Coesfelder Schulen aktiv gegen Cannabis-Konsum

Kreis Coesfeld / Coesfeld, 11.10.18 (PM/kcv). Der Konsum von Cannabis an Schulen ist flächendeckend ein Thema. Das zeigt das große Interesse seitens der Schulen an einer Infoveranstaltung der trägerübergreifenden Fachgruppe des „Arbeitskreises Prävention“.

„Es handelt sich beim Konsum von Cannabis nicht um ein Thema einzelner Schulen oder Schulformen, sondern es geht um ein gesellschaftliches Problem, das alle weiterführenden Schulen betrifft“, stellte Schulleiter Marc-André Thews vom Oswald-von-Nell Breuning Berufskolleg in Coesfeld in seiner Begrüßungsrede fest. Wegschauen sei keine Lösung. Daher ergriffen Fachleute der Suchthilfe von AWO und Caritasverband zusammen mit der Polizei im Kreis Coesfeld, dem Oswald-Nell-Breuning Berufskolleg und der Schulsozialarbeit der Kreuzschule Coesfeld die Initiative luden im September zu einer weiteren Veranstaltung ein. Ziel der Veranstaltung war es, zu mehr Handlungssicherheit beim Thema Cannabisprävention an Schulen beizutragen.

„Wir hatten 30 Anmeldungen von Beratungslehrern, Schulleitungen und Schulsozialarbeit. Dass schließlich 40 Personen kamen, zeigt das aufkommende Interesse der Schulen“, so Dr. Gerhard Pohl, Leiter der Fachstelle Suchtprävention des Caritasverbandes. Zu Beginn stellte Andreas Nitz vom Kommissariat Vorbeugung die aktuelle Situation im Kreis Coesfeld aus polizeilicher Sicht vor. Lioba Krüger von der AWO Sucht und Drogenberatung und Petra Nachbar von der Caritasfachstelle Suchtprävention vervollständigten das Lagebild aus Sicht ihres direkten Kontaktes mit Jugendlichen und Konsumenten. Hier zeigte sich, dass eine hohe Dunkelziffer wahrscheinlich ist. Zudem erzeugen widersprüchliche Haltungen allgemein zum Thema Cannabis eine schwierige Situation für Schulen und erschweren so eine glaubwürdige Prävention.

Die Polizei empfiehlt den Schulen, bei Vergehen mit Cannabis zunächst mit Vertretern der Suchtberatung oder Suchtprävention abzustimmen, was zu tun sei. Die Polizei müsse laut Erlasslage nicht in jedem Fall eingeschaltet werden. Hier bieten die Suchtberatungs- und Präventionsstellen von AWO und Caritas schnelle Unterstützung, sowohl im Einzelfall als auch zur generellen Cannabisprävention. Den teilnehmenden Beratungslehrern und Schulsozialarbeitern wurden verschiedene Angebote und Maßnahmen vorgestellt, sowie der von der Arbeitsgruppe entwickelte Handlungsleitfaden erläutert und ausgehändigt.

Die Präventionskräfte kommen in die Schulen, um den Handlungsleitfaden und Aspekte der Cannabisprävention im Kollegium vorzustellen. Anfragen nimmt Petra Nachbar von der Caritasfachstelle Suchtprävention entgegen. Tel.: 02594-9504104 oder E-Mail: nachbar@caritas-coesfeld.de

Mitglieder des Arbeitskreises Prävention stellten die Drogenproblematik an Schulen dar und gaben Informationen zur Prävention: Christoph Rupprecht, Lioba Krüger-Rosenke, Dr. Gerhard Pohl, Andreas Nitz, Petra Nachbar, Marc-André Tews, (v.l.n.r.)
Foto: Christoph Rupprecht

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