur Verfügung gestellt. In Anspruch nehmen können sie landesweit alle organisierten Sportlerinnen und Sportler. Das Paket umfasst eine Unfall-, Haftpflicht-, Vertrauensschaden-, Reisegepäck-, Kranken- und Rechtsschutzversicherung. Diese Versicherung ersetzt aber weder die private Vorsorge des Einzelnen noch kann sie bei Schäden geringeren Ausmaßes helfen. In der Regel springt die Sporthilfeversicherung erst dann ein, wenn ein Schadenausgleich anders nicht möglich ist.

(Quelle: https://www.engagiert-in-nrw.de/sicherheit)